Presseblick (54)

welt.de vom 10. Juli 2016

welt.de vom 10. Juli 2016

Es gibt kaum eine Banken-Affäre in der die Deutsche Bank nicht involviert ist. Jens Berger von den Nachdenkseiten hält sie für die gefährlichste Bank der Welt. Und der sollen wir wieder Unmengen an Steuergeldern in den Rachen schieben? :sick:  Weiterlesen

Ideenlos

Spiderman: vom Comic zur TV-Cartoon-Serie zum Film zum Musical sowie zum Reboot des Reboots (Bildquelle: Piotrus, wikimedia commons)

Spiderman: vom Comic zur TV-Cartoon-Serie zum Film zum Musical sowie zum Reboot des Reboots (Bildquelle: Piotrus, wikimedia commons)

Aus alten und bekannten Film‑, Buch‑, Comic- und Serien-Klassikern werden seit einigen Jahren haufenweise Neuverfilmungen, Remakes, Fortsetzungen und Reboots gemacht. Ein Remake bezeichnet hier die Wiederauflage eines Films und ein Reboot den Neustart der Marke. Aus Kinderbuchgeschichten und Serien werden Hörspiele, Theaterstücke, Musicals und Kinofilme inszeniert. Aus kommerziell erfolgreichen Videospielen werden Kinofilme und Bücher sowie aus Kinofilmen Videospiele gemacht. Die Wiederbelebung und das Ausquetschen eines Franchise, die intensive Bedienung von nostalgischen Gefühlen der Konsumenten sowie das großflächige Einsetzen von Cross-Media-Marketing-Instrumenten verdeutlicht, dass sich die Unterhaltungsindustrie im Kreis dreht und gleichzeitig verbissen am Status Quo festhalten will. Sie ist damit ein Spiegelbild der Medien-Konsumenten.

Gender. Sex. Bullshit.

sexgender_titelFrüher war die individuelle Sexualität Privatsache. Teil des Charakters und der persönlichen Selbstbestimmung. Etwas, dass man nur selten offensiv in die Öffentlichkeit getragen hatte. Keine Marke, Image oder ein Franchise. Und damit will ich explizit nicht sagen, dass ich konservative Vorstellungen oder ein neues Biedermeier befürworte, sondern, dass der inszenierte Marketing-Missionseifer bei den Gender-Themen völlig ausgeufert ist. Mit geschlossenen Weltbildern sollen Dogmen, Ismen und vorgefertigte Meinungen in die Köpfe eingehämmert werden. Unternehmen fahren Marketingkampagnen und die Massenmedien freuen sich über die erhöhte Aufmerksamkeit. Dabei nervt das alles nur noch. Einige Beispiele. Weiterlesen

Digitale Dystopien

Das erledigen heute smartphones:

Die Omnipräsenz des Smartphones scheint niemanden (mehr) zu kümmern oder zu stören. Man kann kaum noch im Augenblick leben, ihn genießen und auf sich wirken lassen. Alles wird mit dem smartphone via Foto und Video konserviert, sich in den Chats und sozialen Netzwerken inszeniert (»Seht her! Mein tolles Leben! Mein süßes Kind! Mein gutes Aussehen! Meine niedliche Katze!«). Als ich letztens bei einer Tanz-Aufführung in einer großen Sporthalle von mehreren Schulen mit vielen Kindern war, saßen hunderte Eltern auf den Plätzen und hielten die ganze Zeit ihre smartphones hoch. Sie machten Fotos und/oder Videos. Es war eine Groteske. Wie in einem dystopischen Science-Fiction-Film.

Als ich mal an einem See war, haben sich zwei junge Mädchen vor ihren mobilen Endgeräten inszeniert, ohne auch nur einen Fuß in das Wasser zu setzen. Dann sind sie gegangen. Auf Facebook/WhatsApp stand dann bestimmt: »Coole Party am See gemacht« oder so ähnlich. In Bus und Bahn hängt mittlerweile fast jeder vor diesen Geräten. Mit Stöpsel in den Ohren. Abgeschirmt. Isoliert. In einer Bespaßungs-Glocke. Im Museum, im Schwimmbad, im Kino, auf Wald-Spaziergängen, in Restaurants, auf Konzerten, auf Kinderspielplätzen, in den Schulen und auf den Arbeitsplätzen – es gibt keinen sozialen Raum mehr, der frei ist von Digitalisierung, Konservierung und (Selbst-)Inszenierung. Und dann wollen mir diese Junkies weismachen, das alles hätte keine langfristigen Folgen? :wtf:

Presseblick (53)

Als hätte es fast schon Tradition, während großer Sportveranstaltungen, die unbequemen Gesetze durch zu peitschen. Der Pöbel jubelt der deutschen Mannschaft zu und im Hintergrund werden fleißig soziale Grausamkeiten besprochen und beschlossen. In der Vergangenheit wurde beispielsweise die Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent, während der Fußballweltmeisterschaft im Jahr 2006, erhöht. Dieses mal geht es um die Privatisierung der Autobahnen, weitere ALG2-Verschärfungen, Erbschaftssteuereform, Netzsperren sowie um die Aufweichung der Fracking-Gesetze. Ist natürlich alles nur Zufall, weil danach eben die parlamentarische Sommerpause ansteht. Wer hier ein System sieht, der ist ein Verschwörungstheoretiker. Punkt. Weiterlesen

Keine Sklaven. Nirgends.

(22 Sekunden Realitätsverdrängung und Realsatire)

»In Katar baut eine riesige Arbeiterarmee an sechs von sieben Wochentagen, winters wie sommers, bei Temperaturen von bis zu 50 Grad, die Stadien für die Fußballweltmeisterschaft 2022. Während ihres Aufenthalts in Katar sind die ausländischen Arbeiter praktisch rechtlos: ihr Lohn wird sehr spät oder gar nicht ausgezahlt, ihre Wohnheime sind baufällig und unhygienisch, sie dürfen ohne Zustimmung des Arbeitgebers nicht den Job wechseln und ihr Pass wird eingezogen. [...] Bis zum ersten Anpfiff der WM ist mit dem Tod von über 7.000 Wanderarbeitskräften zu rechnen.«

David Garcia. »Die Leibeigenen von Katar«. Le Monde Diplomatique. Ausgabe Juni 2016. S. 16

»Die Russen kommen!«

zeit.de vom 15. März 2016

zeit.de vom 15. März 2016

Die russische Regierung hat etwas dagegen, dass die NATO ihre Osterweiterung bis an ihre Grenzen vollzieht. Diese imperialistischen Kriegstreiber! :prof:

Steffen Dobbert und Josef Joffe von der Zeit wissen: Putin ist der neue Hitler! Und sie haben völlig Recht!

Ein kurzer Exkurs durch deutsche Leitmedien (ohne Verlinkungen) verdeutlicht: Putin ist böse und Russland ist das Land des Teufels! Im Namen der Menschheit: Wir müssen es vernichten! :bulle: Weiterlesen

Machtlose Marionetten

Spiegel Online vom 7. Juni 2016

Spiegel Online vom 7. Juni 2016

Wer das ausführt ‑was die US-Regierung, der militärisch-industrielle Komplex, der türkische Präsident, etliche Industrie- und Arbeitgeberverbände, die »Dienste«, Manager, Konzerne, Banken, Reiche und Vermögende wollen- gilt also als jemand der »Macht« hat und nicht als jemand, auf den Macht ausgeübt wird? Interessante Definition.

Presseblick (52)

tagesspiegel.de vom 23. April 2016

tagesspiegel.de vom 23. April 2016

Wutbürger, Extremist, Protestwähler, Verschwörungstheoretiker, Antiamerikaner, Radikaler, Antisemit, Spinner und immer wieder: Populist! Es gibt mittlerweile ein ganzes Arsenal an verunglimpfenden Wörtern und Begriffen, um diejenigen, die den offiziellen Verlautbarungen von Politik und Presse keinen Glauben schenken (oder sie auch nur in Frage stellen), als nicht ernstzunehmende Gesprächspartner zu diskreditieren. Damit zeigt sich dieser Tage ganz deutlich, dass Politik und Presse an einem echten Meinungsaustausch überhaupt kein Interesse (mehr) haben. Wir sollen schlucken, was sie uns einimpfen und anschließend die Fresse halten. Die Hoffnung von Jürgen Habermas, dass in einem offenen Diskurs, sich die besten Ideen durchsetzen würden, hat sich als absolut naiv erwiesen. Denn eine zensur- und propagandafreie (Medien-)Öffentlichkeit kann und wird es niemals geben. Weiterlesen

NATO: Finde den Fehler!

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Quelle: wikipedia zum Thema NATO

Zum Abschnitt »Kritik an der NATO« gibt es lediglich diese Zeilen: »Kritiker von Seiten der Friedensbewegung weisen darauf hin, dass friedliche und gerechte Lösungen oder zumindest Kompromisse bei den vielen Konflikten und Interessengegensätzen nicht über Militärbündnisse und das Mittel Krieg, sondern nur durch Institutionen wie den Vereinten Nationen und der OSZE entstehen können. Sie sehen in der NATO ein militärisches Bündnis, welches wirtschaftliche und strategische Interessen des Westens absichern soll.« Übrigens lagern im Fliegerhorst Büchel in Rheinland-Pfalz gut 20 US-Atomwaffen mit einer maximalen Sprengkraft von 340 Kilotonnen TNT, das entspricht etwa dem 26-fachen der Hiroshima-Bombe. Danke, liebe NATO!

Wer zudem behauptet, dass die NATO weltweit für viel Leid und Zerstörung verantwortlich ist, der ist ein Antisemit, Populist, Antiamerikaner, Spinner, Verschwörungstheoretiker, Kommunist, Extremist und gehört nach Russland abgeschoben! :jaja: