1. Wenn Du einsam bist oder seelische Probleme hast...
2. Wenn Du unter dem Leistungsdruck zusammenbrichst...
3. Wenn Dein Chef Dich von oben herab behandelt oder mobbt...
4. Wenn Politiker, Geschäftsleute und Werbetreibende Dich täglich belügen und betrügen...
5. Wenn Du Dich ein Leben lang für Andere kaputt geschuftet hast und dann eine Armutsrente bekommst...
6. Wenn Du ständig Überstunden machen musst und keine Zeit mehr für Familie und Freunde hast...
7. Wenn Du als chronisch kranker Mensch, als körperlich oder geistig Beeinträchtigter, als Erwerbsloser, als Rentner oder als vermeintlicher Ausländer ignoriert, diffamiert oder beleidigt wirst...
...dann sei nicht unzufrieden oder unglücklich. Wehre Dich nicht! Sei immer gut drauf! Belaste Deine Umwelt nicht mit Deinen Problemen! »Du darfst nicht alles gleich so negativ sehen!«
Zwangsoptimismus als Herrschaftsinstrument.
Kann es Authentizität in einer Welt voller Verkäufer, Marken, Images, Logos und Corporate Identitys überhaupt noch geben? Woran erkennt man, dass man ganz bei sich selbst ist und nicht fremdbestimmt handelt? Sich zu verkaufen, sich positiv zu präsentieren und zu inszenieren, unabhängig von der eigenen Gemütslage und Persönlichkeit, wird nicht nur in der Lohnarbeitswelt gefordert, sondern ist auch gang und gäbe im zwischenmenschlichen Bereich. Vielen geht das ins Blut über. Besucht man diverse Singlebörsen, präsentieren sich die Nestsucher von ihrer vermeintlichen Schokoladenseite. Sie möchten, dass ein verkaufsförderndes Bild im Persönlichkeitsmarkt über sie entsteht. Der Glaube an Marken, Bilder und Images hat zunehmend den Rang eines religiösen Dogmas.