Es ist so, weil es so ist?

Pragmatismus als Glücksprinzip?

Wenn sich jeder als Getriebener fühlt, um die Missstände weiß, aber nichts dagegen unternehmen kann und will, sich niemand für das Unrecht in der Welt verantwortlich fühlt, ja selbst Manager sich als Getriebene der Aktionäre, Politiker als Getriebene der Medien fühlen und jeder wegen seiner ökonomischen Abhängigkeit schweigt – wer ist dann überhaupt noch für irgendetwas verantwortlich?

Wieso. Weshalb. Warum.

  1. Wieso darf ich für ein halbes Schwimmbad (ständige Becken-Belegung durch alle möglichen Kurse, Vereine, Wartungsarbeiten, Schwimm-Bojen) dennoch den vollen Preis bezahlen? Und das obwohl die Schwimmbad-Preise auch noch im vergangenen Jahr gleich zweimal erhöht wurden?
  2. Weshalb bekomme ich bei jedweder Kritik bei Behörden, Institutionen, Unternehmen oder staatlichen Einrichtungen von den Angestellten immer als Antwort »Ich bin dafür nicht zuständig, Das liegt nicht in meiner Verantwortung, Ich kann auch nichts dafür, Ich befolge nur die Gesetze/Regeln/Befehle/Anordnungen« zu hören?
  3. Warum legt man sich Kinder und/oder Hunde zu, wenn man sie, zum größten Teil, nur alleine lässt, abschiebt oder wegorganisiert?

Kinder in Deutschland; Teil 30: Machen Kinder glücklich?

kinderglück_titelIn einer beißenden Polemik kommentiert die Redakteurin Melanie Mühl (Jahrgang 1976) auf faz.net, dass sie kinderlos glücklich sei und Kinder sie eigentlich nur nerven würden: »Kinder sind lästig. Ich bin froh, dass ich keins mehr bin und, vor allem: dass ich keins habe.« Im Dezember 2012 habe ich in einem Beitrag schon versucht zusammenzufassen, warum viele keine Kinder wollen. Es liegt nicht nur daran, dass sie laut seien, Krach und Dreck machen und vor allem viel Geld kosten würden, sondern hauptsächlich am wirtschaftsfundamentalistischen Marktradikalismus (Konsum, Egoismus), den wir in Deutschland anbeten und vergöttern, und auf dessen Schrein wir unsere Kinder opfern. Weiterlesen

Wenn es soweit ist, wird es...

diejenigen, die weder Ideale haben, noch einen Sinn im Leben sehen...
diejenigen, die sich stets den herrschenden Strukturen anpassen...
diejenigen, die für Geld, Macht und Reichtum ihre Seele verkaufen...
diejenigen, die sich ihrem Schicksal ergeben...
diejenigen, denen alles gleichgültig ist...

...als erstes treffen.

Verantwortungsdefizit

Das Prinzip Eigenverantwortung als Euphemismus für Sozialabbau, Egoismus und Solidaritätsabbau ist in Politik, Wirtschaft und Medien weit verbreitet. Die Menschen sollen mehr Eigenverantwortung zeigen, heißt es, wenn sich Lebensrisiken verschärfen und es vielen Menschen ‑durch politisches und unternehmerisches Handeln- in Deutschland immer schlechter geht. Oder anders ausgedrückt: ihr seit selbst schuld! Uns trifft keine Schuld! Interessant ist, wie eigenverantwortlich Politiker, Unternehmen und Wirtschaftseliten eigentlich sind? Weiterlesen