Der Mythos vom Patriarchat

»Es geht längst nicht mehr um Gleichberechtigung, sondern um Kontrolle. Denn wer überzeugt davon ist, der bessere Mensch zu sein, will nicht mehr nur die Teilhaberschaft an der Macht, er will sie ganz.«

Joan Bitterman. Rettet die Männer. Frauen machen kaputt. München 1991. S. 104

Richtig ist, dass Frauen benachteiligt werden. Richtig ist aber auch, dass Männer benachteiligt werden. Erst wenn die Diskriminierungen BEIDER Geschlechter thematisiert und bekämpft werden, kann es eine wahrhafte und ehrliche Gleichberechtigung geben. Da in Medien, Politik und Gesellschaft hauptsächlich die Benachteiligung von Frauen thematisiert werden (z.B. bei der Bezahlung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie etc) und infolgedessen viele glauben, Männer werden gar nicht benachteiligt, konzentriere ich mich in diesem Beitrag auf die Männerseite. Im folgenden einige Beispiele konstruierter Mythen und tatsächlicher Fakten in der Geschlechterdebatte.




Die Rechte der Frauen Benachteiligung in der Schule
Anfang 2008 hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eine Studie mit dem Thema »Bildungs(miss)erfolge von Jungen und Berufswahlverhalten bei Jungen/männlichen Jugendlichen« herausgebracht. In dieser Studie wird eine systematische Benachteiligung von Jungen in der Schule deutlich. Je geringer qualifizierend die Schulform ist, desto höher sei der Anteil an Jungen, ca. jeder zehnte bleibe ohne Schulabschluss. Auch müssen Jungen häufiger eine Klasse wiederholen wie Mädchen. Bei Jungen mit Migrationshintergrund sei die Lage noch prekärer, da sie wesentlich häufiger eine Klasse wiederholen müssen und auch geringere Schulabschlüsse machen als ihre weiblichen Altersgenossinnen mit Migrationshintergrund. Jungen erhalten zudem generell nicht nur seltener eine Gymnasialempfehlung als Mädchen, sondern werden auch bei gleichen Noten seltener von den Lehrkräften für gymnasialgeeignet angesehen als Mädchen. Außerdem erhalten Jungen in allen Fächern auch bei gleichen Kompetenzen schlechtere NotenJungen-Studie des BMBF. Seite 16 als Mädchen. Auch sind sie von unterrichtlichen Disziplinierungen, negativen Sanktionen und Klassenwiederholungen stärker betroffen als ihre Altersgenossinnen. Zudem haben viele junge Männer große Schwierigkeiten direkt nach der Schule auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, so die Studie. Auch die PISA-Studie von 2006 bestätigte, dass der Anteil der Mädchen an den besser abschneidenden Schulen, sprich: Gymnasien, in den meisten untersuchten Ländern höher ist, als der Anteil der JungenPISA-Studie 2006. Seite 4.. Obwohl diese Mißstände der Politik seit langem bekannt sind, fördert das Bildungsministerium im Rahmen seiner geschlechtersensiblen Förderung ausschließlich Frauen- und Mädchenförderprojekte, aber kein einziges Jungenförderprojekt.

Warum sterben Männer früher als Frauen?
Sind Frauen bessere Menschen? Laut dem Statistischen Bundesamt beträgt die durchschnittliche Lebenserwartung von Frauen in Deutschland 82,1 Jahre und bei Männern nur 76,6 Jahre. Mittlerweile haben überall auf der Welt Frauen eine durchschnittlich höhere Lebenserwartung als Männer. Auch wenn häufig versucht wird, diese Tatsache auf rein genetische Ursachen zu reduzieren, so kann nicht geleugnet werden, dass der unterschiedliche Lebensstil und die Lebensumstände entscheidend zur Lebenserwartung beitragen. Laut Arne Hoffmann ist die Lebenserwartung einer Gruppe sogar der Indikator für ihre gesellschaftliche Stellung. So sterben Schwarze in den USA sechs Jahre früher als Weiße und ist hierzulande die Lebenserwartung eines Universitätsprofessors rund neun Jahre höher als die eines ungelernten ArbeitersArne Hoffmann: »Sind Frauen bessere Menschen?« Berlin 2001. S.49. Die häufigsten Todesursachen von Männern sind Herz-Kreislauferkrankungen sowie Krebserkrankungen. Bei den nicht-natürlichen Todesursachen waren im Jahr 2006 in Deutschland 74% der Männer und 26% der Frauen betroffen. Auch Depressionen werden bei Männern selten erkannt oder ignoriert, da die entsprechenden Diagnose- und Klassifikationssysteme vornehmlich auf Frauen zugeschnitten sind. Vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (auffällig: Männer haben hier keinen Platz) wurde im Jahre 2001 zum ersten Mal ein Frauengesundheitsbericht veröffentlicht, der spezielle Gesundheitsprobleme von Frauen erörtert. Einen Männergesundheitsbericht gibt es weder auf Bundes- noch auf Landesebene. Auch bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gibt es unter dem Begriff der »Frauengesundheit« ganze 18 Treffer und bei »Männergesundheit« nicht einen einzigen. Obwohl die Wahrscheinlichkeit für eine Frau, an Brustkrebs zu sterben, nicht nennenswert höher liegt als die Wahrscheinlichkeit für einen Mann, an Prostatakrebs zu sterben, wurde als einziges geschlechtsspezifisches nationales Gesundheitsziel vom Bundesministerium für Gesundheit und von der Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung e.V. (GVG) die Bekämpfung von Brustkrebs formuliert. So verwundert es auch nicht, dass den zwölf Brustkrebszentren in Deutschland kein einziges Prostatakrebszentrum gegenüber steht. Weiterhin wird in der medizinischen Forschung der Fokus vor allem auf das weibliche Geschlecht gelegt. Der Bielefelder Urologe Hans-Udo Eickenberg weist z.B. darauf hin, dass der Wissensstand über den männlichen Körper im Vergleich zur Frauenforschung um rund dreißig Jahre zurückliege. Schlussendlich tragen die Medien ihren Teil dazu bei, dass die spezifischen Probleme und Benachteiligungen von Männern, gerade auch im Gesundheitsbereich, nicht thematisiert und einer breiten Öffentlichkeit bewusst gemacht werden.

Medienmacht Frau
Ein wichtiger Indikator um beurteilen zu können, wer über gesellschaftliche Macht verfügt, ist zu schauen, wer die Diskurse bestimmt und wie Meinung gemacht wird. Was gesagt wird, gesagt werden darf und welche Zielgruppen berücksichtigt, angesprochen und welche ignoriert werden. Werbung, Medien und Unterhaltungsindustrie richten sich in Deutschland vornehmlich nach der Ziel- und Konsumgruppe der Frauen aus. 74,5% der Buchkäufer, 68,2% der Kinobesucher und auch 68,5% aller Zeitungen und Zeitschriften werden von Frauen gekauftHelmut-Maria Glogger. Der sprachlose Mann. München 1992. S. 17. Demzufolge werden Frauen auch selten kritisch, sondern ganz im Gegenteil, sehr positiv in den Medien dargestellt um den Konsum von Frauen aufrechtzuerhalten. Etliche Serien, Talkshows sowie Filme im Fernsehen sind explizit auf Frauen zugeschnitten. Zu nennen wären hier die Flut an Soaps, Doku-Soaps und Serien, über ein Dutzend Talkshows, Kosmetik-, Klamotten- und Haushaltswarenwerbung, Boulevardsendungen sowie etliche Hollywoodstreifen. Die Rolle des Bösewichts, des Trottels oder des Triebgesteuerten hat dabei i.d.R. der Mann inneMartin Henkel. Seele auf Sendung. Berlin 1998. S. 223. Auch wird der Büchermarkt über den vermeintlich »bösen Mann«, der asozial ist und den Frau erst erziehen müsse, damit er ein Mensch werde, förmlich überschwemmtBei Amazon gibt es Hunderte solcher Bücher. Beispiele:
1.) Christine Eifler: Ein bisschen Männerhass steht jeder Frau
2.) Nancy Winters: Wie erziehe ich meinen Mann? Vom Streuner zum treuen Begleiter
3.) Jane Heller: Trau niemals einem Mann usw. usf.
. Eine AnalyseStudie zu finden in: Warren Farrell. Women Cant Hear, What Man Dont Say. New York 1999. S.169 von mehreren tausend Werbespots hat zudem ergeben, dass sexuelle Anspielungen in Bezug auf Frauen oft tabu sind, die offene Abwertung von Männern jedoch häufig erlaubt ist. Der triebgesteuerte Mann, der Trottel oder der unreife Kerl sind dabei häufig verwendete Klischeebilder in Film und Werbung. Eindeutig wird die mediale Parteinahme bei der Berichterstattung von geschlechtsspezifischer Gewalt. Während jährlich ca. 6-8 Mädchen einem Sexualverbrechen zum Opfer fallen, jedoch 600-1000 Kinder getötet werden, wobei die größte Tätergruppe die eigenen Mütter sind, wird i.d.R. nur über die Sexualverbrechen berichtetLuise Mandau. Die Frauenfalle. Bergisch-Gladbach 2000. S. 210. Agenda Setting und die Aufrechterhaltung des Klischeebildes der »Frau als Opfer« sowie die »Frau als gute Mutter« wird hier eindeutig. Dabei ist längst bewiesen, dass Frauen genauso gewalttätig sein können wie Männer.

Frauen und Kinder zuerst Frauen sind Opfer, Männer sind Täter
Diese Einstellung scheint in den westlichen Industrienationen - vor allem durch den Siegeszug feministischer Ideologie in Medien, Gesellschaft und Politik – zu einem »Glaubenssatz« geworden zu sein. Fakten, wissenschaftliche Studien und subjektive Erfahrungen von Männern die Frauen genauso als Täter ausweisen können wie Männer, werden von Menschen, die an diesen »Glaubenssatz« festhalten einfach ignoriert. Dabei gibt es mittlerweile eine Fülle von Fakten, die dieses Modell Frau=Opfer und Mann=Täter als konstruierten Sexismus bloßstellen. Das allseits verwendete Schlagwort der »Männergewalt« ist schlichtweg diskriminierend, denn ein Großteil der Männer sind friedlich und eben nicht gewalttätig. Mit diesem Begriff wird versucht, die Gewalt als ein rein männliches Phänomen auszuweisen. In der ersten (und bisher einzigsten) »Gewalt gegen Männer-Studie« die vom Bundesfamilienministerium im Sommer 2004 herausgebracht wurde, wird deutlich, dass Männer sehr wohl auch Opfer sind. Drei von fünf Männern haben demnach in ihrer Jugend körperliche sowie psychische Gewalt erfahren. Jeder achte Mann erlebe auf seinem Arbeitsplatz psychische Gewalt in Form von Beleidigungen, Einschüchterungen oder Mobbing. Auch erfuhr jeder vierte Mann schon Formen körperlicher Gewalt von seiner Partnerin. Gleichzeitig gaben sie jedoch an, selten die Polizei gerufen oder zurückgeschlagen zu haben. Hier werden das Schamgefühl und die geringe gesellschaftliche Akzeptanz eines hilfesuchenden Mannes, der von seiner Frau geschlagen wurde deutlich. Auch fühlt sich jeder fünfte Mann von seiner Partnerin psychisch manipuliert und beeinflusst. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass das Wissen sowie ein öffentliches Bewusstsein für Gewalt gegen Männer gänzlich fehlt bzw. tabuisiert seiGewalt gegen Männer-Studie. Seite 14. Deutlich wird dies bei der Anzahl an Notfallstellen für Opfer von häuslicher Gewalt: über 300 Frauenhäusern stehen 2 Männerhäusern deutschlandweit gegenüber. Auch wenn mittlerweile zwar bekannt, jedoch totgeschwiegen und tabuisiert wird, dass Frauen beim Thema häuslicher Gewalt den Männern in nichts nachstehen. Schläge und Tritte in die Genitalien, die Erzeugung von Verbrühungen durch kochendheißes Wasser, Ohrfeigen, Schläge ins Gesicht sowie Messerstiche sind die bevorzugten Mittel häuslicher Gewalt von FrauenCathy Young. Ceasefire! Why Women and Men Must Join Forces to Achieve True Equality. New York 1999. S. 95. Hinzu kommt, dass Frauen Meisterinnen der passiven AggressionSigrid Steinbrecher. Was Frauen alles wollen und Männer alles sollen. Hamburg 1993.S. 182 sind: desinteressiertes Zuhören, Kopfschütteln, ignorieren, Gegenfragen stellen, was anderes meinen als wirklich sagen, Ausdruck des Nichtverstehens, gelangweiltes Übergehen, zickiges Verhalten usw. Schon in den 80er Jahren veröffentlichte der amerikanische Soziologe Murray Straus eine vergleichende Untersuchung zur weiblichen Täterschaft im häuslichen Bereich. Das Ergebnis: 11,6 Prozent der Frauen und 12 Prozent der Männer gaben an, in der Beziehung unter körperlicher Gewalt des Partners zu leiden. Mittlerweile gibt es Insgesamt 95 wissenschaftliche Forschungsberichte, 79 empirische Studien und 16 vergleichende Analysen in kriminologischen, soziologischen, psychologischen und medizinischen Fachzeitschriften aus aller Welt, die beweisen, dass die häusliche Gewalt zu gleichen Teilen von Männern und FrauenAus: »Häusliche Gewalt ist weiblich«. in: Novo Magazin. Heft 45. S. 22 und
Aus: »Was sie für Liebe hielt«. in: Die Zeit. Nr. 15/2004
begangen wird. In der Fachwelt gibt es indessen keinen Zweifel mehr dafür, dass die Behauptung »häusliche Gewalt ist männlich« empirisch widerlegt ist. Weder Öffentlichkeit noch Politik nehmen dies jedoch zur Kenntnis. Die festgefahrene Ideologie, der Glaube daran, dass »häusliche Gewalt männlich sei« ist stärker als die tatsächlichen Fakten.

Die vaterlose Gesellschaft Von Rabenvätern und der Ehe
»In unserem Rechtsstaat kann es Menschen, weit überwiegend Vätern, widerfahren, daß gegen ihren Willen und ohne ihnen anzurechnendes schuldhaftes Verhalten ihre Ehen geschieden, ihnen ihre Kinder entzogen, der Umgang mit diesen ausgeschlossen, der Vorwurf, ihre Kinder sexuell mißbraucht zu haben erhoben und durch Gerichtsentscheid bestätigt und sie zudem durch Unterhaltszahlungen auf den Mindestselbstbehalt herabgesetzt werden. Die Dimension solchen staatlich verordneten Leides erreicht tragisches Ausmaß und sollte seinen Platz auf der Bühne, nicht in unserer Rechtswirklichkeit haben.« - Richter Harald Schütz

Gerade wenn häufig von sog. Rabenvätern die Rede ist, tun sich allerlei Widersprüche auf. Zum einen beziehen nur 11% der Frauen ihre Männer aktiv in die Erziehung mit ein, alle anderen suchen Ratschläge eher bei FreundinnenKarin Jäckel. Der gebrauchte Mann. Abgeliebt und abgezockt Väter nach der Trennung. München 1997. S. 191. Außerdem haben nur rund 10% der Frauen ein Interesse an den Vaterqualitäten eines Mannes, wichtiger ist ihnen dass Männer gut aussehen (39%) und dass sie reich sind (12%). Zum anderen werden Väter die sich zu stark dem Beruf widmen als Rabenväter diffamiert, gleichzeitig wird von ihnen jedoch verlangt der Familienernährer zu sein. Denn rund 80% aller Frauen reagieren auf einen Karriereknick des Mannes mit massiven Vorwürfen und 41% gaben ihrem Partner sogar den Laufpass sobald sie arbeitslos wurdenCornelia Dittmar. Ich bin ein Miststück. München 1999.S.224. Drei Viertel aller Scheidungen werden inzwischen nach relativ kurzer Ehedauer von Frauen eingereichtMatthias Matussek. Die Frauen sind schuld. In: Spiegel-special »Mann+Frau=Krise«. Nr. 5/1998. S.25. Frauen kommen, nach geltendem Scheidungs- Sorge- und Unterhaltsrecht in Deutschland, i.d.R. nach einer Scheidung auch besser weg, als die Männer. In der Regel verliert ein Mann ein großen Teil seines Einkommens sowie seine Kinder. In nur 5% aller Scheidungsfälle wurde den Männern Sorge- und Wohnrecht zugesprochen. Gleichzeitig müssen sich viele Männer nach einer Scheidung mit erhöhten Auflagen, der Verweigerung des Besuchsrechts oder gar mit Kontaktverboten zu ihren Kindern auseinandersetzen. Hinzu kommt, dass Männer nach einer Trennung oder den Tod des Ehepartners massiver leiden als Frauen. Ehemänner, deren Frauen sterben, begehen zehnmal häufiger Selbstmord als Frauen, deren Männer gestorben sindWarren Farrell. Mythos Männermacht. Frankfurt am Main 1995.S. 205. Auch der ständige Vorwurf, Männer drücken sich um die Hausarbeit, erweist sich als Widerspruch sondergleichen. Denn kaum wird ein Mann zum Hausmann, findet ein Großteil der Frauen ihn nicht mehr sonderlich attraktiv. Bei Eheberatern sind Frauen mit Hausmännern die eifrigsten BeschwerdeführerinDavid Thomas. Auch Männer wollen aufrecht gehen. Bergisch Gladbach 1993.S. 153. Im Rahmen einer 5-Jahresstudie der US-Zeitschrift »Behaviour and Brain Sciences« wurden über 10.000 Personen weltweit zum Thema Partnerwahl befragt. Auch hier war das Ergebnis, dass Frauen weltweit Männern den Vorzug gaben, welche ehrgeizig, ein wenig älter und beruflich erfolgreich waren, sprich: geeignet für die Ernährerrolle schienen. Der Ruf von Feministinnen nach mehr Hausmännern scheint insofern mehr als widersprüchlich.

Schlussbemerkung
Abschließend möchte ich auf eine Studie des Wissenschaftsmagazins GEO hinweisen, welches im Jahre 2000 zum Thema »das von deutschen Frauen vorherrschende Männerbild« eine repräsentative UmfrageEdgar Piel. Sture Böcke, Eitle Zicken. In: GEO Wissen Nr. 26. »Frau und Mann-alte Mythen, neue Rollen«. S.54-61 startete. Männer wurden in den Augen von Frauen ausschließlich negativ bewertet. Sie seien wehleidig, stur, egoistisch, untreu, nörgelnd und vorlaut. Das erstaunliche war jedoch, dass sich dieses Bild relativ schnell in Luft auflöste, wenn Frauen nach konkreten Männern in ihrem Bekanntenkreis gefragt wurden. Wehleidigkeit wurde dann statt 63% von nur noch 29%, Sturheit von 61% von nur noch 36% und Untreue von 41% von nur noch 14% der Befragten Frauen als typisch männlich bezeichnet. Medien, Klischeebilder und bestimmte politische Gruppen sorgen demnach in Deutschland für ein völlig überzeichnetes negatives Männerbild und für generelle Vorurteile.

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