»Krebs? Selbst schuld!«

»Prognose für 2040: Zahl der Krebsfälle wird sich weltweit fast verdoppeln. [...] Durch eine gesunde Lebensweise ließen sich laut Baumann etwa 40 Prozent der Krebserkrankungen verhindern. Dazu gehören: Nicht rauchen, Übergewicht vermeiden, Sport treiben, gesunde Ernährung, wenig oder kein Alkohol. Impfungen und Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen.«

Spiegel Online vom 4. Februar 2020

Anmerkung: Mit Krebs lässt sich hervorragend Angst und Panik (sowie Profit) generieren. Bei diesem Thema treiben es die neoliberalen Big‐Pharma‐Bankster mit ihrem Prinzip der »Eigenverantwortung« zudem auf eine absurde Spitze. Kein Wort zur zunehmenden radioaktiven Verseuchung (Atombombentests, Uranwaffen, Chernobyl, Fukushima etc.), zu Lebensmittel‐ und Kosmetikzusätzen (Glutamat, Aspartam, Pestizide, Schwermetalle, Antibiotika etc.), Feinstaub, Glyphosat, Abgase, vergiftete Böden, Gen‐Lebensmitteln, Elektro‐Smog, toxische Textilien, Lohnabhängigkeit und damit verbundener seelischer Stress/Depressionen, Nitrate und Hormone im Grundwasser, Mikroplastik und und und. Dieser Bullshit, man könne mit einer gesunden Lebenweise den Krebs verhindern, ist neoliberale Romantik, welche die Verursacher unserer verpesteten Umwelt komplett aus dem Fokus nehmen.


Verseuchung
Krebs ist Profit

5 Gedanken zu “»Krebs? Selbst schuld!«

  1. Impfungen gegen Krebs? Sollte man nicht zumindest ganz einfache Kenntnisse von Medizin haben, bevor man im SPIEGEL etwas zur Gesundheit schreibt?
    (Ich ziehe die Frage auch im Hinblick auf den vorherigen Blog Artikel zurück)

  2. Ablenken, um die überzähligen Ursachen von Krebs zu vertuschen, denen man ständig ausgesetzt ist und wird. Gibt wohl keinen Lebensbereich ohne Krebsrisiko mehr, von Geburt an. Oder gar vor Geburt schon.
    Nebenbei: Was ist mit Fukushima, wird darüber noch berichtet und aufgeklärt, nur als Beispiel von vielen? Nein. Chernobyl wurde auch aus dem Bewußtsein der Menschen radiert, Folgen von Uranmunition werden verschwiegen, Uranwaffen weiterhin eingesetzt.

  3. @ epikur;

    inzwischen soll die sog. Gesundheitsindustrie mit ihren Umsätzen und Profiten dem absoluten Bringer der Automobilindustrie davonlaufen.
    Und mit Krebserkrankungen, da war mal so eine Zahl von 200.000 Euro pro Patient im Gespräch (Operation, Chemo, Nachbehandlung).

    Wobei mit dieser Behandlung faireweise keine Heilung versprochen wird, sondern nur die Aussicht auf eine Lebensverlängerung von bis zu 5 Jahren. Wer mehr verspricht ist ein Scharlatan.

    Und da hilft auch das ganze Geschwurbel um die multikausalen Krankheitsursachen nicht viel weiter, wenn die zwar im Blickfeld sind, aber leider nichts erklären können.

    Und so bleibt es eben dabei, dass die Herzkrankheiten/ der Herztod und danach der Krebs, trotz aller »medizinischen Fortschritte« und Erfolgsversprechungen immer noch auf einem armseligen Niveau verharren.
    Immerhin gibt es durch die Herzchirugie ein wenig Entlastung.

  4. Verunreinigte Atemluft durch Industrie und Autoabgase, Gift in Lebensmitteln, Passivrauchen und UV‐Sonnenstrahlung sind Risiken, die ich individuell nur bedingt beeinflussen kann und gegen die mein Immunsystem keine Abwehr besitzt.

    Dazu gehören jedoch nicht das Rauchen und der Alkoholkonsum. Bei jedem Zug an einer Zigarrette werden über 220 Gene negativ getriggert. Der Leiter einer Wuppertaler Lungenklinik sagte in einem Interview, dass 90 Prozent seiner Lungenkrebspatienten starke Raucher sind.

    Chronischer Alkoholkonsum kann alle Lebensbereiche infiltrieren und zu zahlreichen körperlichen, seelischen und sozialen Schäden führen. Es gibt kaum ein Organ, das nicht infolge eines Alkoholmissbrauchs geschädigt werden kann. Als Beispiel seien die Karzinome des oberen Aerodigestivtraktes, die Leberzirrhose mit hepatozellulärem Karzinom und die chronische Pankreatitis genannt. Dem Wissen um mögliche gesundheitlich nachteilige Folgen des Alkoholkonsums stehen Erkenntnisse gegenüber, welche einen schützenden Effekt moderaten Alkoholkonsums (10 bis 30 g pro Tag) gegenüber Herz‐Kreislauf‐Erkrankungen beschreiben. In der öffentlichen Diskussion wird dabei ganz außer Acht gelassen, dass Alkohol auf den gesamten Organismus wirkt, weitreichende immunologische und metabolische Veränderungen bewirkt und somit akute und chronische Erkrankungen an verschiedenen Organen induzieren kann. Es gibt somit keinen risikofreien Alkoholkonsum.

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