Sexroboter

»Demnach würde ungefähr jeder fünfte Deutsche gerne einmal mit einem Sexroboter schlafen. Über die Hälfte würde es nicht oder nur vielleicht stören, wenn ihr Partner Sex mit einem Sexroboter hätte. [...] Doch nur rund sechs Prozent könnten sich vorstellen, sich in einen Roboter zu verlieben.«

- dpa via gmx-magazin

Anmerkung: Jeder sechste Deutsche mag Blumenkohl mit Käsesauce. Jeder dritte Deutsche hätte gern Dieter Bohlen oder Günther Jauch als Bundeskanzler. Alle 11 Minuten verliebt sich ein Single über Parship. Jeder Deutsche hätte gerne mehr Gehalt. Sci-Fi-Dystopien mutieren immer mehr zu Kindermärchen. Satiren werden von Realsatiren überholt. Vermeintliche Lösungen werden für hausgemachte Probleme angeboten. Und anstatt die Ursachen (Atomisierung, Vereinzelung, Entsolidarisierung) zu verändern, verdient man lieber Geld mit den Folgen. Gibt es auch Sexroboter für Transgender? ;)

8 Gedanken zu “Sexroboter

  1. Im Zugabteil: Fahrgast läßt die Zeitung sinken und sagt zu seinem Gegenüber: »Hier steht, dass jedesmal, wenn ich ausatme, auf der Welt ein Mensch stirbt.«

    Antwort: »Versuchen Sie es doch mal mit Zähneputzen.«

  2. Diese ganze Scheiße kann man nur noch protokollieren nicht mehr kommentieren, wir haben die Prinzipien des zugrundeliegenden Systems verstanden , was wir an absehbaren Folgen vorausgesagt haben tritt nach und nach ein ..die Mehrheit der Schafe macht Party solange noch Dispo, Dosenbier und Billigkippen ..

    enlightenment is futile...

  3. Heißt »gerne« lieber als mit einem Menschen oder lieber als Porno gucken oder...?

    Und gilt das tatsächlich für die bessere Gummipuppe aus dem Artikel oder haben die befragten da vielleicht ganz andere Vorstellungen, was so ein Roboter sein soll?

  4. Hihi, — alles möglich, — zumindest mal, wenn diese online-magazine ala gmx oder auch 1und1-news, bzw. sonstige Regenbogen- bis Hagelwetterjournallien die Welt bis zu ihrer Zukunft erklären. Das Erschreckende ist eher, dass die das tatsächlich schaffen, — was wiederum zeigt, was quantitativ so gelesen wird. Auch bei Informatikern und sonstigen Mitproduzenten des gewünschten zukünftigen Produktes :)

  5. Nun ja. Ich sehe das so: Schaun wir doch mal in die Bordelle. Da gibt es sie doch bereits massenhaft. Oder meint hier jemand, diese Frauen machen das aus Leidenschaft, Berufung, sozialem Engagement, Fürsorge oder weil sie chronisch untervögelt sind?

  6. @altautonomer
    Das ist ein Argument, und wahrlich eines der besten. Trotzdem bleibt da die Diskrepanz zwischen der Beschäftigung mit einem Automaten der in seiner Existenz noch Mensch ist und diese Existenzberechtigung immer noch einfordert, — und eben der ultimativen Befreiung davon. Das ist eine Schnittlinie, — die ist schon neu.

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