Demokratiebomber

Die Bilanz nach 13 Jahren ISAF‐Krieg in Afghanistan ist hervorragend. Der Einsatz war ein voller Erfolg:

  1. Das Land wurde in die Steinzeit gebombt und eine völlig zerstörte Infrastruktur hinterlassen.
  2. Rund 90 Prozent der Aufbauhilfe wandern in die Taschen westlicher Wiederaufbaukonzerne.
  3. Afghanistan ist auf Platz 169 von 187 Plätzen des vom UN‐Entwicklungsprogramm berechneten Human Development Index (HDI).
  4. Jahr für Jahr steigende Opferzahlen unter der Zivilbevölkerung. Mehr als 10.000 Zivilisten wurden bisher insgesamt getötet.
  5. Verseuchte Gebiete durch den massiven Einsatz von Uranmunition.
  6. Laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat der Bundeswehreinsatz in Afghanistan rund drei Milliarden Euro pro Jahr, also rund 40 Milliarden Euro, gekostet. Geld, das an anderer Stelle sicherlich sinnvoller hätte eingesetzt werden können.
  7. Der Opiumanbau geht weiter und die Produktion stieg 2013 sogar um 17 Prozent an. Heute ist das Land Weltmeister im Opiumexport.
  8. Rund 3 Millionen Menschen sind aus dem Land geflüchtet.

Die Rohstoff‐Transportwege in Afghanistan, durch den Kampfeinsatz der ISAF‐Soldaten und gezielte Ermordungen durch US‐Drohnen, wurden gesichert. Viele Taliban in Afghanistan getötet oder vertrieben. Das Land unter westliche Kontrolle gebracht. Nun kann es mit den Söldnerfirmen weitergehen. Mission Erfolgreich!

7 Gedanken zu “Demokratiebomber

  1. @vino

    »aber muss es gleich Mord sein ?«

    Warum soll man es nicht nennen, was es ist? Sicher klingt »vorsätzliches Tötungsdelikt« besser. Nichts anderes aber bedeutet das Wort Mord.

  2. »Frau Lehmann«, ich bin nicht gegen den Inhalt sondern die Form. Es sollte heißen : »und gezielte Ermordungen durch (mittels) US‐Drohnen.«

  3. Und ich bin für die Umbenennung der »Predator«-Drohnen in
    »Perpetrator«-D. – im Interesse der Faktizität!

  4. »durch gezielte Ermordungen von US‐Drohnen....« – genau, ermorden wir die Drohnen bzw. verschrotten sie spontan durch
    Hacking mit Absturzfolge. Das soll sogar mit marktgängiger, leicht modifizierter Billigsoftware möglich sein (in Libyen so geschehen).

    Und es gibt doch so viele Habenichtse mit sehr guter wissenschaftlicher und technischer Ausbildung: warum tun die sich nicht zusammen und bauen ihre eigenen Anti‐Drohnen? Schließlich sind Drohnen weiter nix als aufgepimpte Modellflugzeuge – und die lassen sich heute erheblich kostengünstiger erstellen als noch vor einigen Jahrzehnten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.