Seit einiger Zeit entdecke ich immer häufiger Artikel und Beiträge, in denen weibliche Personen in der Öffentlichkeit über Liebe, Beziehungen, Sex oder Dating reden und schreiben. Häufig mit einem süffisanten Unterton, der in aller Regel lautet, dass die Männer an allem schuld sind und das die Welt für die Frauen so ungerecht sei.
Allzu häufig bleibt die emotionale Beweisführung unwidersprochen stehen. Das will die Leserinnen-Zielgruppe wohl so. In dieser Reihe möchte ich ausgewählten Beiträgen eine männliche Perspektive hinzufügen.
Vorwort
In dieser Rubrik geht es mir nicht darum, Männerhass mit Frauenhass zu beantworten. Ich will auch nicht der Spaltung zwischen den Geschlechtern das Wort reden. Das wird auf beiden Seiten schon viel zu viel gemacht. Mir geht es darum, aufzuzeigen, wie vor allem die vermeintlich woke-urbane Karrierefrau von heute, sich dem Neoliberalismus hingegeben hat und dabei glaubt, emanzipiert oder gar feministisch zu sein.
Ganz im Gegenteil sind Narzissmus, Egoismus und Männerverachtung nur weitere Bausteine des »Teile und Herrsche« — Prinzips. Insofern: nicht diese Rubrik spaltet, sondern der ständige Männerhass. Ich bin in diesem Fall nicht die Botschaft, sondern nur der Botschafter. Und damit am Ende nicht wieder behauptet wird, dass sei ja alles »nur gefühlt«, dient diese Rubrik als Protokollierung der Zustände.
Zauberwald
Serdar Somuncu widmet sich in einem Video der Autorin und selbsternannten Feministin Sophie Passmann. Der Literaturkritiker Denis Scheck hat ein Buch von Sophie Passmann verrissen. Sie behauptet nun, dass sei von Denis Scheck »böse und sexistisch« gewesen. Dabei hat er vor allem den ausgeprägten Narzissmus in ihrem Buch thematisiert. In ihrem Statement zeigt sie genau das: Selbstverliebtheit, Arroganz, Männerverachtung.
Frauke Brosius-Gersdorf behauptet nun, dass bei der Berichterstattung über ihre Richterwahl auch »Sexismus« dabei war: »ein ganzes Stück Frauenfeindlichkeit.« Wenn man inhaltlich-argumentativ nichts mehr entgegnen kann oder will — wird nun die Sexismus-Karte gezogen. Das vielleicht viele ihre, eben nicht-neutrale, Haltung zum AfD-Parteiverbot, zur Impfpflicht und zur Abtreibung — kritisiert haben, kann natürlich kein Grund gewesen sein.
Unterverantwortlichkeit und Kritikunfähigkeit kombiniert mit einer fast schon infantilen Dünnhäutigkeit — das sollen die neuen »Feministinnen« sein? Wo ist hier die Gelassenheit geblieben? Die innere Ruhe? Der Humor? Stattdessen eine fast schon verbiesterte Ernsthaftigkeit und Feindseligkeit gegenüber jedem Mann, der Dinge anders sieht. Erwachsen geht anders.

Das ist kein Sexismus!
Männerfeindlichkeit (1)
Die ÖRR-Journalistin, Anja Reschke, lässt in einer gebührenfinanzierten Sendung ihren Männerhass freien Lauf. Männer seien lernfaul, beziehungsunfähig und sowieso an allem Schlechten in der Welt verantwortlich. Frauen hätten demnach immer weniger Bock auf Männer (»Heterofatalismus«). Was würde wohl passieren, wenn man als Mann in einer ÖRR-Sendung so einseitig sexistisch über Frauen sprechen würde?
Für die deutsche ÖRR-Komikerin, Carolin Kebekus, ist jetzt schon klar, dass Christian Ulmen schuldig ist. Sie braucht keinen Rechtsstaat, keine Anwälte und kein Gericht, das hier irgendetwas feststellt oder nicht feststellt. Sie unterstreicht das, indem sie sich ständig über den Begriff »mutmaßlich« lustig macht. Auch die »Unschuldsvermutung« ist für sie kein valides Argument.
Nebenbei lässt Dunja Hayali einen »Experten« im ZDF auflaufen, der behauptet, Frauen sollen »besser keine Beziehung mit einem Mann eingehen«, wenn sie sexuelle Gewalt verhindern wollen. Im Web gab es zu dieser Aussage viel Kritik, die natürlich wieder sofort als »Hass« geframt wurde.
Männerfeindlichkeit (2)
Inga Barthels geht im »Tagesspiegel« noch einen Schritt weiter. Sie macht für das »Epstein-System« gleich alle Männer verantwortlich:
»Epstein, Pelicot, das fühlt sich nicht weit weg an, das sind keine Einzelfälle, nicht bloß abnormale Monster. Spüren Männer auch, dass es etwas mit ihnen zu tun hat?«
Hier werden gleich alle Männer unter Generalverdacht gestelt und kriminalisiert. Man könnte so etwas auch als gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Verletzung der Menschenwürde oder als Diskriminierung bezeichnen. Manche nennen so etwas auch »Faschismus«. Aber wenn es um Männer geht, ist das alles überhaupt kein Problem:
»Könnte es sein, dass ein Otto Normalbürger bereitwillig die schlafende Frau seines Nachbarn vergewaltigt, wenn man ihm die Gelegenheit dazu gibt?«
Alle Männer sind nicht nur Schweine, sondern auch Verbrecher, Vergewaltiger und Monster:
»Es braucht die Reflexion darüber, was jeder Mann gemeinsam hat mit den Männern aus Mazan oder denen aus den Epstein-Files.«

Das ist kein Sexismus!
Märchenland
Gleichzeitig erleben wir auch ganz andere weibliche Tendenzen und Verhaltensweisen. Es ist nach wie vor so, dass der richtige Mann nichts falsches und der falsche Mann nichts richtig machen kann.
Die größten Idioten, Arschlöcher und Narzissten können sich bei Frauen faktisch alles rausnehmen, wenn die Dame ihn total attraktiv und/oder anziehend findet. Aus welchen Gründen auch immer.
Da werden dann aber ganz schnell alle Wertvorstellungen und Ansprüche über Bord geworfen. Wer das noch nie gesehen oder in seinem Umrkeis erlebt hat — der werfe den ersten Stein.
Übrigens, es geht auch ganz anders:
»Mir persönlich ist es völlig egal, wer mir gegenüber verbale, psychische oder physische Gewalt ausübt – Geschlecht, Alter oder Herkunft lassen meiner Meinung nach keinen Rückschluss von einem Individuum auf eine Gruppe zu. Es wäre gut, wenn wir uns als Gesellschaft auf diesen Grundkonsens einigen könnten.«
- Annekatrin Mücke, Journalistin, Berliner Zeitung vom 14. April 2026
Weibliche Befindlichkeiten (1)
Weibliche Befindlichkeiten (2)
Weibliche Befindlichkeiten (3)
Weibliche Befindlichkeiten (4)
Weibliche Befindlichkeiten (5)
So wie Kinder lernen, daß man mit greinen und quengeln Aufmerksamkeit und Wunscherfüllung erzeugen kann, so haben es zahlreiche schambefreite Hohlbratzen ebenfalls gelernt, daß man mit greinen und quengeln Aufmerksamkeit und Wunscherfüllung erzeugen kann.
Bei Kindern geht das so lange gut, wie die Erwachsenen das Spiel mitspielen.
Das gilt bestimmt auch für die schambefreiten Hohlbratzen. Der Beweis dafür steht allerdings noch aus UND ist längst überfällig.
Einfach beliebige Beatles-Fan-Videos betrachten, den alten Schinken von Allan und Barbara Pease (atypische alphabetische Aufzählung) lesen und reflektieren, warum Hitler erst vor seinem Sukzid heiratete... (Ich habe da eine damals junge alte Dame im Sinn, da war das Fankreischen bei Popbandsauftritten nicht weit entfernt...)
Dabei ist es ansonsten herrlich, wenn man für jedes unangenehme, störende Gefühl umgehend den auslösenden Schuldigen greifbar hat. Nein, nicht den Putin! Der ist es zwar auch, aber hier in seiner Erscheinung als Mann. „Die Männer sind schuld!“ Und zwar immer und überall. Always and everywhere, the evil is!
Warum macht denn niemand die Bilanz auf, was der Feminismus denn bisher gebracht hat? Sind die Menschen glücklicher? Sind die Beziehungen stabiler? Sind die Gesellschaften friedvoller? Wie lange halten Ehen heute im Vergleich zu früher? Sind die psychischen Probleme größer oder kleiner? Befindet sich die Gesellschaft in Harmonie? Sind die geschlechtlichen Konflikte kleiner oder größer? Welche „feministische Errungenschaft“ hat die Welt besser gemacht?
»In dieser Rubrik geht es mir nicht darum, Männerhass mit Frauenhass zu beantworten. Ich will auch nicht der Spaltung zwischen den Geschlechtern das Wort reden. «
Ähnliches liest sich häufig in letzter Zeit in der Bloggosphäre und man kann das nur unterstützen als kluge Antwort auf einen »Feminismus«, der zunehmend abgleitet in irreale Wahnvorstellungen.
Reschke hätte ich für schlauer gehalten, aber sie ist ja nicht die Einzige die bei anderen Themen auch mal Brauchbares zu bieten hat, bei der Geschlechterfrage aber jeden Verstand verliert.
Die Frauen die den Feminismus der 70er nicht komplett beherrschten, aber überwiegend, hätten die heutigen geteert, gefedert und vom feministischen Hof verjagt.
Genau das wollten sie eben nicht, die Frau als Daueropfer, für nichts verantwortlich und fremdbestimmt durch den pöhsen Mann.
Natürlich ist das nur gespielt, als Opfer zu gelten, ohne eines zu sein, bringt große Vorteile mit sich. Dennoch ist auch dieses Spiel irgendwann eine Frage der Selbstachtung, sich selber derart zu entwürdigen, für Position und Kohle, das sollte eigentlich längst an seine Grenzen stoßen.
@Art
Diese angeblichen heutigen Feministinnen müssen sich noch nicht einmal als Opfer stilisieren. Früher – ja, genau, damals bei den »richtigen« Feministinnen – nannte sich sowas »Frauen, die sich über Männer definieren.« Das heißt, sie setzen sich selber immer und überall in Bezug zu Männern, weil sie es nicht schaffen, als Frau alleine dazustehen (in jeglicher Hinsicht).
Eine Möglichkeit dazu ist dann eben auch, sich als Opfer (von Männern) zu stilisieren. Aber nur glücklich zu sein, wenn ein Mann dabei ist, wäre z. B. auch eine. Oder nur dann an sich zu glauben, wenn ein Mann das auch tut. Oder oder oder...
Eine echte Feministin würde bspw. einfach durch ihren Auftritt klarmachen, daß sie keinen Mann benötigt, weder zur eigenen Auf‑, noch zur ebensolchen Abwertung.
Und mehr muß man zu diesem Thema weder wissen noch sagen. As I said before: Just. Ignore. Them.
(Und nicht nur, weil das, s. o., sie genau dort treffen würde, wo es ihnen wehtut...)
Danke für die Verlinkung de Wortlautes von Herrn Scheck. Er wird nicht der Kritiker meines Vertrauens werden, aber er scheint alle so mies zu behandeln.
Etwas anderes viel mir auf: In der Bestsellerliste waren unter 10 Autoren sieben Frauen. Da sieht man doch wie der weibliche Intellekt immer noch unterdrückt wird.
@Kakapo3
Was genau hat denn heutzutage eine Bestsellerliste mit Intellekt gemein(sam)?
Ich frag ja nur.
@Tiffany Bestellerautorinen werden geachtet als Menschen, die es verstehen aus Scheiße Geld zu machen.
@Kakapo3
Das würde ich maximal Bauernschläue nennen. (Ohne irgendwelche Bauern beleidigen zu wollen!)
https://www.n‑tv.de/mediathek/videos/panorama/Machtmissbrauch-in-deutschen-Kliniken-Ich-hasse-Frauen-id30794798.html
»Natürlich ist das nur gespielt, als Opfer zu gelten, ohne eines zu sein, bringt große Vorteile mit sich.«
Ganz im Gegenteil. Eine Webseite „Frauenhaus“, als Steigerung von Frauenzimmer, hat vor 13 Jahren erklärt, das jede Frau Feministin ist. So wie „Demokratie“ nichts mit Volksherrschafft zu tun hat, sondern mit deren Abschaffung, hat der Feminismus nichts mit Emanzipation zu tun, sondern diente und dient allein der Bevorzugung der Frau. Dafür wurde er vor langer Zeit unterwandet oder wohl eher installiert.
„Unterverantwortlichkeit und Kritikunfähigkeit kombiniert mit einer fast schon infantilen Dünnhäutigkeit — das sollen die neuen »Feministinnen« sein?“
Ja, das sind sie, ganz ohne Gänsefüßchen. Daran hat sich alles auszurichten. Die hiesige seit 5 Jahrzehnten andauernde gynozentrische Ausrichtung der Gesellschaft hat ihren Höhepunkt noch nicht erreicht.
ich empfinde diese vermeintlichen veriss-videos somuncus auf die gewiss dümmlich-schwülstigen botschaften und misslungenen kleinkunst-darstellungsversuche gewisser staats»komikerinnen« und notorisch geldnotgeiler wokeistinnen als bodenlos schlecht und höchstgradig peinlich.
es gäbe an den ergüssen dieser staatsmedienprostituierten mehr als genug treffend, ironisch, auch witzig und klug, auseinanderzunehmen!
aber dieser verbitterte, weil von eben diesen institutionellen, fetten fleischtöpfen verbannte wendehals übt sich in primitiven, tatsächlich sexistischen, beschimpfungen unterster kanüle, anstatt das staatlich (üppig) erkaufte,(billig) wohlfeile gedöns jener damen intelligent zu sezieren.
@Paul
Deinen Troll-Strohmann darfst Du gerne behalten! Niemand hat hier ausgeschlossen, dass es nicht auch wirkliche Opfer (weibliche und männliche) geben würde. Die erwähnten Damen im Beitrag oben, gehören aber wohl eher nicht dazu.
@mo
Klar. Geschmackssache. Mir gefällt sein Ton auch nicht immer. Der große Intellektuelle ist der Serdar eben auch nicht.
@Tiffany
Das Grundproblem ist ja, dass sich Diejenigen, die sich heute »Feministinnen« oder »links« oder als »die Guten« bezeichnen, diese Begriffe pervertiert und teilweise ins Gegenteil verkehrt haben. Wer Feminismus mit Männerhass gleichsetzt, hat den Feminismus nicht verstanden.
@epikur
Der „Strohmann“ erschließt sich mir nicht.
Ich habe Ihnen nicht unterstellt, reale Opfer grundsätzlich zu leugnen. Mein Einwand bezog sich auf die teils sehr pauschalen Aussagen über Frauen bzw. Feministinnen in den Kommentaren.
Zwischen legitimer Feminismuskritik und pauschaler Abwertung liegt für mich allerdings ein deutlicher Unterschied.
Pingback: Linkschleuderei vom 9. Mai 2026 – betonflüsterer
»Wer Feminismus mit Männerhass gleichsetzt, hat den Feminismus nicht verstanden.«
Muss man das, hilft das weiter, wenn man ihn »verstanden« hat?
Feminismus ist das Stänkern der hässlichen gegen die hübschen Weiber.
Und damit sind nicht die auf dem Cover gemeint, sondern echte. Hört einfach auf, anzugucken, was euch vor die Nase gehalten wird.
@Tiffany
Du bringst es auf den Punkt. Der real existierende Feminismus bleibt fixiert auf Männer, oder ist es eigentlich weit mehr als sie es früheren Frauen immer unterstellen, die das gar nicht so sehr waren.
Das ist ohnehin eher eine menschliche Kategorie im allgemeinen, immer auf andere fixiert sein, kann jedem passieren, in allen möglichen Zusammenhängen. Aber sowas sollte schon als problematisch begriffen werden und nicht als »befreiendes« Leitbild.
Ausgerechnet der heutige Feminismus hat das wohl reaktionärste Frauenbild daß es je gegeben hat.
@Paul
Epikur hat bereits die passende Antwort gefunden, ergänzen möchte ich noch daß es nicht wirklich schlau ist in den etablierten Medien was Kluges zum Thema Geschlechter zu suchen. Außer in der Fiktion primär der Öffentlich-Rechtlichen, wo es manchmal Überraschungen gibt.
Außerdem haben wir schon genügend schmierige Kriecher/innen in diesem Bereich, die sich dem status quo anbiedern, da muß ich jetzt nicht auch noch mitmischen.