Afghanistan, Irak, Libyen — wo ist sie hin? Die Demokratie?

»Wir kamen, wir sahen, er starb.«
US‐Außenministerin Hillary Clinton nach dem Tod des libyschen Diktators Gaddafi

Alle drei Länder wurden vom US‐Militär mithilfe von geheimdienstlichen »verdeckten Operationen« sowie ihren willigen Helfern in die Steinzeit gebombt. Sie wurden befreit. Nun gibt es mangelhafte medizinische Versorgungen. Keine funktionierenden Sicherheitsstrukturen. Durch Uran‐Munition verseuchte, radioaktive Gebiete und somit stark ansteigende Krebs‐Infektionen. Bürgerkriegsähnliche Zustände, in denen Milizen und Warlords regieren. Zerbombte Häuser, Straßen, Schulen und Krankenhäuser. Kaum Strom oder sauberes Wasser, geschweige denn genug Lebensmittel. Wo sind sie denn nun, die Demokratie, der Frieden und der Wohlstand, die man mit Bomben herstellen wollte?

Die inflationäre Bezeichnung »Failed States« unterschlägt regelmäßig die Hauptverantwortung von imperialistischen Aggressoren, die Länder ohne Rücksicht auf das Völkerrecht in die Steinzeit bomben und dann anschließend behaupten, es gebe vor Ort Bürgerkriege, Misswirtschaft und Korruption. Sie seien also »Failed States«.

»Der Krieg gegen den Terror hat allein im Irak, Afghanistan und Pakistan zu 1,7 Millionen Todes‐Opfern geführt.«
IPPNW‐Report »Body Count — Opferzahlen nach zehn Jahren Krieg gegen den Terror«