{"id":4947,"date":"2010-05-14T06:06:27","date_gmt":"2010-05-14T04:06:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zeitgeistlos.de\/zgblog\/?p=4947"},"modified":"2010-05-12T10:46:05","modified_gmt":"2010-05-12T08:46:05","slug":"alternativen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zeitgeistlos.de\/zgblog\/2010\/alternativen\/","title":{"rendered":"Alternativen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em><span class=\"dquo\">\u00bb<\/span>Immer nur motzen und kritisieren ist ja leicht\u00ab<\/em>, sagen einige. \u00bb<em>Sag doch mal wie man es besser machen k\u00f6nnte! Wenn Du das nicht kannst, ist Deine Kritik ja nichts wert!\u00ab<\/em>, sagen andere. Auch wenn ich dieser Pr\u00e4misse nicht zustimme, da das <a title=\"ZG-Blog\" href=\"https:\/\/www.zeitgeistlos.de\/zgblog\/2009\/zum-wesen-der-kritik\/\" target=\"_blank\">Wesen der Kritik<\/a> nicht zwingend daran gekn\u00fcpft ist, Alternativen vorschlagen zu m\u00fcssen und weil die Forderung nach Alternativen h\u00e4ufig nur dazu dient, die Kritik selbst zu unterbinden, den Kritiker mundtot zu machen. So werde ich mich heute dennoch daran versuchen, ein paar kurze und allgemein gehaltene Vorschl\u00e4ge zu bringen. Mich also selbst eurer Kritik&nbsp; zu stellen, wenn man so will. Nur um zu zeigen, dass eine andere Welt und Gesellschaftsform m\u00f6glich ist. Ihr k\u00f6nnt nat\u00fcrlich gerne erg\u00e4nzen und kritisieren ;)<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1.) Einf\u00fchrung eines <a title=\"DGB-Mindestlohn\" href=\"http:\/\/www.mindestlohn.de\/material\/\" target=\"_blank\">Mindestlohns<\/a>. Fast alle europ\u00e4ischen L\u00e4nder haben einen Mindestlohn. Das Deutschland sich da raus stehlt, zeigt nur, wie stark die hiesige Unternehmer- und Industrielobby ist. Es kann nicht sein, dass Menschen von ihrer Arbeit nicht leben k\u00f6nnen und zus\u00e4tzlich zum Amt rennen m\u00fcssen. Wenn vermeintliche Wirtschaftsexperten argumentieren, dass ein Mindestlohn \u00f6konomisch nicht sinnvoll sei, kann ich nur antworten, dass er f\u00fcr die Menschen sinnvoll ist! Denn die \u00d6konomie hat dem Menschen zu dienen und nicht umgekehrt!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2.) Verbot von Nebent\u00e4tigkeiten der Bundestagsabgeordneten. Wenn dann gleich das Gejammer kommt, dass diese Herren und Damen danach ja arbeitslos seien, wenn sie zur Zeit ihres Mandates ihren urspr\u00fcnglichen Beruf nicht weiter aus\u00fcben w\u00fcrden, dann kann ich nur m\u00fcde l\u00e4cheln. Denn erstens ist ein MdB-Eintrag im Lebenslauf sicher nicht die schlechteste Referenz. Und zweitens sollen sich Abgeordnete voll und ganz auf ihre politische T\u00e4tigkeit konzentrieren. Sie sollen Volksvertreter und keine Lobbyisten seien! Jeder andere Lohnarbeiter darf auch keine weitere Nebent\u00e4tigkeiten haben, sondern muss sich ganz auf seine Arbeit konzentrieren. Warum sollen Abgeordnete hier eine Extra-Wurst bekommen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">3.) Alle Kommunal\u2011, Landtags- sowie die Bundestagswahl finden zentral an einem Tag statt. Dadurch das st\u00e4ndig irgendeine Landtagswahl ist, sind die Parteien in einem Zustand des Dauerwahlkampfes. So kann man keine glaubw\u00fcrdige Politik machen. Denn jeder wei\u00df, was \u00bbWahlkampf\u00ab bedeutet. M\u00fcntefering brachte das am&nbsp; <a title=\"Mein Parteibuch\" href=\"http:\/\/www.mein-parteibuch.com\/wiki\/Franz_M%C3%BCntefering\" target=\"_blank\">29. August 2006 im Tagesspiegel<\/a> auf den Punkt, indem er sagte, dass es unfair sei, politische Parteien an ihre Wahlversprechen zu messen. Da wir nun quasi einen Dauerwahlkampf haben, kann man nach M\u00fcntefering-Logik, weder Parteiprogrammen, noch Abgeordneten wirklich trauen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">4.) Bildungspolitik ist keine L\u00e4ndersache mehr, sondern dem Bund unterstellt. Ist jedoch grundgesetzlich verankert, sodass nicht jede neue Regierung wieder alles auf den Kopf schmei\u00dfen k\u00f6nnte. Die jetzige Regelung bringt strukturelle Ungerechtigkeiten mit sich. Es sollte und darf keine Rolle spielen, ob ein Kind in Bayern oder in Schleswig-Holstein geboren ist. Die Bildungsschancen sollten deutschlandweit f\u00fcr alle gleich sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">5.) Einf\u00fchrung einer Reichensteuer. Wie auch immer diese dann konkret aussieht, es kann nicht sein, dass sich Verm\u00f6gende mehr und mehr aus dem Solidarsystem rausziehen. Sie zahlen weder in die gesetzliche Krankenkasse ein, noch in die staatliche Rente, da sie privat versichert sind. Das uralte Argument, die sog. <a title=\"Neusprech: Leistungstr\u00e4ger\" href=\"https:\/\/www.zeitgeistlos.de\/zgblog\/2009\/neusprech-leistungstrager\/\" target=\"_blank\">\u00bbLeistungstr\u00e4ger\u00ab<\/a> w\u00fcrden dann Deutschland den R\u00fccken kehren, ist Lohnzahler-Propaganda. Denn nach vielen Studien und Untersuchungen ist die Steuerpolitik nur eines von vielen Kriterien f\u00fcr Unternehmen, wonach sie entscheiden in welches Land sie gehen. Abgesehen davon, tricksen gro\u00dfe Unternehmen so oder so rum, wenn es darum geht Abgaben zu leisten. Insofern m\u00fcsste es bei der Reichensteuer eine gr\u00f6\u00dfere Kontrolle geben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">6.) Hartz4 muss weg und durch ein bedingungsloses Grundeinkommen ersetzt werden. Hartz4 steht f\u00fcr staatliche Schikane, Willk\u00fcr, Repression und Unterdr\u00fcckung. Kein Gesetz&nbsp; zuvor nach dem Jahre 1945, hat die Menschen in Deutschland derart ungerecht, entw\u00fcrdigend und brutal behandelt. Daf\u00fcr w\u00fcrde ich Gerhard Schr\u00f6der noch heute \u00bbherzlichst\u00ab danken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dies sind nur \u00c4nderungen im System selbst. Eigentlich m\u00fcsste es eine grunds\u00e4tzliche Systemfrage geben. Hierf\u00fcr m\u00fcsste es aber ersteinmal einen Mentalit\u00e4tswandel geben und von diesem sind wir leider meilenweit entfernt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><span class=\"dquo\">\u00bb<\/span>Immer nur motzen und kritisieren ist ja leicht\u00ab, sagen einige. \u00bbSag doch mal wie man es besser machen k\u00f6nnte! Wenn Du das nicht kannst, ist Deine Kritik ja nichts wert!\u00ab, sagen andere. 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