{"id":50438,"date":"2025-08-15T07:09:39","date_gmt":"2025-08-15T05:09:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zeitgeistlos.de\/zgblog\/?p=50438"},"modified":"2025-08-14T01:22:53","modified_gmt":"2025-08-13T23:22:53","slug":"schoene-digitale-welt-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zeitgeistlos.de\/zgblog\/2025\/schoene-digitale-welt-2\/","title":{"rendered":"Sch\u00f6ne digitale Welt (2)"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-25457\" src=\"https:\/\/www.zeitgeistlos.de\/zgblog\/wp-content\/uploads\/Medienpause_Kampagne.jpg\" alt width=\"1000\" height=\"707\" srcset=\"https:\/\/www.zeitgeistlos.de\/zgblog\/wp-content\/uploads\/Medienpause_Kampagne.jpg 1000w, https:\/\/www.zeitgeistlos.de\/zgblog\/wp-content\/uploads\/Medienpause_Kampagne-150x106.jpg 150w, https:\/\/www.zeitgeistlos.de\/zgblog\/wp-content\/uploads\/Medienpause_Kampagne-450x318.jpg 450w, https:\/\/www.zeitgeistlos.de\/zgblog\/wp-content\/uploads\/Medienpause_Kampagne-768x543.jpg 768w, https:\/\/www.zeitgeistlos.de\/zgblog\/wp-content\/uploads\/Medienpause_Kampagne-424x300.jpg 424w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\">In letzter Zeit f\u00e4llt mir bei \u00f6ffentlichen Events und Veranstaltungen auf, dass immer mehr Menschen ihre Umgebung nicht mehr analog wahrnehmen k\u00f6nnen oder wollen. Sie halten w\u00e4hrend des Konzertes oder der Theater-Auff\u00fchrung st\u00e4ndig ihr smartphone in der Hand. Die F\u00e4higkeit, im hier und jetzt zu sein, den Augenblick und den Moment auf sich wirken zu lassen \u2011ohne st\u00e4ndig die eigene digitale Inszenierung im Hinterkopf zu haben- ist kaum noch existent.<!--more--><\/p>\n<p>Das eigene Erleben wird als digitales Abbild empfunden. Insofern dienen analoge Treffen mit realen Menschen, Ereignisse oder Veranstaltungen als digitale Narzissmus-Verwertungs-Szenarien. Die Realit\u00e4t hat darauf reagiert und \u00fcberall \u00bbSelfie-Stationen\u00ab sowie \u00bbfotogene Kulissen\u00ab aufgebaut.<\/p>\n<p>Die h\u00e4ufig ge\u00e4u\u00dferte Kritik der \u00e4lteren Generation, dass die Jugend mal mehr <em>\u00bbnach drau\u00dfen\u00ab<\/em> gehen solle, um die <em>\u00bbechte Welt\u00ab<\/em> zu erleben \u2014 ist f\u00fcr die Jugend v\u00f6llig unverst\u00e4ndlich. F\u00fcr sie ist die digitale Welt, die <em>\u00bbechte Realit\u00e4t\u00ab<\/em>. Das Leben wird verscrollt und im digitalen Nirwana versenkt.<\/p>\n<hr>\n<p><strong>Verdigitalisiert<\/strong><br>\nHierzu eine kleine Anekdote, die ich vor einigen Jahren erlebt habe. Ich bin mit Frau und Kind an einen See gefahren. Dort waren wir den ganzen Tag. Irgendwann kamen drei junge Damen, die sich in unsere N\u00e4he setzten. Sie zogen ihre Badesachen an und dann fotografierten sie sich gegenseitig. In allen m\u00f6glichen Posen. Allein. Gemeinsam. Vor dem Wasser. Danach zogen sie sich wieder an, packten ihre Sachen und gingen wieder. Sie haben nicht einen Fu\u00df in den See gesetzt.<\/p>\n<p>Damals war das f\u00fcr mich eine Art Erweckungserlebnis. Das konservative Denken, dass die analoge und die digitale Welt, als zwei gegens\u00e4tzliche Pole begreift, gibt es bei der j\u00fcngeren Generation nicht mehr. Die haptische Alltagsrealit\u00e4t hat vielmehr der digitalen Verwertungsrealit\u00e4t zu dienen.<\/p>\n<p>Welche katastrophalen Folgen das f\u00fcr die Entwicklung von geistigen, k\u00f6rperlichen, emotionalen, seelischen und mentalen F\u00e4higkeiten hat und noch haben wird, ist kaum zu untersch\u00e4tzen. Wird aber \u2011aus Gr\u00fcnden- auch kaum kritisch thematisiert oder untersucht.<\/p>\n<hr>\n<p><strong>Smartphones<\/strong><br>\nIch besitze noch immer kein Smartphone. Aus vielerlei Gr\u00fcnden. Nicht nur wegen Big Data, der Kontrolle und der \u00dcberwachung, sondern auch, weil ich mit einem Desktop-PC aufgewachsen bin. Ich habe zu sch\u00e4tzen gelernt, was es bedeutet, mir das Ding selbst einzurichten, mich mit Programmen und Tools zu besch\u00e4ftigen, die mir gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche \u00dcbersicht und kreative Freiheit bieten. Nebenbei eignet man sich so auch ein wenig technisches Wissen an.<\/p>\n<p>Ein Smartphone schr\u00e4nkt mich dagegen permament ein. Es zwingt mich in eine vorgegebene Struktur und Umgebung. Ich soll mich \u00fcberall registrieren und st\u00e4ndig irgendwelche App\u2019s installieren. F\u00fcr jede Anwendung auf dem PC, die zwei Klicks erfordert, bin ich auf dem Smartphone eine halbe Ewigkeit mit besch\u00e4ftigt. Von geschlossenen Systemen, wie den typischen Apple-Produkten, ganz zu schweigen.<\/p>\n<p>Allein die \u00bbOrdnerstruktur\u00ab kommt aus der H\u00f6lle. Auf dem PC habe ich mit <a href=\"https:\/\/q-dir.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00bbQ\u2011Dir\u00ab<\/a> vier gro\u00dfe Fenster mit jeweils 10 Tabs offen. Also rund 40 Ordner sofort griffbereit. Im \u00bbFirefox-Browser\u00ab \u00f6ffne ich mit Tab-Gruppen, Favoriten und Lesezeichen, mit einem Klick, sofort mehr als 30 Webseiten. Beim Smartphone wische ich mir dagegen einen Wolf und wei\u00df am Ende \u00fcberhaupt nicht mehr, was ich eigentlich wollte oder wo ich gelandet bin.<\/p>\n<p>Es sorgt dennoch jedesmal f\u00fcr Erstaunen, wenn meine Umgebung mitbekommt, dass ich kein Smartphone besitze und auch keines haben will. Nach den Gr\u00fcnden wird selten gefragt. Stattdessen wird versucht, mich in eine Schmuddel- oder Spinnerecke zu dr\u00fccken.<\/p>\n<hr>\n<blockquote><p><strong><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span class=\"dquo\">\u00bb<\/span>Smartphones m\u00fcssen nicht nur als Waffe, sondern als Blutsauger von K\u00f6rper, Geist und Seele betrachtet werden.\u201c<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\">- Nicolas Riedl. \u00bbKopf hoch, Smombie!\u201c. <a href=\"https:\/\/www.buchkomplizen.de\/buecher\/manova\/gegendruck-3.html?listtype=search&amp;searchparam=gegendruck\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gegendruck 3<\/a>. S. 124<\/span><\/p><\/blockquote>\n<hr>\n<p><strong>K\u00fcnstliche Tabuzonen<\/strong><br>\nKayvan Soufi-Siavash (Ken Jebsen) hat eine KI nach dem 11. September 2001 gefragt. Es wird schnell ersichtlich, dass hier eine <em>digitale Selbstzensur<\/em> eingebaut wurde. Es ist dennoch sehr am\u00fcsant, was Kayvan der KI alles entlocken kann <img decoding=\"async\" style=\"margin-left: 3px; margin-right: 3px; vertical-align: middle; -webkit-box-shadow: none; -moz-box-shadow: none; box-shadow: none;\" src=\"https:\/\/www.zeitgeistlos.de\/zgblog\/wp-content\/plugins\/wp-emoji-one\/icons\/1F604.png\" width=\"16\" height=\"16\">.<\/p>\n<p>Teil 1:<\/p>\n<p><iframe title=\"YouTube video player\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/ljVvCk3hn5k?si=Aw4h7jGbMXVQwpfK\" width=\"550\" height=\"350\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>Und Teil 2:<\/p>\n<p><iframe title=\"YouTube video player\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/rfReTtykZFk?si=2pRssJ-KS-tlx1Lg\" width=\"550\" height=\"350\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>Soviel zum Thema \u00bbK\u00fcnstliche Intelligenz\u00ab.<\/p>\n<hr>\n<p><a href=\"https:\/\/www.zeitgeistlos.de\/zgblog\/2020\/schoene-digitale-welt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sch\u00f6ne digitale Welt<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In letzter Zeit f\u00e4llt mir bei \u00f6ffentlichen Events und Veranstaltungen auf, dass immer mehr Menschen ihre Umgebung nicht mehr analog wahrnehmen k\u00f6nnen oder wollen. 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