{"id":15085,"date":"2013-06-21T05:40:07","date_gmt":"2013-06-21T03:40:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zeitgeistlos.de\/zgblog\/?p=15085"},"modified":"2013-06-26T06:49:30","modified_gmt":"2013-06-26T04:49:30","slug":"von-wegen-fachkraeftemangel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zeitgeistlos.de\/zgblog\/2013\/von-wegen-fachkraeftemangel\/","title":{"rendered":"Von wegen Fachkr\u00e4ftemangel"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Am 13. Juni 2013 gab es auf SpiegelOnline einen<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/berufsleben\/jobsuche-der-ganz-normale-bewerbungswahnsinn-a-905293.html\" target=\"_blank\"> Artikel<\/a> mit dem Titel: \u00bbJobsuche: Der ganz normale Bewerbungswahnsinn\u00ab. Der Beitrag beschreibt die schwierige und aufw\u00e4ndige Suche eines Wirtschaftsingenieurs (Master of Science, Note: sehr gut). Er habe rund 60 Bewerbungen geschrieben, sich etlichen Rollen- und Psychospielchen von Personalern reinziehen und auch mehrfache Gespr\u00e4che beim gleichen Arbeitgeber unterziehen m\u00fcssen, um eine Stelle zu bekommen:<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span class=\"dquo\">\u00bb<\/span>In diesem Jahr gibt es 700 Bewerber f\u00fcr vier freie Pl\u00e4tze.\u00ab<\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist die Rede von einem Ingenieur und keinem Geisteswissenschaftler. Hier wird die L\u00fcgen-Propaganda vom Fachkr\u00e4ftemangel sehr deutlich. <!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit Jahren wird das Lied des Fachkr\u00e4ftemangels gesungen:<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gerade technisch Hochqualifizierte sucht man auf dem deutschen Arbeitsmarkt oft vergeblich. Weil dadurch viele Stellen unbesetzt blieben und die Unternehmen deshalb sogar Auftr\u00e4ge ablehnen mussten, gingen der deutschen Volkswirtschaft im vergangenen Jahr 18,5 Milliarden Euro Wertsch\u00f6pfung verloren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">-<a href=\"http:\/\/www.ingenieur.stepstone.de\/content\/de\/de\/b2c_Fachkraftemangel_Ingenieure_fehlen.cfm\" target=\"_blank\">stepstones.de<\/a><\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn es wirklich so w\u00e4re, warum leisten sich Unternehmen dann solche v\u00f6llig \u00fcberzogenen Einstellungsprozeduren? Wenn der Markt aus Angebot und Nachfrage bestehe, dann k\u00f6nnten sich vielmehr, bei einem tats\u00e4chlich bestehenden Fachkr\u00e4ftemangel, die qualifizierten Arbeitskr\u00e4fte (Angebot niedrig) ihre Stellen aussuchen, wenn diese doch so h\u00e4nderingend gesucht werden (Nachfrage hoch)? Hinzu kommt, dass \u00fcber 20.000 Ingenieure in Deutschland als arbeitssuchend gemeldet sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der angebliche Fachkr\u00e4ftemangel, ist der Versuch das \u00dcberangebot an arbeitslosen Hochqualifizierten aufrecht zu erhalten und die L\u00f6hne zu dr\u00fccken. Denn nur so, sind Unternehmen weiterhin in der Lage, die Bedingungen zu definieren. Was g\u00e4be es f\u00fcr Unternehmen schlimmeres, als auf jede Arbeitskraft wirklich angewiesen zu sein? Ohne sofortige Ersetz- und Austauschbarkeit jedes einzelnen \u00bbArbeitnehmers\u00ab? Was w\u00e4re nur, wenn Bewerber in Vorstellungsgespr\u00e4chen weitgehend die Einstellungsbedingungen oder gar das Gehalt mit entscheiden k\u00f6nnten? Ein Horror f\u00fcr Arbeitgeberverb\u00e4nde und Unternehmen! Deshalb wird pr\u00e4ventiv der Fachkr\u00e4ftemangel ausgerufen, damit solch eine Situation niemals zustande kommt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 13. 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