ZG‐Rückblick: Frauenquote

ZG-Rückblick

Nun ist sie da: die Frauenquote ab 2016 für börsennotierte Unternehmen. Fortan soll knapp ein Drittel der Aufsichtsratsposten in den 108 börsennotierten Unternehmen von Frauen besetzt sein. Sollten die Firmen die Posten nicht ausreichend mit Frauen besetzen können, sollen die Stühle leer bleiben.

Ein richtiger und wichtiger Schritt zu mehr Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen? Typisches Ablenkungsthema? Sieg der feministischen Ideologie? Oder folgt bald die Diffamierung der »Quotenfrau«?

jtheripper
Das ist ja gemein. Da erfinden Männer ein Spiel der Macht mit entsprechenden Spielregeln, an die sich alle zu halten haben und die Frauen cheaten sich einfach auf das Spielfeld. Natürlich gibt es auch Männer, die versuchen zu betrügen, aber die müssen dann eben auch die regelkonforme Strafe in Kauf nehmen, wie z. B. eine im Hotelzimmer auftauchende Prostituierte inkl. Zeugen. Das ist ja quasi so, als würden man das politisch inkorrekte »Cowboy und Indianer« mit seinen Jungs spielen und die Eltern bestimmen, dass man Jaqueline mitspielen lassen muss. Da hatte man doch sofort keine Lust mehr...

epikur
Als Angela Merkel Bundeskanzlerin wurde, schrien viele »Hurra, eine Frau ist an der Macht! Jetzt wird sich alles zum Besseren wenden!« Als Barack Obama der erste schwarze US‐Präsident wurde, glaubten viele an grundlegende Reformen. Inzwischen gibt es eine ganze Reihe von Frauen die in »Elite‐Positionen« nicht weniger neoliberal, menschenverachtend und profitorientiert sind, wie Männer es wären:

Angela Merkel (CDU), Bundeskanzlerin. Friede Springer, Erbin des Axel Springer Verlags. Liz Mohn, Aufsichtsrats‐ und Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung. Marissa Ann Mayer, Managerin von Yahoo. Christine Lagarde,  geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF). Marillyn Hewson, Managerin von Lockheed Martin, des größten US‐Rüstungskonzerns der Welt. Um nur einige zu nennen.

Die Frauenquote ist meines Erachtens eine Luftnummer. Alibipolitik. Beschwichtigungs‐ und Ablenkungsstrategie von den wirklich wichtigen Dingen. Divide et Impera in Reinform, damit der Pöbel sich mit vermeintlichen Geschlechterkonflikten beschäftigt. Für die Zocker‐Banken, das internationale Finanzcasino oder die Konzerne, ist es völlig unerheblich, ob ein Mann oder eine Frau die Rendite steigert.

todesglupsch
Ob in den Vorständen nun mehr Frauen oder Männer sitzen halte ich weitestgehend für irrelevant. Ob weibliche oder männliche Eliten an den Hebeln der Macht spielen ist gleich, die Spielregeln ändert das nicht. Dann werden halt Frauen die vergleichbar handeln wie ihre männlichen Kollegen die Entscheidungen treffen.

Und ob nun priviligierte Frauen noch bessere Chancen auf noch bessere Jobs haben, ist hier unten am anderen Ende des Spektrums ehrlich gesagt ganz schön egal. Ich denke hier wird einmal mehr das übergeordnete soziale Problem durch Peripheres kaschiert. Naja, zumindest dürfen wir Deutschen uns mal wieder besonders fortschrittlich fühlen.

2 Gedanken zu “ZG‐Rückblick: Frauenquote

  1. Die oben genannte Kritik ist völlig richtig, das ist ein neoliberales Produkt.
    Die Frauenquote in der Politik war/ist o.k. , weil die Politik eine Vertretetung Aller ist oder dies zumindest sein soll , daß auch Konzerne eine solche Institution darstellen , darauf können echt nur Neoliberale kommen .
    Eigentlich eine Steilvorlage für die politische Linke , aber die zieht es vor , debil dazu zu grinsen , genauso wie der Feminismus , der sich brav instrumentalisieren läßt , beide vollständig okkupiert und gelähmt von der politischen Korrektheit.

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