Der überwiegende Teil sozialer Interaktionen besteht darin, sich gegenseitig zu bestätigen. Sich in Sicherheit zu wiegen. Die eigenen Unsicherheiten zu kompensieren. Dazugehören und geliebt werden zu wollen. Die rhetorischen und subtilen Vehikel dafür sind Humor, Empörung und Lästerei.
Am Ende geht es fast immer um die Befriedigung von, oft neurotischen, Befindlichkeiten und fast nie »um die Sache«. Auf der Lohnarbeit ebenso, wie im Privatleben. Der weit um sich greifende Fühli-Fühli-Diskurs blockiert effektiv jede Form von Horizonterweiterung und Erkenntnis.