
Es ist dumm.
Es ist absurd.
Es ist Zeitverschwendung.
Es macht überhaupt keinen Sinn.
Wir machen es trotzdem.
Weil wir es schon immer so gemacht haben.

Es ist dumm.
Es ist absurd.
Es ist Zeitverschwendung.
Es macht überhaupt keinen Sinn.
Wir machen es trotzdem.
Weil wir es schon immer so gemacht haben.
Like oder Nicht-Like. Daumen rauf. Daumen runter. Schwarz oder weiß. Gut oder böse. NATO oder Putin. Hype oder Shitstorm. Fleischfresser oder Veganer. Es gibt zwar US-Serien, die differenzierte Darstellungen von Themen und Charakteren zeigen, aber im politischen und sozialen Diskurs herrscht in aller Regel die eindimensionale Polarisierung vor. Es werden simplifizierende Weltbilder und vorurteilsbehaftete Erklärungsmuster geliefert. Narrative, die moralisch-emotionale Deutungskriterien bedienen, sachliche Argumente verabscheuen und tiefergehende Analysen ablehnen. Wissenschaftliche und akademische Herangehensweisen erzeugen im Aufmerksamkeitswettbewerb zu wenig Klicks, Reichweite und Quote. Die binären Erklärungsmuster entspringen einem absurden ökonomischen Zahlenfetischismus, der alles und jeden messen, zählen und statistisch verarbeiten will.