Verschandelung der Landschaft

Unglaublich, aber wahr: Windkrafträder verschandeln (zu deutsch: missgestalten) die Landschaft. Die Bundesregierung hat angeblich vor, ganz Deutschland mit Windkrafträdern zuzuscheissen. Das investigative, voller knallharter Recherchen und objektivem Journalismus glänzende SpiegelOnline-Magazin, hat völlig Recht, wenn es in einem Artikel vom 12. April 2011 vor der »häßlichen neuen Öko-Welt« warnt. Auf den Autobahnen wird man statt der spannenden Straße nur noch Windkrafträder sehen, Frisuren werden vor lauter Wind nicht mehr richtig sitzen, Schulhöfe, Freizeitparks, Zoos, Schwimmbäder, ja sogar die Sauna um die Ecke soll ein Windrad installieren. Wo soll das alles nur hinführen? Soll bald jeder seine eigene Windmühle im Garten haben, damit der Kühlschrank und DSDS im Fernsehen noch laufen können? Und wer darf das alles wieder bezahlen? Da wünsch ich mir doch lieber wieder die Atomenergie her. Die verschandelt nicht nur die Landschaft, sondern auch die überflüssigen Menschen. Wie der Gesundheitsreport über die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl belegt.

16 Gedanken zu “Verschandelung der Landschaft

  1. »... Frisuren werden vor lauter Wind nicht mehr richtig sitzen ...« Das geeeht doch nücht, wer sich die haare erstmal auf der autobahn gestylt hat der will sowas nicht mehr missen. Ab 150 km/h trocknen die wesentlich schneller und Sitzen perfekt. Nix da mit Gard oder sonstigen hilfsmitteln. Nur fenster auf und rübe raus, ein Suchtmittel das man nicht durch »Windrädern« abwerten sollte. Ausserdem besteht die Gefahr das die »Windräder« den wertvollen Luftstrom behindern und eventuell aufhalten. Was wenn man Sich die Haare nicht mehr Stylen könnte? Was wenn auch die Luft zum Atmen durch diese »Undinger« verschwinden würde? Ich weiß es nicht, aber ich bin der Meinung :« Das geeeht doch nücht.«

    Danke für den Aufruf, dem geb ich gerne meine volle Unterstützung.

  2. Also, da hab ich jetzt auch ein wenig Angst. Meine gepflegte Langhaarfrisur sollte beim stilvollen Date, doch relativ unbeeinträchtigt von Windböen bleiben ;-)

    Aber mal im Ernst. Ich sehe tatsächlich (schlagt mich), in kommunalen Hau-Ruck Aktionen diesbezüglich gar kein so geringes Problem. Die ersten Windflügler hatte man tatsächlich vollkommen unüberlegt direkt neben Wohngebäude, und ja, tatsächlich auch neben Schulen installiert. Die Geräuschkulisse dabei, ist je nach Betrieb wirklich keinem zuzumuten. Das hält keiner 24 Stunden lang aus ohne dabei durchzudrehen. (Hat was von chinesischen Foltermethoden aufgrund von stundenlangen rythmischen Schlägen auf den Hinterkopf) Und auch heute noch, wird das durchaus so praktiziert. Deshalb ärgert mich diese jahrzehntelange Rausschieberei, bei der man jede Zeit der Welt hatte, alle Faktoren zu klären und auch zu veröffentlichen, — aber anscheinend nicht mal genutzt hat. Auch der Spiegel nicht. Mittlerweile ist weder Geräuchkulisse noch Landschaftsverschandelung ein reales Argument, wenn man überlegt vorgeht. Es gibt mehr als ausreichend Beispiele, wie man das sinnvoll integrieren kann ohne auch irgendwas dabei zu stören. Da gibt es nur immer wieder kommunale und auch landespolitische Vollidioten, die die Dinger nach dem preiswertesten Kosten-Nutzenprinzip aufstellen- und dabei grundlegene Sachen einfach übersehen wollen. Traurig, — denn ich mag zumindest diese kommunalen Kleinprojekte eigentlich sehr. Selbstverständlich gibt es auch jede Menge dieser Spinner, die auch noch in zwanzig Kilometern Entfernung ihren Biorythmus gestört fühlen und dann politisch Amok laufen. (Mitunter weiß man nicht mehr so recht, wieweit sich Umwelt- und Gesundheitsschützer esoterisch gegenseitig ausschließen ).

    Auf der anderen Seite, find ich den Volksaufstand zumindest gegen nicht kommunale Großanlagen gar nicht mal so schlecht. Wenn er Merkel zwingt zusätzlich auch andere Alternativen anzugehen, geht das dann für meinen Geschmack zumindest mehr in Richtung sinnvollerer und dezentraler Vielfalt. Immer vorausgesetzt natürlich, man geht nicht zurück auf Kernkraft, weil man keine Alternativen sehen will. Irgendwie, hängt mir das alles viel zu sehr im/am Wind.

    Ich möchte noch (schlagt mich nochmals) auf einen anderen Punkt verweisen. Insgesamt 120 Jahre und im deutschen industriellen Rahmen 60 Jahre Entwicklung von Windturbinen. Davon die Hälfte im hochtechnischen Umfeld. Und jetzt schaut euch die Dinger mal ernsthaft und verhältnismäßig an. Ist das wirklich alles?

  3. (Apropos Eso:
    Die Dinger sind doch bestimmt auf 98,2kHz eingestellt, also der Frequenz, mittels derer die Illuminaten die Bevölkerung kontrollieren! Denkt da mal drüber nach...)

    Ich bin als Kind an der B73 großgeworden, der damals meistbefahrendsten Bundesstraße. Der »Todesstraße« schlechthin.
    Wir wohnten direkt am Ortsausgang, der Beschleunigungsmeile.
    »Wahrgenommen« haben wir die Lärmbelästigung kaum noch, die vielen Unfälle waren nervig.
    Als ich da weggezogen bin, konnte ich in den ersten Monaten kaum einschlafen, weil was fehlte. (Wie allerdings Menschen neben Landebahnen wohnen und sogar schlafen können, bleibt mir ein Rätsel.)
    Will sagen, selbst wenn die ganze Landschaft dichtgeschissen wird mit Windrädern, werden sich die jüngeren Leute daran gewöhnt haben und den Anblick kaum als Störung wahrnehmen.
    @Antiferengi
    Wenn ich meinen VT-Modus anschmeiße, würde ich mal vermuten, dass bei Spon mal wieder Propaganda zugunsten der Stommonopolisten betrieben wird: Kommunal? Dezentral? So ganz ohne Paten — Teufelswerk!
    »Ist das wirklich alles?« Schon merkwürdig, dass sich seit dem Stromkrieg um 1890 am Grundliegenden nicht viel geändert hat. Segen der Monopole oder Fluch der Physik?
    Mit »Tesla« landet man ja gerne schnell auf Eso-Seiten, ist da trotzdem was dran? Wären dezentral, laienhaft formuliert, nicht auch verschiedene Stromarten zu unterschiedlichen Zwecken denkbar?
    (Ich glaube es war Berlin, wo ein Krematorium sich die Schneeräumkosten durchs Beheizen der Bordsteine spart, die Abwärme muss ja wohin — so in dieser Stoßrichtung, mal was aus seinem Kontext pflücken und was ganz anderes damit veranstalten)
    ps: Dein Blog ist unerreichbar?

  4. @unschland

    Segen der Monopole oder Fluch der Physik?

    Einfach nur mangelndes Interesse wegen fehlender Profitisierung, — deshalb auch keine sinnvolle Entwicklung. Ob VT oder nicht kann ich nicht beurteilen, weil es davon abhängt ab wann illegale Absprachen stattfinden und wann nicht. Die VT’ler find ich aus gesellschaftlicher Sicht eher kontraproduktiv, weil sie von der akzeptierten Normalität ablenken.

    Für mich sind das alles ganz normale Marktpositionierungen und auch Interessenlagen, — die man zulässt, oder nicht. Der größte Fehler wäre, die Energiemonopolisten als finstere Mafiosis mit Sonnenbrille und Zigarre im Hinterzimmer zu sehen. Es sind Geschäftsleute. Nicht mehr und nicht weniger. Ich seh das Ding in der Akzeptanz der Normalität und deren Eigendynamik. Zu dieser Normalität, gehören heute auch durchaus Absprachen, wo selbst die liberalen Längststreifenhemden aus dem mittelständischen selber sagen, — »Macht doch heute jeder so ....« Diese Akzeptanz eines Markthandlings, ist das wirkliche Problem.

    Und was die öffentliche Meinung angeht, — siehts nicht besser aus. Auch SpOn wird heute nicht anderes vorgehen, wie es immer passiert wenn man Technik betreffend die Recherchen sparen will. Sie gehen einfach dahin, wo das am meisten danach riecht und veröffentlichen das Zeugs dann, was ihnen durch gereicht wird. Die Public-Relation Arbeit diesbezüglich, vor der Durchreiche, — hab ich selber mal hautnah miterlebt. Hier passiert auch nichts anderes, als das übliche Ignorieren negativer Sachen und das Hervorheben der eigenen Präsenz. Ein Geschäftsmann wird sicher niemals etwas anderes machen, als das eigene Geschäft so optimal wie möglich positionieren zu wollen. So entsteht natürlich auch das Bild von nur ausschließlich zwei großen Sachen, — Atom oder Wind.

    blog unerreichbar? Ich hab keine Probleme ???

  5. @ Antiferengi
    Danke für die ausführliche Antwort!
    Dass das keine finsteren Mafiosi sind ist klar, da kommt die strukturelle Soziopathie des homunculus oeconomicus zum Tragen, »business as usual« eben bis zum Abwinken. Man kann sich an dieser Stelle fast den mit »Die Mafia hat wenigstens einen Ehrenkodex« sparen — wenn man dem Glauben schenkt, was der Roth in seinem Mafialand-Blog so zusammenträgt, dann sind die Übergänge sowieso fließend (Filmtip: »The International«). Logik des Marktes, »Logik bis zum Tode«(Camus) — Kollektiver Massen(selbst)mord

    Du schreibst: »Ein Geschäftsmann wird sicher niemals etwas anderes machen, als das eigene Geschäft so optimal wie möglich positionieren zu wollen.« Auf Gedeih und Verderb, bis zur letzten Patrone? Ewiges, exponentielles Wachstum, the sky is the limit...
    Wo sind solche Geschichten als Naturgesetzmäßigkeit verankert? Muss man den Markt beherrschen, reicht keine Bedarfsdeckung? Wenn selbst Du als Kritiker unserer perversen »Ökonomie«* von solchen todsicheren Selbstverständlichkeiten ausgehst, bleibt nur noch die Frage offen, ob wir uns sonstwie anderweitig auslöschen oder dem Planeten vorher die Luft ausgeht. Da kann ich mich ja beruhigt der Depression ergeben.

    Was das Stromgedöns angeht:
    Ich hab Dich gefragt, weil ich glaube mich zu erinnern, Du würdest in Software/Hardware-Entwicklung machen und Informatiker werden ja ordentlich mit Mathe gequält im Studium. Ich hab Diskalkulie, da reichen meine Finger nicht für die mathematischen Grundlagen der Elektrophysik, um beurteilen zu können, ob was dran sein könnte an so reißerischem »Tesla-Generator- Energie aus dem Nichts«-VT-Geschwurbel. Ich dachte, ich frag erstmal, bevor ich meine Mikrowelle an den selbstgebauten Blitzgenerator anschließe...

    Apropos Mikrowelle (Buchtip »Poor man’s Radar-Gun«, incl Umbauanleitung): Den Typen, auf den sich die Tatort-Folge mit der Handystrahlung bezog, hat man kurzzeitig in die Klapse geworfen, als er gegen die Münchner Sicherheitskonferenz demonstrieren wollte mit den Themen »Crowd and Riot Controll« und »Less(!) Lethal Weapons«.
    Gestern noch VT — heute schon Kassenschlager unserer Junta!

    *»Ökonomie«, von Ökonomen gerne als Wissenschaft bezeichnet im Gegensatz zur Astrologie, die der Esoterik zugerechnet wird.
    Wieso ist an meinen Horoskopen im Werbeblatt mehr dran als an den Konjunkturprognosen der führenden Wirtschaftsforscher? Ich muss mal wieder ein paar Hühnerinnereien befragen, woran das liegt. Obwohl, in Wirtschaftsfragen vielleicht doch besser Ökonomeninnereien ;-)
    ps ich krieg deinen Blog auch wieder, werd mich gleich mal darin ergießen...

  6. @ Antiferengi
    pps: Gestern noch da, heute wieder unerreichbar! Vielleicht ist ja auch mein Rechner etwa so halbanalog wie ich? Ich hab aber nix gemacht, ich schwör, ey. Oder mein Rechner operiert mit fuzzy logic
    ppps: Ich muss mich nur beschweren, schon funzts, von wegen 1 oder 0

  7. @unschland
    Wo sind solche Geschichten als Naturgesetzmäßigkeit verankert?
    Nirgendswo. Es sei denn, du glaubst an selbst heilende Märkte. Änderbar ist das alles. Ich geh ja auch nur von momentanen Verhältnismäßigkeiten aus. Sonst hält mich noch jemand für einen Esoteriker ;-)
    .... obwohl.
    Wieso ist an meinen Horoskopen im Werbeblatt mehr dran als an den Konjunkturprognosen der führenden Wirtschaftsforscher?
    Naja, — ich kann und will dir nicht widersprechen ;-) Bei Tesla, fragst du aber lieber R@ainer, der ist Elektrifizitätsingenör. Als Informatiker, und in meinem Falle zudem nur Beuteinformatiker aus kunstbeflissenem Genpool, hat Tesla die gleiche Wirkung auf die Haartracht, wie Windböen. (Einfach schlecht für die Frisur).

  8. @ wissenschon
    »selbst heilende Märkte« — boah, wie geil ist der denn, aber den wenigen nichtalkoholisierten Restzellen nahe des Neokortex‹ bestehen darauf, sowas schonmal gehört zu haben

    »Beuteinformatiker« — erst auf Staatskosten Wissen akkumulieren und sich dann faul als Künstler geben, tsetsetse (Hörtip: Max Gold »Weil ich ein Künstler bin«)
    »Einfach schlecht für die Frisur« — Wieso? Priol-Look ist doch voll hip. Von Einstein gibts doch auch Poster. Quark reinschmieren und hängen lassen kann jeder (Rodgau Monotones: »Steck‹ die Finger — in die Steckdos — da wird der Kreislauf fit gemacht...«)
    @R@ainer
    R@ainer? R@AAAINER!!?!
    Nie da wenn man ihn braucht...

    Ähem @ Epikur, fast vergessen, trotzdem guter Artikel :anbeten:
    ( Auf Intrenetzneuhochdeutsch >ausderAffairezieh< oder so, Scheiß Vollmond :pfeif:)
    Man kann ja auch fette Solarparks in Nordafrika errichten, wo wir grad mal da rumbomben und Platz schaffen. In Japan ist’s schön windig, von wegen Windparks, da crasht gerade ein weiterer Reaktor, wird wohl ne atomare Wüste. Bleibt die Frage an R@ainer wie man den Strom rüberwuppt, Blitzgedöns?

  9. Hehe. So ist das wohl wirklich, hin oder her ob dieser Artikel einfach nur spinnert oder PR ist. Alle wollen Strom. Wie der hergestellt wird? Egal, hauptsache nicht vor unserer Tür!

    Um die staatliche Motivlage besser einordnen zu können, ist der Gegenstandpunkt nicht verkehrt.

    http://www.farberot.de/mp3/GegenStandpunkt__Atomenergiepolitik_1011.mp3

    Strom ist der Odem eines modernen Landes. Ohne sichere Stromversorgung ist der Staat existenzbedroht und daher wird er so oder so alles daran setzen durch einen guten Energiemix das Maximum an Energieautonomie bereitzustellen.

  10. @unschland
    Hmmm, Scheint ein gutes Stöffle zu sein, was du da in der Mache hast. Bin schwer interessiert ;-)

    @Hannzi

    Natürlich wollen alle Strom. Allerdings.....
    Strom ist der Odem eines modernen Landes.

    Da muss ich den unschlandigen Nachtzecher zitieren.
    Wo steht das als Naturgesetz geschrieben?

    Aber Kompromiss, ......
    ......einen guten Energiemix das Maximum an Energieautonomie...

    Um nicht mehr, geht es mir auch nicht. Dabei muss man lediglich das Wort Autonomie, noch etwas genauer behandeln. E‑On, z.B. ist ein europäisches Unternehmen, welches mittlerweile global orientiert ist. Vattenfall ein schwedisches, welches sich mittlerweile im Zuge der Energiewende europäisch privatisieren will. RWE will auf Teufel komm raus auch in diese Richtung, und ENBW, reicht alleine nicht aus. Also, alles gar nicht so einfach. Bleibt nur noch kommunale Vielfalt. Willst du Autonomie, musst du das Monopol brechen.

  11. »Strom ist der Odem eines modernen Landes.«

    Betreiben Sie doch einfach mal eine Fabrik oder eine Kaserne oder eine Schule oder einen Bundestag oder eine Wohnung oder moderne Landwirtschaft ohne Strom (bzw. Energie).

    Ohne Strom kein Wirtschaften, ohne Wirtschaften keine sichere Versorgung des Staates ohne Versorgung Zusammenbruch von Ordnung usw usw...

    Das wäre eine andere Art Tsunami, die ein Land heimsucht wenn keine Energie mehr verfügbar wäre, ganz sicher.

    Aber das Atomkraft sehr riskant ist, ist schon klar, nur was bringt es wenn ein Staat seine Atomkraft einstampft und niemand mitzieht? Das Risiko ist immer noch vorhanden, wenn auch nicht vor der Haustür.

    Es wäre allerdings eine Vorbildfunktion »Seht her, es geht auch ohne das unkalkulierbare kleine große Risiko!«

    Könnte helfen, aber ich glaube nicht daran. Uran ist ewig verfügbar, alleine die Ressourcen für 80–100$ reichen noch lange und wenn die knapp werden, kann man leicht bis zum zehnfachen zahlen, ohne das der Strom merklich teurer in der Herstellung ist. Gleichzeitig ist Uran in der Menge nicht sooo groß, man kann es gut irgendwo vorrätig halten und so sogar Weltkriesen überbrücken.

    So einfach finde ich das alles nicht. Obwohl die Bedrohung durch Atomkraft halt ...

    Und über den militärischen Machtfaktor Atomkraft und den kulturellen Bildungsfortschritt durch Atomkraftforschung haben wir noch gar nicht gesprochen.

    MFG

  12. @Hannzi
    Bis auf die Kalkulationen zugunsten Atomkraft sind wir schon einer Meinung. Aber unschland hat schon recht. Die ultimative als Normalität empfundene Verhältnismäßigkeit sollte schon immer mal wieder auf ihre Grenzen geprüft werden. Was daran die meisten Leute oft auf die Palme bringt, — weil es ja als selbstverständlich empfunden wird, — ist mir auch oft schleierhaft. Auf der anderen Seite, rechnen wir bezüglich Energie im Verbund mit Atomkraft immerhin auch mit dem kalkulierten Risiko von Menschenleben. Für mich, ist dies auch eine humane Grenzüberschreitung. Trotzdem war sie möglich. Ebenso hat man ein ganzes Land, in eine einzige Kapitalgesellschaft mit Management statt Regierung verwandelt. Und dies auch nur, — aufgrund einer Idologie, — als einer Idee, — einer Vision. Ebenso grenzfällig. Und trotzdem wurde es getan. Wir sollten lernen, — etwas freier zu denken. Sonst machen das nämlich ständig, die anderen.

    Ich persönlich glaube lediglich nicht mehr an den ökonomischen Weg, der einfach sagt, man solle das nächst mögliche verwenden, was sich anbietet. Einfach, weil es das bequemste ist. Der Weg des größeren Wiederstandes, hält meist auch länger ;-) (Ist natürlich jetzt auch eine Logik, die ein paar Schwachstellen hat, — geb ich gerne zu. ;-)

  13. Die Argumente pro Atomkraft spiegeln nicht meine Meinung wider, ich gab nur einige grundlegende Überlegungen zu Protokoll.

    Der Gegenstandpunkt kann so etwas türlich besser, wenn man auch manchmal bei aller passender Logik das Gefühl der Scheuklappen nicht ganz los wird bei »Marxisten« ... :D

  14. Hab ich ja auch nicht behauptet, dass es deine Meinung widerspiegelt, aber das ist bei dir schwer nach zu voll ziehen. Macht nix.

    ....nur was bringt es wenn ein Staat seine Atomkraft einstampft und niemand mitzieht?

    Ist das Glas halb voll, oder halb leer?

    War im kalten Krieg genauso, Wenn keiner anfängt, dann wird das auch nix. Da können wir nur froh sein, das der UDSSR die Kohle ausgegangen ist. Sonst hätte nämlich keiner angefangen. Das Endresultat, kannst du dir vorstellen. Und ich denke doch, dass wir alle fähig sind uns auch das Endresultat bezüglich Atomkraft vorstellen zu können.

    Was da mit den Marxisten jetzt allerdings soll, ist mir schleierhaft. Bist du Marxist?

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