Im Jahre 2015...

...beschließt die deutsche Bundesregierung die Gründung eines sog. Integrationsministeriums. Fortan sind alle in Deutschland lebenden Ausländer und alle Menschen die einen Migrationshintergrund haben, verpflichtet, sich einmal jährlich bei der Behörde zu melden. Wer nicht erscheint, wird relativ zeitnah in sein »Ursprungsland« abgeschoben werden. Selbst wenn er oder sie bereits in der dritten Generation in Deutschland lebt. Jährlich wird nun von Ministeriumsmitarbeitern mit weitreichenden Kompetenzen, überprüft, ob in Deutschland lebende Ausländer, erwerbslos, kriminell oder anderweitig »auffällig« geworden sind. Wer »auffällig« geworden ist, z.B. die deutsche Sprache nicht beherrscht, wird ohne großes Zögern mitsamt seiner Familie in sein Ursprungsland abgeschoben werden.

Frage: Würde diese Politik großen Protest oder eher heimliche Zustimmung in der deutschen Bevölkerung auslösen?

Frage: Wo fängt Fremdenfeindlichkeit an?

Das RTL-Phänomen

Der Privatsender RTL schafft es, seine Zuschauer an sich zu binden. Wer mehr als drei RTL-Sendungen pro Tag schaut, guckt meist keinen anderen Kanal mehr. Zugegeben, meine Einschätzung ist eine sehr subjektive Betrachtung. Wenn ich jedoch mein privates Umfeld betrachte, dann gibt es für so einige keinen anderen TV-Sender mehr als RTL. Dabei bringt der Privatsender Formate, die jedem halbwegs gebildeten Menschen die Achselhaare zu Berge stehen lassen. Weiterlesen →

Nichtgesichter

Kaltgeifernde Giergesichter
verbreiten das menschlose Glück
der Tothüllen

Spiegelbleiche Leergesichter
verbeißen sich in den Fetisch
der Gleichmacherei

Aufgepfropfte Nutzgesichter
verbrauchen die seelenfreien Bilder
der Lieblosmaschine

Schmalzvergoldete Lammgesichter
verlieben sich in die Fratze
der Ich-Welt

ZG-Rückblick: 2011

Bevor man die Einleitung für einen so wichtigen Rückblick schreiben will, sollte man auf jeden Fall vermeiden, die Texte aus den letzten Jahren zu lesen... Ja gut, danke für die späte Währung Warnung. Aber es ist ja auch nicht so, dass ich hier pro Zeile bezahlt werde. Will ja auch nicht alles vorwegnehmen. Also lasst die Rückblicke beginnen: Weiterlesen →

The Year in Pictures I‑III

The Big Picture von boston.com zeigt wieder das Jahr in Bildern.

Einige können einem sehr nahe gehen. Es gibt eindeutig zu viel Leid auf der Welt. Bitte umgehend ändern. Danke.

Falls die Links nicht funktionieren, findet Ihr hier alle Posts: www.boston.com/bigpicture

 

Frohe Weihnachten 2011

Die ZG-Redaktion wünscht allen Lesern ein besinnliches Weihnachtsfest. Lasst es ordentlich mit eurem neuen 3D-Flachbildschirm krachen oder lehnt euch zurück und genießt die kleine Pause.

Wie ihr bestimmt schon gemerkt habt, gibt es heute keine Kritik an Politik, Gesellschaft oder den Menschen. Bis 2012 lassen wir es im ZG-Blog noch etwas entspannter laufen, um dann wieder gestärkt durchzustarten.  Und da ich mit einer Katze begonnen habe, sollte man auch mit einer aufhören: Simon's Cat!!

Eventtrauer

Nordkoreas Diktator Kim Jong Il ist verstorben. Unsere bürgerlichen, neoliberalen Einheitsmedien nutzen die Gelegenheit, um Nordkorea nieder zu machen:

So wenig die Welt dem Kim nachweint, so sehr tun es seine Landsleute. Bis zum 29. Dezember sollen die Nordkoreaner um den Geliebten Führer trauern, hat die Regierung angeordnet.

- Frankfurter Rundschau

Fernsehbilder zeigen Hunderte weinende Menschen, die vor Porträts Kim Jong Ils auf dem Boden knien.

- SpiegelOnline

Zum Tod von Kim Jong-il setzen Nordkoreas Staatsmedien ganz auf Propaganda. Bilder von teils ekstatisch Trauernden sollen In- und Ausland zeigen, wie sehr die Menschen hinter dem Verstorbenen stehen.

- FAZ

Ist uns das unbekannt? Die Kollektiv-Trauer, das Massen-Schluchzen, das Event-Weinen wird jedesmal neu zelebriert, wenn ein Prominenter oder ein Mensch der in der Öffentlichkeit stand, verstorben ist. Auch bei Terror-Anschlägen wird das von der Bevölkerung und den Medien erwartet. Ich erinnere nur an Michael Jackson, Robert Enke, Steve Jobs oder die tagelange TV-Dauerheulpropaganda vom 11. September 2001. Ob die Bilder der trauernden nordkoreanischen Bevölkerung inszeniert sind oder nicht, können wir schwer beurteilen. Sich aber moralisch über Nordkorea zu erheben, obwohl man selbst regelmäßig der Event-Trauer frönt, ist bigott. Wir sind eben die Guten und sie die Bösen.