Spieltipp: »Dominion«

Zu meinem letzten Geburtstag haben mir die werten ZG-Kollegen, Herr todesglupsch und Herr jtheripper, ein Gesellschaftsspiel mit Namen »Dominion« geschenkt. Auch wenn die Verpackung darauf schließen lässt, so ist »Dominion« kein Brett‑, sondern ein Kartenspiel. Das Spiel wurde im Jahre 2009 zum Spiel des Jahres gekürt und hat ein hohes Suchtpotential. Eine Partie kann eine Stunde, aber auch drei Stunden dauern. Außerdem werden 2–6 Spieler benötigt. Es ist nicht so komplex wie viele Trading Card Games, wie z.B. »Magic — the Gathering«, das innovative Spielprinzip sorgt aber dennoch dafür, dass sich jede Runde völlig anders spielt. Weiterlesen →

Mord bleibt Mord

Gibt es in Deutschland einen Amoklauf oder macht ein prominenter Selbstmord, wie der Fussballer Robert Enke, dann gibt es Betroffenheitsmienen, politische Kundgebungen oder sogar groß inszenierte Open-Air Trauer mit Eventcharakter.  Für Opfer von rechtsextremen Straftaten gilt dies nicht. In Deutschland sind seit der Wiedervereinigung im Jahre 1990, nach Recherchen von »tagesspiegel« und »Zeit«, 137 Menschen durch rechtsextreme Gewalttäter brutal ermordet worden. Nach Angaben der Polizei gab es aber »nur« 47 rechtsmotivierte Morde. Im folgenden einige Beispiele aus der Recherche von »Zeit« und »tagesspiegel«. Weiterlesen →

Kinder in Deutschland; Teil 10: Montessori-Pädagogik

- Gastartikel von Anja G.

Kinder lernen schöpferisch.

- Maria Montessori

Dieses Zitat besagt, dass Kinder aus ihrer Mitte schöpfen. Wenn Kinder etwas allein tun möchten, drücken sie damit aus, dass sie die Schöpfer des eigenen Ichs sind. Sie besitzen einen sog. »inneren Bauplan ihrer Seele und Entwicklung«. Weiterlesen →

ZG-Rückblick: Beim Doktorspielen erwischt

(Titel aus unbekannter Quelle übernommen)

Baron zu Guttenberg ist Deutschlands beliebtester Politiker, nun hat sein Image Kratzer bekommen. Seit Tagen wird in den Massenmedien berichtet, dass die Doktorarbeit unseres Verteidigungsministers ein Plagiat besonderer Güte sein soll. Er habe in über 50 Fällen falsch zitiert, die Quelle nicht angegeben und sogar ganze Passagen ohne Nennung des Autors kopiert. Nachdem Guttenberg offensichtlich versucht hatte, die Sache auszusitzen, die Medien aber nicht locker ließen, sagte er nun in einer Presseerklärung, dass er auf  seinen Doktortitel verzichte. Wie auch immer diese Geschichte enden wird, mir stellen sich dazu folgende Überlegungen:

Gehört der Doktortitel in vermögenden Kreisen zum guten Ton und wird quasi eingekauft? Ist die wochenlange Medienpräsenz ein Zeichen dafür, welch großes Untertanenvolk die Deutschen sind, wenn ihnen soviel an Adel, Titel und Vermögen liegt? Oder müssen wir uns im Zeitalter des Internets an copy+paste bei Autoren, akademischen Arbeiten, Büchern usw. gewöhnen? Weiterlesen →

Von Menschen gemacht

»Die Krise wurde von Menschen gemacht« (Siemens-Chef Peter Löscher)

»Bildung wird von Menschen gemacht« (GEW)

»Hunger ist von Menschen gemacht« (Kölner Stadt-Anzeiger)

»Klimawandel ist von Menschen gemacht« (NZZ)

»Politik wird von Menschen gemacht« (generation-bildung.de)

Es gibt keine Ausrede und keinen Sachzwang. Das Schicksal ist von Menschen gemacht.

Von Idealisten und Pragmatikern

Seit längerem beschäftigt mich das Thema der eigenen Prinzipien und Ideale. Insofern kann es heute etwas esoterisch werden. Ich denke, jeder Mensch hat sich im Laufe seines Lebens Gedanken über Gerechtigkeit, Freiheit, Frieden, Liebe und über den Sinn des Lebens gemacht. Mich interessiert hierbei, wie und warum soviele Menschen diese Gedanken aufgegeben haben? Ist der Glaube und der Kampf für eine bessere Welt weniger sinnerfüllend und wertvoll als Konsum, Habendenken und Lohnarbeit? Weiterlesen →

Human Robotics

Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass der Mensch immer danach strebt, sein Risiko zu minimieren, zugleich aber seinen Nutzen zu maximieren. Das gilt für alle Lebensbereiche.

- Uwe Engler/EllenHautmann, Grundwissen Marketing, Cornelsen Verlag, Seite 18

Anmerkung: Um das unternehmerische Kosten-Nutzen-Denken, das Effizienz-Denken, die Rational-Choice Theorie und die ganzen anderen kaltherzigen Theorien, die Menschen zu egoistischen und pragmatischen Robotern machen, nicht hinterfragen zu müssen, wird einfach dreist behauptet, alle Menschen seien so. In allen Lebensbereichen. Dazu stelle ich mir folgende Fragen:

  1. Welchen Nutzen hat jemand, der eine alte Frau über die Straße hilft?
  2. Welchen Nutzen hat ein Mensch, der über den Tod nachdenkt?
  3. Welchen Nutzen hat ein Kind, dass seine kranke Mutter pflegt?

Nicht selten wird ethisches Denken, werden Normen und Werte sowie Gefühle heutzutage als »Gefühlsduselei« abgewertet. Was zählt, sind harte Fakten und zweckrationales Denken. Für die Nazis waren Soldaten, die Gnade oder Barmherzigkeit zeigten, »gefühlsduselig«. Damals war der Endsieg, dass Ziel allen Handelns, heute ist es der Endprofit.