Front Deutscher Äpfel

Angeregt vom sächsischen Freigeist und Menschenfreund der NPD, Holger Apfel, wurde die Nationale Initiative gegen Überfremdung des deutschen Obstbestandes und gegen faul herumlungerndes Fallobst, kurz die »Front Deutscher Äpfel« (FDÄ) gegründet. Der NPD-Humanist Holger Apfel bezeichnete in der Vergangenheit Ausländer als »arrogante Wohlstandsneger«. Als die NPD im September 2004 in den sächsischen Landtag einzog, sprach Apfel von »einem großartigen Tag für alle Deutsche, die noch Deutsche sein wollen«. Ihm zu ehren, wurde die FDÄ gegründet. Weiterlesen

Politik, was ist das?

Mir ist aufgefallen, dass ich immer seltener Politikbeiträge schreibe und frage mich, wieso das so ist? Mein Interesse an Politik im allgemeinen sowie politischen Vorgängen ist nach wie vor groß. Vielleicht ist es für mich ermüdend gegen verlogene Plastikphrasen anzuschreiben? Vielleicht passiert politisch einfach auch gar nichts weltbewegendes in Deutschland mehr? Kann mir jemand mal sagen was die schwarz-gelbe Koalition politisch bisher gemacht hat? Inszenierte Schmierentheater, Gesetze in der Dunkelkammer und lähmende Status-Quo-Politik sind an der Tagesordnung. Visionen, Leitziele oder große politische Vorhaben fehlen völlig. Und das Schlimmste: die Bevölkerung hat sich mit einer Marionettenregierung und einem Schattenkanzler Ackermann abgefunden. Weiterlesen

Ungleichheit stärkt Misstrauen

In der aktuellen Blätter-Ausgabe vom Juli 2010 gibt es einen interessanten Artikel von Richard Wilkinson und Kate Pickett: »die verlorene Gleichheit«. Zahlreiche internationale Studien und Untersuchungen hätten demnach gezeigt, dass je höher die Ungleichheit in der Bezahlung und im Lebensstandard der Menschen ist, desto höher sei das Misstrauen unter den Menschen:

...dass die sozialen Beziehungen umso mehr verfallen, je stärker eine Gesellschaft von Ungleichheit geprägt ist.

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Rotdorn Ausgabe Nr. 53 erschienen!

Ab sofort könnt ihr unter www.rotdorn.org die aktuelle Rotdornausgabe Nr. 53 bewundern. Zum ersten Mal in der 20jährigen Geschichte des Rotdorns ‑meine Wenigkeit ist erst seit knapp vier Jahren dabei- ist er 36 Seiten lang. Diesmal mit dem Schwerpunkt Afghanistan. Außerdem gibt es Interviews mit Mellowmark, mit Prof. Peter Grottian oder auch Film- und Buchtips zu lesen.

Demobericht: Wir zahlen nicht für eure Krise

Während meine geschätzten Kollegen Antiferengi und die Geheimrätin über die Großdemonstration am 12. Juni 2010  in Stuttgart berichteten, will ich euch heute meine persönlichen Eindrücke über die Demo in Berlin, mit knappen 20.000 Teilnehmern, schildern.
Am 12. Juni 2010 um 12:00 Uhr, traf sich ein breites Bündnis vor dem roten Rathaus. Attac, Linkspartei, Solid, verschiedene sozialistische und kommunistische Sektierer, Antikapitalisten und einige vom sog. »schwarzen Block« sind aufmarschiert. Im großen und ganzen verlief die Demonstration friedlich, am Rande gab es aber kleinere Scharmützel.

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Wir zahlen nicht für eure Krise!

Am Samstag den 12. Juni 2010 gibt es einen bundesweiten Aufmarsch gegen das Kürzungspaket der Bundesregierung. Interessant ist, dass diese Demonstration schon lange vor der Bekanntmachung der radikalen Kürzungen angekündigt wurde. Viele wussten, dass für die Milliarden, die man den Banken großzügig geschenkt hatte,  nach der NRW-Wahl die einfachen Leute bluten müssen. Die genauen  Standorte und wann es losgeht erfahrt ihr auf Kapitalismuskrise.org.

Köhler tritt zurück — das System bleibt

Bundespräsident Köhler ist von seinem Amt zurückgetreten. Gestern wurde noch Köhlers Aussage, Kriege für freie Handelswege zu führen, massiv kritisiert, heute wird es Trauer- und Abschiedsreden geben. Der Deutschlandfunk, der das pikante Interview mit Köhler geführt hatte, ist nicht schuld. Köhler hat sich einfach verplappert, für einen Moment die Wahrheit ausgesprochen. Deutschland führt einen Krieg wie in Zeiten des Imperialismus: für Rohstoffe und Macht.

Letztendlich ist seine Entscheidung überraschend, aber doch konsequent. Man stelle sich nur mal vor, wir hätten jetzt eine wochenlange öffentliche Diskussion über Köhlers Aussage? Das wollen viele Herrschaften sicher nicht. Medien und Politiker können jeden Fehler, jede Aussage, jedes politische Denken usw. einfach personalisieren — der/die tritt bei Fettnäpfchen zurück und niemand dringt je zum wirklichen Problem vor. Denn es ist völlig irrelevant ob Koch, Köhler und Konsorten zurücktreten, solange die neoliberale Ideologie (Personalabbau, Sozialabbau, Deregulierung, Profitmaximierung statt Gemeinwohl-Orientierung usw.) alle öffentlichen Institutionen und Ämter beherrscht.

Statt Koch und Köhler, sollte der Neoliberalismus endlich zurücktreten. Denn er hat auf allen Gebieten kläglich versagt. Er bleibt jedoch weiterhin im Amt.

Weihnachten vorverlegt: Koch tritt zurück

Da sag mir mal einer, es gäbe keine guten Nachrichten mehr! Roland Koch, Ministerpräsident von Hessen und CDU-Bundesvize will von all seinen Ämtern zurücktreten. Der brutalstmögliche Lügenbaron und ausländerfeindliche Kinderhasser Roland Koch, hat endlich genug Schwarzgeld angesammelt, um sich ein schönes Leben außerhalb der Politik zu machen. Ganz Herzlichen Glückwunsch! Das Land hat einen schmierigen und korrupten Politiker weniger. Nur eine Frage bleibt Koch uns schuldig: »Wo beginnt menschliches Leben, Herr Koch?«

Update: Wer Koch und seine Machenschaften nicht kennen sollte, der möge bitte hier klicken!