Es ist nicht Donald Trump. Nicht Bernie Sanders. Auch nicht Hillary Clinton oder Ted Cruz. Nein. Es ist ein Konglomerat von Boeing, Northrop Grumman, General Dynamics, GenCorp, Aerojet, Huntington Ingalls, Lockheed Martin und Raytheon.
»2015 unterhielt die Rüstungsindustrie eine kleine Armee von 718 Lobbyisten und gab 67 Millionen US-Dollar aus, um den Kongress zu einer Erhöhung der Militärausgaben zu drängen.«
Richard Krushnic und Jonathan Alan King. »Bombenprofit«. Le Monde Diplomatique. Ausgabe Februar 2016. S. 4
Nicht zu vergessen die Milliardäre, Investoren, Wallstreet-Banker, Hedgefonds-Manager und Konzernbosse. Sie gewinnen jede US-Wahl. In diesem Sinne ist das mediale Theater um den Präsidentschaftskandidaten der USA vor allem eines: Theater.
Deutschland ist ein demokratischer Rechtsstaat. Die Würde des Menschen ist hier unantastbar. Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich. Korruption, Bestechung und Vetternwirtschaft gibt es in Deutschland nicht. Journalisten sind objektiv. Zensur findet nicht statt. Die Wissenschaft ist sachlich und wertfrei. Wer arbeiten will, findet auch Arbeit. Gehälter werden auf Augenhöhe ausgehandelt. Arbeit wird nach Leistung bezahlt. Jeder bekommt sein Recht auf informationelle Selbstbestimmung und Datenschutz. Eine breit angelegte Überwachung der Bevölkerung findet nicht statt. Steuern werden von den Reichen und Vermögenden ordentlich entrichtet. Banken machen keine krummen Geschäfte. Die Polizei schützt die Bürger vor Gefahren. Das Parlament kontrolliert die Geheimdienste. Politiker sind Volksvertreter und sagen die Wahrheit. Wahlen werden in Deutschland nicht manipuliert.
Die Grünen, die endlich oben angekommen sind und dabei all ihre Prinzipien, Ideale und politischen Ziele dem Machtstreben geopfert haben, versuchen sich nun als lustige Kabarett-Gruppe. Manche mögen das womöglich humorvoll finden, wenn man verdrängt, dass die Grünen längst keine Oppositionspartei mehr sind. Denn für Privilegien, Pöstchen und Regierungsbeteiligung sind für sie alle Inhalte verhandelbar. 



