Meine 10 Wünsche für das Jahr 2014!

  1. Es gibt wieder einen öffentlichen Diskurs für wirtschaftspolitische Alternativen. Neue Ideen und Vorschläge werden nicht mehr als unrealistisch, träumerisch, utopisch oder populistisch diffamiert, sondern ernst genommen und medial thematisiert.
  2. Männer und Frauen sind wieder zärtlicher und einfühlsamer zueinander. Es wird mehr gekuschelt, geschmust und gestreichelt, anstatt dass immer nur an die eigenen Bedürfnisse und an Sex gedacht wird.
  3. Das menschliche Wohlergehen steht nun im Mittelpunkt aller politischen und unternehmerischen Entscheidungen. Das Prinzip lautet fortan: Menschen sind wichtiger als Profite. Im Zweifelsfall wird eben mehr Geld ausgegeben und weniger Gewinn gemacht, wenn es Mitarbeitern dadurch besser geht.
  4. Immer mehr Mediennutzer schwören dem Fernsehen, den Hofberichterstattungs‐Leitmedien und der Blöd‐Zeitung ab, lesen linke Blogs, die Le Monde Diplomatique, die Junge Welt und die Blätter für Deutsche und Internationale Politik. Denn sie haben es endgültig  satt, belogen und betrogen zu werden.
  5. Das internationale Banken‐ und Finanzcasino wird ein für alle mal geschlossen. Banken werden fortan von (wirklich!) unabhängigen Gremien stark reguliert und kontrolliert.
  6. Sämtliche Steuerschlupflöcher, Steuerhinterziehungs‐Möglichkeiten, Steueroasen und Steuerlücken werden endgültig beseitigt. Reiche, Vermögende und Millionäre leisten zudem einen erhöhten Beitrag zum vermeintlichen Solidarsystem.
  7. Praktikas, Mini‐Jobs, Ein‐Euro‐Jobs und Leiharbeit sind fortan verboten bzw. nur in wenigen Ausnahmefällen zugelassen, wie beispielsweise das Schul‐Praktikum.
  8. Es gibt langanhaltende bundesweite Streiks, Großdemonstrationen und Protest‐Aktionen, nicht nur zu einzelnen Themen, wie Überwachung, Arbeitsrecht, Energiepolitik oder Tierschutz, sondern zum allgemeinen wirtschaftspolitischen System. Es entsteht in Deutschland eine starke außerparlamentarische Opposition, die Alternativen formuliert und erheblichen politischen Druck ausübt.
  9. Die Massenmedien lösen sich von der finanziellen Abhängigkeit der Anzeigenkunden, also von Unternehmen und Konzernen, und berichten täglich (!) über die Zustände in Senioren‐, Asyl‐ und Obdachlosenwohnheimen sowie über die von Politik und Wirtschaft bewusst verursachte  weltweite finanzielle Armut.
  10. Kinder werden als Individuen und Mitmenschen ernster genommen. Sie werden nun weniger als Belastung, Geldfresser und Nervenbündel betrachtet. Außerdem wird medial thematisiert, wie man dafür sorgen kann, dass Kinder eine angenehme Kindheit haben können, anstatt sie ständig auf eine Zukunfts‐Ressource zu reduzieren. Denn Kinder sind nicht unsere Zukunft, sondern unsere Gegenwart.

Ob meine Wünsche in Erfüllung gehen werden?

4 Gedanken zu “Meine 10 Wünsche für das Jahr 2014!

  1. Einen 11. Wunsch will ich noch hinzufügen, da ich aus einer Unternehmerfamilie stamme, wo der Vater die Kinder immer wieder — über die Geschäftsübernahme — gegeneinander in Stellung gebracht hat.

    Familien sind wieder etwas wert, und Geld zählt im Erbfall ebensowenig wie Besitz sondern es geht um den Familienzusammenhalt, und die Gesundheit aller Familienmitglieder.

    Konkurrenzdenken unter Kindern wird daher unnötig, egal ob unter Unternehmer‐ oder sonstigen Kindern bzw. Erwachsenen, die durch einen tragischen Tod einen Angehörigen verloren haben.

    Gruß
    Bernie

    PS: Das Grundrecht auf Wohnraum für alle wird in .de eingeführt, so dass keiner — auch aufgrund von Schicksalsschlägen, wie oben erwähnt (Erbfall) — in die Obdachlosigkeit getrieben werden kann.

  2. Fromme Wünsche eine Phantasten würde ich sagen, aber ich muss zugeben, ich bin auch einer.

    Der Kapitalismus ist m. E. nicht reformierbar. :NENE:

  3. Ach, wäre das schön. Nur, wird eher das Gegenteil bei den meisten Punkten eintreten. Punkt 2 haben wir in der Hand. Alle anderen Punkte mehr oder weniger nicht. Wenn wir sie dennoch in der Hand haben sollten, kommt irgend einer dazwischen, der uns wieder fremd bestimmt macht.

  4. Mein, eher bescheidenes Gebet für 2014:
    Herr,
    ich erbitte für das neue Jahr
    einen schlanken Körper
    und ein dickes, prallgefülltes Bankkonto!
    PS: Bitte bring das nicht wieder, wie in 2013, durcheinander!

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