{"id":12784,"date":"2012-08-01T08:01:37","date_gmt":"2012-08-01T07:01:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zeitgeistlos.de\/zgblog\/?p=12784"},"modified":"2012-08-11T14:38:07","modified_gmt":"2012-08-11T13:38:07","slug":"zg-ruckblick-spieler-sind-sexisten-spielerinnen-auch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zeitgeistlos.de\/zgblog\/2012\/zg-ruckblick-spieler-sind-sexisten-spielerinnen-auch\/","title":{"rendered":"ZG-R\u00fcckblick: Spieler sind Sexisten. Spielerinnen auch?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.zeitgeistlos.de\/zgblog\/wp-content\/uploads\/zg_rueckblick.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-596\" title=\"ZG-R\u00fcckblick\" src=\"https:\/\/www.zeitgeistlos.de\/zgblog\/wp-content\/uploads\/zg_rueckblick.jpg\" alt width=\"450\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.zeitgeistlos.de\/zgblog\/wp-content\/uploads\/zg_rueckblick.jpg 450w, https:\/\/www.zeitgeistlos.de\/zgblog\/wp-content\/uploads\/zg_rueckblick-150x66.jpg 150w\" sizes=\"(max-width: 450px) 100vw, 450px\"><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Bloggerin und \u00bbKulturkritikerin\u00ab <a href=\"http:\/\/www.feministfrequency.com\/\">Anita Sarkeesian<\/a> hat per crowdfunding die erkleckliche Menge von 160,000 $ eingesammelt um in einer Videoreihe weibliche Stereotypen in Videospielen zu analysieren. Anvisiert waren 6,000 $. Das sie nun mehr als das 26-fache zur Verf\u00fcgung hat, h\u00e4ngt wohl auch mit dem Shitstorm zusammen, den Sie auf sich gezogen hat und damit auch der starken Polar- und Solidarisierung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ist Seximus in Spielen tats\u00e4chlich ein Problem? Wenn ja, ist dieses ausgepr\u00e4gter als in anderen Medien? Zeigt eine solch emotionale Reaktion auf den Versuch einer Thematisierung, dass hier tats\u00e4chlich etwas schief l\u00e4uft oder wirkt hier das Netz nicht nur f\u00fcr das Crowdfunding als Multiplikator? <!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>todesglupsch:<\/strong><br>\nEs l\u00e4sst sich schwerlich abstreiten, dass stereotype und auch sexistische Darstellungen in Spielen weit verbreitet sind. Eine Analyse und Thematisierung kann sicherlich Sinn machen, Not tut sie allerdings nur bedingt. Die Frage ist inwiefern sich Sexismus in Videospielen von anderen Medien unterscheidet, bzw. auswirkt. Sollte es hier zu besonderen Erkenntnissen kommen in Sarkeesians Analyse, dann ist das Geld sicherlich sinnvoll investiert. Als Spieler muss ich sagen, dass zwar Spiele eine so weit entwickelte Erz\u00e4hlungsstruktur aufweisen, dass man an sie \u00e4hnlich hohe Anforderungen stellen k\u00f6nnte wie an andere Medien. Ich pers\u00f6nlich spiele aber immernoch prim\u00e4r wegen der tats\u00e4chlich, spielerischen und interaktiven Elemente des Mediums und&nbsp; kann somit ggf. durchaus einiges an Schw\u00e4chen, was die Geschichte und Figuren betrifft, verzeihen (also auch sexistische Darstellungen).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ohne das vollst\u00e4ndig \u00fcberschauen zu k\u00f6nnen, habe ich das Gef\u00fchl, dass z.B. das Problem von Stereotypen und auch von Sexismus in Indiespielen deutlich weniger vertreten ist. Das k\u00f6nnte ein Indiz daf\u00fcr seien, dass wir es wom\u00f6glich vor allem mit einer Sekund\u00e4rfolge der Kommerzialisierung zu tun haben, denn Sexismus verkauft sich erfahrungsgem\u00e4\u00df auch schon in anderen Medien gut. Damit m\u00f6chte ich nicht, wie&nbsp; schon vereinzelt auch auf dieser Seite vorgekommen, das Ph\u00e4nomen als gesamtgesellschaftliches Problem darstellen, welches seine Ursache wie vieles Schlechte im Kommerz zu verorten hat, sondern darauf hinweisen, dass eine gute Analyse von Sexismus in Videospielen vor allem solche Dinge erst einmal ausschlie\u00dfen muss und das spezifische Ph\u00e4nomen nachweisen und dessen Wirkung beschreiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>jtheripper:<\/strong><br>\nIch denke auch, dass die&nbsp;sexistische Darstellungen in Spielen aus dem gleichen Grund in Filmen, TV oder Printmedien eingesetzt wird. Aber mit der Kohle muss sie jetzt schon ein bisschen mehr vortragen. Und dabei bitte nicht in die gegenteiligen Clich\u00e9s abrutschen, dann w\u00fcrde ich mich auf eine sehr interessante Game-Doku freuen. Die Spiele die mir sofort zu dem Thema einfallen sind nat\u00fcrlich Super Mario, Tomb Raider, jedes Beat\u2019m Up, Chainsaw Lollipop. Vorbildliche Beispiele fallen mir nicht wirklich ein. Rollenspiele wo die Wahl des Geschlechts f\u00fcr die Hauptfigur beim Spieler liegt, k\u00f6nnte man hier nennen, da die Geschichte hier ja gleichberechtigt funktioniert. Also Skyrim oder Dragon Age: Origins. Naja gut, ich bekomme daf\u00fcr ja kein Geld. Soll sie sich mal die Arbeit machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>epikur<\/strong><br>\nViel L\u00e4rm um Nichts, w\u00fcrde ich fast behaupten. Mit dem Sexismus verh\u00e4lt es sich \u00e4hnlich, wie mit Klischees, Rollenzuweisungen und Vorurteilen. Sie strukturieren und filtern unser Denken. Damit will ich nicht behaupten, dass Sexismus eine tolle Sache ist, man wird ihn jedoch nie ganz ausrotten k\u00f6nnen. Genauso wenig wie Vorurteile oder Klischees.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hinzu kommt, der Sexismus funktioniert, gerade auch in PC- und Konsolen-Spielen in beide Richtungen. M\u00e4nner werden meist auch nur als starke, muskelbepackte und oft eiskalte Superhelden dargestellt. Zeigen m\u00e4nnliche Avatare in Ego-Shootern Gef\u00fchle, wenn ihre Freunde sterben? Weinen sie etwa? Haben m\u00e4nnliche Avatare Versagens\u00e4ngste oder sind unsicher, bei dem was sie tun? F\u00fcr mich ist jegliche eindimensionale Darstellung von Mann oder Frau Sexismus. Das Games meist sexistisch sind, liegt wohl daran, dass die Entwickler eine gro\u00dfe Zielgruppe ansprechen wollen. Und da die meisten Menschen ihre Vorurteile und Klischees hegen und pflegen, wie kaum etwas, ist das eine g\u00e4ngige Marketing-Strategie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>jtheripper:<\/strong><br>\nNachdem ich nun Anitas Youtube-Kanal geschaut habe, bin ich nat\u00fcrlich auch auf ihr Promo-Video gesto\u00dfen. Da dachte ich mir, das bette ich doch noch eben schnell mal ein.<\/p>\n<p><object width=\"450\" height=\"253\" classid=\"clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000\" codebase=\"http:\/\/download.macromedia.com\/pub\/shockwave\/cabs\/flash\/swflash.cab#version=6,0,40,0\"><param name=\"allowFullScreen\" value=\"true\"><param name=\"allowscriptaccess\" value=\"always\"><param name=\"src\" value=\"http:\/\/www.youtube.com\/v\/l8I0Wy58adM?version=3&amp;hl=de_DE\"><param name=\"allowfullscreen\" value=\"true\"><embed width=\"450\" height=\"253\" type=\"application\/x-shockwave-flash\" src=\"http:\/\/www.youtube.com\/v\/l8I0Wy58adM?version=3&amp;hl=de_DE\" allowfullscreen=\"true\" allowscriptaccess=\"always\"><\/object><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bloggerin und \u00bbKulturkritikerin\u00ab Anita Sarkeesian hat per crowdfunding die erkleckliche Menge von 160,000 $ eingesammelt um in einer Videoreihe weibliche Stereotypen in Videospielen zu analysieren. 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