Ich bn wirklich kein Fan von »Young Adult« — bzw. »Coming of Age« — Medienformaten. Es gibt mittlerweile Hunderte Filme, Bücher, Serien, Hörspiele oder Theaterstücke, die das Erwachsenwerden von Jugendlichen thematisieren. Viel zu oft, sind diese leider überaus sentimental, kitschig oder überdramatisiert inszeniert.
Es gibt für mich jedoch eine Ausnahme: die Serie »Willkommen im Leben« (»My So-Called Life«) aus dem Jahr 1994 mit Claire Danes in der Hauptrolle. Die Serie ist glaubwürdig, authentisch und bodenständig. Sie schafft es auch heute noch, mich zu berühren.

Die politische sowie bürgerliche Linke ist erfolgreich von innen zersetzt worden. Analytische Kritik an strukturellen Gewalten, an sozial ungerechten Ursachen und an neoliberalen Kontexten, sind weitestgehend aus dem Fokus linker Perspektive verschwunden. Korruption, Welthunger, Kriege, Waffenhandel, Neokolonialismus oder Armut interessieren kaum noch. Der Blick auf die Welt ist nun vor allem ein narzisstischer Blick nach innen: Sprachnormierung, Gender (LBQ/SJW/Diversität), Ernährung (vegan/bio/öko) und mobile