»Nazi! Hitler! Böse! Nazi! Hitler! Böse!«
Das ist das Niveau und das sind die »Argumente«, wenn man heute mit vielen Menschen über Putin, Trump oder die AfD redet. Bestes Beispiel hierfür: Tilo Jung. Die moralinsauren Freund-Feind-Schema-Analysen sind totalitär, infantil und grenzdebil. Hier gibt es nur Stigmatisierung und Feindmarkierung.
Die ständigen AfD-Putin-Nazi-Kontaktschuld-Vergleiche-und-Relativierungen der Mitte-Mainstream-Linksliberalen, verharmlosen nicht nur die echten Naziverbrechen, sondern bringen auch keinerlei Erkenntnisgewinn. Diese Denkfaulheit ist zudem ermüdend und eine ständige intellektuelle Beleidigung.
Der Extremismus der Mitte
Die Taz-Journalistin Ulrike Herrmann wirft der AfD »SA-Methoden« und die Verwendung von »NS-Parolen« vor. Nazi-Relativierungen, ‑Vergleiche und ‑Verharmlosungen, wohin man schaut. Die Altmedien und die Altparteien dürfen das ganz offensichtlich ungestraft machen. Wieder und immer wieder. Sie fordern Parteiverbote. Den Ausschluss von Wahlkandidaten. Kontaktverbote. Gremienausgrenzungen.
Cancel-Culture. Fristlose Entlassungen. Die Beobachtung des BSW durch den Verfassungsschutz. Und vieles mehr. Faktisch ist das der Radikalenerlass 2.0. Nur dieses mal nicht gegen links, sondern gegen alle Andersdenkenden und gegen rechts. Ich komme immer mehr zu dem Schluss: der eigentliche Extremismus ist in der sog. »Mitte« zu finden und eben nicht an den politischen Rändern.

Der Demokratie-Narzissmus
Wenn bei einer Wahl nicht das gewünschte Ergebnis herauskommt, dann ist »die Demokratie in Gefahr«. So sehen es jedenfalls die Altparteien sowie Frauke Brosius-Gersdorf.
Weil sie keine Richterin am Bundesverfassungsgericht geworden ist, schlägt sie nun seit Monaten wild um sich. Es sei ein »Ausnahmezustand« und eine »Krise« gewesen. Es habe großen »Schaden an der Demokratie« und am »Rechtsstaat angerichtet«. Es sei »frauenfeindlich« gewesen. Deshalb fordert sie nun eine »Klarnamenpflicht bei Sozialen Netzwerken«.
Merke: Demokratie ist, wenn die Bürger das wählen, was die Altparteien und die Altmedien für richtig halten. Alles Andere ist Populismus, Extremismus oder Faschismus. Der Frauke Brosius-Gersdorf-Fall offenbart, was die Etablierten von echten Wahlen, also mit einem unerwarteten Ergebnis, wirklich halten. Nämlich gar nichts.
Die Wirklichkeit verbieten
Altmedien und Altparteien reiten weiter das narrative Pferd der »gefühlten Wahrheiten«, der »diffusen Ängste« und das man den Menschen die Politik nur »besser erklären« müsse.
Das bleibt im Jahr 2026 weiterhin so realitätsfern wie absurd. Millionen von Menschen leiden in Deutschland, täglich und ganz konkret, unter den Mietpreisen, der Inflation, unter der Einschränkung der Meinungsfreiheit und der Cancel-Culture, unter steigenden Gesundheitskosten und den explodierenden Energiepreisen. Unter der gesellschaftlichen Spaltung sowie der maroden Infrastruktur. Und vielem mehr.
Wer natürlich in Berlin-Mitte in der Bio-Öko-Wohlfühl-und-Wohlstands-Bubble lebt, kann weiter seine kognitive Verzerrung pflegen und jeden, der den faktischen Wohlstandsverlust, die steigende Kriminalität und die Wirtschaftskrise thematisiert, wahweise als Populist oder Faschist beschimpfen. Um sich nicht mit Inhalten auseinandersetzen zu müssen. Ist ja auch furchtbar anstrengend.
Deswegen wurde das mit den Volksentscheiden über den EU-Verfassungsvertrag in den EU-Ländern auch ganz schnell beendet, nachdem sich das Volk als unberechenbar erwiesen hatte. Ebenso haben die Grünen 2019 die (direkte) Demokratie aus dem Programm gestrichen, weil das Volk zu oft (einmal in Hamburg) gewagt hat gegen die regierenden Grünen zu stimmen. Jetzt soll auch noch die letzte verbliebene Protestmöglichkeit — es gibt nur noch die Wahl zwischen der Weiter-so-Politik der Brandmauer-Allparteienkoalition und der Hoffnung, dass sich irgendwas und sei es zum schlechteren ändert jenseits der Brandmauer, also AfD oder BSW¹ — des unbotmäßigen Volkes geschleift werden.
¹ wobei das BSW irgendwie oben auf der Brandmauer sitzt und sich nicht so recht zwischen korrupt (Thüringen) und unbedeutend entscheiden kann.
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Ich bezweifle, daß es was mit Anstrengung zu tun hat, zumindest nicht in erster Linie. Viel wichtiger ist, daß die Inhalte nicht zur gefühlten »Wahrheit« passen bzw. die Leute nach einer solchen Auseinandersetzung feststellen müßten, daß sie nicht (mehr) im Recht sind. Und das geht ja gar nicht. Also lieber nicht mit den Inhalten auseinandersetzen und stattdessen ein inhaltsleeres »Weiter so!« proklamieren.
Das ist zwar genauso sinnfrei wie ein inhaltsleeres »Nie wieder!«, aber solange man damit durchkommt, macht man es halt...
[Lieber epikur, meine Technik kann keine Korrektur. Könntest Du bitte den obigen, verkorksten Kommentar löschen? DANKE.]
»und das man den Menschen die Politik nur »besser erklären« müsse«
Die Altmüllparteien sind deshalb so negativ gegen die AfD eingestellt, weil die AfD den Altmüllparteien ihre Politik nur noch nicht besser erklärt hat.
Die Umfragewerte der CDU können inzwischen unter einer Kartoffelknolle Hochsprung üben.
Viele sind schon so sediert, das sie gar nichts mehr begreifen können. Vom wachsenden Rest wird der hohle und schale Charakter des Wortmülls allgemein immer deutlicher durchschaut.
Politik und Mediensprech bestehen nur noch aus abgenutzten Floskeln und Phrasen. Die Plattitüden, Sprachhülsen und das Gefasel sind so zerfetzt und abgewetzt vom Übergebrauch, dass da nichts mehr zu retten ist. Die Leute können’s einfach nicht mehr hören oder ertragen.
Die Denkstruktur bei „den Guten™“ mit ihrem „Wer Nazi ist (also wer mir nicht in den Kram passt) bestimme ich“, entspricht dem eines früher populären Politikers:
„Wer Jude ist, bestimme ich.“ Hermann Göring
Wird interessant werden, wie arg die CDU implodieren wird (sie wird, nur der Zeitpunkt ist nicht klar). Momentan ist das ja kein Knalleffekt, eher die Zeitlupenversion, und wenn man schon das Personal sieht, das in den Startlöchern steht, klingt das zu stark nach »Weiter so«. Dann gibt´s Wüst´e Zeiten für die Partei, und der Rest darf sich mit Taktikgewähle abspeisen lassen, noch mehr »Nadsinadsi!!!11elf!« kreischen und letztlich das Land komplett in die Nichtstu-Stase versetzen. Ich wage auch mal die Annahme, dass der »Herbst der Reformen« wieder nicht passieren wird, da ist wieder zu viel AfD dazwischen gekommen, die man auf Social Media bekämpfen muss.
Zu allem eine Meinung, aber von Nichts eine Ahnung haben. Ganz viel Haltung, aber zugleich ganz wenig Wissen. Das ist der heutige Zeitgeist. Heute wieder auf Lohnarbeit erlebt. Vielleicht an anderer Stelle dazu mehr.
@ Sascha
»Ich wage auch mal die Annahme, dass der »Herbst der Reformen« wieder nicht passieren wird,«
Wo »Reformen« drauf steht, steckt »Sozialabbau« drin.
Ich verlange von diesen Berufslügnern und Steuerräubern keine Reformen, sondern daß sie damit aufhören, das abgepresste Geld für alles andere aus dem Fenster zu werfen, AUSSER für ihr eigenes Land.
Wenn es hier gut läuft und dann etwas über ist, das können wir gerne verteilen. Aber momentan streicht man den Bürgern die Leistungen zusammen und veruntreut das Geld in riesiger Menge überall dort, wo es dem Steuerzahler keinen Nutzen bringt.