Mut zum schlechten Geschmack

»Mit einem unglaublichen Mut, den wahrscheinlich nur das Privatfernsehen mit seinem Zwang, Geld verdienen zu müssen, haben konnte, ging es in Richtung schlechter Geschmack.«

- Medienwissenschaftler Norbert Bolz über »10 jahre Big Brother« in der TAZ vom 11. januar 2010

Anmerkung: Ohja. Unglaublich mutig, billig zu produzieren, um den größtmöglichen Gewinn einzufahren. In Wahrheit sind auch nicht die halbwegs intelligenten Zuschauer die Opfer dieser völlig öden Klosendungen, sondern die Medienkonzerne. Sie stehen schließlich unter »Zwang« Geld zu machen, die Armen. Prosieben-Sat1, Bertelsmann, Burda, die WAZ-Gruppe, der Holtzbrinck-Verlag und der Axel-Springer Konzern würden ja so gerne endlich Qualität und Aufklärungsarbeit bringen, aber sie können nicht. Sie stehen unter dem unsäglichen Zwang Geld verdienen zu müssen.  Möchte sie nicht jemand von ihrem Leiden befreien?

Es geht ums Prinzip

»Kündigungen wegen kleiner Diebstähle sind nach Meinung der Präsidentin des Bundesarbeitsgerichts gerechtfertigt. Derartige Fälle hatten 2009 wiederholt für Aufregung gesorgt.«

- Meldung von Zeit.de vom 29. Dezember 2009

Anmerkung: Gerichtspräsidentin Ingrid Schmidt hat vollkommen Recht! Es ist und bleibt Diebstahl! Der Wert der gestohlenen Sache darf dabei ja keine Rolle spielen. Es geht hier ums Prinzip! Selbst wenn es, wie z.B. im Fall der liegengebliebenen Pfandbons der Kaisers-Kassiererin im Wert von 1,30€, nur ein Verdacht war. Weiterlesen →

Ein Appell an den Dieb

»Unbekannte haben am Eingangstor zum früheren KZ Auschwitz das Schild mit der Aufschrift »Arbeit macht frei« gestohlen. Zahlreiche Polizisten sind auf der Suche nach den Tätern. Von ihnen fehlt jede Spur.«

-Meldung von SpiegelOnline vom 18. Dezember 2009

Das ist doch eindeutig wer das war! Ein Anhänger der FDP! Schließlich sind bei dieser menschenfreundlichen Partei, die stets nur an das schwächste soziale Glied in der Gesellschaft denken, Arbeit und Freiheit die zentralen Begriffe: »Arbeit hat Vorfahrt«, »Arbeit muss sich wieder lohnen« oder »Aufbruch für mehr Arbeit« sind nur wenige Slogans der Freien Demokratischen Partei. Schon der Nachwuchs, die jungen Liberalen gehen mit geistigen Ergüssen dieser Art in die Offensive und schämen sich auch kein Stück dafür. Weiterlesen →

Gastbeitrag: Realsatire braucht keine Ironiesignale

Vor einiger Zeit starteten wir einen Aufruf zur inhaltlichen Verstärkung des Blogs und des Magazins. Nachdem uns einige Einsendungen erreicht haben, präsentieren wir heute einen ersten Gastbeitrag von Christian Klotz, der in seinem Blog meist kurze philosophische Aphorismen und rhetorische Spitzen zum besten gibt. In seinem heutigen Gastbeitrag schreibt er eine Satire über Armut und Reichtum. Weiterlesen →

Jonlajoie is back!

Für alle die den extrem gutaussehenden kanadischen Comedian schon vermisst haben, gibt es heute eine Fortsetzung. Diesmal beweist er sich als der große Shooter. Eine ironische Hommage an alle Möchtegern-Killer-Hiphopper-und-Obercoolen.  Hier haben wir ihn auf dem Blog schonmal vorgestellt. Damals hat  Kollege Todesglupsch noch davon gesprochen, dass er sich mit Jonlajoie so gut identifizieren kann :D

Bundestagswahl: Geht ’s schon los?

Irgendetwas im aktuellen Stadtbild ist anders als sonst. Ich glaube, irgendwer will, dass ich etwas ganz bestimmtes mache. Ich komme nur nicht darauf, was das sein kann... Naja, egal. Hauptsache es fällt mir vor dem 27. September wieder ein.

Dann fand ich aber im Fontblog eine Beitrag zu den aktuellen CDU-Plakaten (sehr interessant). In den Kommentaren dann ein Link, wo alle Claims der Parteien angerissen werden (auch sehr interessant). Und weiter unten kam dann noch ein Link zu einem Fotostream von Flickr: CDU Remix 09 (sehr lustig). Da ist für jeden etwas dabei.

Nachtrag: Und dann noch aus dem DesignTagebuch gefischt: Besprechung der Wahlplakate aller Parteien auf www.homopoliticus.de

Wir werden alle sterben!

Sie ist da! Die Schweinegrippe! Die Mainstream-Medien berichten nicht mehr panikartig über die Seuche. Das kann nur eines bedeuten: sie ist bereits unter uns! Journalisten, Redakteure, Fotografen — sie alle sind bereits besessen von dem grassierenden Todes-Virus. Ein weiterer Beitrag oder Artikel über die Jahrhundert-Pest, wird diese nur verstärken, quasi herbeireden. Das Beste ist also  fortan darüber zu schweigen. Trotzdem eines ist sicher: Wir werden alle sterben! ;)