Draußen ist Wetter

Wetter_titel...und zwar das ganze Jahr über! Für viele ist es das Dauer‐Jammer‐Pseudo‐Kommunikations‐Thema schlechthin. Schließlich sind wir den Launen des unberechenbaren Wetters schutzlos ausgeliefert. Und es ist etwas, dass wir (noch) nicht kontrollieren können. Und das nervt uns.

  1. Schon wieder ist es so verdammt hundekalt. Man, ich frier mir hier echt alles ab. Und dann ist es auch noch so glatt auf den Straßen. Und ständig muss ich den Frost von meinem Autofenster abkratzen. Zum Kotzen!
  2. Boah, seit Tagen ist es nur am Regnen. Egal wo man hintritt, nur Riesenpfützen und meine Socken sind dauernd durchnässt. Was soll ich da nur anziehen?
  3. Dieser starke Wind zerstört ständig meine Frisur. Und der Straßenstaub bläst mir so stark ins Gesicht. Ätzend!
  4. Uff. Diese Bullenhitze. Ich schwitze wie ein Tier. Und dann noch diese schwüle Luft. Ist ja echt unerträglich.
  5. Jetzt schmilzt der Schnee schon wieder und die Straßen sind voller Matsch. Da muss man ja echt aufpassen, wo man hintritt. Verdammtes Scheiss‐Wetter!

4 Gedanken zu “Draußen ist Wetter

  1. 1. Auf dem Rad ist der Gegenwind mein natürlicher Feind und mit zunehmender Stärke steigt meine schlechte Laune.

    2. Bullenhitze kommt garantiert häufiger dank des Klimawandels. Die Wettervorhersage »Am Wochenende herrliches Freibadwetter mit über 33 Grad« bedeutet dann für einige Herzkasper, Atemnot und Dehydrierung.

    3. »DRAUSSEN gibts nur Kännchen!!!«

  2. Mehr Hitze dank »Klimawandel«...? Kann ich zumindest nicht beobachten; ich hab in den letzten Jahren vermehrt das Gefühl, dass die wirklich sonnigen und heißen Phasen auf diesem fast durchweg dunklen, grauen und kalten Fleck auf der Erde namens »Mitteleuropa« immer seltener werden. Gestern: 16 Grad und Dauergrau (zur Zeit der Sonnenhöchststände), auf meiner Tour mit dem Rad brauchte es wieder die winddichte Übergangsjacke und dünne Handschuhe. Weitere Aussichten nach dem kurzen Anstieg zum Wochenende: grau und kühl! 2 Tage an oder über 30 Grad werden von den Verdummungsmedien dann aber ruckzuck zur »Hitzewelle« aufgeblasen...

    Wetter ist halt der kleinste, gemeinsame Kommunikationsnenner. ;) Wobei es auch da regelrechte ideologische Grabenkämpfe zwischen »Optimisten« und »Realististen« (auch gerne mal Pessimisten genannt) gibt; ich klicke z. B. ab und zu immer recht amüsiert durch das Forum der http://www.wetterzentrale.de ;) Die individuelle Wahrnehmung von »Wetter« (oder auch »Klima«) kann da schon zu ordentlich Zoff führen!

    R. De Lapuente fällt mir dbzgl. auch noch ein; der mag (trotz spanischer Wurzeln) die Hitze auch so überhaupt gar nicht (weil er dann übelst schwitzend kapitalistische Frondienste leisten muss — und nicht am Strand liegen darf) und hat (da man über Geschmäcker ja eigentlich nicht streiten kann) die ihm viel zu positive, ja fast »orwell’sche« Berichterstattung in den letzten beiden Jahren zu den wenigen heißen Tagen in diesem kalt‐grauen Loch namens Deutschland als Vorwand genommen, um seiner Abneigung gegen heißes Sommerwetter Ausdruck zu verleihen...

    Also selbst beim Thema Wetter kann es auch sehr schnell sehr heiß hergehen. ;) Am Ende im schlimmsten Fall kommt da auch wieder nur »divide et impera« bei raus...

  3. Naja, — Gemeinschaftsschwimmen in der Wohnung nach feuchtem Wetter, Dachdecken im Regen, Kettensägenwettbewerbe nach etwas Wind oder landstrichweites Ausbeulen von Autos nach’m Hagel, lassen mir die eine oder andere Kommunikation übers Wetter doch recht verständlich erscheinen. Und wenn sich dann einer Sorgen um seine Frisur macht, ist das auch ausgesprochen spannungs‐entladend. An unsere Breitengrade gewohnte Lüdden die nach dem dritten Tag über 35 Grad die Krise kriegen, seh ich da ähnlich wie Leute aus Singapur, die dann endlich mal den Rollkragenpullover ausziehen, daheim vergessen, und beim plötzlichen Temperatursturz um 20 Grad dann eben auch die Krise kriegen.

    Ich glaube, — Wetter ist ein elementarer Bestandteil des Gedankengutes mit Erinnerungsvermögen dort, wo man auch immer schon davon abhängig war und bleibt es auch dort, wo es vielleicht seit längerer Zeit nicht so drastisch Einfluss hatte. Eine Art rudimentärer Erinnerung daran‐ und eben auch indirekt Gesprächsstoff darüber, dass man sich nie aufs Gewohnte verlassen sollte. Der Small‐Talk‐Charakter ist natürlich schon abstrus und die zumeist sensationslüstern bis ökonomisch kalkulierende mediale Berichterstattung (für mich zumindest) sogar arg abstoßend, — trotzdem verweigere ich mich diesen Wettergeplänkeln eher nicht. Und wenn ich auf I‐Phone‐Geckos treffe, die Stürme und Sintfluten nur aus dem Fernsehen oder youtube kennen, dann beiß ich mir auf die Zunge, denn irgendwo ist die Erinnerung noch da.

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