Gedankenverbrechen (18)

(Laser Lurch / CC BY-NC-ND 4.0)

1.) Würden die etablierten Medien und die etablierten Parteien, genauso stark gegen das böse »Social Media« vorgehen, wenn sie dort eine größere Reichweite hätten, als alle Andersdenkenden zusammen?

2.) Die AfD ist das ultimativ Böse und sowieso an allem schuld. Bis heute war sie aber noch nie in einer politischen Verantwortung. Kann mir diese Logik mal bitte Jemand erklären?

3.) Warum gibt es in unseren Schulbüchern sowie in vielen historischen Publikationen, die Kriege behandeln, kaum bis gar keine Hinweise auf »friendly fire« und »Deserteure«?

4.) Wo sind eigentlich der »R‑Wert« und die »Inzidenzen« geblieben?

5.) Wofür sind eigentlich die rund 60 Bundeswehr-Soldaten in Afghanistan gestorben? Und was haben 20 Jahre Afghanistan-Einsatz eigentlich gebracht?


Gedankenverbrechen

11 Gedanken zu „Gedankenverbrechen (18)

  1. 1.) Nein. Es ist wie mit der 5%-Hürde. Wenn die SPD unter 5% liegt, plädiert sie für eine Grenze von 3%

    2.) Gegenfrage: Wenn die Opposition an allem Schuld ist, wofür haben wir dann eine Regierung?

    3.) Würde das nicht die Erzählung von Gut und Böse in Frage stellen? Würden die Bürger dann anfangen zu denken und sich der Kriegsteilnahme als Kanonenfutter entziehen?

    4.) Die wurden doch nur kurz benötigt, um die Leute mit wissenschaftlich klingendem HokusPokus abzulenken. Eine längere Nutzung hätte den Schmu sofort auffliegen lassen.

    5.) Im Zweifel für »die gute Sache«, wenn man keine Fakten hat. Außer geld für die einen und Tod für die anderen hat es nichts gebracht.

  2. 1. Selbstverständlich nutzen die Herrschenden die sozialen Medien um Einfluss zu üben, vermutlich mit höherer Reichweite als Andersdenkende. Der Nimbus des Anti-Establishments hilft bei der Beeinflussung der Menschen echt weiter. De facto sind die sozialen Medien aber fest in der Hand der Mächtigen, die auch den amerikanischen Präsidenten stellen und lenken.

    2. Das ist eine Drohung. Wenn die Beherrschten nicht tun, was die Herrscher wollen, werden die noch böseren Hunde von der Kette gelassen.

    3. Es gibt kaum Hinweise auf die negativen Folgen von Kriegen und wer profitiert. Konkret sind die Profiteure des zweiten Weltkriegs genau die deutschen Unternehmen, die die NSDAP bis zum Schluss unterstützt und ermöglicht haben, z.B. Rheinmetall, Deutsche Bank, Allianz und Bayer.

    4. Auf dem Friedhof für veraltete Propaganda.

    5. 35 von denen starben durch Feindeinwirkung, womit das Narrativ widerlegt ist, dass die Deutschen in Afghanistan so beliebt waren. Mit einem wesentlich kleineren Kontingent gab es Dänische Tote durch Kampfeinwirkung 43, was zeigt, dass die Deutschen nicht die aktivsten in Afghanistan waren. Kolonialkriege in Afghanistan waren halt bislang eher nicht so erfolgreich. Es starben übrigens in der gleichen Zeit 168.000 bis über 170.000 Afghanen durch Kampfeinwirkung. Wer hier der Böse war, ist eindeutig.

  3. @Kakapo3

    Zu 5.: Die Frage ist ja, was haben denn 20 Jahre (!) Bundeswehr-Einsatz wirklich gebracht? Das haben heute viele schon gar nicht mehr auf der Kette, dass der Einsatz 20 Jahre war (2001−2021).

    Mit welchem Ergebnis?
    Wofür das Ganze?
    Und mit welchen »Argumenten« werden bald die nächsten Einsätze »begründet«?
    Vielleicht könnte die deutsche Öffentlichkeit mal grundsätzlich über den Sinn und Unsinn solcher »Einsätze« reden oder zumindest laut nachdenken?

  4. 1. Ja. So lange, bis sie DIE EINZIGE dort zu vernehmende Stimme sind.

    2. Ist ein bischen wie mit der Imfunk:
    »Gott sei Dank habe ich Grüne/SPD/CDU/Linke gewählt. Wer weiß, was sonst alles passiert wäre.«
    Man muß schon ein bischen geistig behindert sein, um diese Logik verstehen zu können, aber dann ergibt das ganz sicher einen Sinn.

    3. Platzmangel?

    4. Sind in Orden und Auszeichnungen verwandelt worden.

    5. Viel spannender fände ich die Frage: Unter den 60 Getöteten waren genau wie viele Offiziere? Also die Ränge, die jetzt schon wieder geil auf Russenblut sind, den Krieg selber aber immer nur von weit weg erleben?
    In 20 Jahren Afghanistaneinsatz hatte die Bundeswehr wenigstens eine lockere Verbindung zum Kriegsgeschehen.
    Sonst würde man sie demnächst so ganz ohne Kriegserfahrung gegen die Russen losschicken. Training also.
    Außerdem gibt es jetzt weniger Bedenken gegen Auslandseinsätze. Ist ja jetzt normal geworden. Ich dachte mal, die Bundeswehr hat im Ausland nichts zu suchen und war nur als Landesverteidigung vorgesehen. Hat sich wohl erledigt.

  5. 1.) Gegen böse Bots muss immer gekämpft werden! Kein cm dem bösen Feind!

    2.) Das institutionalisierte Böse zwickt mit Zweifel und treibt mit defätistischen Schweinereien den Guten die armen hilflosen Schäfchen davon, die sodann orientierungslos ihre guten Hirten scheuen.

    3.) Friendly Fire passiert nur zugekifften Amis in Vietnam.
    Und wer will schon Ambrose Bierce‹ Geschichten aus dem Bürgerkrieg lesen? Das könnte doch nur die AfD wollen!

    4.) Da wo sie schon immer hingehörten: im Maßnahmepaket für nächstes Mal.

    5.) Wer in unerschütterlicher Disziplin und Härte sein Leben für ein Stück Blech riskiert, fragt nicht nach Sinn und Zweck.

  6. @epikur
    Für mich ist es eindeutig: Der Afghanistan Einsatz diente der Absicherung der westliche Hegemonie, Zerstörung Afghanistans als Rückzugsort für Gegner des Westens. Dies ist gelungen. Es wurde deutlich gezeigt, was mit Menschen geschieht, die es wagen sich gegen den Westen (USA) zu stellen. Guantanamo, die Verschleppungen, die vielen zivilen Opfer, alles Teil der strategischen Kommunikation. Wer sich wirksam gegen des Westen stellt, ist eine Leiche und das Land, das er nutzt wird zerstört. In diesem Sinne war der Einsatz ein Erfolg. Er endete, weil die Schwerpunkte sich geopolitisch verlagert haben.
    Aber schon der gesamte Einsatz und die Beteiligung Deutschlands waren davon geprägt, dass keine Information der Öffentlichkeit erfolgt, geschweige denn eine Diskussion. Gegenmeinungen fanden praktisch nicht statt. Der Meinungskorridor war extrem eng.
    Ja auch hier wäre eine Aufarbeitung sinnvoll

  7. @1) Es ist komplett anders herum! SM geht gegen menschliches Leben an sich vor und verhält sich dabei, wie konzentriertes Fentanyl. Das Problem, was die Politik damit hat, gibt es erst seit kurzem, seit sie da gemerkt haben, dass sie viel mehr dort hätten verdienen können oder zumindest jeder auch sein eigenes SM haben könnte, so wie Trump.

  8. zu 2.)

    widerspruch...
    und ja — das erkläre ich dir!

    die AfD=Nazi=NSDAP.*

    als solche war sie in Deutschland vom 3. januar 1933 bis zum 8. mai 1945, für gut 12 monate, an der ‑spätestens ab etwa mitte 33 sogar totalen- macht.

    wer das nicht versteht und 100prozentig deckungsgleich kommentiert, ist demzufolge ein dreckiger, abgrundtief hassenswerter ‑und mit allen (in letzter kosequenz ALLEN!) mitteln zu bekämpfender und zu eliminierender faschist nationalsozialistischer bauart.

    nur, wer das obige* mantra vollständig und zweifelsfrei verinnerlicht hat und demgemäß privat wie auch ‑und gerade!- öffentlich strikt haltung, nötigenfalls auch totalen gehorsam, bis hin zum äußersten, im dienste wahrer demokratie demonstriert , ist gut und gerecht und zukunftsfähig.

    nur solch*innen haben ein (relativ) freizügiges, (leidlich) angenehmes und (weitgehend) repressionsfreies leben (vorerst und bis auf weiteres noch ohne amtlich zertifizierten positiv-gesinnungsnachweis zu besitzen) in der schönsten, prosperierendsten, rechtsstaatlichsten und überhaupt aller-allerbesten BRD aller zeiten zu gewärtigen.

    WIR hassen den hass!
    WIR lieben die toleranz!
    WIR schützen friedomm änt dimokrätzie!

    Wir kríegen (impfen!) EUCH alle, ihr verdammten nazischweine!

  9. @mo

    Warum entwickelt Big Pharma eigentlich keinen »Impfstoff gegen Rechts«? Damit könnte man die Impfpflicht vielleicht doch endlich durchsetzen. Im Namen des Guten, Schönen und Gerechten!

    Nur so als Idee... https://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_cool.gif

  10. »als solche war sie in dtlnd vom 3. januar 1933 bis zum 8. mai 1945 für gut 12 monate...«

    bitte korrigieren...peinliche schreibfehler;

    es muss natürlich heißen vom 30. januar 33 bis zum 8. mai 45 für gut 12 jahre.

    danke!

    p.s.

    du solltest dir deinen genialen einfall schnellstens patentieren lassen, lieber @epikur!

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