Diese Formulierung hat jeder schon einmal gehört und vermutlich leichtfertig über sich ergehen lassen. Die »technische Störung« soll eine Fehlfunktion bezeichnen, für die niemand verantwortlich ist und gemacht werden kann. Weiterlesen
Des Unpolitischen heimelige Weltverleugnung
Nächsten Monat kaufe ich mir ein neues Auto. Abwrackprämie sei Dank! Ach, mal wieder schick essen gehen wäre schön. Meine Wohnung habe ich mir nach den Konturen meiner Individualität eingerichtet. Zumindest bin ich davon überzeugt, dass niemand seine Wohnung so eingerichtet hat, wie ich. Auch mein Handy-Klingelton bildet meine Individualität perfekt ab. Die Geborgenheit, Nähe und Liebe, die ich in meiner Partnerschaft genieße, ist wie ein Schutzschild nach außen. Ein Versteck vor den Problemen in der Welt. Warum soll ich mich auch unnötig damit belasten? Der Fernseher und der PC laufen auch den halben Tag. Bilder erklären die Welt eben am besten. Kaufen macht mich auch glücklich. Außerdem soll mir das Leben ja Spass machen. Diese verdammten Weltverbesserer und Nörgler sind ja nur neidisch auf mich. Die sollen mal lieber anständig arbeiten gehen und nicht soviel kritisieren. Das Leben in Deutschland ist doch toll. Die sollten froh sein, nicht in Afrika zu leben.
Verwaltung vom Garten Eden
Bernd Stromberg ist bekannt für Weisheit und Philosophie: »Wenn du im Sumpf steckst, musst du dich an den eigenen Haaren wieder rausziehen. Oder an den Haaren von jemand anderem.« ;)
Die gewollte Arbeitslosigkeit
Mittlerweile habe ich mich zur provokanten These durchgerungen, dass von den Herrschenden niemand wirklich ernsthaft daran interessiert ist, die Arbeitslosigkeit abzubauen bzw. Menschen in Vollbeschäftigung zu bringen. Es fehlt der politische Wille. Instrumente, um die Arbeitslosigkeit abzubauen sind vielfach vorhanden. Arbeitszeitverkürzung ist ein Stichwort. Wer heute noch glaubt, es würde jemals wieder großes Wirtschaftswachstum in Deutschland geben und dieser würde dann durch Investitionen der Unternehmen usw. Arbeitsplätze schaffen, der ist entweder naiv oder verbreitet Lügenpropaganda. Nicht »Geiz ist geil«, sondern »Arbeitslosigkeit ist geil«! Zwar nicht für die Arbeitslosen selbst, aber für Unternehmen und Wirtschaft. Die Aufrechterhaltung der sog. »stillen Reserve« und der großen Arbeitslosigkeit, ist das perfekte Druckmittel gegen Beschäftigte. Weshalb sollte man daran interessiert sein, den eigenen Repressionsapparat abzubauen?
Filmtip: Shooting dogs
Der Spielfilm »Shooting dogs« aus dem Jahre 2005 behandelt den Völkermord in Ruanda von 1994. Zum Inhalt sei nicht allzu viel verraten, außer dass er die politischen Entwicklungen in Ruanda im Jahre 1994 bis zu seinem traurigen Höhepunkt, ähnlich wie in »Hotel Ruanda«, nachzeichnet. Größter Unterschied ist wohl der, dass diesmal »Weiße« in der Hauptrolle zu sehen sind, was den einen oder anderen Zuschauer die Distanz zum Geschehen nehmen könnte. Auch das katastrophale Versagen der Weltgemeinschaft wird gut dargestellt.
Wer sich einen ersten Eindruck verschaffen möchte, der kann sich hier den Trailer zum Film anschauen. Mich hat der Film sehr bewegt, beunruhigt und zum nachdenken gebracht. Wenn ein Film diese Wirkung auf mich hat, kann ich ihn guten Gewissens weiter empfehlen :)
Neusprech: Unrechtsstaat
»Die DDR verweigerte ihren Bürgern die grundlegenden demokratischen Rechte, sie machte Oppositionelle mundtot, und schreckte in Einzelfällen nicht einmal vor Mord und Verschleppung zurück. Sie war ein Unrechtsstaat!«
- Alt-Bundespräsident Roman Herzog am 26. März 1996
Als ein »Unrechtsstaat« wird deskriptiv zunächst ein Staat bezeichnet, der kein Rechtsstaat ist. Während der Terminus Rechtsstaat klar definiert ist (Gewaltenteilung, unabhängige Gerichte, Grundrechte usw.), ist der Begriff des Unrechtsstaates ein schwammiger abwertender und nicht juristischer Begriff. Er wird politisch und medial instrumentalisiert, um einem Staat bzw. Regime einen negativen Stempel aufzudrücken. Weiterlesen
Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren
»Der angeschlagene Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate soll so schnell wie möglich wieder in private Hände zurückgeführt werden. Dies sagte der Chef des staatlichen Bankenrettungsfonds Hannes Rehm«
- Meldung aus der Süddeutschen Zeitung vom 2. Juni 2009
Anmerkung: Da haben wir es schwarz auf weiß. Der Steuerzahler darf die Verluste tragen, sobald die Bank aber wieder Gewinne macht, soll sie privatisiert werden. Nach der Bundestagswahl werden wir sehen, wie wir bezahlen dürfen. Massiver Sozialabbau, Steuererhöhungen und jedemenge Kürzungen werden ins Haus stehen.
Die Blogs der Anderen
Lange musste er reifen, der neue ZG-Artikel. Aber nun ist er da. Bei den Blogs der Anderen haben wir »Ad Sinistram«, die »Fünf Filmfreunde« und den »Mediengestalter-Blog« interviewt. Wir haben die Blogs mit den klassischen Medien verglichen, das Thema Werbung angesprochen, nach der Motivation gefragt und wollten wissen, welche Blogs sie denn eigentlich lesen. Alle drei Interviews gibt es in voller Länge auf zeitgeistlos.de
ZG-Rückblick: Star Trek
Der aktuell im Kino laufende Star Trek Film geht einiges anders an, als seine Vorgänger. Nicht nur, dass wir die übliche Crew in jungen Jahren begleiten dürfen, sondern auch inhaltlich, visuell und vor allem dramaturgisch geht er andere Wege. Trifft er den Nerv der Trekkies oder will er nur die Kinokassen klingeln lassen? Wie sind die schauspielerischen Leistungen? Und gibt die Story was her? Weiterlesen
National Qualifier Berlin: Luck > Skill
Ich fange langsam an die Qualifikationsturniere für die deutsche Meisterschaft zu ritualisieren. Wie jedes Jahr hatte ich etwa einen Monat vor den Nationalqualifiern (kurz: NatQs) ein Rating das mich für selbige qualifizieren könnte, etwa 3 Wochen danach, bin ich am überlegen welches Deck ich auf den NatQs spielen soll um mich doch noch zu qualifizieren.



