Stimmungsmache gegen Väter

»Vater ist doch gleich Vater. Aber genau hier liegt ein Knackpunkt: Vater ist eben nicht immer gleich Vater. [...] Es gibt aber auch Väter, die allein aus einem Machtinstinkt heraus auf das gemeinsame Sorgerecht pochen. [...] Doch so anmaßend es klingt: Die Mehrheit der Väter muss erst noch beweisen, dass sie in der Realität mit dem neuen Recht etwas Sinnvolles anfangen kann.«

- Kommentar von Simone Schmollack in der TAZ vom 3. August 2010

Anmerkung: Die TAZ beweist, dass sie immer noch ihre alten feministischen und männerhassenden Vorstellungen pflegt. Väter sind an sich erstmal »böse« und verantwortungslos, so wie Frauen an sich erstmal »gut« und verantwortungsbewusst sind. Wenn Mütter das Sorgerecht nicht teilen wollen, machen sie das natürlich nur dem Kind zuliebe (Frau Schmollack schreibt hier von der »weiblichen Verantwortungskultur«). Wenn Väter  einen Anspruch auf das gemeinsame (!) Sorgerecht erheben, geschieht das -nach Frau Schmollack‐ nur aus einem Machtanspruch der Väter heraus.

16 Gedanken zu “Stimmungsmache gegen Väter

  1. Was mich noch viel mehr geärgert hat, war dieser Ausspruch der Gleichstellungsbeauftragten Schmollack:

    »Sie wollen juristisch auch dann Vater bleiben oder es werden, selbst wenn sie es im Alltag schon lange nicht mehr sind oder es noch nie waren. Gemeint sind all jene, die keinen oder zu wenig Unterhalt zahlen.«

    Was also? Arme Väter, die keinen Unterhalt zahlen können, sind damit keine Väter? Man darf ihre Vaterschaft anzweifeln? Da kommt Feminismus und Darwinismus zusammen.

  2. Wie ich immer wieder feststellen muss, Alice Schwarzer und Co. haben ganze Arbeit geleistet und der menschlichen Gemeinschaft dadurch überwiegend geschadet. Vorallem haben sie dafür gesorgt, dass Frauen micht mehr wissen, was Frau und Mutter sein bedeutet.

    Die ideale Familie wird es nur selten geben. Wer Kinder haben will, kann eben nicht auch gleichzeitig Karriere machen, da muss der Mensch sich schon entscheiden. Frauen, die von vornherein sagen ich will nur ein Kind, den Vater dazu brauche ich nicht, waren mir schon immer suspekt und dass sie im Sinne des Kindes handeln, kann mir keiner erzählen.

    Nicht jeder heißt Z.B. Ursula von der Leyen und hat die nötigen Menschen, die ihr den Rücken frei halten. Ob das allerdings der Traum der Kinder ist, ist fraglich. Aber die Kinder werden sowieso nicht gefragt.

  3. Frau Schmollack ist als Mitarbeiterin der H.Böll Stiftung die optimale Vorzeigefrau der Grünen, mit exakt dem Urwunsch nach erzkonservativen Rollenbildern gesegnet, den es gilt in die Moderne zu transponieren. Reine Vorzeigeprogression im Kleide alter Vorurteile. Genauso wie A.Schwarzer. Einfach nur hängengeblieben.

  4. Ich hatte mich gestern schon gefragt, wo die Proteste der radikalen FeministInnen_innen bleiben. Zur Argumentation in dem Taz‐Artikel muss man nicht viel sagen, ist das übliche (wenn auch etwas ruhiger vorgetragen als bei anderen): wenn Frauen die selben Fehler wie Männer machen ist das nicht so schlimm, weil sie in der Vergangenheit ja benachteiligt wurden, das muss reichen.

  5. Ich möchte zwei Dinge anmerken:
    1. Folgenden Satz fand ich in dem Artikel auch sowas von daneben »Zudem gibt es viele Väter, die durchaus aktive Väter sein wollen, das aber de facto nicht hinbekommen.« Generell kann man eigentlich jedes »Vater« in dem Artikel mit »Mutter« ersetzen und es wäre nicht realitätsfern. Auch diese Formulierung, dass die unverheirateten Väter ein »Recht auf ihre Kinder« hätten klingt für mich als ob das etwas sein müsse, was einem der Gesetzgeber erst gnädigerweise verleiht. Das es für die meisten Eltern ein natürliches Bedürfnis ist, sich um ihre Kinder zu kümmern und Zeit mit ihnen zu verbringen und das die neue (durch EGMR‐Urteil erzwungene!) gesetzliche Regelung dem endlich mal Rechnung trägt, wird in dem Artikel wie nicht anders zu erwarten, nicht diskutiert.

    2. Ich find es immer wieder bednklich, das Alice Schwarzer und Co an allem Schuld sein sollen. Die Regelungen und die dazu passenden Ansichten gab es schon lange vorher und wurden nicht erst durch Feministen in den Bundestag eingebracht. Dass Kindererziehung und tatsächliche Gleichbehandlung nicht unbedingt ganz oben auf der Agenda stand ist jedem klar, aber so kritisch wie man das ganze betrachten muss, so ist der Feminismus nicht für alles verantwortlich. Dass das Thema Gleichstellung auch von Männern in der Politik und demnach in der Gesetzgebung eher ein unliebsames ist hängt denk ich mit einer gewissen Lethargie der männlichen Politiker zusammen und sicherlich auch mit einer stiefmütterlichen/‐väterlichen ;) Behandlung durch die Medien (beeinflusst durch Feministinnen) zusammen.

    Jedenfalls find ich die Regelung einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung und man kann nur hoffen, das man solche Artikel wie in der TAZ nicht mehr oft lesen muss.

  6. @Sephi
    Ansonsten volle Zustimmung, aber Alice Schwarzer und Co. sollen sich einfach nur weiterbewegen. Das erwartet man von intelligenten Menschen, die sich selber als solche bezeichnen. Zudem sie noch im Rampelicht stehen, und Meinungsbildung verursachen. Es ist nichts bedenkliches dabei, Dinosauriern zu sagen, das sie einfach mal die Klappe halten sollen, wenn sie schon nicht merken, das ihre Zeit rum ist.

  7. Schon komisch, dass Simone Schmollack die Differenzierung bei den Männern sucht und bei den Frauen vernachlässigt. Frauen sind nicht nur Opfer sondern auch Täter. Ich habe neulich in einer Diskussion gehört, dass häusliche Gewalt 50/50 von Männern und Frauen ausgeht. Nur bei der sexuellen Heimgewalt sind die Mäner deutlich vorne. So unschuldig wie die Feministen uns weiß machen wollen sind auch Frauen nicht. Das hat einen einfachen Grund. Sie sind auch nur Menschen.

  8. Die aktuelle Sorgerechtsdebatte ist ein Sieg für den Feminismus und die Gleichberechtigung. Dieser neuer Beschluss sagt erstmals, dass nicht nur die Frau für die Erziehung und Betreuung der Kinder zuständig ist oder habe ich was falsch verstanden?

  9. Aehm teilweise richtig. Bisher war es so das bei unehelich geborenen Kindern die Mutter (geteilt mit dem Jugendamt) das alleinige Sorgerecht innehatte, wenn sie es denn so wollte. Im Umkehrschluss hatten die Väter von unehelichen Kindern so gut wie keinerlei Rechte und mussten sich ein Sorgerecht vor Gericht erstreiten, was auch nicht immer von Erfolg gekrönt war. Nur mit Zustimmung der Mutter konnte der Vater das Sorgerecht auf nicht‐gerichtlichen Weg erlangen. Das ist jetzt anders. Ich gebe zu, ich habe es nicht gelesen, aber soweit ich das sehe haben Väter von unehelich geborenen Kindern jetzt von vornherein das Sorgerecht und nur das Familiengericht kann es ihm auf Antrag der Mutter (zum Beispiel wenn er sich wirklich nicht kümmert etc) entziehen. Also von daher eine Erleichterung. Woran die Regelung leider nichts ändert ist die Durchsetzung. Selbst wenn man das Sorgerecht hat — ist die Mutter mit den Kindern 300km entfernt und stellt sich quer, ist es schwierig seinen Fürsorgepflichten und -wünschen nachzukommen und man bekommt auch dann die Kinder im zweifelsfall gar nicht mehr zu Gesicht.

    Als Sieg für den Feminismus kann man das vllt dann bezeichnen, wenn man davon ausgeht das die Abschaffung Ansicht Frau=Mutter=alleinige Verantwortliche ein Ziel des Feminismus ist. Allerdings gibt es viele die sagen »das ist mein Kind und der Mann/Vater hat damit nichts zu tun zu haben« und für die ist das natürlich dann eher nachteilig ;) zum Glück

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  12. @Sephi

    So wie ich es verstehe hat das Bundesverfassungsgericht kein automatisches Sorgerecht eingeräumt, es muss durch den Mann eingeklagt werden.

    Das BVerfG:
    »Die Regelung ist dahingegehend zu ändern, dass das Familiengericht den Eltern auf Antrag eines Elternteils die elterliche Sorge oder einen Teil davon gemeinsam überträgt, soweit zu erwarten ist, dass dies dem Kindeswohl entspricht; dem Vater ist auf Antrag eines Elternteils die elterliche Sorge oder ein Teil davon allein zu übertragen, soweit eine gemeinsame elterliche Sorge nicht in Betracht kommt und zu erwarten ist, dass dies dem Kindeswohl am besten entspricht.«

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