Nicht vergessen... abschalten!

Wie von epikur hier elegant angekündigt, startet eine neue Rubrik im Bereich Medien. »Nicht vergessen... abschalten!« ist eigentlich ein Sammelartikel auf zeitgeistlos.de. Dort wollten wir immer wieder vorstellen, wie schlecht doch das Fernsehprogramm ist. Jedoch war es schwierig, diese Rubrik mit neuen Inhalten zu füllen, besonders weil manche Sendungen nach einer Weile durchaus von der TV-Landschaft verschwunden sind. Also wollen wir die Rubrik in den Blog bringen, wo die vorgestellten Sendungen mit der Zeit ruhig in den unendlichen Weiten des Blogs verschwinden können.

Im Gegensatz zu euch müssen wir also einschalten und zwar da, wo es weh tut. Damit aber nicht nur genörgelt wird, haben wir zu der Rubrik auch ein Gegenstück geschaffen: die »TV-Reflektion«. Wenn es dort demnächst auch wieder Zuwachs gibt, werdet ihr natürlich auch hier im Blog informiert.

Ach ja und epikur, ab und zu darfst du auch mal mit abschalten. Wir wollen dich ja nicht ausschließen.

Glück und Freude

Der große Psychoanalytiker Erich Fromm betont, worin der Unterschied zwischen Glück und Freude besteht und wie Glück heute definiert wird. Die Fähigkeit zu lieben und zu denken, macht seiner Meinung nach das »Menschsein« aus. Wir empfinden zwar Vergnügen und Lust, aber kaum echte Freude.

Eva über Adam

»Der Mann erscheint als Feind, der erst einmal beweisen muss, ob er nicht doch zum Freund werden könnte. Überall scheint Unterdrückung zu lauern, Unterwerfung, Sklaverei«

- Eva Herman, Das Eva-Prinzip, Seite 215

Anmerkung: Das Buch hat Eva Herman viel Aggressivität von Feministinnen eingebracht. Bei Kerner wurde sie sogar öffentlichkeitswirksam aus der Sendung dafür geworfen. Dabei spricht sie sich eben nicht für »Frauen zurück an den Herd« aus, sondern befürwortet eine Versöhnung der Geschlechter. Auch wenn der Feminismus noble Ziele verfolgen mag, so hat er eben auch eine Spaltungsdynamik zwischen Männern und Frauen geschaffen, statt die Geschlechter einander näher zu bringen.

Links IV

PDF Kalender zum selber ausdrucken
Na das habe ich doch gesucht. Da ich selber keine Zeit hatte mir mal wieder einen zu bauen. Dann ist man auch nicht mehr auf die Werbegeschenke angewiesen.

Gerhard Zwerenz in der Ossietzky fragt sich, ob Oskar Lafontaine zur Bundestagswahl vielleicht ypsilantiert wird?

Die marxistische Zeitung der Funke betont, dass gewaltbereite Neonazis kein alleiniges ostdeutsches Phänomen mehr sind, sondern längst im Westen Deutschlands angekommen sind.

Und zum Abschluss: Eine Übersicht interessanter Texte und Publikationen der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

ZG-Blog: Zwischenbilanz

Unseren Blog gibt es nun seit September 2008, insofern wäre zum September 2009 eine einjährige Bilanz zu ziehen. Aber ich dachte mir, was solls, füttere ich euch  schon vorher mit ein Paar Zahlen und Hintergründen. Hatten wir im September 2008 noch durchschnittlich ganze 14 Besucher pro Tag (Besucher, keine Hits), hat es sich seit März 2009 auf ca. 300 pro Tag eingependelt. Das macht monatlich ca. 8000–9000 Besucher auf dem Blog. Ich bin zwar kein Zahlenfetischist, da es mich freut wenn auch nur eine® durch einen Artikel zum Nachdenken angeregt oder inspiriert wird, trotzdem habe ich nichts gegen eine steigende Besucherzahl einzuwenden. Weiterlesen →

Im Augenblick liegt die Ewigkeit

Weiche, melancholische und zauberhafte Leichtigkeit. Leben im Sein. Spontanes Tätigsein als Ausdruck wahrer Lebensfreude. Die fabelhafte Welt der Amelie und der französische Musiker Yann Tiersen, der den Soundtrack zu dem Film gemacht hat, sind für mich immer wieder sehens — und hörenswert. In jeder Lebenslage.

Neusprech: Krankheit

»Es geht nicht, dass sich jeder bei Kopfschmerzen drei Tage krank schreiben lassen kann. Die ersten drei Krankheitstage sollten auf den Urlaub angerechnet oder nicht mehr bezahlt werden.«

- Klaus-Peter Meinzer, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Mittelstands — und Wirtschaftsvereinigung bei netdoktor.de am 13. Juni 2006

Die Krankheit wird gemeinhin als eine unerwünschte Einschränkung bzw. Benachteiligung des Menschen gesehen. Sie wird als eine negative Zustandsform betrachtet, welche die eigenen Fähigkeiten beeinträchtigt. Das nicht Vorhandensein von Harmonie und Glück wird als Krankheit definiert. Im marktradikalen Deutschland wird die Krankheit sprachlich und ideologisch auf eine fehlende Funktion reduziert, da der Lohnarbeiter nicht mehr ganz (oder eben nur teilweise) fähig ist, einer bezahlten Arbeit nachzugehen. Weiterlesen →

ZG-Rückblick: Few-Multiplayer-Offline-Games

Die Wochenenden im Juni waren vom Wetter her doch sehr durchwachsen, also was gibt es schöneres als alleine ein fesselndes Computer-/Videospiel zu zocken? Mit Freunden zocken! Oder gibt es da etwa gar keine Auswahl, weil die Spieleindustrie gar nicht interessiert ist, dass mehrere Leute zusammen nur ein Spiel kaufen? Weiterlesen →

Links, linker, am linkesten

»Fällt das Bündnis eher links aus, geht es den Reichen an den Kragen. Fällt es eher rechts aus, schrumpfen die Staatsausgaben und steigt die Mehrwertsteuer«

- Rainer Hank in der FAZ.net vom 28. Juni 2009

Anmerkung: Ein Bündnis sollte in der Regel ja mindestens aus zwei Parteien bestehen, oder? Wen, außer der Linkspartei, sieht Herr Hank denn noch als links an? Die pragmatischen Grünen, die zum Machterhalt eh alles mitmachen würden (schwarz/grün)? Die SPD, die seit Jahren links blinkt und rechts fährt? Den Reichen wird es niemals »an den Kragen gehen«, solange bezahlte Lobbyisten, skrupellose Karrieristen und pöstchengeile Politiker sich im Bundestag tummeln. Nach der Wahl wird es ein sehr grausames Erwachen für viele Bürger geben.