Seit einiger Zeit entdecke ich immer häufiger Artikel und Beiträge, in denen weibliche Personen in der Öffentlichkeit über Liebe, Beziehungen, Sex oder Dating reden und schreiben. Häufig mit einem süffisanten Unterton, der in aller Regel lautet, dass die Männer an allem schuld sind und das die Welt für die Frauen so ungerecht sei. Allzu häufig bleibt die emotionale Beweisführung unwidersprochen stehen. Das will die Leserinnen-Zielgruppe wohl so. In dieser Reihe möchte ich ausgewählten Beiträgen eine männliche Perspektive hinzufügen.
Vorwort
In dieser Rubrik geht es mir nicht darum, Männerhass mit Frauenhass zu beantworten. Ich will auch nicht der Spaltung zwischen den Geschlechtern das Wort reden. Das wird auf beiden Seiten schon viel zu viel gemacht. Mir geht es darum, aufzuzeigen, wie vor allem die vermeintlich woke-urbane Karrierefrau von heute, sich dem Neoliberalismus hingegeben hat und dabei glaubt, emanzipiert oder gar feministisch zu sein.
Ganz im Gegenteil sind Narzissmus, Egoismus und Männerverachtung nur weitere Bausteine des »Teile und Herrsche« — Prinzips. Insofern: nicht diese Rubrik spaltet, sondern der ständige Männerhass. Ich bin in diesem Fall nicht die Botschaft, sondern nur der Botschafter. Und damit am Ende nicht wieder behauptet wird, dass sei ja alles »nur gefühlt«, dient diese Rubrik als Protokollierung der Zustände.
Weibliche Unterverantwortlichkeit
Auf der »re:publica 26« gab es einen Vortrag mit dem Titel »Twitch statt Therapie? Wie neue Digitalformate junge Männer erreichen«. Es ist zwar löblich, wenn einmal die Fakten zitiert werden ‑nämlich, dass von allen Gewaltaten primär Männer betroffen sind- am Ende bleibt aber leider auch diese Debatte an der Oberfläche kleben.
Warum sprechen hier eigentlich wieder zwei Frauen und ein Mann über dieses Thema? Warum nicht drei Männer? Umgekehrt wäre das ganz sicher der Fall. Wenn es um »Gewalt an Frauen« geht, würden ganz sicher drei Frauen darüber sprechen. Allein das zeigt doch schon wieder, wie ernst man die männliche Perspektive nimmt.
Denn weder wird die systematische Benachteiligung von Jungen an Schulen, die weiblich-politische Unwillligkeit, auch Männer als Opfer sehen zu können, noch der überwiegende männliche Anteil an allen Drogenkranken und Obdachlosen, thematisiert. Von millionenfachen Zahlvätern, die via Unterhaltszahlungen in den Ruin getrieben und gleichzeitig ihre Kinder nicht sehen dürfen, ganz zu schweigen.
Stattdessen quasselt man lieber über »Einzelfälle« von Männern, die Opfer von häuslicher Gewalt geworden sind. Oder man schiebt die Verantwortung wieder indirekt den Männern zu, weil sie ja die Hilfsangebote kaum wahrnehmen würden. Immerhin wird zugegeben, dass es die für Männer sowieso kaum gibt.
Das Frauen generell schwache, kranke und unsichere Männer ‑jedweder Art- maximal unattraktiv finden, und das die meisten Männer das auch instinktiv wissen und primär deshalb damit nicht hausieren gehen — darüber wird lieber nicht gesprochen.

Fantasy World
Beim Tagesspiegel betreibt Frau weiterhin absoluten Qualitätsjournalismus, der sich offensichtlich gut klickt:
- »Tabuthema Analsex: Im Schwarzwald gilt das als kinky, in Berlin ist das fast schon normal« (Stella Hombach)
- »Gehört der Griff an den Hals zum Sex?: Wann das Vergnügen durch Choking zum Risiko wird« (Stephanie Kossow)
- »Meine erste Orgie: 80 Frauenkörper, miteinander verschlungen« (Amelie Gante)
Muss ich das jetzt wirklich inhaltlich analysieren und kommentieren? Gibt es noch so etwas wie moralische, ethische oder journalistische Standards, lieber Tagesspiegel? Oder ist euch mittlerweile alles egal, Hauptsache, es bringt Klickzahlen und Aufmerksamkeit? Aber dann wundert euch bitte nicht, wenn euch immer weniger Menschen lesen wollen. Integrität und Authentizität gehen anders.
Ich frage mich weiterhin, was so passiert, wenn ich als Mann solche Artikel in den Altmedien veröffentlichen würde? Ob dann chronische Männerhasserinnen, nach dem sprichwörtlichen Salz in der Suppe suchen würden, um mir größtmöglichen Frauenhass und Sexismus zu unterstellen?
Narzissmus ist Feminismus
Heidi Reichinnek hat die Rapperin Ikkimel interviewt. Letztere hat Sex sells zur Perfektion gebracht. Ihre Musikvideos sind hart an der Porno-Grenze. Garniert mit ganz viel rhetorischer Grütze. Für die dauerplappernde Heidi Reichinek ist das aber keine Reduzierung der Frau auf ihr Äußeres und auch keine Verobjektivierung der Frau, sondern Selbstbestimmung und Feminismus. Was auch sonst.
Wer das ständige Zeigen von nacktem Fleisch und das ständige Reden über Sex kritisiert, betreibt natürlich nur Hate, ist rechts und ein Ewiggestriger, so der Tenor im Interview. Berechtigte Kritik scheint es in diversen linken Kreisen nicht mehr zu geben. Nur Zustimmung oder Hate.
Was würden eigentlich die Feministinnen vor 40–50 Jahren dazu sagen, wenn heute Frauen behaupten, es sei »Feminismus«, wenn Frauen ihren Körper verkaufen? Soll die Anbiederung an den neoliberalen Warencharakter wirklich linker Feminismus sein?
Weibliche Befindlichkeiten (1)
Weibliche Befindlichkeiten (2)
Weibliche Befindlichkeiten (3)
Weibliche Befindlichkeiten (4)
Weibliche Befindlichkeiten (5)
Weibliche Befindlichkeiten (6)
Man muss die druchideologisierten Medien aufgeben. Das wird nichts mehr. Und man wird damit beginnen müssen, die Sekte auszulachen. Ihr Kirchentag – die “re:publica” – ist lächerlich, die dargestellten Sekteninhalte gaga. Ja, das spaltet. Das ist nicht zu ändern. Denn das einzige, was die Sekte ausser Abwenden akzeptiert ist Unterwerfung. Und da lache ich den Quatschverein lieber aus.
So wie Du dabeibleibst, darüber zu schreiben, bleibe ich dabei, zu kommentieren: das ist alles nur oller Käse, der mit dem Großteil der Frauen nix zu tun hat. Sollte man tunlichst ignorieren. Oder nicht lesen bzw. das Blatt abbestellen. Wenn keiner drüber redet, verschwindet so ein Kram auch bald wieder in der Versenkung, wo er hingehört.
Was nichts daran ändert, daß heutzutage allüberall nur noch Schwachsinn publiziert wird. Falls hier jemand im ÖD arbeitet oder Leute kennt, die das tun: die bekommen vom Arbeitgeber Angebote, ihr Leben zu regeln (woke und unnötige Aufmerksamkeit für Dinge, die an den Haaren herbeigezogen wurden), die obigem Schwachsinn in nichts nachstehen. Das muß man halt auch einfach ignorieren. Alternativ kann man natürlich versuchen, beim Personalrat dafür einzutreten, das so etwas wieder abgeschafft wird. Aber damit outet man sich nur als Normalsterblich, was ja heutzutage schon dazu führt, daß man vom Verfassungsschutz beobachtet wird.
Auch so etwas also: aussitzen. Irgendwann wird auch das alles Geschichte sein.
Ich stimme Tiffany in sofern zu, als es medial eine extreme Selektion in diese ungute Richtung gibt, die man getrost ignorieren kann (oder dokumentieren wer mag).
Etwas anders sieht es nach meiner Erfahrung in Partnerbörsen aus wo es ein allgemein verbreitetes Missverhältnis von Anspruch zu Wirklichkeit gibt und es an einfachsten zwischenmenschlichen Umgangsformen mangelt. Das muss man natürlich auch relativieren, denn eine Partnerbörse stellt auch schon eine starke Vorselektion dar und ich bin mir ziemlich sicher, dass es auf der Seite der Männer nicht viel besser aussieht, nur anders. Nur im Mangel an Empathie und Umgangsformen dürften sich alle Seiten nicht viel nehmen.
Während der Corona-Plandemie wurde ein Experte (sinngemäß) gefragt:
»Würden wir überhaupt etwas bemerken, wenn nicht jeden Tag in den Medien darüber berichtet würde?«
So ähnlich geht es mir mit der Geistes- und Geschlechtskrankheit namens »Femidingsbums«.
In der Familie: Alle Frauen normal.
In der Nachbarschaft: Alle Frauen normal.
Auf der Arbeit: Bis auf ganz ganz wenige Ausreisser alle Frauen normal.
Nur die Schrott- und Propagandamedien sind voll mit diesen hasserfüllten Geisteskranken und Angstgestörten.
Meine Beobachtung.
Der Beitrag arbeitet mit vorschnellen Verallgemeinerungen (›Karrierefrauen‹, ›Männerhasserinnen‹) und einer polemischen Sprache, obwohl eingangs betont wird, keine Spaltung zu betreiben.
Auffällig ist zudem ein Spannungsverhältnis zwischen dieser Absicht und den tatsächlichen Formulierungen im Beitrag. Begriffe wie ›quasseln‹, ›rhetorische Grütze‹, ›Männerhasserinnen‹ oder Formulierungen wie ›dauerplappernde Heidi Reichinnek‹ wirken eher abwertend als analytisch.
Auch die Aussage zu ›millionenfachen Zahlvätern im Ruin‹ lässt sich jedenfalls nicht aus diesen Destatis-Daten entnehmen.
Dadurch wird der Anspruch auf eine ausgewogene Analyse eher geschwächt.
DAS ist ja ein ding!
WAS ein zufall!
hatte mich in den letzten tagen recht intensiv (ja, auch ich moderat fleischfressende, übertrieben kartoffeln konsumierende, kleinstverbrennerfahrende, auch im 63. existenzjahr noch überzogene CO²-emissionen absondernde, alter, weißer sack interessiere mich für junge interpreten und bands!
bin sogar fan einiger rapperinnen und rapper, so zB von Morgain und Kilez More.
es gibt in diesem genre echt kreative, mutige, freie, freche, hochkritische künstler zu bestaunen und immer wieder neu zu entdecken.
thema Ikkimel — über die ich ebenso manchmal nur den kopf schütteln, wie sie ein andermal ganz witzig finden kann:
für mich ist das ganz einfach:
penetrant getrieben-ideologisierende (pseudo)linke (wer könnte solche figuren treffender verkörpern als die Reichinnek) liegen mit Ikkimels stilisierung zur feminismus-ikone einfach mal genau so bescheuert daneben wie (rechts)konservative (heuchlerische protagonisten hier etwa Tychy, Reichelt oder Broder), die in ihr die inkarnation der hypersexualisierenden totengräberin des »zivilisierten abendlandes« und den unwiderbringlichen verlust dessen angeblicher werte erkennen wollen.
nachtrag, da editierzeit abgelaufen war:
ergo: nix da kultfeministin, nix da volksverderbnis zum quadrat:
die kassiert einfach nur mal ‑und das ganz unironisch, ganz unfeministisch, knappst bekleidet und ganz ungeniert- so richtig fett ab, die selbsernannte beste dützsche rapperin aller zeiten mit sternbild fotze, aszendent bitch.
@Tiffany @orinoco
»Wenn keiner drüber redet, verschwindet so ein Kram auch bald wieder in der Versenkung, wo er hingehört.«
Schön wärs! Das Gegenteil ist ja der Fall: diese Beiträge erreichen mitunter ein großes Publikum, deshalb gibt es sie vermutlich eben auch. Das wird die alle natürlich total jucken, wenn so ein Pupsblogger wie ich das zukünftig ignoriert.
Mich juckt es dennoch jedesmal in den Fingern, den Sermon zu kommentieren. Ob ignorieren und aussitzen zielführend ist, weiß ich nicht. Ich reinige und erde mich, wenn ich mich damit inhaltlich befasse und meine Position dazu formuliere. Seht es als Eigentherapie.
@Paul
Ja, fair. Kann man so sehen, wenn man wieder das Salz in der Suppe suchen will. Ich kann eben auch nicht aus meiner Haut.
@Holger
Ja, leider ist für viele die Medienrealität gleichbedeutend mit der Alltagsrealität geworden. C war dafür das beste Beispiel. In diesem Sinne sollte es nicht verwundern, wenn immer mehr Frauen »Only Fans« als Feminismus bezeichnen. Wird uns ja so in den Medien verkauft.
@epikur:
der gute @Paul suchte einmal mehr nicht das salz, sondern das haar in der suppe.
wobei er dieses mal durchaus akzeptabel fündig wurde, wie du oben auch anerkannt hast.
deine beiträge erheben sicherlich nicht in erster linie anspruch auf objektivität und correctness.
mir ist das einmal mehr recht so, weil ich weiß, wie du tatsächlich tickst.
für mich sind eben genau jene polemischen sequenzen das salz in der typischen, schillernd-scharfwürzigen zg-soljanka!
Ich arbeite mich gerade auch allzu gerne an Ikkimel ab, aber eher, weil sie irgendwie für nichts steht. Nur das übliche Haltungsgedöns, das sie bei »Heidi ungescriptet« (grunz!) ablassen kann. Dazu ihre Musik, die so richtig generische Hardcoretechno-Soße ist, und dazu der pornöse »Skandal»nudeleffekt, der übelst profan rüberkommt. Wenn ich das schon an Männern nicht cool finde, muss ich das bei Frauen erst recht nicht. Wirft halt kein gutes Bild auf ein Geschlecht, das sich über Sexualisierung und Co. aufregt, aber bei sich selbst abfeiert, aber auch durch den medialen Hype dazu angestachelt hat und kein grundsätzlicher, weiblicher Wesenszug ist. Ich kann mich nur an das »Bumsdrossel«-Klischee erinnern, dass so manches Mädel gerne mit allerlei Männern ins Bett stieg, aber das hatte sicher nicht diesen hyperfeministischen Vibe, der heute so ausgetragen wird. Und dazu wirkte es feministischer als diese Tagesspiegel- oder FUNK-Tanten, die ihrer Yoni huldigen (grunz!).
dankeschön, @Sascha!
du hast das auf den punkt gebracht zum thema Ikkimel, was mir noch gefehlt hat, um den hype einzusortieren.
dennoch ist da was, dass ich nicht recht verstehe, das mir aber im kopf herumspukt und penetrant meint:
irjendwat hat die olle aber doch...??
@ mo
»irjendwat hat die olle aber doch...??«
Sie hat Brüste und wirkt sexwillig?
Bist halt auch nur ein Mann.
Ehrlich gesagt kannte ich Ikkimel bislang noch nicht. Hab mir jetzt ein Video von ihr angesehen und finde es, nun ja, ziemlich banal und ganz und gar nicht shocking. Gepresstes Piepsestimmchen. Irgendwie wie eine Ente, die von einem anatrophoben Sadisten qualvoll in einem Blecheimer stranguliert wird. Langweilige Texte. Dazu aber reichlich stramme muskulöse Männerfleischpasteten garniert mit ein paar XXXXL-Titten. Ich bin ein mittlerweile ergrautes Kind der Punk und New Wave und No-wave und No-No-Wave Generation. Ich bin härteres gewohnt. The Slits, The Hookers, Diamanda Galas, Throbbing Gristle, SPK und andere. Da gab es auch Videos, Concerts und Plattencovers in denen das Thema Sex sehr provokant dargestellt wurde und die von den damaligen stockkonservativen, teils regelrecht protofaschistischen Shitbuergern als Zeichen für die bevorstehende Ankunft des Antichrist begrunzt wurden. Wirklich zum Teil extremely heavy stuff. Vor allem die Videos von SPK oder T.G. Aber im Gegensatz zu diesem substanzlosen Rumgehoppe und Rumgepoppe akustisch agonieverstärkt durch Ikkimels Gefiepse waren das damals noch echte Künstler und Avantgardisten. Man konnte künstliche Leidenschaft und Kreativität spüren, was bei Ikkimel definitiv völlig im Argen liegt.
@Wolfgang S‑G
dank auch an dich — ein weiterer treffeder beitrag zum thema, dem ich in vielerlei hinsicht zustimme.
@Holger
na klar doch — haste recht. bin ooch nur een kerl, wenn ooch längst rocker spätlese.
wobei mich gar nicht mal so stark ihre körperlich-weiblichen attribute;-) ansprechen.
ihr gesicht fasziniert mich: nicht allgemein-klassisch schön, dafür bemerkenswert facettenhaft.
dazu diese »hm-nö-prollgören-mimik«...
wobei natürlich bestimmte filter, aber vor allem auch hairstyler und make-up-profis vieles dazu tun, sie optisch variantenreich abzubilden.
und sie hat wohl sommersprossen!
die leider unter der schminke meist nicht zu sehen sind.
und DAS hat mich bei frauen schon immer schwach gemacht...
jut, schluss jetzt damit, ick treibe zu weit ab off-topic; sonst zürnt mir cheffe!

betrifft:
Frau Fernandez, weitere opfer:innen und heuchlerische linke dauerempörung...
ein kommentar
von Nicolai Binner
https://youtube.com/shorts/6EjvySPeT8A?is=ODCyinoIyFmT5gO9