Die sexualisierte Gesellschaft

Sex als gesellschaftliches Credo und als subtiles Herrschaftsinstrument. Aldous Huxley schrieb in seinem berühmten Buch »die Schöne Neue Welt«, dass die sexuelle Freiheit dazu beitragen würde, die Bevölkerung mit ihrem Sklaven-Dasein auszusöhnen. Bringt eine sexuell überreizte Gesellschaft nachhaltige Probleme mit sich?

»In der sexualisierten Gesellschaft reduzieren sich Menschen gegenseitig als Objekte der Begierde bzw. als Objekte der eigenen Bedürfnisbefriedigung. Der andere hat vor allem die eigenen Wünsche und Erwartungen zu erfüllen.«

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6 Gedanken zu “Die sexualisierte Gesellschaft

  1. Ich weiß zwar nicht ob so etwas einem Alien, dessen erogene Zonen in den Ohren sitzen, zusteht, — aber trotzdem ;-)
    Ganz toller Text, — und damit meine ich den ganzen moralischen Zeigefinger. Vom zurück zu alten gesellschaftlichen, oder religiösen Sittenverflechtungen kann keine Rede sein, — befreit einen aber auch nicht von der Erkenntnis das Sexualität niemals in Einklang mit irgendwelchen Freiheitsgedanken zu sehen ist. Am Schluss steht immer nur der Sklave seiner Triebe, und mit Sklaven macht man Profit. Klingt ein wenig hart, ist aber heute so. Das Gefühl Freude dabei zu empfinden, jemandem anderen Freude zu bereiten, — geht vollständig verloren, — oder ist schon verloren? Als Ersatz gelten Idealismen und Symbole. Sexsymbole, — Schönheitsideale, normativ komprimiert zur kalkulierbaren Lebenseinstellung.
    Was übrig bleibt, sind Objekte, deren einzige Freiheit darin besteht sich zu befriedigen.

  2. Guter Artikel. Das Schönheitsideal der westlichen Welt ist absurd. Vorbild für einen tollen Körperbau sind Hungerregionen. Die Gesichter z.B. von Models sind so normiert, dass es mir manches Mal schwerfällt, die eine von der anderen zu unterscheiden. Sie sind nicht mehr schön, sondern nur langweilig. Silberscheiben verkaufen sich dann am besten, wenn die Videos viel nacktes Fleisch zeigen und — ich sage es mal pauschal — obszöne Handlungen. Musikqualität ist zweitrangig. Was völlig auf der Strecke bleibt, ist Erotik. Ein tagtäglich in Rampenlicht gerückter nackter Körper ist nicht erotisch. Dazu gehören viele, kleine Feinheiten bis zu Menschen, die bis oben hin geschlossene Kleidung tragen können. Das ist aber nicht gefragt, Monetisierung der Körper und der Sexualität ist angesagt. Junge Mädchen, die sich normieren lassen und ihre Persönlichkeit völlig aufgeben. Bis zur Unkenntlichkeit verunstaltete Gesichter, die mit aufgepolsterten Lippen herumrennen. Leitbilder einer untergehenden Gesellschaft.

  3. Ups. Ganz schlechtes Gewissen ! Vielleicht weil nirgends nackerte Ferenginas zu sehen sind? Egal. Also an jtheripper, ein extra zartes Rippchen und Dankeschön für das tolle Layout.

  4. Geistert(e) gerade durch die Medien: Pille für Frauen, die »krankhaft bedingt« auch »zu wenig« (also nur 3 oder 4 mal pro Monat) Sex haben.
    Ergebnis: Frau hat 1,7 mal mehr Sex.

    Iss doch kompliziert mit den Weibern, gelle? ;-)
    (Sarkasmus)

    Ganz ehrlich, diese Sexualisierung is Blödsinn.
    Je mehr Frau entblößt, desto mehr müssen die anderen entblößen, um noch aufzufallen. Je mehr die anderen Frauen entblößen, desto mehr muss Frau entblößen ... also laufen wir alle nackich rum. Kommt bestimmt bald: das durchsichtige Riesenkondom zur alltäglichen Bekleidung im Konkurrenzkampf mit anderen Sex-Konkurrenten.

    Irgendwann werden mich diese nackten Körper so anwiedern, dass mich nur noch Sex im Dunkeln und am besten noch bekleidet (mit entsprechend plazierten Öffnungen in der Kleidung) antörnt.

    Suri Cruise (Tochter von Tom Cruise) läuft übrigens schon im zarten Alter von 3 Jahren in Pumps (hochhackige Schuhe) herum (einfach mal googeln), und immer nur Kleidchen, aber keine Kleinmädchen-Kleidchen (unförmige lustig-bunte Kittel mit Bewegungsfreiheit), sondern Mini-Formate von Kleidern für erwachsene Frauen.
    Da wird ein Kind auf unsere sexualisierte Gesellschaft eingestimmt!
    Schon die Nazis, die Kommunisten und alle Aristokraten wussten, wie wichtig die Erziehung der nächsten Generation hin zum »richtigen Denken« ist!

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