Tribute to Philip Seymour Hoffman from Andi Nation on Vimeo.
Schlagwort-Archiv: Film
Filmtipp: »Alphabet«
»Alphabet«, der dritte Film von Erwin Wagenhofer, ist ein stiller und leiser Dokumentar-Film, obwohl das Thema hochbrisant ist. Es geht um die moderne Schulbildung, das Leistungsdenken und die öffentlich propagierte alternativlose Zentrierung auf eine rein ökonomische Perspektive. Wagenhofer lässt unter anderem Arno Stern zu Wort kommen, der betont, dass in der Schule nur die Fächer Kunst, Sport und Musik notwendig wären, alles andere käme dann von ganz alleine. Der Film zeigt eindrucksvoll, dass es in unserem Bildungssystem nicht um die individuelle Entfaltung oder Selbstbestimmtheit des Kindes geht, sondern um die Abrichtung und Formung zu angepassten Arbeitsdrohnen. Empfehlenswert! Hier ein Trailer:
Meldung des Tages
Die großen Hollywood-Studios, wie Universal und Warner Bros., haben angekündigt, ab sofort nur noch ernste Filme zu drehen. Vorbei seien die Zeiten, so die großen Studios, in denen mit Belanglosigkeiten und Propaganda Geld verdient werde. Sie unterschrieben eine gemeinsame Erklärung, in der sie festhielten, fortan vor allem über Themen wie Wirtschaftskriminalität, Obdach- und Erwerbslosigkeit, Korruption, politische Lügen und Doppelmoral Filme zu drehen. »Wir wollen nicht länger das Surrogat der Weltbevölkerung sein, sondern zur Aufklärung und zur Herausbildung eines kritischen Geistes beitragen«, so die Unterzeichner. Sie seien überzeugt, dass mit den richtigen Drehbüchern, solche Themen auch bei den Zuschauern ankommen werde.
Am Rande der Nacht (F 1983)
»Tchao Pantin«, Regie und Buch: Claude Berri; mit Coluche (Michel Colucci), Agnès Soral, Richard Anconina, Philippe Léotard
Es ist selten, dass ein deutscher Titel die Grundstimmung eines Filmes besser trifft als der Originaltitel. »Tchao Pantin!« heißt so viel wie: »Tschüss, Trottel!« Das klingt zwar rotziger als der deutsche Titel Am Rande der Nacht, trotzdem fängt der deutsche die Atmosphäre besser ein. Denn Atmosphäre ist bei diesem Film von Claude Berri aus dem Jahr 1983 alles, vielleicht sogar die heimliche Hauptdarstellerin. Gäbe es einen César für Atmosphäre, dann hätte Am Rande der Nacht 1984 nicht fünf, sondern sechs bekommen müssen. Weiterlesen
Anime I — Prinzessin Mononoke

Da wir zu dem Thema »Anime« bis jetzt nur sehr wenig gebracht haben, schreibe ich mal ein paar Vorschläge, was man sich so angucken kann. Und damit ihr seht, dass es eine Außnahme ist, habe ich mal für Atmosphäre geschaffen. Keine Angst, es wird nicht zu viel und auch nicht auf einen Schlag. Weiterlesen
Filmzitate raten IV
Aus welchem Film stammt dieses Zitat?
»Sehen Sie sich um. Dann sehen Sie zwei Stadträte, einen Gewerkschaftsfunktionär, ein paar Cops nach Dienstschluss und einen Richter. Also, ich würde keine Sekunde zögern, Ihnen vor all diesen Leuten den Schädel wegzupusten. Das ist Macht die man nicht kaufen kann. Das ist die Macht der Angst«
Es handelt sich um einen ersten Teil, in dem das Thema Gerechtigkeit actionreich behandelt wird. Der zweite Teil war sehr erfolgreich. Der dritte Teil wird gerade gedreht.
Filmtipp: Station Agent
Als ich letztens mit meinen werten ZG-Kollegen italienisch essen war, kamen wir durch die fabelhafte US-Serie »game of thrones«, auf den kleinwüchsigen Schauspieler Peter Dinklage zu sprechen. In dem Film Station Agent vom Jahre 2003 spielte er die Hauptrolle.
Station Agent handelt von dem kleinwüchsigen Fin, der Eisenbahnen und Züge liebt, introvertiert ist und kein leichtes Leben als Mensch hat, da er nur ca 140 cm groß ist. Als er ein kleines Stationshäuschen direkt an der Eisenbahn erbt, gibt er sein bisheriges Leben auf und will fortan zurückgezogen und einsam dort leben. Doch immer wieder kreuzen der lebensfrohe Joe und die depressive Olivia seinen Weg, die er aber bald zu seinen neuen Freunden zählt.
Staton Agent ist ein ruhiger Charakterfilm im Stile eines »the Wrestler«, der tief berührt und ans Herz geht. Peter Dinklage beweist in diesem Film, was für ein großartiger Schauspieler er ist. Sehenswert!
Filmfreunde aufgepasst!
Wer mal wieder genug hat von Politik, Gesellschaftskritik und das ewige Lamentieren über ungerechte Zustände, der kann sich zur Abwechslung ja mal einen guten Film anschauen. Und damit ihr im Meer der Möglichkeiten nicht allein gelassen werdet, haben wir einige Empfehlungen für euch. Unsere Moviefans Rubrik hat zudem die meisten Gastautoren. Moussa, Sephi, Risingson, Roberto J. de Lapuente und alle Redaktionsmitglieder geben sich die Ehre. Schaut doch einfach mal bei den Moviefans vorbei.
Filmtipp: 72 Stunden — the next three days
Für mich gibt es immer weniger Filme, die ich als spannend, mitreißend oder »gut« befinden würde. Viele Charaktere handeln mir zu unglaubwürdig, sind zu glatt, zu stark, zu perfekt. Seit einiger Zeit gibt es jedoch einen Trend in der Filmbranche, die Hauptrollen menschlicher, also durchaus mit Schwächen zu versehen: »the Wrestler« oder »the big Lebowski« sind zwei solcher Filme. Die Serie »breaking bad« ebenso. Der Kinofilm »72 Stunden« mit Russel Crowe in der Hauptrolle wagt diesen Schritt zwar nicht ganz, ist dafür aber glaubwürdig und spannend inszeniert. Weiterlesen
Filmtip: the Road
The Road ist ein Film der den Titel »Endzeitfilm« wirklich verdient hat. Das Genre hat schon jedemenge Filme herausgebracht, aber nur sehr wenige haben es geschafft, die düstere und hoffnungslose Stimmung einer postapokalyptischen Welt einzufangen. Viele dieser Endzeitfilme haben stereotype Protagonisten (Waterworld, Postman, Book of Eli, Cyborg, Aeon Flux usw.) die in Hollywoodmanier platte Sprüche und dumme Witze reißen. Das Setting und das Aussehen der Charaktere ist vermeintlich cool und dient nur als Mittel zum Zweck. »The Road« geht an das Thema völlig anders heran und nimmt die postapokalyptische Welt sehr ernst. Dies verleiht dem Film eine einzigartige Atmossphäre. Weiterlesen