Was Kinder wollen...

Der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) hat vor der Bundestagswahl am 22. September Kinder und Jugendliche in ganz Deutschland gefragt, was sie machen würden, wenn sie Bundeskanzlerin wären. Die Kinder sollten dem DKSB Postkarten mit ihren Wünschen schicken und das haben wohl rund 3.000 Kinder gemacht. Die Ergebnisse haben sie nun auf ihrer Seite veröffentlicht. Das wollen Kinder:

  • »dafür sorgen, dass jeder Mensch ungefähr gleich viel Geld hat« (Kian, 8 Jahre)
  • »machen, dass alle Kinder glücklich sind« (Riona, 8 Jahre)
  • »Hausaufgaben abschaffen« (Elena, 13 Jahre)
  • »die Schule später anfangen lassen, weil ich immer müde bin« (Naima, 11 Jahre)
  • »mehr Spielplätze bauen und reinigen lassen« (Cansu, 10 Jahre)
  • »sagen, dass Kinder selbst entscheiden dürfen was sie in ihrer Freizeit machen« (Enna, 12 Jahre)
  • »den Krieg abschaffen und anderen Leuten erklären, dass man Frieden auch mit Worten machen kann« (Elena, 7 Jahre)
  • »Waffen streng verbieten« (Dimitri, 11 Jahre)

Für den realpolitisch‐pragmatisch‐konsum‐orientierten‐Geiz‐und‐Ego‐Menschen sind das natürlich alles nur romantisch verklärte Kinder‐Träumereien. Solche Vorstellungen, Wünsche und Ideen werden ihnen schon noch durch Schule, Medien, Lohnarbeit und Elternhaus ausgetrieben werden. Denn das Einzige was zählt ist: Leistung, Arbeitsgehorsam, Geld‐ und Profitstreben, Konsum und Sozial Status. Wenn man mich fragt: wir sollten viel mehr auf unsere Kinder hören!

3 Gedanken zu “Was Kinder wollen...

  1. »[...]Solche Vorstellungen, Wünsche und Ideen werden ihnen schon noch durch Schule, Medien, Lohnarbeit und Elternhaus ausgetrieben werden. Denn das Einzige was zählt ist: Leistung, Arbeitsgehorsam, Geld– und Profitstreben, Konsum und Sozial Status. Wenn man mich fragt: wir sollten viel mehr auf unsere Kinder hören![...]«

    ...einen wichtigen Punkt hast du aber vergessen, und zwar den hier:

    »[...]den Krieg abschaffen und anderen Leuten erklären, dass man Frieden auch mit Worten machen kann« (Elena, 7 Jahre)
    »Waffen streng verbieten« (Dimitri, 11 Jahre)[...]«

    Kinder verabscheuen eben auch den neuen dt. Militarismus, und die Waffenexporte ohne Moral, ebenso wie die Kriegstreiberei von Merkel/Rösler/Schröder/Fischer alà Bundeswehrsoldaten überallhin, und zwar ganz egal wohin....

    Gruß
    Bernie

  2. D´accord, wenn damit aktives Zuhören und Hilfestellung bei der sukzessiven Entlassung in eigene Lebensräume gemeint sind.
    Ihnen, wenn auch nur indirekt, unsere ureigensten Entscheidungen in Kernbereichen aufzubürden, wäre in der Tat Romantizismus.

  3. D´accord, wenn in diesem Kontext aktives Zuhören und Hilfestellung bei der sukzessiven Erfassung eigener und Entlassung in offene Lebensräume gemeint sind.
    Den Kindern, auch nur indirekt, unsere ureigensten Entscheidungen/Weichenstellungen in gesellschaftlichen Kernbereichen aufzubürden, wäre in der Tat schlechter Romantizismus und ein »Semantizismus« der Unreife bzw. Blödheit.

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