»Blackout« (2)

Rund 50.000 Haushalte sind im Berliner Südwesten seit Samstag, dem 4. Januar ohne Strom. Grund dafür sei ein Brand-Anschlag. Keine Toilette. Kein Fahrstuhl. Kein Kühlschrank. Keine Heizung. Kein Licht. Keine S‑Bahn. Keine Ampeln. Kein Supermarkt. Keine Banken. Nichts geht mehr. Der »Blackout« soll fast eine Woche dauern. Im internationalen, gleichgeschalteten Mediengewitter von »Trumps brutalem, völkerrechtswidrigen und unprovozierten Angriffskrieg auf Venezuela« (oder nicht?) geht das leider unter.

Was wurde ich vor Jahren noch überall belächelt und ausgelacht, wenn ich den Leuten erzählt habe, dass man sich auf solche Szenarien wenigstens ein bisschen vorbereiten sollte. Kerzen. Taschenlampen. Batterien. Heizdecken. Winter-Schlafsack. Ausreichend Wasser und Lebensmittel. Power Bank. Ich sei ja so ein »rechter Verschwörungs-Prepper«, der an »die Zombie-Apokalypse« glauben würde. Tja.


»Blackout«

Umerziehungsmaßnahmen

Dieser Tage ist vermehrt zu lesen:

»Kerzen, Kurbelradio und Campingkocher: Wenn der Strom ausfällt, sollte man eine Notausrüstung im Haus haben. Das gilt in diesen Zeiten mehr denn je«

tagesschau.de vom 15. Oktober 2022

Noch vor rund einem Jahr hieß es jedoch unisono:

»Prepper: Die Nähe zu Verschwörungserzählungen, die Sehnsucht nach Dystopie, der rechtsextreme Waffen- und Gewaltdurst.«

sueddeutsche.de vom 9. April 2021

Will die Bundesregierung folglich nun alle Menschen zu Nazis und Verschwörungstheoretikern umerziehen? Oder waren wir schon immer im Krieg mit Ostasien? Oder war es Eurasien?

Es muss nicht immer gleich die Zombie-Apokalypse oder der »Blackout« sein. Es genügt, wenn für drei Tage die Bankautomaten oder die Supermärkte schließen. Die »demokratische Zivilisationsdecke« ist dünn. Das sehen wir bei der Hetze gegen Andersdenkende. Ich preppe übrigens schon seit einigen Jahren. Bis zur »Corona-Pandemie« wurde ich deshalb immer schief angeguckt oder sogar ausgelacht. Heute lacht Niemand mehr.


Prepper-Liste
Vorsorge für den Notfall