Meine guten Vorsätze für das Jahr 2015

  1. Alles glauben und nachplappern was mir BILD und RTL sagen.
  2. Keinen Sport treiben, weiter rauchen, saufen und auf der Couch rumlümmeln sowie fleißig Junk Food und Zuckerbomben fressen.
  3. Meine Lohnarbeit als mein größtes Hobby und als meine größte Leidenschaft verinnerlichen und keine Zeit für schöpferische Tätigkeiten verwenden.
  4. Weiter in meinem mental‐emotionalen Biedermeier‐Glasbunker leben; weltweite Armut, Ausbeutung und Kriege verleugnen.
  5. Mir ganz viel neues Zeug kaufen, was ich gar nicht brauche. Und es dann nach zwei Wochen wieder wegwerfen. Mindestens drei neue smartphones zulegen.
  6. Kinder, Migranten und alte Menschen ordentlich verabscheuen und hassen.
  7. Einen großen Bogen um Gesellschafts‐, Medien‐ und Wirtschaftskritik machen. Und jeden, der sich damit beschäftigt als nervigen Spinner beschimpfen.
  8. Auf Facebook viele Katzenbilder posten und teilen, fleißig Familienbilder hochladen und mein Profilbild öfter wechseln, um Bestätigung zu bekommen.
  9. Mir im Fernsehen sämtliche Pseudo‐Doku‐Sozialsoaps reinziehen.
  10. Weiterhin den Neoliberalismus als alternativlose Wahrheit anbeten.

Ich muss nichts verändern. Ich bin Deutschland. Ich bin perfekt.

P:S: Meine 10 Wünsche für das Jahr 2014 sind natürlich nicht in Erfüllung gegangen.

2 Gedanken zu “Meine guten Vorsätze für das Jahr 2015

  1. Na, da hast du aber vielen die Arbeit abgenommen. Die haben sich sogar ohne das zu lesen, dir in den meisten Punkten angeschlossen, weil resigniert oder schon so im System eingebunden, das eigenes Denken ausgeschaltet ist und man nur noch funktioniert. Die Matrix lässt grüßen.

    NEO

  2. Fehlt noch: fleißig Pornosites frequentieren – soll zu
    Hirnschrumpfungen führen, die bei der Umsetzung
    einer solchen Agenda marktkonformer Life/Work‐Balance
    ausgesprochen hilfreich sein dürften …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.