Zur Gleichberechtigung

Die Debatte um die Benachteiligung von Männern in Deutschland, ist für viele unbequem, erregt die Gemüter und ist  ein Tabuthema, da es eben ein Allgemeinplatz ist, dass nur Frauen benachteiligt werden. Frauen und Männer werden jedoch gleichermaßen, nur in und auf verschiedenen Ebenen benachteiligt. Um also hiermit nochmal für ein bisschen Gesprächsstoff zu sorgen, komme ich heute nicht umhin, euch ein paar Häppchen zum Thema zu liefern:

»Merkwürdigerweise wird die Tatsache, dass Väter unehelicher Kinder im Gegensatz zu verheirateten Vätern das Sorgerecht vorenthalten werden kann, von Gerichten; Politikern und Familienrechtlern weder als verfassungswidrig noch als eine Ungleichbehandlung angesehen.«

- Der Spiegel Nr.42/11.10.04 Seite 52 Familienpolitik: Diskriminiert der Gesetzgeber nichteheliche Kinder?

»Über zahlungsunwillige Mütter, die es in nicht geringer Anzahl gibt, wird tunlichst geschwiegen. Geschweige denn ist je bekannt geworden, dass eine Mutter je wegen Verletzung der Unterhaltspflicht verurteilt wurde. Dies ist um so verwunderlicher, als die Zahlungsmoral von unterhaltspflichtigen Müttern bedeutend schlechter ist, als die von Vätern.«

- Meldung auf Vaeternotruf.de

In Berlin gibt es mittlerweile nicht wenige Clubs in denen Frauen umsonst reinkommen und die Männer Eintritt bezahlen müssen. Damit wird eine Ungleichbehandlung geradezu forciert. Dem Berliner Knaack-Club habe ich hierzu folgende Mail geschrieben:

Liebes Knaack-Team,

Ich verstehe eure Preispolitik nicht. Mir will sich nicht erschließen, weshalb ihr zwischen den Geschlechtern eine neue Konflikt-Ungleich-Behandlungslinie aufbaut? Weshalb kommen Frauen umsonst rein und die Männer müssen bezahlen? Pflegt ihr ein konservatives, rückwärtsgewandtes Weltbild indem die Frau nur schön sein darf und die Männer bezahlen?

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Viele Grüße, Markus

Eine Antwort habe ich bis heute nicht erhalten.

8 Gedanken zu “Zur Gleichberechtigung

  1. Dann empfehle ich, einmal einen sozialen Beruf zu versuchen, z.B. Kindergärtner. Auch hier werden die Männer gezielt diskriminiert.
    Im Grunde ist sowohl die Diskrimierung von Frauen wie auch von Männern europarechtsfeindlich.

    Das ist übrigens genau das gleiche Tabu, wie schlagende Frauen. Es gibt sehr viele Männer, die sich von ihren Frauen verprügeln lassen — nur werden sie es aus Scham nicht zugeben. Wir Männer werden von klein an dazu erzogen, vor Frauen zu kuschen, alle wichtigen Entwicklungsbereiche vom Kind bis zum Jugendlichen sind im wesentlichen in der Einflußsphäre von Frauen!

  2. Pingback: Womblog

  3. Wir von Linkswärts e.V. hatten gerade Sabine Kebir zum Thema »Frauenemanzipation — ja. Aber welche?« in Mainz zu Gast. Ihr Vortrag war total interessant, aber etwas enttäuscht war ich dann doch. Das habe ich gebloggt. Und dann schau mal, was für ein Kommentar eintrudelte! (Website-Link)

  4. Der EuGH hat übrigens Anfang des Jahres die Regelungen zum Sorgerecht von nicht-verheirateten Paaren für menschenrechtswidrig erklärt. Es bleibt abzuwarten wie und wann die Gesetzgebung reagieren und die Regelungen ändern wird. Problematisch ist meiner Meinung nach in diesen Fällen die vorherrschende (auch von männlichen Richtern vertretene) Ansicht, dass für Kinder die Bindung zur Mutter stärker und wichtiger ist. Dafür gibt es aber keinerlei Begründung geschweige denn Beweise.
    Es wundert mich auch, in einem Land wo die meisten Entscheidungsträger Männer sind, müsste man doch eigentlich eine gegenteilige Diskrimminierung erwarten. Oder hat man(n) nicht mehr den Mut und auch den gesellschaftlichen Rückhalt zu kämpfen?

  5. @Sephi

    Mich wundert es gar nicht. Ein männlicher Entscheidungsträger, der für die Rechte von Männern kämpfen würde, wäre sofort ein Chauvinist, ein Sexist, ein Frauenfeind und Macho. Es beweist vielmehr den Siegeszug feministischer Ideologie im politischen und juristischen Apparat, mit einem sehr verengten Blick auf die tatsächlichen Verhältnisse im Land.

    Außerdem haben viele Männer den feministischen Habitus angenommen. Es ist heute schick, modern und trendy, wenn Du als Kerl für die Rechte der Frauen kämpfst und anerkennst, dass Frauen von Männern beherrscht werden. Ein Kerl, der von Männerbenachteiligung spricht, ist sofort ein konservativer Sexist.

    Und hierbei spreche ich ausschließlich von Deutschland. In den Entwicklungsländern mag es nämlich durchaus zutreffen, dass Frauen weniger Rechte haben.

  6. Diese Richter gehören doch aber bestimmt eher der alten Schule an und vertreten wohl das alte Bild, dass die Mutter für die Erziehung verantwortlich ist. Jung und trendy wollen die bestimmt nicht wirken. Im Gegenteil: die neue Vaterrolle geht ja auch in die Richtung für mehr Verantwortung (Elternzeit). Also kann ich mir schon vorstellen, dass dann Nachgeburt von der EuGH-Entscheidung der ein oder andere Vater vor Gericht zieht und jetzt dadurch mehr Chancen hat.

  7. Worum gehts? :P

    Mal sehen ob ich heute die eine Seite rechtfertige oder die andere. *münzwurf*.
    Also ich würde Frauen schlagen. Wie kann ich es wagen? Wer sagt denn das der mann immer gewinnt? Raab hat mal gegen eine Weltklasseboxerin gekämpft, egal wie man zu ihm steht, der hat auch körperlich was drauf. Der hat sich wirklich hart vorbereitet, jmd der untrainiert ist hätte eine gute chance zu überleben, hoffe ich.

    Der andere Grund: manchmal sind genug der Worte gewechselt. Ich bin jmd. der eig. immer Disskussionsbereit ist. Andere sind da nicht so geduldig, aber nichts desto trotz ist manchmal »falscher / unangebrachter« Stolz einem im Wege. Südländische Frauen besitzen jede Menge »Stolz«, was ja nicht schlecht ist, aber das heißt nicht das die einem auf der Nase rumtanzen dürfen. Auf der Nase rumtanzen ist falsch gewählt, aber ein ähnliches Prinzip, sry bin etwas müde und Wort-/Gedankenfaul. Ich will auch nicht sagen das der Mann das Recht hat ihr auf den Senkel zu gehen. Auch solche gibt es, wobei es meistens untergeht. Wenn also ein Thema extrem lange zu einem streit führt und man sich nicht einig wird. Gibt es immernoch die Möglichkeit die Örtlichkeit zu verlassen. Es sei denn der andere Gesprächspartner lässt das nicht zu oder wird handgreiflich um seine »Argumente« zu bekräftigen und den Gesprächspartner zu Motivieren, weiter an der Debatte teilzunehmen. Ich würd die schlagen, dann lässt die mich in ruhe. Ich BIN BÖÖÖÖSE. :P oder nicht? Doch denn ich habe GEWALT an FRAUEN verübelt ähm verübt.

    Kennt jmd. den Film »Salami Aleikum«, schöner Film. Passt jetzt nicht wirklich rein, aber der Gedankengang daoben ist teilweise nicht wirklich schön. Obwohl er ein Dilemma, in gewisser Weise, aufzeigt, welches ich persönlich interessant finde.

    Ach ja, kann mir jmd. sagen welche Seite ich jetzt unterstützen wollte? ;)

    P.S. Sry für die Rechtschreibfehler, das ist einer der Gründe warum ich hier nicht gerne poste.

  8. @berti

    Also das kann ich so im Blog von Dir nicht unkommentiert stehen lassen.

    Gewalt, ob körperliche oder psychische, hat in Beziehungen und auch in anderen zwischenmenschlichen Kontakten nichts zu suchen. Dafür gibt es, meiner Meinung nach, auch keine Rechtfertigungen.

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