{"id":4372,"date":"2010-02-28T22:10:11","date_gmt":"2010-02-28T21:10:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zeitgeistlos.de\/zgblog\/?p=4372"},"modified":"2010-02-28T22:10:11","modified_gmt":"2010-02-28T21:10:11","slug":"zg-ruckblick-massenarbeitslosigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zeitgeistlos.de\/zgblog\/2010\/zg-ruckblick-massenarbeitslosigkeit\/","title":{"rendered":"ZG-R\u00fcckblick: Massenarbeitslosigkeit"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.zeitgeistlos.de\/zgblog\/wp-content\/uploads\/zg_rueckblick.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-596\" title=\"ZG-R\u00fcckblick\" src=\"https:\/\/www.zeitgeistlos.de\/zgblog\/wp-content\/uploads\/zg_rueckblick.jpg\" alt width=\"450\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.zeitgeistlos.de\/zgblog\/wp-content\/uploads\/zg_rueckblick.jpg 450w, https:\/\/www.zeitgeistlos.de\/zgblog\/wp-content\/uploads\/zg_rueckblick-150x66.jpg 150w\" sizes=\"(max-width: 450px) 100vw, 450px\"><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zurzeit erleben wir ein gro\u00dfes Get\u00f6se unseres Au\u00dfenministers Guido Westerwelle, wie er auf die Schw\u00e4chsten der Gesellschaft spuckt: Arbeitslose. Dabei wird davon abgelenkt, dass es in Deutschland nicht genug freie Stellen gibt. Selbst wenn im Idealfall alle Arbeitslosen einen Arbeitsplatz vermittelt bekommen, w\u00e4ren immer noch mehrere Millionen Menschen in Deutschland arbeitslos. Knapp 500.000 offene Stellen treffen auf offiziell registrierte 3,5 Millionen Arbeitslose. <a title=\"Wirtschaftsdaten\" href=\"http:\/\/www.dumkesoft.de\/wirtschaftsdaten.html\" target=\"_blank\">In Wahrheit<\/a> haben wir ca. 10 Millionen Arbeitslose. Was tun gegen Arbeitslosigkeit? Wird sie jemals wieder abgebaut werden k\u00f6nnen? Besteht \u00fcberhaupt ein ernstes Interesse daran?<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<\/p><p style=\"text-align: justify;\"><strong>todesglupsch sagt:<\/strong><br>\nIch denke die Beantwortung der Frage ob die Arbeitslosigkeit tats\u00e4chlich nachhaltig und auf sinnvolle Weise abzubauen ist \u00fcbersteigt meine Kompetenz. Und da ich kein Politiker bin kann ich es mir auch leisten, dass so zu sagen. Ich kann bestenfalls vermuten das in einer auf Wachstum getrimmten Gesellschaft in der die Produktivit\u00e4t, auch und vor allem der Arbeitnehmer, immer weiter maximiert wird (wahrscheinlich aus der Sicht der Wirtschaftsverb\u00e4nde ist das gleichzusetzen mit \u00bboptimiert\u00ab) der Bedarf an Arbeitskr\u00e4ften sinkt. Entsprechende Spezialisierung und Qualifikation k\u00f6nnen durchaus helfen, aber nicht in dem Ma\u00dfe indem es propagiert wird bef\u00fcrchte ich, da der Druck auch auch bei h\u00f6her qualifizierter Arbeit mit steigender Produktivit\u00e4t w\u00e4chst. Einzig und allein die Arbeit der Entscheidungstr\u00e4ger \u00bbleidet\u00ab vermutlich nicht an steigender Produktivit\u00e4t, da aber diese Arbeitspl\u00e4ze quantitativ aus volkswirtschaftlicher Betrachtung irrelevant sind und vermutlich auch bei noch so hoher Qualifikation nicht ohne weiteres zug\u00e4nglich sind werden sie nicht die L\u00f6sung f\u00fcr arbeitsmarktpolitische Probleme bieten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Inwieweit ein Interesse besteht Arbeitlosigkeit abzubauen ist eine interessante Frage, da im Mediendiskurs quasi eine nicht gef\u00fchrte.&nbsp; Ich bin nicht \u00fcberzeugt, dass Arbeitgeber ein gewisses Ma\u00df an Arbeitslosen nicht bevorzugen. Einerseits sorgt sie einfach f\u00fcr eine Reserve an Arbeitskr\u00e4ften die oft recht flexibel und kurzfristig eingesetzt werden k\u00f6nnen. Da diese aber logischerweise in der Regel nicht die Qualifikationen abdecken an denen es mangelt, ist vermutlich der wichtigere Faktor der Druck den entsprechende Mengen Arbeitslose auf die auswirken die noch in Lohn und Brot stehen. Hier geht es um eine Produktivit\u00e4tssteigerung durch Angst, was gleichzeitig dazu f\u00fchrt die Arbeitsbedingungen und die Entlohnung dr\u00fccken zu k\u00f6nnen. Selbst aus rein (betriebs-)wirtschaflticher Sicht stellt sich aber immernoch die Frage, ob ein weniger unter Existenz\u00e4ngsten leidender Arbeitnehmer nicht produktiver ist und aus (volks-)wirtschaftlicher ist ein besser verdienender und weniger belasteter es sicher sowieso. Deshalb hoffe ich das eine solch menschenverachtende Ideologie eher die Ausnahme denn die Regel ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>epikur sagt:<\/strong><br>\nAls erstes f\u00e4llt mir da immer wieder die Arbeitszeitverk\u00fcrzung ein. Kein wirklich ernstzunehmender \u00d6konom behauptet heute noch, dass wir jemals wieder ein so gro\u00dfes Wirtschaftswachstum in Deutschland haben werden, dass die Arbeitslosigkeit drastisch senken kann. Auch die Produktivit\u00e4tssteigerungen durch immer neue Maschinen legen die Theorie nahe, dass eigentlich nur die Struktur der Arbeitswelt ver\u00e4ndert werden kann, um Arbeitslosigkeit erfolgreich abbauen zu k\u00f6nnen. Die vorhandene Arbeit auf mehr Schultern verteilen, die allesamt weniger arbeiten gehen, k\u00f6nnte eine L\u00f6sung sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir k\u00f6nnen nat\u00fcrlich auch weiterhin Statistiksch\u00f6nungen betreiben und Millionen Menschen von der gesellschaftlichen Teilhabe ausschlie\u00dfen. Wobei gerade letzteres immer mehr ins Wanken ger\u00e4t: bei der Art und Weise wie Lohnarbeiter behandelt (Niedrig-Lohnsektor, Leiharbeit, K\u00fcndigung wegen 1,30\u20ac Pfandbon usw.) und Arbeitslose diskriminiert werden, wird vielen so langsam klar, dass man sich nicht l\u00e4nger \u00fcber Lohnarbeit definieren kann und sollte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>jtheripper sagt:<\/strong><br>\nIch hoffe auch, dass es mehr Leuten klar wird, aber ich sehe das noch pessimistischer. F\u00fcr viele Leute ist die Lohnarbeit immer noch das wichtigste im Leben und sch\u00e4men sich, wenn sie in die Arbeitslosigkeit gelangen. Ein einfacher Weg, die Arbeitslosenzahl zu verringern, w\u00e4re Arbeit neu zu definieren. Nagut, es ist so ziemlich der schwierigste Weg, aber es w\u00e4re der logischste.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<\/p><p style=\"text-align: justify;\">\n<\/p><p style=\"text-align: justify;\">\n<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zurzeit erleben wir ein gro\u00dfes Get\u00f6se unseres Au\u00dfenministers Guido Westerwelle, wie er auf die Schw\u00e4chsten der Gesellschaft spuckt: Arbeitslose. Dabei wird davon abgelenkt, dass es in Deutschland nicht genug freie Stellen gibt. 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