
Ich gehöre zur glücklichen Generation, die persönlich noch keinen Krieg miterlebt hat. Dennoch reicht meine Fantasie aus, um mir vorzustellen, wie unfassbar schrecklich, brutal und grausam ein Krieg sein muss. Es scheint fast unmöglich, diese totale Zerstörung menschlichen Geistes und menschlicher Emotionen in Bildern, Gedichten, Büchern oder Filmen zu dokumentieren und festzuhalten. Es gibt zahlreiche Werke, die diesen Versuch unternommen haben. Darunter empfehlenswerte Filme wie »der schmale Grat«, »Apocalypse Now« oder »the deer hunter«.
Trotzdem fällt auf, dass gerade die besonders absurden, wahnwitzigen und höllischen Folgen eines Krieges, immer wieder ‑auch bei den sehr kritischen Werken- häufig ausgeklammert werden. Beispielsweise das Phänomen des »Friendly Fire«, der Eigenbeschuss von Soldaten und Kriegsgerät (»Im Vietnamkrieg starben 18 % der 58.220 in Vietnam getöteten US-Soldaten durch friendly fire«.). Massenvergewaltigungen, Plünderungen, Zivilisten-Morde und ‑Massaker sowie das massenhafte Desertieren von Soldaten. Diese Phänomene werden selten in Büchern und Filmen thematisiert. Sie passen in keine poetisch-verklärende Helden-(Kriegs-)Geschichten und würden die Rezipienten nur unnötig verstören.
Wann gibt es den nächsten US-Blockbuster über das Desertieren oder das »friendly fire« von US-Soldaten im Zweiten Weltkrieg?
»Und plötzlich war er da: der Krieg«
Kriegssprache
Kriegsfolgen




Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) hat der Bundesregierung vorgeschlagen, sämtliche Streik-Aktionen nur noch nachts zwischen 1 Uhr und 4 Uhr stattfinden zu lassen. Der entsprechende Post auf Facebook hat bereits mehr als 500.000 Likes erhalten.