7. April 2022

Für Millionen von Menschen in Deutschland war das ein ganz wichtiger Tag in ihrem Leben. Hier entschied sich, ob sie für den Rest ihres Lebens in die Innere Emigration oder in den offenen Widerstand gehen würden. Viele dachten wohl auch ernsthaft über eine Flucht aus Deutschland nach. Mich eingeschlossen.

Ihr Vertrauen in die klassischen Medien, in staatliche Institutionen und in die Regierung wurde fundamental erschüttert. Aber was geschah eigentlich am 7. April 2022? Im Deutschen Bundestag wurde über die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht abgestimmt. Im folgenden will ich beschreiben, wie ich diesen Tag erlebt habe.


Impfapartheid
Viele Gespritzte können (und wollen) sich bis heute nicht vorstellen, wie sich überzeugte Ungeimpfte in der C‑Zeit wirklich gefühlt haben. Es fand eine umfassende gesellschaftliche Isolierung, Diskriminierung und Ausgrenzung statt. Regierung und Altmedien erklärten uns für Aussätzige, für Vogelfreie und Nazis oder Irgendwas-Leugner, die man nicht ernst nehmen müsse und die keine Grundrechte »verdient« hätten.

Ständig gab es neue Drohungen für Ungespritze. Arbeitsplatzverlust. Beugehaft und Rentenentzug. Reiseverbot. Keine medizinischen Behandlungen mehr. Führerscheinentzug. Und vieles mehr. Es sollte auch nicht nur bei Drohungen bleiben. Millionen von Menschen wurden monatelang diskriminiert, schikaniert und drangsaliert.



Es ging eben nicht nur um »Restaurant« und »Kino« (wie es oft verharmlost wird), sondern um Alles! Kein Sportverein. Kein Elternabend. Keine Angehörigen in Krankenhäusern oder Pflegeheimen besuchen. Keine Beerdigung. Keine Hochzeit. Keine Fahrschule. Keine Universität. Kein Museum. Kein Theater. Kein Konzert. Nichts. Viele Unternehmen, Institutionen und Einrichtungen weiteten nebenbei, im vorauseilenden Gehorsam, »2G« weit über die staatlichen Vorgaben aus.

Die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht hätte autokratisch-totalitäre Zustände auf Dauer in Deutschland zementiert. Eine Impf-Apartheid. Eine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Ein repressives System, dass Ungeimpfte zu Kriminellen erklärt hätte. Wie viele C‑Maßnahmen-und-Impfkritiker war auch ich tief in der Materie, informierte mich täglich, schaute viele Interviews und Videos und machte mir zum ersten Mal in meinem Leben ernsthafte Gedanken über Flucht und Auswanderung.

Denn ich war fest entschlossen, mir niemals diese Genbrühe spritzen zu lassen. Unter keinen Umständen und erst Recht nicht mit Druck und Erpressung. Und ich glaube, Altmedien und Regierung hätten sich gewundert, wie viele Menschen sie nicht hätten brechen können. Wie viele unschöne Bilder das produziert hätte. Und wie viele für ihre Überzeugung auch ins Gefängnis gegangen wären. Mich eingeschlossen.


Abstimmung zur Impfpflicht gegen SARS-CoV‑2 am 7. April 2022


»Nur ein Pieks!«
Meine Wenigkeit befand sich am 7. April 2022 auf einer Klassenfahrt. Ich habe damals eine zweite Klasse mit einer überzeugten »C‑Maßnahmen-und-Impfbefürworter-Lehrerin«, in eine brandenburgische Kleinstadt, begleitet. Für mich war die drohende Impfpflicht ständig Thema. Sie schwebte wie eine dunkle Wolke über mir und bereitete mir zusätzlich schlaflose Nächte, die auf einer Schul-Klassenfahrt ohnehin schon kaum gegeben sind. Also Nächte, wo man schlafen kann.

Meine Lehrerin konnte meine C‑Impfverweigerung und auch meine Angst vor der kommenden Impfpflicht, überhaupt nicht nachvollziehen. Es sei doch »nur ein Pieks«. Wir Pädagogen seien »doch auch alle gegen Masern geimpft«. Ich solle mich »nicht so anstellen«. Sobald ich wissenschaftlich-inhaltlich argumentierte, kam nur der übliche Tagesschau-und-Regierungs-Moralismus, der damals tausendfach wiederholt und bis heute nicht revidiert wurde.


»Wir wussten es doch nicht besser!«
Heute wollen die überzeugten C‑Freunde am Liebsten nicht mehr darüber sprechen. Ansonsten kommen Floskeln, wie »wir sind doch gut durchgekommen« oder »wir wussten es nicht besser«. Manchmal wird noch verschämt weggeschaut. Meistens aber, wird schnell ein anderes Thema oder gleich ein anderer Ort aufgesucht. Leute wie ich, die das nicht vergessen werden und nicht vergessen wollen, und das sehr oft ansprechen, werden gemieden, wie der Teufel das Weihwasser.

Gerade die Erzieher- und Lehrerschaft (inklusive GEW), die ja eigentlich via Berufsethos, viel Empathie haben müssten, waren oft absolut kaltschnäuzig und kaltherzig gegenüber ungeimpften Kollegen und Kindern, die bei 30 Grad im Sommer eine Maske tragen sollten. Meine Wenigkeit hat damals sehr oft »Ansagen« bekommen, weil ich Masken- und Test-Anweisungen, gegenüber Kindern, umgangen habe.

Das es hier um eine absolut persönliche Angelegenheit geht und es eigentlich auch Niemanden etwas angeht, wo, wann, wie und was man sich in den Körper jagen will und was nicht — wurde überall ignoriert. Impfen war Nächstenliebe. Nichtimpfen Menschenverachtung. Das war das Framing. Auf allen Kanälen. Bis heute.


Im Würgegriff der Politik
Am Abend des 7. April, einem Donnerstag, den 4. Tag meiner Klassenfahrt, schaute ich mir ‑nachdem alle Kinder im Bett waren- in meinem Zimmer, auf dem Zweit-Smartphone von meiner Freundin (das ich nur auf Reisen dabei habe), via W‑Lan, — die Impfpflicht-Debatte sowie die Abstimmung auf Phoenix an. Die ganze Nacht. Sie ist heute, rund 4 Jahre später, ein unwiderlegbarer Beweis für Massenpsychose sowie Medienparanoia und damit ein Zeugnis der Zeitgeschichte:

Die allgemeine Impfpflicht wurde knapp verhindert. Ich wollte vor Freude schreien, biss in das Kissen, ballte meine Hände zu Fäusten. Freute mich wahnsinnig. Das Gefühl des übergriffigen Staates, der seit Monaten seine Hände um meinen Hals legte und mir nun ‑ohne meine Erlaubnis und Zustimmung- via Gesetz und unter Androhung von Strafe, auch noch eine Suppe in den Körper jagen wollte, war ständig präsent. Nun hatte ich das erste Mal wieder das Gefühl, dass sich der Griff um meinen Hals etwas lockerte.

Diese massive Grenzüberschreitung, die allen Grund- und Menschenrechten und jeder Menschenwürde widersprach, ja schlicht totalitär und faschistisch war, lag monatelang wie ein schwerer Stein in meinem Magen. Ich hatte sogar manchmal das Gefühl eine Form von Krebs zu bekommen, weil ich eine ständige innere Anspannung und Stress verspürte.

Ich vermute, »2G«, die ständige Ausgrenzung, der Dauer-Stress und die Impfpflicht-Drohung, hat sicherlich psychosomatisch Tausende von Menschen in Deutschland auch tatsächlich krank gemacht. Aber das wird natürlich niemals untersucht werden.


Danksagung!
Ich muss an dieser Stelle auch einige Personen erwähnen (Liste sicher unvollständig), die mir in dieser Phase unendlich viel Kraft, Mut und Sicherheit gegeben haben. Hier waren »Solidarität«, »Menschlichkeit« und »Empathie« keine Impfmarketing-Buzzwords, sondern gelebte Praxis. Sie brachten Licht in eine dunkle und finstere Zeit. Ich danke euch aus tiefstem Herzen! Die Auflistung ist keine Wertung, sondern zufällig.

Gunnar Kaiser (RIP)
Wolfgang Wodarg
Paul Brandenburg
Reiner Füllmich
Walter van Rossum
Ulrich Mies
Frauke Rostalski
Dirk Pohlmann
Paul Schreyer
Jasmin Kosubek
Milena Preradovic
Boris Reitschuster
Aya Velázquez
Ernst Wolff
Tom-Oliver Regenauer
Prof. Stefan Hockertz
Sucharit Bhakdi
Marcus Klöckner
Tom Lausen
Markus Fiedler
Gunter Frank
Stefan Homburg
Clemens Arvay (RIP)
Peter F. Mayer
Ulrike Guerot
Beate Bahner
Bastian Barucker
Ken Jebsen
Dietrich Brüggemann
Volker Bruch
...


Unnötig zu erwähnen, dass viele Weggefährten (analoge und digitale) mit mir gebrochen haben, weil ich mich nicht habe spritzen lassen. Niemand (bis auf meine ehemalige Chefin) hat bis heute die Eier in der Hose gehabt, sich selbst ernsthaft zu reflektieren oder das Gespräch mit mir zu suchen. In diesem Sinne:

»Es ist leichter die Menschen anzulügen, als sie davon zu überzeugen, dass sie angelogen worden sind.«

- Mark Twain


Wie habt Ihr diesen Tag erlebt?


Impfquisition (1)
Impfquisition (2)
Geschwätz von gestern
10 Gründe gegen die Impfpflicht

40 Gedanken zu „7. April 2022

  1. Ich kann mich nicht mehr an diesen Tag erinnern. Ist wahrscheinlich auch besser so.

    All das von Dir Beschriebene, diese »freundlichen Hinweise« der sog. »Vernünftigen«, haben bei mir persönlich lediglich meine Abwehrhaltung gegen »nebenwirkungsfreie Impfstoffe« (bitter lach) verfestigt.

    Heute bin ich froh und dankbar, dass ich mich nicht habe überzeugen lassen, »solidarisch« zu sein.

    Vergessen, geschweige denn vergeben, kann und werde ich wahrscheinlich niemals.

    Und ich bin heute schon felsenfest davon überzeugt, dass im Hintergrund weitere »P(l)andemien (Hanta, Ebola... w.t.f.!?!) in der Vorbereitung auf ihre weltweite Verbreitung aufgebauscht werden, um weitere totalitäre, globale Überwachungsmechanismen einzuführen.

    Der »point of no return« ist m.E. bereits in Sichtweite, vielleicht sogar schon erreicht.

    Wer »1984« von George Orwell gelesen hat, müsste anhand der »C«-Maßnahmen die Parallelen zur Einführung eines »Big Brother«-Systems vollständiger Kontrolle der »unnützen Esser« erkennen.

    Noch vor Beginn der grundrechtsbeschneidenden Verhaltensregeln durch selbsternannte »Expert*Innen (d/w/m)«, hätte ich so etwas nie für möglich/durchsetzbar gehalten.

  2. Bis einen Tag vor der Abstimmung bin ich jeden Montag und Samstag zu den Demos gegangen, sofern es die Schichterei zugelassen hat.

    Nach der letzten Demo habe ich den Entschluss gefasst: Was auch immer die Abstimmung ergibt, ich lasse mich nicht zwangsspritzen.
    Im Fall der Fälle hätte ich mich bei einer Impfpflicht bei einem möglichen behördlichen Zugriff auch mit scharfer Gewalt zur Wehr gesetzt.

    Nachdem ich diesen endgültigen Entschluss gefasst hatte, war der innerer Aufruhr befriedet. Die Konsequenzen meiner Entscheidung (selbst die drastischsten möglichen Folgen) waren innerlich akzeptiert.

    Am Tag der Abstimmung habe ich ein wenig Computer gespielt, ein bischen gelesen, war mit der Frau und dem Hund im Wald spazieren und habe alltägliche Haushaltsdinge gemacht.

    Nach der Abstimmung hatte ich eigentlich damit gerechnet, dass im Hintergrund ganz viele Telefonate und Gespräche stattfinden, und dass die Impfpflicht erneut zur Abstimmung eingebracht werden würde. Das wurde dann aber wohl durch den provozierten Angriff Russlands auf die Ukraine hinfällig.

  3. Ich hab auch keine besondere Erinnerung an diesen Tag. Mag daran gelegen haben, dass ich mir meine Überzeugung, dass es sich bei diesem Staat um einen Unrechtsstaat handelt, schon vor viel längerer Zeit angeeignet habe. Oder auch, dass ich zu denen meiner Generation gehöre, die nicht mehr viel zu verlieren haben und innere Emigration bereits ein Dauerzustand war.
    Von der Bewegung gegen die C‑Maßnahmen war ich zu dem Zeitpunkt auch schon enttäuscht. Die anfängliche Illusion von Solidarität war der Erkenntnis gewichen, dass wenn es um Aufmerksamkeit und Geld geht jeder doch wieder nur sein eigenes kommerzielles Süppchen kocht und dann in Konkurrenz um Klickzahlen, Spendengelder und Buchverkäufe zu einander geht, mit der letztlich gleichen Scheinheilig‑, Verlogenheit und Inkompetenz zwischen Anspruch und Wirklichkeit, die man der anderen Seite vorgeworfen hat.
    Im Nachhinein, systemisch betrachtet, hat das Parlament damals nur für eine Pause beim Froschkochen entschieden. Es wäre interessant gewesen wie sich ein allgemeiner C‑Impfzwang ausgewirkt hätte, insbesondere auf die Widerstandsbewegung und ob mehr oder weniger Solidarität in der Bevölkerung. So hatte der Staat wieder zeitlich mehr Luft um die Widerstandsbewegung sich institutionell vom Zweck zum Selbsterhalt, von der Speerspitze der Veränderung zum profitorientierten Verwalter des status quo korrumpieren zu lassen, was ja dann auch eingetreten ist.

  4. Gab es denn an ›ihrer‹ Schule zu der Zeit keine weiteren Kolleginnen/Kollegen, die sich nicht Impfen lassen wollten?

  5. Pingback: Corona-rückblick des tages | Schwerdtfegr (beta)

  6. An den Tag der Abstimmung erinnere ich mich nicht mehr so, dafür an anderes. Nachdem die Forderung laut geworden war, Ungespritzten das Einkaufen komplett zu verunmöglichen (G1 all over the place!), fing ich an, ein bißchen Lebensmittel zu hamstern. Das geht mit vielen Dingen gut, aber mit frischem Kram eher nicht so.
    Also fragte ich eine Freundin, ob sie sich vorstellen könnte, im Falle eines Falles ab und an für mich einkaufen zu gehen. Und ihr ziemlich entschiedenes »Nein« hat mich einigermaßen sprachlos stehenlassen. Zugegen, nicht meine beste Freundin, aber dennoch...

  7. Ich hatte mir vorgenommen, im Falle des ›richtigen Ausgangs‹ eine Flasche Sekt¹ zu ›köpfen‹, aber nach wenigen Minuten der Freude² war ich wieder im üblichen Loch.
    Man könnte das damalige Abstimmungsergebnis in einer Reihe mit anderen blamablen sehen (Zu wenig BSW Stimmen wegen Zaubertinte, Merzens Wahl im 1½ten Wahlgang nach Sondervermögen durch Sonder-Abstimmung des alten Parlaments, Özdemir, zuletzt Schnieder, RLP: 63 Ja-Stimmen, CDU+Pech+SchwefelPD eigentlich 71) und zum optimistischen Schluss kommen, dass die Reihen der Neo-Block-Parteien in Unordnung geraten, die Fassade der Fassaden-Demokratie ihrem wohlverdienten Ende entgegen geht. Leider sehe ich in der AfD³ (und auch sonst nirgends) keinen Hoffnungsträger; Ohnehin fraglich, was passiert, sobald die in einem Bundesland nicht mehr ›gebrandmauert‹ werden können. Im Moment sieht es nach (Atom-)Krieg aus, dann werden Wahlen, Abstimmungen usw. eh irrelevant.
    Übrigens halte ich es für möglich, dass nach einer viel besseren Mobilisierung (des ›Sauhaufens‹) der Maßnahmen- und Impfgegner zwar die BASIS im Bundestag (Landtagen ?) gesessen hätte, aber gerade deshalb eine klare Mehrheit für eine scharfe Impfpflicht zustande gekommen wäre; Vergleiche z.B. den Abwehrblock (Brandmauer) gegen die AfD.

    @Holger, »durch den provozierten Angriff Russlands auf die Ukraine hinfällig«
    Ja, als hätte der ›Große DJ‹ den einen Lautsprecher sanft ab- und den anderen volle Pulle aufgedreht.

    ¹Hätte ich erst kaufen müssen, Alkohol trinke ich praktisch überhaupt nicht mehr
    ²Für meine Verhältnisse
    ³Da die (zusammen mit der CDU!?) beim Abriss des Sozialstaats vermutlich noch einen Zahn zulegen werden, kann ich absehbar — bin 100% auf einen solchen angewiesen — einpacken

  8. @Tiffany

    Die werten, treuen und allerbesten Blog-Kommentatoren und Kommentatorinnen sind selbstredend eine ständige Stütze meiner geistigen Gesundheit! https://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_heart.gif

  9. Als Folge des Coronawahnsinns haben meine Frau und ich damit begonnen, uns über diverse essbare Pflanzen und Kräuter in den Wäldern und Feldern unseres Landes zu informieren.

    Also, selbst wenn die Geisteskranken wieder darüber nachdenken, die Ungehorsamen von der problemlosen Lebensmittelversorgung auszuschließen, können wir eine gute Weile auch von dem leben, was da so wächst und gedeiht.

    Der Winter wäre ein wenig dünne, aber dafür kann man trocknen und einmachen.

  10. Die allgemeine Impfpflicht wurde knapp verhindert.“

    Und zwar durch ungeeignete Gegebenheiten, nicht etwa durch den Widerstand, wie dieser für sich in Anspruch nimmt. Interessant finde ich, wie mit dem bestimmten Spritzenzwang umgegangen wurde und wird, nämlich ganz leise.

  11. Alles was Du sagst. Ich habe mich damals bei Twitter angemeldet, und dort Information, Gleichgesinnte, Stütze gefunden. Dafür bin ich sehr dankbar. Die inszenierte Pandemie hat Keile bis in die Familien getrieben. Ich bin die einzig Ungeimpfte in der Familie, was auf großes Unverständnis stieß und entsprechend kommentiert wurde („Bist Du etwa Querdenker, Schwurbler, …?“). Ehemann und 2 erwachsene, studierende (die Unis sind heute im Gegensatz zu früher ein Hort für Regierungsgläubige) Töchter waren voll auf Linie. Ich konnte es ihnen nachsehen, da sie sich ausschließlich in den Öffentlich Rechtlichen informierten. Chancenlos der Propaganda ausgeliefert. Ich hatte den Vorteil, nicht berufstätig zu sein, konnte mich deshalb leichter dem Impfdruck entziehen, und hatte mehr Zeit mich vielfältig zu informieren. Dass intelligente Menschen so leicht manipulierbar sind hat mich verstört. Die Impfquote beträgt erschütternde ca. 75 %. Die „Pandemie“ war ein Augenöffner. Wenn nur ein kleiner Teil der Geimpften erkannt hat, was man ihnen angetan hat, wäre viel gewonnen.

  12. @Udo

    Da bin ich mir nicht so sicher. Ich erinnere mich noch genau an diese Zeit.

    Die C‑Demonstrationen wurden in dieser Zeit weitgehend verboten. Begründung: die »Querdenker« würden ja keine Maske tragen und seien daher eine Gefahr. Später sagte selbst Karl Lauterbach, dass Maske im Freien »Schwachsinn« gewesen sei. Das wussten auch schon Regierung und Tagesschau zu dieser Zeit, da genau das viele Aerosol-Experten bestätigten. Aber so hatte man unter diesem Vorwand gleich mal ein, zu dieser Zeit, unbequemes Grundrecht (Versammlungsfreiheit) einfach abgeräumt.

    Also waren die »Spaziergänge« geboren. Überall in Deutschland in immer mehr Städten fanden sie statt. Ich war auch auf einigen. Das war für Politik und Polizei kaum einzudämmen. Weil sie dezentral organisiert und in vielen kleinen Gruppen vor Ort stattfanden. Die Spaziergänge, die Demonstrationen und die Proteste sind Politik und Medien sicher nicht entgangen.

    Wir wissen nicht, wer sich bei der Abstimmung davon womöglich hat beeinflussen lassen. Außerdem haben sie nach dem 7. April keinen zweiten Versuch gestartet. Ich denke schon, dass der Widerstand einen Einfluss hatte. Hätte es keinen gegeben, hätten wir mit ziemlicher Sicherheit eine allgemeine Impfpflicht bekommen. Davon bin ich überzeugt.

    Davon abgesehen, erweist man allen Oppositionellen einen Bärendienst, wenn man den Widerstand ständig klein redet und sich in Ohnmacht und Fatalismus ergießt. Ja, Macht ist mächtig, aber nicht übermächtig. Widerstand ist nicht zwecklos.

  13. An Epikur:
    Mir kam auch letzthin der Gedanke, daß die Abstimmung absichtlich fehlschlagen sollte.
    Wir hatten keinen Zweifel daran gelassen, daß wir uns nicht freiwillig impfen lassen würden. So wenige waren wir nicht, das hätte unschöne Bilder gegeben.

  14. @Babsi

    »Die Impfquote beträgt erschütternde ca. 75 %.«

    Man kann dieselben Zahlen auch anders lesen: Viele Menschen haben sich impfen lassen, weil sie sich davon Schutz vor schweren Krankheitsverläufen versprochen haben, und viele werden ihre Entscheidung deshalb auch heute nicht als Fehler beurteilen.

    Das schließt aber nicht aus, dass man einzelne Maßnahmen kritisch gesehen hat oder manche Vorgaben im Alltag für wenig sinnvoll hielt. Ich z.B. habe nie verstanden, warum man draußen oder beim Wandern, wo Abstand problemlos möglich war, Masken tragen sollte.

    Die Zeit war für viele belastend, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Nicht Geimpfte haben Druck und Einschränkungen erlebt, Geimpfte eher Unsicherheit, wechselnde Erwartungen und teils Konflikte im Umfeld. In der Wirkung auf den Alltag gab es aber durchaus Überschneidungen in der Belastung.

    Wie man das insgesamt bewertet, hängt oft davon ab, welchen Deutungsrahmen man zugrunde legt. Zwischen ›alles richtig‹ und ›alles Propaganda‹ gibt es also mehr als eine Perspektive.

  15. @Paul

    »...weil sie sich davon Schutz vor schweren Krankheitsverläufen versprochen haben, und viele werden ihre Entscheidung deshalb auch heute nicht als Fehler beurteilen.«

    Sie sind wohl eher auf die Fremdschutz-Propaganda sowie den 2G-Impfdruck hereingefallen. Denn wenn es wirklich um »den schweren Krankheitsverlauf«, also um einen vermeintlich individuellen Impfschutz ging, warum haben sich dann in den Folgejahren immer weniger und weniger Menschen »impfen« lassen?

    Aktuell: »Laut RKI ließen sich in der Saison 2024/2025 nur noch etwa 14 % der Menschen über 60 Jahre gegen COVID auffrischen.« Warum? Die Gefahr eines »schweren Krankheitsverlauf« ist doch immer noch da, oder etwa nicht?

  16. @epikur

    Die sinkende Impfquote in späteren Jahren widerlegt nicht automatisch die ursprünglichen Entscheidungsgründe. Sie zeigt vor allem, dass sich Rahmenbedingungen verändert haben: höhere Grundimmunität, andere Varianten, veränderte Impfempfehlungen und eine insgesamt andere Risikowahrnehmung.

    Dass viele Menschen später auf Auffrischungen verzichtet haben, ist deshalb nicht zwingend ein Beleg dafür, dass frühere Impfentscheidungen ’nur auf Propaganda‹ beruhten, sondern eher dafür, dass sich Nutzen und Risiko im Zeitverlauf verschoben haben.

    Und ja: COVID kann auch heute noch schwere Verläufe verursachen, nur eben in einem anderen epidemiologischen Kontext als zu Beginn der Pandemie.

  17. Ich weiß auch noch, wie ich diesen Tag der Abstimmung durchmachte. Ich hatte so viel Angst, dass ich das Abstimmungsergebnis erst zuhause wissen wollte. Vorher habe ich das Handy bewusst leise gestellt und wollte den ganzen Tag nichts hören und sehen. Ich hab mir Szenarien ausgemalt, wäre die Abstimmung anders ausgegangen. Wie in der Folterszene á la 1984, statt Ratten gab´s die Spritze. Auswandern war auch ein Gedanke. Ich konnte den ganzen Tag nicht richtig arbeiten, es hat gelähmt wie Hölle und war dann nur der Höhepunkt einer langen Angst, die sich aufgebaut hatte. Der Hammer kam dann aber noch hinterher, selbst mehrere Wochen später wurde ich von meinem alten Arbeitgeber zum Spritzen gedrängt. Zitat vom Chef, nachdem sie einen Kollegen endlich dazu gebracht hatten, sich spritzen zu lassen: »Jetzt sind Sie der einzige, der nicht geimpft ist.« Schaut mich nur kalt an. Ich nur zurück: »Aha.«. Danach stand für mich fest, dass ich kündige.

  18. @Paul

    »...dass sich Rahmenbedingungen verändert haben«

    Exakt! Die Medienparanoia war vorbei. Der 2G-Impfdruck war vorbei. Die Nudging-Impfmarketing-Politik war vorbei. Weil Ukraine.

    Das sich die meisten Menschen, damals wie heute, haben spritzen lassen, weil sie keinen »schweren Verlauf« wollten — halte ich für einen Mythos, den es zu beweisen gilt! Das mag ja in ihrem Fall gerne stimmen, aber sicher nicht für den Großteil der Bevölkerung.

    Und ihren relativierenden Satz von oben, dass es ja »für alle schwer« war, weise ich entschieden zurück. »Mo« hat dazu alles gesagt!

  19. @epikur

    Ich glaube, man unterschätzt rückblickend auch, dass sich viele Menschen nicht nur wegen eines möglichen Eigenschutzes impfen ließen, sondern aus einem Gemeinschaftsgedanken heraus: Hoffnung auf Eindämmung, Schutz vulnerabler Menschen oder auch der Wunsch, zu einer gewissen Grundimmunität beizutragen.

    Gleichzeitig bestreite ich gar nicht, dass Menschen wie Sie, die sich nicht impfen lassen wollten, die damalige Situation teils als erheblichen sozialen oder politischen Druck erlebt haben, vermutlich je nach persönlicher Haltung und Lebenssituation auch unterschiedlich stark.

    Aber daraus folgt für mich nicht automatisch, dass die Motive der meisten Menschen bloß ›Mythos‹ oder ausschließlich Ergebnis von Druck gewesen seien.

    (Unabhängig davon übrigens Glückwunsch zu den Auszeichnungen der Schlaufüchse in Berlin, das ist ja offenbar ein Projekt, das bei den Schülern etwas bewegt.)

  20. Tja, für mich war es ein Tag wie alle anderen in dieser Zeit.

    Die Drohung der Impfpflicht war in meiner Berufsgruppe schon längst Realität, die gelben Umschläge mit der Aufforderung, entweder einen Spritzennachweis vorzulegen oder Geldbuße/Berufsverbot/Erzwingungshaft hinzunehmen, waren schon in meinem Briefkasten.
    (Das Zwangsgeld hat übrigens meine Chefin bezahlt, die mich nicht verlieren wollte. Ich war ja auch der einzige in der Zeit, der nicht krank geworden ist.)

    Am Ende des Tags konnte ich nur feststellen: Zum Glück waren es drei Gesetzesvorschläge. Wenn es nur einer gewesen wäre, wäre das Ding gelaufen gewesen.

  21. Lieber Paul,
    Ihren Antworten entnehme ich, dass Sie nicht zu denjenigen gehören, die erkannt haben, was man Ihnen angetan hat.

    Ich glaube Ihnen gerne, dass Sie sich auch aus einem Gemeinschaftsdenken heraus haben impfen lassen. Fürs gute Gefühl, fürs Gefühl, dazuzugehören, waren viele bereit, über Ungereimtheiten, Eingriffe in Grundrechte, Drohungen von Politikern und Krankenhauspersonal gegen nicht Impfwillige, …, hinwegzusehen.

    Nicht vergeben. Nicht vergessen.
    „Nie wieder“ kommt mit vielen Gesichtern daher, und Deutsche verpatzen den Test wieder und wieder.

  22. Werte Babsie,

    Vielleicht zeigt die Diskussion auch, wie unterschiedlich Menschen gesellschaftliche Krisen wahrnehmen und einordnen.

    Manche gewichten Freiheitsfragen stärker, andere Schutzaspekte oder gemeinschaftliche Verantwortung. Dazu kommen persönliche Erfahrungen, Temperament, Vertrauen oder Misstrauen gegenüber Institutionen.

    Gerade deshalb halte ich es für unangemessen, aus der eigenen Sichtweise rückwirkend die einzig legitime Deutung abzuleiten.

  23. @Paul

    Was denn für eine »gemeinschaftliche Verantwortung«? Meinen Sie damit die ausgerufene »Solidarität«? Nachdem hoffentlich auch dem Letzten bekant sein dürfte, dass es nie einen Fremdschutz gab (Spahn hat das unlängst in der Corona-Enquete auch zugegeben), wo genau bestand dann hier die »gemeinschaftliche Verantwortung« bzw. »die Solidarität«?

    Sie sagen weiter oben ja selbst, die Meisten (und Sie selbst) wollten keinen »schweren Verlauf«. Was hat das mit »gemeinschaftlicher Verantwortung« zu tun? Ohne Fremdschutz hat der »Impfstoff« absolut gar Nichts mit Jemand Anderem irgendetwas zu tun. Nur mit Ihnen selbst.

    Es war und ist eine Worthülse. Ein Etikettenschwindel. Impf-Marketing. Damit die Guten sich gut fühlen, wenn sie Big Pharma zu mehr Umsatz verhelfen.

  24. @epikur

    Hier werden wohl zwei Dinge vermischt: das Entwicklungsziel der Impfstoffe und die spätere Entwicklung der Evidenz.

    Ziel der Impfstoffentwicklung war primär der Schutz vor schweren Verläufen. Ein möglicher Fremdschutz wurde anfangs angenommen bzw. untersucht, hat sich im Verlauf der Pandemie aber als deutlich begrenzter herausgestellt. Das ist etwas anderes als ’nie Ziel gewesen‹.

    Auch der Verweis auf ’bis heute im Markt getestet‹ beschreibt die laufende Sicherheitsüberwachung nach der Zulassung, nicht das Fehlen von Wirksamkeitsnachweisen gegen schwere Erkrankungen.

    Dass sich wissenschaftliche Einschätzungen im Zeitverlauf verändern, ist kein Beleg dafür, dass es zuvor keine belastbaren Erkenntnisse gab.

  25. Ziel der Impfstoffentwicklung war primär der Schutz vor schweren Verläufen.

    @Paul
    Tja, da sind Sie entweder extrem schlecht informiert, oder Sie haben eben doch unkritisch alles geglaubt, das man Ihnen vorgesetzt hat.
    Wie Sie hier nachlesen können, war es nie Ziel der sogenannten »Covid-Impfstoffe«, einen schweren Verlauf zu vermeiden. Alle Präparate wurden zur Prävention bzw. Vorbeugung von Covid-19 zugelassen, und nur dazu.
    Und wenn ein Medikamt für etwas nicht zugelassen wurde, darf es nach deutschem Recht auch nicht dafür verwendet werden.

  26. @Tiffany

    Hier wird nicht sauber zwischen Zulassungstext und klinischer Zielsetzung unterschieden. »Zur Prävention von COVID-19« umfasst medizinisch die Erkrankung insgesamt, also nicht nur die Verhinderung einer Infektion. Die Bewertung der Wirksamkeit bezog sich von Beginn an auch auf schwere Verläufe und Hospitalisierung als zentrale Endpunkte.

    Die spätere Erkenntnis, dass der Schutz vor Infektion begrenzter war als zunächst angenommen, ändert nichts daran, dass der Schutz vor schweren Verläufen ein wesentlicher und gut belegter Wirkmechanismus der Impfstoffe ist.

    Die inhaltliche Einordnung hängt dabei weniger an persönlicher ›Informiertheit‹, sondern an einer unterschiedlichen Gewichtung von Zulassungstext und klinischer Evidenz.

  27. @Paul

    Die gesamte »2G«-Rhetorik sowie die gesamte politische Diskussion sowie die Impfpflicht-Debatte, fand monatelang im Windschatten des »Fremdschutzes« statt. Erst nachdem (!) dieses Versprechen nicht mehr standhalten konnte, kam die Erklärung vom »schweren Verlauf verhindern«. Was wollen Sie uns hier erzählen?

    Davon abgesehen, wenn ich mit einer KI reden/schreiben will, sage ich Bescheid. Hier auf diesem Blog versuchen sie doch mal bitte selbst zu denken und zu schreiben. Danke.

  28. @epikur

    Ich versuche hier nicht, eine ›Erzählung‹ zu setzen, sondern die unterschiedlichen Ebenen zu trennen, die in der öffentlichen Wahrnehmung oft ineinander übergingen.

    Fremdschutz‹ war in der frühen Phase eine diskutierte und plausibel angenommene Erwartung, die sich im Verlauf der Zeit als deutlich begrenzter herausgestellt hat. Parallel dazu war der Schutz vor schweren Verläufen von Beginn an ein zentraler Bestandteil der wissenschaftlichen Bewertung und der Nutzen- und Risikoabwägung.

    Dass politische Kommunikation diese Aspekte zeitweise unterschiedlich gewichtet oder auch zugespitzt vermittelt hat, steht für mich außer Frage. Daraus folgt aber nicht automatisch, dass es sich insgesamt um eine nachträgliche Umdeutung handelt.

    Ich halte es hier bewusst bei der Sachebene und damit ist für mich auch alles Wesentliche gesagt.

  29. Ich hatte gedacht, der Spritzenzwang scheitere an der Infrastruktur, das erfordert ja Erfassung und Überwachung aller Orten. Laut offengelegtem Protokoll irgendwas war es ein Personalproblem.
    Der Bärendienst liegt darin, das man sich verschätzt, den Gegner unterschätzt.
    Zwar werden beim nächsten Versuch weniger geneigt sein, mitzumachen, jedoch sind dann die Dinger fertiggestellt, die wir jetzt im Aufbau sehen. Gegen das alles vernehme ich recht wenig.

    haben sich impfen lassen, weil sie sich davon Schutz vor schweren Krankheitsverläufen versprochen haben“

    Ja, die übliche „Das haben wir nicht gewußt“-Ausredenlüge.

    „COVID kann auch heute noch schwere Verläufe verursachen“


    „Auf der Fahrbahn kann auch heute noch ein Radfahrer überfahren werden.“

    25 Jahre lang habe ich mich damit befaßt, um sagen zu können, das solche Sätze immer und ausschließlich als Stütze dienen. Immer.

  30. @Udo
    > »Der Bärendienst liegt darin, das man sich verschätzt, den Gegner unterschätzt«

    Ich sehe das ähnlich. Die systemische Macht der institutionellen Diktatur ist nach wie vor ungebrochen. Gerade wenn man sich anschaut wer da alles gegen den Impfzwang gestimmt hat, sollte man sich Gedanken machen wer da alles vermeintlich auf seiner Seite steht. Ein Pyrrhussieg par excellence. Widerstand — schön und gut. Aber wenn man nur dann auf die Straße geht, wenn es einem selbst an den Kragen geht, dann hat man das Niemöllerprinzip nach dem die Staatsmafia agiert nicht verstanden. Und das ist dann nur Strohfeuerwiderstand, der für das System keine Bedrohung darstellt, sondern im Zweifelsfall institutionell oder totalitär nach dem Niemöllerprinzip ausgehebelt wird. Dass das System da mal einen Schritt zurück geht, gehört zum System und dessen — oh Wunder — systematischer Vorgehensweise gegen die Interessen der Bevölkerung.
    Ich habe vor 25 Jahren erlebt wie das Volk höchstrichterlich entmachtet wurde. 300.000 beglaubigte Unterschriften für das Volksbegehren »Mehr Demokratie in Thüringen« wurden von einer Handvoll Verfassungsrichter 2001 per Federstrich in den Papierkorb gewischt. Wo war da der Widerstand? Wo waren da alle, die wie eine Michael Andrick jetzt dieses System als undemokratisch brandmarken?
    Es muss nicht gleich jeder vom Reichstag springen und schreien »Es ist ein Schweinesystem«. Aber wenn quasi »verboten« wird konstruktive Kritik an der Widerstandsbewegung zu üben und die Kritiker als Nestbeschmutzer diffamiert werden, weil sie sich den Widerstand nicht schönreden und nicht angesichts des sich kontinuierlich leerenden Glases in den unselbstkritischen »das Glas ist doch nur deshalb noch halbvoll weil wir Widerstand leisten«-Chor einstimmen, dann läuft was gewaltig schief in diesem »Widerstand«.

  31. So macht sich das bemerkbar, wenn die Leute bis heute einfach nicht einsehen können und auch gar nicht wollen, das sie komplett verarscht wurden.
    Die Entfremdung leistet ganze Arbeit und ist m.E. auch irreversiebel.
    Ein befreundeter Arbeitsrechtsanwalt, erzählt mir seit geraumer Zeit, das er Leute bei sich sitzen hat, die auf Arbeitsunfähigkeit klagen wollen, bspw. wegen des sogenannten Fatigue Syndroms, es aber partout nicht auf die Impfung zurückführen wollen.

  32. @Udo @orinoco

    Ich habe jetzt von euch nur gelesen, dass euch »der Widerstand« nicht genug ist, aber nicht, wie man es besser machen könnte? Ich bin ‑gerade in Deutschland- schon froh, dass die Leute überhaupt aufstehen. Beispielsweise aktuell der »Schülerstreik gegen Wehrpflicht«. Es geht auch ganz anders: nämlich gar nicht. Man darf nicht vergessen, wie bequem und untertanenhörig »die Deutschen« eigentlich sind.

    Das es immer irgendwie »besser« geht und dass man immer irgendwie »noch viel mehr« machen könnte — geschenkt. Da bin ich bei euch. Solche Ratschläge helfen »dem Widerstand« aber leider auch nicht.

    Davon abgesehen: glaubt Ihr nicht, dass gerade die Politik von beispielsweise den »Spaziergängen« damals geradezu überrascht und überrumpelt wurden? Meine Wahrnehmung war genau das. Dezentral, in kleinen Gruppen. Ich glaube, das sind zukunftsfähige Formen des Protestes. Schwerer zu kontrollieren und zu unterwandern.

  33. Die Bewertung der Wirksamkeit bezog sich von Beginn an auch auf schwere Verläufe und Hospitalisierung als zentrale Endpunkte.

    Gut, @Paul, wenn Sie das bitte beweisen könnten. Und zwar mit amtlichen, offiziellen Quellen. Dazu gehört nicht die Tagesschau und auch kein Twitteraccount irgendeines Politikers. Das muß mindestens so gut sein wie der Gelbe-Liste-Link von mir.

    (Nicht, daß es irgendeinen Sinn ergäbe: wenn ein Medikament respektive ein Impfstoff dafür hergestellt und zugelassen wird, eine Krankheit zu vermeiden, dann erübrigen sich alle anderen Ziele. Es ist ja auch schlechthin unmöglich, etwas, das — nach Medikamenteneinnahme — gar nicht mehr existieren kann und darf, dann noch daran zu hindern, zu einem schweren Verlauf zu kommen. Wie soll das in den Prüfungen vor der Zulassung möglich gewesen sein? Wenn der Impfstoff dort versagt hätte — und nur dann hätte man das überhaupt prüfen können — hätte er auch nie nur !!! zu Prävention und Vorbeugung zugelassen werden können und dürfen. Schlicht und einfach unmöglich.)

  34. Solche Ratschläge“
    Ich denke, wer die Augen aufmacht, müßte das sehen: Die schweigende Mehrheit bekommt man nicht mit Fakten zum Denken. Insofern sind Ratschläge an die Kritik sinnlos.
    An den seit mindestens 1920 in Deutschland existierenden Männerechtlern zeigt sich, wie man über einhundert Jahre lang rein gar nichts erreicht. Warum? Weil sie nicht anecken wollen, mit am Tischen sitzen wollen, statt auch mal »Starken Tobak« zu sprechen, wie Frauenhaus das nannte, wahnsinnig anmutende Forderungen zu stellen, wie der Feminismus das jeden Tag tut und damit erfolgreich Anker setzt. Sie wollen vom Gegner ernst genommen werden, während der sich öffentlich darüber belustigt.
    In Sachen Corona läuft es ebenfalls ja nur in Seichtsprech.
    Ein Ratschlag kann also nur dahin gehen: Immer raus mit der Wahrheit! Je härter, desto besser. Anker setzen. Deutlich machen, das wir da nur noch Gesocks sitzen haben, das früher zurecht jeden Abend in der dunklen Ecke verprügelt worden wäre oder in der Zelle verwest. Freilich ist es dafür zu spät, da haben sie sinnlos hundertausende Motivationen verbrannt.
    Was nützt es denn, wenn die Politik mal überrascht wird und ins Stottern gerät? Nichts, wie wir sehen, sie treibt es wie der Feminismus immer frecher, immer offener.

  35. @Udo
    > Ich denke, wer die Augen aufmacht, müßte das sehen:

    »Qui Habet Aures Audiendi Audiat«
    Kannste aber vergessen. Es scheitert an der Borniertheit im Gehirn und dann ist jede Diskussion zwecklos. Darf sich jeder aussuchen, wer hier borniert ist.

  36. Na ja, ob mans Borniertheit nennen muß... Ich gehe (noch) von erheblicher Kurzsichtigkeit aus. Der gute Wille ist da, es muß was getan werden, also los. Deshalb lief auch ich paar mal mit, bis ich sah, das die Politik darauf ausschließlich gegen meinen Sinn reagierte.
    Insofern wurde auch das perfekt Orchestriert, soweit wie möglich zu gehen, aber aufzuhören, kurz bevor der Widerstand sich breite Bahn bricht, aber für lange Zeit »aufgebraucht« sein wird. Das sich der Widerstand das Ende als seinen Erfolg zuschreibt, das ist in der Tat ziemlich arrogant oder verblendet. Ich bleibe dabei: Alles ist ganz genau so gelaufen, wie es geplant wurde. Das war auch das einzige, was man in Sachen C überraschte, die Genauigkeit der Vorhersagen zum Verhalten der Massen (und damit ihre Steuerbarkeit).

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