„Tiere sind besser als Menschen“

Fundamentalisten gibt es in jeder Ideologie. Eher stiefmütterlich behandelt werden die Anhänger von PETA, der Tierschutzorganisation. Auf einem Facebook-Beitrag fragen sie die User: „Ich setze mich für Tiere ein, weil _____________ .“ Über 800 Kommentare wurden bisher hierzu abgegeben. Anstatt nun aber unsere Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung zu kritisieren, die auf Raubbau, Umweltzerstörung, Profitgier und Konsum basieren und letztlich das Fundament für jegliche Tiermisshandlungen darstellen, zeigt sich der kleingeistige Menschenhass der User: „Weil der Mensch die größte Plage und die schlimmste Seuche auf dieser Welt ist“, „sie die besseren Menschen sind“, „Menschen sind zu allem fähig. Tiere sind gerecht“, „keine andere Liebe so bedingungslos ist, wie die von einem Tier“, „Weil Tiere unschuldig sind und nichts böses tun“ und so weiter. Hier wird eine überhöhte Moral von Tieren sozial konstruiert, Menschenhass kultiviert und Intoleranz gegenüber all jenen gepredigt, die keine Vegetarier oder Veganer sein wollen. Gibt es etwa eine bessere Welt, wenn wir alle Veganer werden? Ist das die Lösung?

23 Gedanken zu “„Tiere sind besser als Menschen“

  1. Ja, die Welt währe vermutlich ein Stück weit besser, wenn wir alle Vegetarier würden. Das schreibe ich als leidenschaftlicher Fleischesser.

    Aber Moral, Wert, Sinn etc. sind vom Menschen erschaffene Kategorien. Modelle, die uns das Leben erleichtern. Aber eben keine neutralen, von Natur aus gegebenen Konstanten.

    Es ist objektiv schlicht unvernünftig nach der Moral seiner Katze, Hund, Goldfisch zu fragen… subjektiv befriedigt es vielleicht das Bedürfnis des Menschen der das tut nach Sinnhaftigkeit.

  2. Natürlich hat epikur z.T. recht. Es ist die Ausbeutung und Zerstörung von Natur, Umwelt und Menschen, die angeprangert werden muss. Es ist auch äußerst verwerflich Tiere zu quälen bevor man sie tötet. Um ehrlich zu sein, manchmal denke ich auch, dass Mutter Erde ohne den Menschen besser dran wäre…
    Aber wie dem auch sei, nicht alle die Tiere für bessere Menschen halten, die Liebe eines Tieres für bedingungslos ansehen, sind auch Menschenhasser! Manche haben einfach so schlechte Erfahrungen und Leid durch ihre Mitmenschen erleben müssen, dass sie sich lieber den Tieren zuwenden.
    Natürlich sind Tiere nicht gerecht. „Gerechtigkeit“ ist ein menschliches Konstrukt, ebenso wie Moral und Ethik. Allerdings läßt sich auch Habgier und Machtgier nur dem Menschen zuschreiben…
    Etwas gibt es jedoch, dass Tiere besser machen: Einem Tier ist es egal ob man schön oder häßlich ist, ob man dick oder dünn ist, ob man reich oder arm ist…, einem Tier (man könnte auch speziell „Haustier“ sagen) ist nur wichtig, dass man es gut und möglichst artgerecht behandelt. Und oft genug schenkt es dafür Liebe und Zuneigung… Will heißen, der Lebenspartner geht vielleicht nach zwei Jahren, weil er ein/e Schönere/n oder Jüngere/n gefunden hat. Einem Hund z.B. oder einer Katze würde so etwas nicht einfallen…

  3. „[…]Gibt es etwa eine bessere Welt, wenn wir alle Veganer werden? Ist das die Lösung?[…]“

    Mal ganz aus der Genetik gesprochen, und zwar nicht der sarrazinschen Pseudo-Genetik, die Menschen sind Omnivoren, d.h. Allesfresser.

    Veganer leben also gegen die menschliche Natur, und nicht mit ihr.

    Außerdem sei noch geschrieben, dass mir jeglicher Fanatismus ein Greuel ist.

    Veganischen Fanatismus durfte ich kürzlich bei der Metzgerei beobachten, die im ländlichen Raum liegt, und oft von uns zum Einkauf besucht wird – Dort hat doch tatsächlich jemand an den Türrand, und die Glastür direkt das Wort „Mörder“ geschrieben.

    Vermutlich ein fanatischer Vegetarier ;)

    Tja, armselig, aber leider gibt es diese Fanatiker wohl ebenso bei den Fleischfressern.

    Ich wollte es nur einmal erwähnt haben.

    Übrigens, vor Jahren, als es den Zivildienst und das FSJ noch gab war ich mit einem Arztsohn, und einer Veganerin, auf einem gemeinsamen Lehrgang wo auch gegrillt wurde.

    Wir erhielten Steaks, die Veganerin nur Kartoffeln, damals in den 90ern.

    Als wir unsere Steaks genießen wollten kam dann der typisch veganische Spruch: „Soll ich euch darüber aufklären was ihr da eßt?“

    Auch wollte Sie uns über die Inhalte mancher Gewürze, z. B. von Maggi belehren.

    Der Arztsohn brachte nur den coolen Spruch „Ach halt doch die Gosch’n ihr freßt dem Vieh doch auch das Grün vom Rasen weg“.

    Da war die gute Veganerin sprachlos, und wir anderen pflichtetem den Arzt-Sohn bei – Es gibt nichts schlimmeres als Fanatiker, und zwar egal von welcher Seite des Spektrums man es betrachtet.

    Was die angeblich „lieben Tiere“ angeht, da empfehle ich doch jedem Veganer mal den Besuch der Sundarban-Sümpfe in Indien, oder nur ein Bad im Nil mit den Nilkrokodilen – oder einfach nur ein Ausflug zu den Komodo-Waranen….oder zu anderen Man-Eatern.

    Ob der dann seine Meinung nicht revidiert?

    Ich weiß es nicht, denn als Nahrung von Tieren kann man ja schlecht zurückkommen…aus deren Tiermägen….*grins*

    Amüsierte Grüße
    Bernie

  4. Möglicherweise ein wenig bösartig aber gleichzeitig auch hypervorsichtig. Diese Anhänger von Sätzen im Zwischenraum von; „Wenn die Menschen wären wie die Tiere“ und „Die Menschen sind Tiere“, – bis hin zu den Befürwortern einer natürlich reinen menschenlosen Natur, (mit Ausnahme der Vertretern dieser Aussage natürlich), haben eigentlich bereits schon dunnemals, und ziemlich früh bei den Grünen, (damals interessierten sie sich noch für Menschen) diesen berüchtigt schlüpfrigen Grenzgang zwischen brauner Esoterik und ganz harmloser und tatsächlicher Tier- und/oder Naturliebe gebildet. Da wurde aus einem Leben und Leben lassen mit liberal-humanem Gefühl, schnell auch mal ein Leben und Sterben lassen, bzw. nur der Stärkste gewinnt, – aus der Beispielküche des Tierreiches. Der unlösbare Wiederspruch des Tierfreundes, der während des Essens eines Steaks, gleichzeitig seinem Hund liebevoll den Kopf krault, hat mich schon immer genauso beschäftigt, wie das Dressieren und Domestizieren wilder Tierarten zum liebevollen Umgang mit ihren Ernährern. (Unabhängig davon, ob die nu Vegetarianer sind oder nicht) Wer den Unterschied zwischen Schuld und Unschuld natürlich nicht kennt, was man Tieren ja gemeinhin zu schreibt, ist natürlich weder gut noch böse. Generell ziehe ich diese Sparte von Aussagen von Winnetou und die Tiere sind ganz lieb aus dem Bauch heraus, aber eher in den Bereich; „Der Deutsche ist …..“ oder „Der Mensch …“ bzw. „Das Tier ….“ Generell erklärt es aber auch im privaten Umfeld meine Irritation darüber, dass eine grüne Klientel gar gruselig engagiert in Sachen Umwelt- und Naturschutz sein kann, – während sie das Leid von Menschen (incl. hartz-iv) – überhaupt nicht interessiert. Ohne jetzt Naturschützer und Tierliebhaber irgendwie kritisieren zu wollen, aber ich bin ziemlich froh, dass dem Humanisten die Prioritätsliste doch noch einigermaßen klar ist. Die Verwirrung bleibt trotzdem. :)

  5. Gerade die Grünen müssen verflucht aufpassen , daß sie sich nicht kapern lassen von einem egoistischen Vegetarier-Lobbyismus , im Moment erwecken sie ein wenig den Eindruck.
    Allerdings ist das auch eine Gegenreaktion auf den nicht minder peinlichen Kult ums Fleisch , den der Stammtisch so gerne an den Tag legt , da schwingt oft noch so was mit von Erlegen und Verzehren .
    Vegetarisches Denken , genauso wie ökologisches , sollte immer eine Alternative sein , für die sich jemand entscheidet oder nicht , ohne erhobenen Zeigefinger, das erhöht auch die Legitimität , sich von Teilen der Mehrheitsgesellschaft nicht blöd anmachen lassen zu müssen und entsprechend zurück zu keilen.

  6. [„Mal ganz aus der Genetik gesprochen, und zwar nicht der sarrazinschen Pseudo-Genetik, die Menschen sind Omnivoren, d.h. Allesfresser.“]

    Bullshit, sorry. Nach über 6 Jahren veganer Lebensweise erfreue ich mich bester Gesundheit. Blutbild hervorragend.

  7. „[…]Bullshit, sorry. Nach über 6 Jahren veganer Lebensweise erfreue ich mich bester Gesundheit. Blutbild hervorragend[…]“

    Stimmt, Dawkins & Co. predigen doch nur „Bullshit, sorry“.
    Die anderen Professoren für Biotechnologie auch – „Bullshit, sorry“.

    Tja, da sieht man mal wieder was bei so manchem „[…veganer Lebensweise…]“ anrichtet – Mein Fazit: Mit bester Gesundheit ist es wohl nix, auch wenn das Blutbild hervorragend ist, lieber „Tommy“.

    Ich halte es da eher mit Kant – ich weiß, der sagt dir nix, der gute Philosoph und Aufklärer -, aber Hauptsache „Blutbild hervorragend, und mit veganer Lebensweise bei angeblich bester Gesundheit“…

    Very amused
    wishes
    Bernie

  8. @eb

    Seh ich bei den Ökos, nicht nur den Grünen, ganz genauso.

    Der Umweltschutz steht ganz vorne, aber die Mitmenschen kommen ganz weit hinten – ganz besonders der angeblich sozialistische Wohlfahrtsstaat.

    Die Grünen übrigens hat die Ex-Mitbegründerin Jutta Ditfurth, die schon vor Jahren dieser Partei den Rücken gekehrt hat, ganz zutreffend als Neo-FDP tituliert…..

    Gruß
    Bernie

  9. Angenommen, die Tierrechtler bekämen tatsächlich ein Gesetz durch, dass keinem Tier der Welt mehr Schaden zugefügt werden darf. Man darf gespannt sein, was in den Städten und in der Landwirtschaft nach kurzer Zeit los ist, wenn der Mensch aufhört, Ratten- und Wildschweinpopulationen zu kontrollieren. Jede Wette, das wird ganz schnell wieder abgeschafft.
    Julia Seeliger hat den PETA-Kram in der taz einmal eine schöne kleine Bauchreligion genannt. Im Kampf gegen Tierleid ist die Welt eben so schön einfach, da gibt es noch Gut und Böse…

  10. „Bröseke – Warum haben Sie ausschließlich Metzgermeister gekeult und zerlegt?“

    „Weil ich eingefleischter Vegetarier bin.“

  11. Man würde eher vermuten: Die Würde des Menschen ist abtastbar.

    „Der Konjunktiv erweist sich beim Korrekturlesen von Diplomarbeiten, Masterarbeiten oder Dissertationen als das größte Sorgenkind. Studenten wissen oft nicht, ob und wenn ja welcher Konjunktiv überhaupt wie angewendet wird, da er zusehends aus der Alltagssprache verschwindet. In der wissenschaftlichen Sprache, also beim Abfassen von Magisterarbeiten und Examensarbeiten, ist er aber nach wie vor unerlässlich.“

  12. @Bernie
    >>Mal ganz aus der Genetik gesprochen, und zwar nicht der sarrazinschen Pseudo-Genetik, die Menschen sind Omnivoren, d.h. Allesfresser.<>Ein Farmer erklärte mir: >>Sie können nicht von Pflanzenkost allein Leben, denn sie enthält nichts für den Knochenbau<<; … und während er mir vordozierte, geht er hinter seinen Ochsen her, die mit ihren vegetarisch aufgebauten Knochen ihn mitsamt seinem wackeligen Pflug über alle Hindernisse wegziehen.<>Ich halte es da eher mit Kant — ich weiß, der sagt dir nix, der gute Philosoph und Aufklärer -,<<
    Das sagt wahnsinnig viel!!! – oder, ne eigentlich nicht. Es sagt eigentlich nur dass die vier Buchstaben A, K, N und T in bestimmter Reihenfolge angeordnet, dir als Name eines als Aufklärer titulierten Philosophen ein Begriff ist.
    Sag mal worauf du dich genau beziehst. Ich kenne nicht die Menge deines Fleischkonsums, denke aber nicht dass du dich dabei darauf beziehst dass deine Handlungsmaxime immer auch als allgemeines Gesetz gelten können sollte. Die ist aber quasi der Grundsatz jedes kategorischen Imperativs. Denkst du dass es möglich wäre dass absolut jeder die selbe Menge an Fleisch verzehrt wie du (wie gesagt, kenne nicht die Menge :PFEIF: )? Wie würde die Welt aussehen? Gäbe es noch Flächen die nicht mit Mais angebaut werden welches als Viehfutter herhalten muss, sondern einzig als Wiese oder Wald ihr dasein fristen darf? Gäbe es noch ausreichend Fläche auf denen anderes als Viehfutter gedeihen darf? Denkst du das genügend Wasser existiert um eine "Fleischproduktion" in "ausreichend" großer Menge zu gewährleisten, ohne das daraus der Tod von unzählige Menschen aufgrund von Wassermangel eintritt? "Unterhalte" dich lieber nochmal mit Kant bevor du dich auf ihn berufst (denke dir dabei dass er wüsste welche "Rahmenbedingungen" heute herrschen. Humanpopulation, Menge an potenziellen Landwirtschaftlichen nutzbaren Flächen, Relevanz des (Globalen) ökosystems, etc.).

  13. Bin froh über diesen Artikel, allerdings auch durch einigen, geradezu reaktionäre selbstverteidigungs Kommentare wieder ernüchtert.
    Ich hab bei dem „Veggie Day“- Artikel (Prioritäten aus Fleisch und Blut) auf ad sinistram mal folgendes kommentiert:

    >>@ Stefan
    „wie kann denn man in Anbetracht von Massentierhaltung, Tierquälerei, Umweltbelastungen und Lebensmittelskandalen bei diesem Thema von einer Belanglosigkeit sprechen?“

    Also selbst deine Argumente verblassen am Himmel der Belandlosigkeit in Anbetracht eines Arguments. Diese Argument ist HUNGER! Klar werden die Preise für Grundnahrungsmittel auch extrem über Nahrungsmittelspekulation (Buchempfehlung: Jean Ziegler – Wir lassen sie verhungern) und ähnliches in die höhe getrieben was zu der damit einhergehenden Verachtung von Tieren als Ding (früher sagte man ja nicht zu unrecht „sich verdingen“/Lohnarbeiten), als Produkt führt, aber unser fast unermesslicher Trieb (welcher uns anerzogen wurde) danach Fleisch zu fressen ist eben auch einer der Mitgründe für Hunger andernorts. Ich hoffe immer wenn ich von Vegetariern die Argumente höre Masssentierhaltung, Tierquälerei, etc., dass sich nicht hinter dem WEGLASSEN des Arguments, Hunger auf der Welt, eine subtile Menschenverachtende Haltung versteckt, sondern die Erkenntniss dass sich die Menschen in „unserem“ Teil der Welt einen Dreck für das Elend dass außerhalb ihrer Sehweite liegt, interessieren.
    Damit wir uns nicht falsch verstehen, es sind Argumente die vollkommen richtig sind, allerdings wirken sie für mich im Vergleich mit dem des Hungers wie ein Vergleich zwischen Springers Bild-Zeitung und Adornos Dialektit der Aufklärung.<<

    Bin selbst kein Vegetarier da ich ab und an Lust auf Fleisch habe (ab und an heißt in meinem Fall, dass ich, wenn ich mich recht erinnere vor ca. 3 Wochen mal ein paar Scheiben Schinken gekauft habe). Ich muss sagen das ich mir nicht vorstellen konnte wie selten ich inzwischen wirkliche Lust auf Fleisch habe. Vieles an Reaktionen ähnelt dem was man gemeinhin mit dem, mir eigentlich verhassten Wort Suchtverhalten beschreibt.

    Mir kommt die Diskussion um den Fleischkonsum vollkommen bizarr vor. Es läuft alles nach dem Motto: Wenn der Kuchen redet haben die Krümmel Pause. Wobei ich meine das sich der Kuchen einzig quantitativen und nicht qualitativ von den Krümmel Unterscheidet. (Das hab ich nur präventiv hinzugefügt da ich bewussten Fehlinterpretationen zuvor kommen will :BULLE: )

    Am schrecklichsten finde ich jedoch dass auch die selbsternannte "kritische Szene" zu weiten teilen nicht gewillt ist ihr eigenes Handeln zu reflektieren sobald dies mit kleinen "Wohlstandsverlusten" einhergehen könnte. Mich beschleicht das Gefühl, dass einige (leider) besser in hedonistischen, ich-kümmer-mich-um-mich-selbst-und-alles-andere-ist-mir-scheiß-egal-blogs aufgehoben wären. Will keinen beleidigen, aber das musste mal raus.

  14. „Gibt es etwa eine bessere Welt, wenn wir alle Veganer werden?“
    Selbstverrrständlich!!! Unserrr grrroßerrr Vegetarrrische Führrrerrr, Adolf H., scheiterrrte bei seinem Verrrsuch die Welt zu befrrrieden einzig und allein an dem Widerrrstand militant, rrradikalerrr Fleischfrrresserrrgrrruppierrrungen!!!

    Fragt mal jemanden ob er/sie Vegetarier für „moralischere“ Menschen hält und erzählt dann das Hitler Vegetarier war. Man erntet verwirrte Blicke. :)

    Jetzt nochmal im Ernst. Ich würde definitiv nicht Unterschreiben, dass es „solange es Schlachthöfe gibt“ auch „Schlachtfelder“ gibt. Einen gewissen gesamt-gesellschaftlichen Zusammenhang halte ich jedoch, wenn auch in stark abgeschwächter Form, für möglich.

  15. Tschuldigt. Hatte oben Probleme mit den “ Zeichen.

    @Bernie
    „Mal ganz aus der Genetik gesprochen, und zwar nicht der sarrazinschen Pseudo-Genetik, die Menschen sind Omnivoren, d.h. Allesfresser.“
    Also bitte! Das Menschen Allesfresser sind heißt nicht dass sie alles fressen müssen! Hast du schon mal Brennessel, Kastanien, Karottenkraut, Fischaugen, Affenhirn, Elefantenpenis oder die inzwischen berühmten Känguruhoden gegessen? Nein? Dann handelst du wider der Natur, der Mensch ist schließlich allesfresser!
    Ich weiß ich kling gerade zickig aber dein Kommentar war vollkommen unüberdacht (hoffe ich zumindest).
    Es gibt einen schönen Satz von H. D. Thoreau aus seinem Buch „Walden“: „Ein Farmer erklärte mir: »Sie können nicht von Pflanzenkost allein Leben, denn sie enthält nichts für den Knochenbau«; … und während er mir vordozierte, geht er hinter seinen Ochsen her, die mit ihren vegetarisch aufgebauten Knochen ihn mitsamt seinem wackeligen Pflug über alle Hindernisse wegziehen.“

    „Ich halte es da eher mit Kant — ich weiß, der sagt dir nix, der gute Philosoph und Aufklärer -,«
    Das sagt wahnsinnig viel!!! — oder, ne eigentlich nicht. Es sagt eigentlich nur dass die vier Buchstaben A, K, N und T in bestimmter Reihenfolge angeordnet, dir als Name eines als Aufklärer titulierten Philosophen ein Begriff ist.
    Sag doch mal worauf du dich genau beziehst. Ich kenne nicht die Menge deines Fleischkonsums, denke aber nicht dass du dich dabei darauf beziehst dass deine Handlungsmaxime immer auch als allgemeines Gesetz gelten können sollte. Die ist aber quasi der Grundsatz jedes kategorischen Imperativs. Denkst du dass es möglich wäre dass absolut jeder die selbe Menge an Fleisch verzehrt wie du (wie gesagt, kenne nicht die Menge :PFEIF: )? Wie würde die Welt aussehen? Gäbe es noch Flächen die nicht mit Mais angebaut werden welches als Viehfutter herhalten muss, sondern einzig als Wiese oder Wald ihr dasein fristen dürfen? Gäbe es noch ausreichend Fläche auf denen anderes als Viehfutter gedeihen darf? Denkst du das genügend Wasser existiert um eine »Fleischproduktion« in »ausreichend« großer Menge zu gewährleisten, ohne das daraus der Tod von unzählige Menschen aufgrund von Wassermangel eintritt? Unterhalte dich lieber nochmal in deiner Vorstellung mit Kant bevor du dich auf ihn berufst (denke dir dabei dass er wüsste welche »Rahmenbedingungen« heute herrschen. Humanpopulation, Menge an potenzielle Landwirtschaftlich nutzbaren Flächen, Relevanz des (Globalen) ökosystems, etc.).

  16. @DieNSAweißsicherschonwerichbin

    Bitte beim nächsten mal die Gedanken bündeln, vorher überlegen oder auf Word schreiben und dann hier einfügen. 4 fach – Post muss wirklich nicht sein und liest sich absolut unschön. Beachte auch bitte unsere Kommentar-Regeln. Ein schönes Wochenende!

  17. @DieNSAweißsicherschonwerichbin
    wenn Sie der auffassung sind, daß Sie wie ein ochse im sommer vom frischen gras und im winter vom heu leben können, weil das für Ihren knochenbau ausreichend sei, dann TUN Sie es einfach! Wenn Sie das können, sind Sie ein außergewöhnlicher mensch, der menschliche verdauungstrakt ist für derartige nahrung nicht ausgelegt, der von rindern hingegen schon.

    Von der genannten aufzählung habe ich immerhin schon brennesseln und kastanien gegessen – es gibt übrigens auch andere wildwachsende pflanzen, die hervorragend schmecken, man muß nur wissen, daß sie eßbar sind und nicht ihrer seltenheit wegen unter naturschutz stehen.

    Wenn man feststellt, daß der mensch ein allesfresser ist, heißt das noch lange nicht, daß jeder mensch gern alles essen mag. Dem einen wird schlecht wenn er fisch oder meeresfrüchte zu essen bekommt, dem anderen bei spinat oder pilzen und der nächste mag affenhirn oder känguruhoden nicht essen – oder meinethalben fleisch allgemein. Anderswo bereichern insekten, quallen oder spinnen den menschlichen speiseplan. Alles eine frage der gewohnheit. Und was es gibt. Faseriges grünzeug allein reicht nicht.

    Jedenfalls für menschen, die keinen rinderverdauungstrakt haben, so wie Sie, wiederkäuer, offenbar beschaffen sind.

    —-

    Allgemein zum thema: Die absurden ideen von PETA sind auf ganzer linie abzulehnen: Deren vegan ernärte anhänger haben es offenbar nicht immer mit dem denken, vor längerer zeit in einer diskussion: Wenn die milch von bergbauern nicht nachgefragt würde, dann könnten die ihr land für den gemüsebau nutzen. In den alpen auf bergwiesen wo jetzt die kühe grasen.

    Oder daß »ökologische landwirtschaft« allein möglich sei, wenn man auf tierhaltung verzichte.

    Womit düngen doch gleich ökobauern?

    Die organisation PETA betreibt in den USA tierheime. Wie alle USAmerikanischen tierheime töten sie die tiere, die nach einer bestimmten frist nicht vermittelt werden konnten. »Normale« tierheime schaffen es dort, rund 80 % der tiere zu vermitteln.

    PETA hat etwas gegen heimtierhaltung, weshalb fast 90 % der tiere NICHT vermittelt werden, also getötet werden – in deren augen ist es offenbar besser für eine hauskatze zu sterben, als wie eine hauskatze zu leben. Wenn ich eine hauskatze töten würde, um sie zu essen oder um ein rheumakissen aus ihr zu machen, würden die das verwerflich finden. Eine hauskatze zu töten, damit sie NICHT als »stubentiger« lebt und von menschen geliebt und gehätschelt wird finden die komischerweise völlig in ordnung.

    Nein, die welt würde keinesfalls besser, wenn »wir« veganer oder auch bloß vegetarier werden.

    Ich gebe es auch zu: Ich hab was gegen moral.

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