Rassismus der Mitte

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Die bürgerlichen Massenmedien haben uns jahrzehntelang rassistische Werturteile in die Köpfe gehämmert. Und weil es typisch deutsch ist, nach unten zu treten und nach oben zu kriechen, haben wir die kleinbürgerliche Menschenverachtung, das Konkurrenz‐ und Wettbewerbsdenken gerne in uns aufgesogen. Pegida und die brennenden Flüchtlingsheime sind insofern die Ernte einer Saat, die lange -vor allem eben von der Mitte der Gesellschaft, den Kleinbürgern, den Spießern, den Schrebergärten‐Besitzern, den Bürokraten und Biedermännern‐ gestreut wurde:

»Die Ausländer nehmen uns unsere Arbeitsplätze weg.«
»Moslems sind islamistische Terroristen.«
»Migranten wollen kein Deutsch lernen.«
»Asylanten sind Sozialschmarotzer.«
»Zigeuner betteln und klauen.«

19 Gedanken zu “Rassismus der Mitte

  1. Insofern, ja. Man erinnere sich nur an die Zeitung mit den großen Buchstaben — was los ist, wenn sie eine Sau oder ein Feindbild durchs Dorf treiben können. Und bei dieser Kultur wundern sich dann andere Menschen, wie Menschen zu solch einem Hass‐Mob werden können.
    Psychologisch eine Dummheit. Dafür muss man noch nicht einmal ein Buch von Freud gelesen haben, um das zu verstehen.

  2. Nein, so einfach darf man es sich nicht machen. Bei den TAFELN ist es z.B. schon so, dass Angekommene mit H4lern konkurrieren. Nächstens werden es die günstigen Wohnungen sein. Beispiele dafür gibt es auch schon. Und wenn es nur das eine oder das andere Beispiel ist, so ist die menschlichen Natur, wird verallgemeinert und man kann es niemanden verübeln. So bekommen z.B. Angekommene mehr Taschengeld als alte Menschen in den Heimen. Es darf absolut kein Hauch von Ungerechtigkeiten bei denjenigen entstehen, die Steuern zahlen oder jahrzehntelang gezahlt haben, sonst kippt die Stimmung und sie ist gekippt. Einige der Hiergekommenen arbeiten nachweislich z.B. im Schwarzarbeitsbereich für 3 EUR die Stunde. Da fällt natürlich der Arbeitsplatz für die hier lebenden (egal ob nun deutschstämmig oder jahrelang schon hier lebend) weg. Und wir dürfen auch nicht von allen erwarten, dass sie Deutsch lernen wollen oder können. Es gibt dazu auch einfach zu wenige Lehrgänge. Und was sollen deutsche Arbeitslose denken, wenn Weiterbildungslehrgänge wegen Geldmangel abgesetzt werden und im gleichen Atemzug wird von Millionen schwadroniert, die für die Zugekommenen für die Bildung ausgegeben werden soll. Was sollen Eltern denken, die mit laufenden Ausfallstunden wegen Lehrermangels an den Schulen ihrer Kinder zu kämpfen haben? Das Bild der Angekommenen ist einfach zu vielschichtig. Man kommt innerhalb Deutschlands auch ohne deutsch aus in den schon jetzt bestehenden Parallelgesellschaften. Man darf auch nicht erwarten, dass alle unsere Gesetze achten wollen, wie z.B. unseren Konsenz des Zusammenlebens und für mich wichtig — der Gleichberechtigung von Mann und Frau. Dass sehen viele Zugereisten nicht so und wollen es sicherlich auch in absehbarer Zukunft nicht so sehen. Wenn es nur um ein paar Tausend zu uns Kommenden gehen würde, wäre das alles kein so großes Problem, aber bei Hundertausenden sieht es schon etwas anders aus. Geld ist auch nicht unendlich vorhanden, denn hier muss wirkliches Geld in die Hände genommen werden und kein virtuelles Geld hin‐ und hergeschoben werden. Das ist kein einfaches Thema, was man mit Puhrufen gegen rechte Schlagwörter abarbeiten kann. Wer da noch dazu klatscht, hat keine Fantasie, was es bedeutet, Hundertausende durch die Sozialsysteme zu schleußen, die nicht einmal für die schon hier lebenden eine gesellschaftliche Teilhabe garantieren. Phrasen für Menschlichkeit helfen da nicht. Das hilft nicht mal den Flüchtlingen selbst. Und wir dürfen doch nicht naiverweise annehmen, dass die wirklich Reichen richtig zur Kasse gebeten werden. Das wird es nicht geben. Also bleibt alles bei der arbeitenden Mittelschicht (von unten bis oben) hängen und dass die mit wachsenden Bauchschmerzen zuschaut, muss nicht verwundern. Dass nur mit Spieß‐, Klein‐ und Schrebergartenbürgertum abzukanzeln — ist falsch. So einfach dürfen wir es uns nicht machen.

  3. @Pewi

    « Phrasen für Menschlichkeit helfen da nicht. Das hilft nicht mal den Flüchtlingen selbst. Und wir dürfen doch nicht naiverweise annehmen, dass die wirklich Reichen richtig zur Kasse gebeten werden. Das wird es nicht geben. Also bleibt alles bei der arbeitenden Mittelschicht (von unten bis oben) hängen und dass die mit wachsenden Bauchschmerzen zuschaut, muss nicht verwundern. Dass nur mit Spieß‐, Klein– und Schrebergartenbürgertum abzukanzeln — ist falsch. So einfach dürfen wir es uns nicht machen.«

    Und warum gibt es dann nicht endlich eine Bewegung gegen die Reichen, damit sie sich endlich anständig an den Kosten beteiligen? Warum Pegida? Warum wird (wie oben beschrieben), mal wieder nach unten getreten? Flüchtlingsheime angezündet? Weil der gemeine Deutsche eben nach oben kriecht und nach unten tritt! Empathie auf einem völligen Tiefpunkt. Widerwärtig.

    Was hier passiert ist eine großangelegte Spaltungs‐ und Ablenkungsmethode: Deutsche vs. Flüchtlinge, Steuerzahler vs. Asylanten etc. Das die Mittelschicht sich immer noch dafür instrumentalisieren und aufhetzen lässt, ist echt zum Abgewöhnen! Für die Banken werden mal flugs 500 Milliarden hingelegt und für ein paar Millionen Euro für die Flüchtlinge werden Deutsche gegen Flüchtlinge aufgehetzt und das alte Lied von »Wer soll das alles bezahlen« gesungen? Merkt Ihr noch was?

  4. @Pewi

    Wenn die »arbeitende Mittelschicht« (ich mutmaße mal dass du dich dazu zählst) sich einmal etwas besser informieren würde, müsste sie vielleicht nicht solchen Unfug von sich geben.
    Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Bei den »Arbeitsplätzen« für 3€/h die du dir hier zurecht phantasierst? Oder günstige Wohnungen, die bevorzugt dem bösen Asylanten gegeben werden?

    Praktisch alle deine Ängste beruhen auf Fehlinformationen oder beziehen sich auf Probleme, die mit Flüchtlingen mal genau überhaupt nix zu tun haben.

    Ich als »Arbeitsloser« kann dir übrigens gerne sagen, dass ich überhaupt kein Problem damit habe wenn Millionen für Geflüchtete ausgegeben werden oder wenn die ganzen Asylanten »durchs Sozialsystem geschleust werden«, wohl aber mit spießigen Schrebergärtnern, die jeden Scheiß glauben, den sie in der Bild gelesen haben. Denen 10 Mrd € für Flüchtlinge schon zu viel sind, so dass sie sich mit dem Faschistenpack bei Pegida verbünden, aber das Maul nicht aufbekommen wenn mal locker das fünffache an Steuergeldern von heute auf morgen für eine Bankenrettung ausgegeben wird, die niemandem hilft außer den Bonzen. Die lieber ihre Ressentiments und Vorurteile pflegen anstatt sich mal auf ihre Menschlichkeit zu besinnen.
    Du bist ein Paradebeispiel für das was Epikur in seinem Post bemängelt und anstatt hier was von Parallelgesellschaften zu faseln, solltest du mal in dich gehen und deine »guten deutschen Werte« überdenken.

    Denk ich an Deutschland in der Nacht.... könnt‹ ich nur noch kotzen
    *drops microphone and leaves*

  5. »Kanzlerin Merkel hat offenbar inzwischen völlig die Orientierung verloren. Sie will die Bundeswehr länger in Afghanistan lassen, da sich die Sicherheitslage dort verschlechtert hat. Gleichzeitig will sie Flüchtlinge mit Verweis auf die gute Sicherheitslage wieder nach Afghanistan zurückschicken. Das ist doch völlig absurd«

    - Pressemitteilung von Sahra Wagenknecht vom 26.10.2015

    Der militärisch‐industrielle Komplex in Deutschland und die Bündnistreue zu den USA sind scheinbar wichtiger als hilfesuchende und verzweifelte Menschen.

  6. @PeWi

    »Und was sollen deutsche Arbeitslose denken« ...

    Ich bin ein deutscher Arbeitsloser und empfinde es als anmaßende Frechheit, wenn vor allem die deutsche Mittelschicht meint mir unterstellen zu müssen, was ich denke. Rhetorisch ist das widerlich und identisch mit Herrschaftssprech.

    ... »wenn Weiterbildungslehrgänge wegen Geldmangel abgesetzt werden und im gleichen Atemzug wird von Millionen schwadroniert, die für die Zugekommenen für die Bildung ausgegeben werden soll.«

    Wie kommst du auf das dünne Brettchen, würden die »Zugekommenen« von dir rausgeschmissen, stünde dein schönes Geld als Steuerzahler plötzlich den Hartzern zur Verfügung? — Die Tendenz ist andersrum, egal wieviel Geld im Steuersäckel ist. Die 10‐jährige Hartzerfahrung lehrt Gegenteiliges und unabhängig(!) konjunktureller Schwankungen.

    Ein bisschen mehr Nachdenken hülfe, nicht jede griffige Stammtischparole ins Oberstübchen zu implantieren. ;)

    Es sind übrigens immer dieselben Parolen, die vielerorts zu hören sind. Könnte nach dem Prinzip des Viral Marketing ablaufen, schon mal darüber nachgedacht?

    Hier noch ein FAQ für besorgte Bürger

    Liebe Grüße.

  7. @Pewi
    Ich bin ehrlich gesagt auch etwas irritiert, dass du dich auf das schmale Brett der Systemtechnokraten mit ihrem ökonomischem Stellschraubenverhalten auch mit den Schwächen der Menschen einlassen willst. Natürlich werden sie miteinander konkurrieren. Dieser Wettkampf ist gemachter Zeitgeist. Sie werden sich zur Not sogar noch zerfleischen, weil man sie darüber wunderbar gegenseitig ausspielen kann. Und es lässt sich nur noch verhindern durch Menschen mit nicht egoistisch ökonomischen, sondern menschlichen, — sprich human‐ethischen Bestrebungen die auch wieder diesen Schrebergärtnern mit ihrem konditionierten Parzellendenken vermittelt werden müssen. Es ist eine Frage dessen, was kluge Politiker bei den Menschen in all ihrer Vielfalt forcieren und konditionieren möchten.

    Auch deshalb bin ich für eine Aufarbeitung der Agenda2010. Sie wäre niemals möglich gewesen, wenn nicht auch bereits eine Bereitschaft zum Treten nach unten vorhanden gewesen wäre. Mittlerweile trifft man Leute, die bringen das fertig, die Langzeitarbeitslosen die sie noch selber vor ein paar Jahren als Sozialschmarotzer bezeichnet haben, — jetzt deren Armut als Argument gegen Flüchtlinge zu benutzen, um diese dann als Sozialschmarotzer bezeichnen zu können. Diese Agenda war willentlich und psychologisch sehr bewusst ein Wettkampftrigger mit sozialdarwinistischem Anliegen, welche auf dem Egoismus der Menschen genauso fördernd aufgebaut hatte, wie auf einer vorhandenen Bösartigkeit anderen Menschen gegenüber, als auch einer abstrus übernationalistischen Konditionierung mit vermeintlicher Weltoffenheit zugunsten ausschließlich ökonomischer Interessen von Nation und speziell deren Arbeitgeberinteressen. Systemdenken pur, — kalt, — ökonomisch und berechnend in jeder Art und Weise, selbst noch mit den Schwächen der Menschen, die jetzt noch darüber ausgespielt werden. Ein Meisterstück der Desozialisierung genauso wie der Dehumanisierung.

  8. @eb

    Vor allem dein zweiter Absatz bringt es auf den Punkt. Die Mentalität von Teilen(!) der Mittelschicht hat dafür gesorgt , daß

    @PeWi
    jenes Geld nicht vorhanden ist , daß in Wahrheit eben doch vorhanden ist , aber ständig den Reichen in den Allerwertesten geschoben wird.
    Divida et impera , wie es im Buche steht , und da muß jetzt auch nicht immer mit Verzagtheit reagiert werden , diese Zustände sind keineswegs so unabänderlich , wie du es darstellst und daraus folgerst , daß man sich eben dem Hauen und Stechen fügen und aufeinander losgehen müsse.
    Ich bin da sogar optimistisch , die Flüchtlinge könnten der Auslöser sein für stärkeres »Treten« nach oben , einfach weil es kaum noch anders geht und weil auch Deutschland nicht nur aus Radfahrern besteht.
    Dabei wird es ohne Zweifel auch Flüchtlinge geben , die genauso unsolidarisch sind wie Teile der Deutschen und die versuchen werden , sich hinterhältig vorbeizudrängeln am sozial bedrängten Teil der Deutschen ( und der hier lebenden Migranten ) , das haben wir auch schon bei einem Teil der bereits hier lebenden Arbeitsimmigranten , und diesen speziellen Leuten darf man dann auch kräftig den Marsch blasen , aber das ist kein Freibrief für rechtes Geschwätz über irgendwelche Schmarotzer oder ähnliche Widerwärtigkeiten.

  9. Und es funktioniert — leider :(

    Manche Tage komme ich aus dem Kopfschütteln ober obige Aussagen und schlimmere gar nicht mehr heraus und frage mich nur, wo diese »Spießer« ihr angeblich so kritisches Denkvermögen haben, dass sie auf den entsprechenden Events heraushängen lassen.

    Und das es in erster Linie kleinbürgerliches Spießertum ist, welches sich so äußert, kann z.B. in Hermann Glasers Rezension zu »Mein Kampf« nachgelesen werden. Der Schicklgruber junior war Spießer durch und durch.

  10. @ epikur

    Um die an PeWi gerichtete Frage »warum gibt es dann nicht endlich eine Bewegung gegen die Reichen (...) Warum Pegida?« aus eigenem Verständnis heraus zu beantworten:

    Weil es leichter ist, ein Flüchtlingsheim in der Nachbarschaft anzuzünden, als Reiche in ihrem bewachten Wohnen aufzusuchen. Und am Ende sind sie nicht einmal zu Hause, sondern halten sich sonstwo in der Welt auf.

  11. Was mich bei Durchlesung aller Kommentare stört ist dieses Gießkannengequacke. DIE Flüchtlinge, DIE Rechten ... DIE Spießer .... Die Argumente werden nicht besprochen, sondern mit detailnivellierenden Großansagen weggewischt. Fühlt euch dann mal besser damit, die Probleme, die es gibt werden dadurch nicht verbessert. Wenn Menschen in einen weiter sich verschärfenden Verteilungskampf gedrängt werden, ist es logisch, dass sie verrohen. Jeder der hier hoch daherkommenden Pew‐Kleinkocher gäbe einen herrlichen Neurechten ab, sobald der Einzelfall ihn trifft. Ich will es so sagen: Mir wäre es recht, wenn es in EU‐Europa nur so wimmelte von Migranten, 100 Millionen, 200 Millionen in den kommenden z. B. 20 Jahren. Unter der einen nicht verhandelbaren Bedingung, dass man die Arschlöcher unter diesen und offensichtlichen Antidemokraten, Antigrundgesetzler, bewussten Nichtintegrierer + notorischen Menschenrechtsverwerfer abschiebt, ausbürgert — ohne Hin und Her — sie versauen die Stimmung. Punkt. Eure Nazikeule wirkt bei mir nicht.
    Ich bin für 12 Millionen Neuzugewanderte in Deutschland bis 2020 offen. Es ist nicht die Hautfarbe, nicht die Religion, es ist der Fanatismus und die Ideologie. Ja, lasst uns bunt zusammen leben,12 Millionen herein, aber nur, wenn die 2 Millionen Menschenunterdrücker unter diesen wieder weggesandt werden. Nur über die sollten wir reden. Aber wir machen ja auf Gießkanne. Dabei geht es darum die Prüfung der Neuankommenden auf Kompatibilität zu bereden, da stimmt es nicht! Es geht nicht um Masse, es geht um Ideologie. Masse nur insofern, als bei mehr Masse auch netto mehr Idioten dabei sind — und DIE MUSS EUROPA HERAUSFILTERN.

    Darüber hinaus bin ich selbstverständlich auch der Meinung, dass sich hier auf Kosten von Menschen in Not vor den eigentlich anstehenden Kämpfen zur Kapitalismusbefriedung gedrückt wird. Klarer Fall.

    Jedenfalls dieses Nichteingehen auf die Details der Wirklichkeit, ist nicht ok. I

    ch teile gerne, auch materiell alles, aber nicht mit Menschen, die nicht die Freiheit suchen, sondern den Zwang über andere und die Kontrolle. Habe keine ANgst vor Überfremdung nur nicht einen Finger breit Lust auf die Falschen unter den Richtigen und da tippe ich auf etwa 20 %.

  12. Danke für, aber man sollte immer wieder erwähnen, damit nicht mancher »Hartzie« denkt, dass er was besseres ist als ein »Asylant« — »[...]»Asylanten sind Sozialschmarotzer.«[....]« — Ersetzt man das Wort »Asylanten« durch »Arbeitslose« ist man 1:1 mit von den Vorurteilen betroffen, als dt. und nicht‐dt. Arbeitsloser.

    Apropo »Vorurteile« wieso schreibst du mal nicht etwas über die grassierende Vorurteilsgesellschaft zu der Schröder‐Fischer — Merkel/Steinbrück — Merkel/Gabriel‐Deutschland mutiert ist.

    Ich las vor kurzem beim »Karriereblog« von Svenja Hofert, dass auch Selbständige mit Vorurteilen z.B. beim Bewerben konfrontiert werden — was anders ist als z.B. in den USA wo Selbständigkeit honoriert wird — Welcher Art? Paßt 1:1 zum »[...]Rassismus der Mitte[...]« — müßte hier allerdings »Untertanengeist der Mitte« heißen — Man könne z.B. sich nicht anpassen, sich nicht mehr unterordnen, wäre ein »Freigeist«, würde selber denken.....alles eigentlich edle Eigenschaften, die aber bei der Neuen Mitte so nicht mehr gefragt sind.

    In Deutschland ganz besonders nicht....

    Traurig, aber leider wahr....auch hier haben die Neoliberaliban ganze Arbeit geleistet bzw. sind in Deutschland auf fruchtbaren Boden gefallen, der schon vorbeackert war.....

    »Der Untertan« von Heinrich Mann ist 201516 in .de wieder voll »in«.

    Übrigens auch beim »Rassismus der Mitte« wie du so schön schreibst, dass war vor dem 1. Weltkrieg der gleiche »Untertan« wie während des II. Weltkrieges, danach und heute wieder....auch im ganz banalen Lebensalltag eines Deutschen.....und eines Nichtdeutschen bzw. eingewanderten.....Mitbürgers....

    Gruß
    Bernie

  13. @Friedenskosmopolit

    »Unter der einen nicht verhandelbaren Bedingung, dass man die Arschlöcher unter diesen und offensichtlichen Antidemokraten, Antigrundgesetzler, bewussten Nichtintegrierer + notorischen Menschenrechtsverwerfer abschiebt, ausbürgert — ohne Hin und Her — sie versauen die Stimmung. Punkt. Eure Nazikeule wirkt bei mir nicht.«

    Dann können wir ja gleich mal vor der eigenen Haustür anfangen und die ganzen verkappten Nazis, Schwerkriminelle, Pegidäsen, Volksverhetzer, Todesstrafe‐Befürworter, Lynchmob‐Begrüßer und weitere Grundgesetz‐Missachter ausweisen, oder? Ich befürchte, da kommt eine ganze Menge zusammen. Oder dürfen die das, weil sie »deutsch« sind und es geht Dir gar doch nur um die Nationalität, hm?

  14. @ Friedenskosmopolit

    So verstehe ich die Sache auch. Unabhängig davon, welche Suppe noch Deutschland oder Deutschland im Rahmen der EU kocht — mit ihrer Aussonderung von »potentiellen Fachkräften« und »Bekämpfung des demografischen Wandels«.
    Nur weil diejenigen dieselben Pläne haben, muss es nicht sein, dass man mit der selben Meinung die gleichen Ziele verfolgt — sonst müssten ja faktisch Linke und Rechte in der Hinsicht zusammenarbeiten, dass sich die praktizierte Ökonomie in ihrer Art und Weise überlebt hat. Machen sie dies aber? Nein, machen sie nicht.

    Mittlerweile ist es wohl so, dass man sich damit abfinden muss: Wer rechts sehen will, wird wohl immer etwas rechtes sehen. So wie hinter jeder Untat jemand einen Russen sehen will, wenn man ihm lang genug eingeredet hat, dass nur diese schlechte Taten verüben.
    Wer auf der Lauer im Busch liegt, fokussiert sich auch darauf, dass er mit jedem Rascheln damit rechnen muss, dass es ein gegnerischer Soldat mit einer Waffe im Arm ist.

  15. @ epikur

    (seperate because edit time is always limited)
    Rausschmeißen wird etwas kompliziert, da diese Leute alle in der Regel deutsche Staatsbürger sind. Es sei denn, man will sich noch (wieder) andere diplomatische Komplikationen schaffen...
    Der Sanktionskatalog bietet aber mehr wie nur das an.
    Dafür muss es aber seitens des Staates einen ernsthaften Willen geben. Wie es darum aber am aktuellen Konstrukt bestellt steht — das sprechen andere Tatsachen und Umstände, die in den vergangenen Jahren zu Tage getreten sind.
    Da gab es generell nur ein Weltkonstrukt, was mit dieser Art zu Leben und dieser Art Gedankengut ein ernst gemeintes Problem hatte und dagegen effektiv etwas unternahm — dieses wird aber bis heute ins Höchste verteufelt und lediglich auf einen bestimmten Staatschef heruntergebrochen, nur weil er Gulags eröffnete und persönlich etwas paranoid war, allenfalls auf ein paar alte deutsche Greise, die nicht wussten, wann es Zeit ist zu gehen, und die Planwirtschaft von versierteren jüngeren Leuten aus dem eigenen Volk reformieren zu lassen.

  16. @epikur »Dann können wir ja gleich mal vor der eigenen Haustür anfangen und die ganzen verkappten Nazis, Schwerkriminelle, Pegidäsen, Volksverhetzer, Todesstrafe‐Befürworter, Lynchmob‐Begrüßer und weitere Grundgesetz‐Missachter ausweisen, oder? Ich befürchte, da kommt eine ganze Menge zusammen. Oder dürfen die das, weil sie »deutsch« sind und es geht Dir gar doch nur um die Nationalität, hm?«

    Ja, es ist entsetzlich, mit was für Ansichten man umstellt ist. Nein, es geht mir nicht um Nationalismus, das ist auch so eine Ideologie von der der Planet nichts hat außer Ärger. Die ganzen Mittel die unproduktiv ins Machtspielen verschwendet werden von den Führern der Nationen — das ist Kindergarten. Ja, du hast schon recht.

  17. So ist das mit dem Survival Of The Richest. Ich würde den Worten weniger beimessen wollen, als den Taten. Kann man beobachten, muss man natürlich nicht.

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