Der Anschlag (22)

anschlag_teaserAb sofort dürfen Reformhäuser, Drogerien und Bioläden keine alternativen Naturprodukte mehr verkaufen. Dies gelte für bittere Aprikosenkerne, Chia‐Samen und Shitake‐Pilze ebenso, wie für Teebaumöl und Aloe Vera – Produkte. Kurz nach Bekanntwerden der Meldung stiegen die Aktien der Pharmakonzerne Novartis, Bayer, Merck, Sanofi und Pfizer.

Bundespräsident Joachim Gauck hat in seiner Neujahrsansprache bekannt gegeben, dass Deutschland ab sofort der 51. Bundesstaat der USA und damit direkt an die Anordnungen aus Washington gebunden sei.

»Armut lohnt sich!« – unter diesem Motto veranstaltet der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) zusammen mit dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und den Arbeitgeberverbänden von Gesamtmetall, eine Vortragsreihe zur steigenden Armut in Deutschland. Sie sei besonders wegen dem Prinzip des Lohndumpings zu befürworten.

7 Gedanken zu “Der Anschlag (22)

  1. »Ab sofort dürfen Reformhäuser, Drogerien und Bioläden keine alternativen Naturprodukte mehr verkaufen. Dies gelte für bittere Aprikosenkerne, Chia‐Samen und Shitake‐Pilze ebenso, wie für Teebaumöl und Aloe Vera – Produkte. Kurz nach Bekanntwerden der Meldung stiegen die Aktien der Pharmakonzerne Novartis, Bayer, Merck, Sanofi und Pfizer.«

    Gott sei dank! ... dachte ich schon beim ersten Teil. Endlich wird den Alternativ‐und Esoheinis das Wasser abgegraben. Dann folgte der Zweite. Und die Frage, warum manche Menschen offenbar nicht zwischen berechtigter Kritik an »Alternativ»medizin und der phösen Pharma»mafia« unterscheiden können...

  2. @Nordlicht

    Ich glaube, der Pharmaindustrie gefällt es sehr gut, wenn Du alternative Heilmethoden und deren Befürworter als »Esoheinis« bezeichnest. Sind eben alles Spinner, nicht wahr? Außer Novartis, Bayer, Merck, Sanofi und Pfizer. Die wissen, was sie tun. Uns vergiften und krank machen. Damit sie Milliarden verdienen. Denn mit gesunden Menschen macht man keine Profite.

  3. Ich sag nur »Globuli« = Heilen mit »Nichts«. Es ist wohl eher der Placeboeffekt bei Spontanremissionen.

    Eine besondere Gruppe der homöopathischen Grundsubstanzen sind die Nosoden. Das sind Mittel die aus erkranktem und pathologischen Material (Körperflüssigkeiten, Krankheitserreger, Krebszellen, …) hergestellt werden. So findet man in der Liste der homöopathischen Mittelchen u.a. Nosoden die auf folgenden Krankheitserregern basieren: Borreliose, Brustkrebs (bzw. jede andere Art von Krebs), Dengue Fieber, Diphterie, Windpocken, Hepatitis, Malaria, Multiple Sklerose, Pest und Tuberkolose. Nicht einmal AIDS feht in dieser Liste.
    Es existieren auch die verschiedensten Präparate aus menschlichen Körperteilen, Organen und Körperflüssigkeiten. Muttermilch ist beispielsweise als Mischung der Milch von neun Frauen oder als “Milch einer Frau” Grundstoff für die Potenzierung. Auch Menstruationsblut oder die Plazenta können verwendet werden.

    Hmmmmm — lecker.

  4. @altautonomer

    Ich bin kein Anhänger der Homöopathie, aber intellektuelle Redlichkeit, statt Angst‐ und Panikmache sollte schon sein. Ein Blick in Tante Wiki zum Thema Nosoden besagt:

    Sie werden in hohen homöopathischen Potenzen (Verdünnungen) eingesetzt (C30, C200 und LM‐Potenzen), in denen vom Ausgangsstoff keine Substanz mehr vorhanden ist.

    Und ja, dort steht auch:

    Wissenschaftliche Studien zeigen keine signifikant vom Placebo‐Effekt unterscheidbare medizinische Wirksamkeit homöopathischer Mittel

    Auf der anderen Seite sollten wir kritischen Linken langsam begriffen haben, dass die Pharmaindustrie nur dort forscht oder Studien herausbringt, wo sich Profite generieren lassen. Ich stehe Alternativen zumindest offen. Der tägliche Verzehr von Chia Samen haben beispielsweise meine Blutwerte immens verbessert.

  5. »Ich glaube, der Pharmaindustrie gefällt es sehr gut, wenn Du alternative Heilmethoden und deren Befürworter als »Esoheinis« bezeichnest.«

    Eben das meinte ich. Differnezieren ist oft nützlich. Das weltweit agierende, börsendotierte Unternehmen mit Gewinnabsicht keine Heiligen sind, ist klar. Das macht den Markt der »alternativen« Heilmethoden aber kein Stück besser. Ich fand diesen Blog mal toll, aber seit der offenen Verteidigung von Leuten wie Ken Jebsen kommen wirklich Zweifel auf...

  6. @Nordlicht

    Differnezieren ist oft nützlich. [...] der offenen Verteidigung von Leuten wie Ken Jebsen kommen wirklich Zweifel auf.

    Wie war das mit dem Differenzieren? Ich habe ihn doch nicht verteidigt, meine Güte. Ich habe eine Sendung von ihm begrüßt, weil sie inhaltlich gut war. Ich lasse mir auch nicht von einer selbsternannten linken Gesinnungs‐Polizei Denkverbote oder Tabuthemen aufschwatzen. Wer braucht schon Rechte oder Neoliberale, wenn sich die Linke regelmäßig selbst zerfleischt?

  7. Zum Thema Gewinnabsicht gibt es wohl keinen Unterschied zwischen den beiden Therapieformen. Lediglich bezüglich der Wirksamkeit und Verantwortung. Ich denke dabei an »Ganderwasser«, Wasser mit Energie und Gedächtnis.

    Die Beutelschneiderei mit Eso‐Verarsche ist hier einzusehen:

    https://www.psiram.com/ge/index.php/Kategorie:Beutelschneiderei

    .......und nun schalten wir um zu Astro‐TV.

    Natürlich will auch die Pharmaindustrie Geld verdienen. Das ist auch das Motiv von Leuten, die Bio‐Kost herstellen, gute Bücher herausgeben und fair gehandelte Waren verkaufen. Das »Zuviel ist nicht genug« zeigt sich seit 1 Jahr an den neuen, interferonfreien Therapieoptionen zur Heilung von Hepatitis C. Hier hatte die Fa. Giliead (Aktienkurse stiegen ab Marktreife des Medikament innerhalb eines Jahres um 100%) ein Monopol auf den Proteasehemmer »Sofosbuvir (»Sovaldi«). Die Therapie dauert statt bisher 48 Monate nur noch 12 Wochen, ist nebenwirkungsarm und hat eine Erfolgsquote von 95 %. Eine Kapsel kostet 800,–Dollar.

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