Erwartungshaltung

ErwartungPassiv sein. Abwarten. Sitzen. Fordern. Kaum etwas ist so energieraubend, wie Menschen, die nicht sagen können (oder wollen), was sie wirklich möchten. Die auf das Glück und ihr Leben warten, statt es anzupacken. Gleichzeitig sind sie aber sofort mit Vorwürfen zur Stelle, wenn man nicht das sagt oder macht, was sie sich von einem erhoffen. Selbst bei einer direkten (Nach-)Frage wird häufig nicht mit der Sprache rausgerückt. Dennoch wird gejammert, gemosert und genörgelt, ohne einen ehrlichen Willen dahinter, den Status Quo zu verlassen oder seinen Horizont zu erweitern. Weiterlesen

Massenindividualität

Täglich werden uns Ideale, Dogmen, Normen und Werte eingeimpft. Unsere Vorstellung von einem »guten und gelingenden Leben«, hängt stark davon ab wie und was wir über bestimmte Dinge denken. Zu glauben, unsere Denkweise und Einstellung zum Leben würde in einem individuellen, luftleeren Raum entstehen, der nach außen hin abgeschirmt sei, ist naiv. Wir werden ständig beeinflusst und in unserem Denken geformt und genormt, auch wenn wir das verdrängen und so gerne an den Selbstbetrug der Einzigartigkeit glauben wollen. Weiterlesen

Die Masse Mensch

mustert
mauert
meint
stehend mit dem Tod

kauft
konsumiert
konkurriert
sitzend mit dem Tod

lacht
liebt
lebt
liegend mit dem Tod

(P:S: Ich sehe gerade, es gibt ein Theater‐Stück von 1919 mit dem Titel »Masse Mensch« von Ernst Toller über die soziale Revolution des 20. Jahrhunderts. Manche Gedankengänge scheinen zeitlos zu sein.)

Ganz normal

Ist es normal, nur weil alle es tun?

- Thomas D. von den Fantastischen Vier, »Ganz Normal« auf dem Album »die vierte Dimension«

Anmerkung: Das Argument, dass etwas doch normal sei, weil es eben die Mehrheit bzw. die Masse macht, hört man fast täglich in seinem Umfeld. Wenn also die Mehrheit mordet, dann ist das ganz normal? Nein, aber es macht doch die Mehrheit? Ab wann ist etwas normal, weil es alle tun und ab wann nicht mehr?