Spieltip: »War on Terror«

»Der britischen Polizei in der Grafschaft Kent ist ein Clou gelungen. Bei einer Reihe von Razzien gegen Klima‐Demonstranten wurden zahlreiche gefährliche Gegenstände beschlagnahmt. Darunter befanden sich neben Messern und Bolzenschneidern auch Exemplare des  War on Terror‐Brettspiels.«

- Meldung bei Gulli‐News vom 15. August 2008

Das Brettspiel »War on Terror« von TerrorBull‐Games aus Großbritannien, sorgt nicht nur für stundenlangen Spielspass, sondern entfaltet zudem eine aufklärerische Wirkung und ist somit empfehlenswert. Das Spiel spielt sich im Großen und Ganzen wie eine Mischung aus Risiko und Siedler mit zusätzlichen Ereigniskarten. Jeder Spieler übernimmt die Rolle eines Empires, das expandieren, Städte bauen, Krieg führen und Kontinente erobern muss, wenn es den Sieg davontragen will. Besonders eine Sache hebt das Spiel dann von Risiko und Siedler ab: die Terroristen.

Jedes Empire kann sich Terroristen kaufen, sie beliebig auf dem Spielfeld einsetzen und für seine Zwecke benutzen. Leider verschwinden diese nach Beendigung ihres »Auftrages« nicht, sondern bleiben als Schläfer erhalten. Und auch wenn sich ein Empire Terroristen leistet, so gehören sie letztendlich niemandem und doch allen. Jedes Empire kann Terroristen auf dem Spielfeld für seine Zwecke benutzen, auch wenn sie von anderen Empires gekauft wurden. So kann es also passieren, dass sich ein Empire ein paar Terror‐Zellen leistet, sie gegen einen feindlichen Spieler einsetzt, dadurch ein Land besetzen kann, die gleichen Terroisten sich jedoch wenig später wieder gegen ihn wenden, da ein anderer Spieler sie gegen ihn einsetzt. Vergleiche zu realen geschichtlichen Vorkomnissen sind hierbei natürlich rein zufällig ;)

Ein witziges Gimmick ist zudem die »Achse des Bösen«. Jedes Empire kann zufällig zur »Achse des Bösen« erklärt werden, aber immer nur eines gleichzeitig. Jeder Spieler der dann das Empire, dass gerade zur »Achse des Bösen« erklärt wurde, angreift erhält automatisch 25m (Millionen) von der Weltbank. Auf den Geldscheinen steht bezeichnenderweise übrigens: »For the profit of few at the cost of many« ;)

Jedes Empire kann zudem jederzeit zum Terroristen wechseln. Alle Terroristen spielen dann gemeinsam und gewinnen dadurch, dass Kontinente frei von Empires sind. Failed States eben. Diese bringen sie durch Anschläge, politische Entführungen, Erpressungen und sogar Raketenbeschuss in ihre Gewalt. »War on Terror« ist nicht nur ein hochwertig strategisches Spiel, sondern zeigt allen Spielern, wie politisch mit dem »Terror‐Problem« heute umgegangen wird. Für einen interessanten Spieleabend durchaus zu empfehlen.

3 Gedanken zu “Spieltip: »War on Terror«

  1. Was willst Du uns eigentlich mit Deinem Kommentar sagen, Bert?

    Und das Du das Spiel kennst, weiß ich ja. Aber vielleicht gibt es noch Menschen, die das Spiel nicht kennen? ;)

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