Weibliche Befindlichkeiten (4)

Seit einiger Zeit entdecke ich immer häufiger Artikel und Beiträge, in denen weibliche Personen in der Öffentlichkeit über Liebe, Beziehungen, Sex oder Dating reden und schreiben. Häufig mit einem süffisanten Unterton, der in aller Regel lautet, dass die Männer an allem schuld sind und das die Welt für die Frauen so ungerecht sei. Allzu häufig bleibt die emotionale Beweisführung unwidersprochen stehen. Das will die Leserinnen-Zielgruppe wohl so. In dieser Reihe möchte ich ausgewählten Beiträgen eine männliche Perspektive hinzufügen.


Narzissmus im Endstadium
Jasmin Kosubek hat Jana Hochaltar, Ärztin, Podcasterin und Christen-Influencerin interviewt. Gleich in den ersten zehn Minuten gibt Jana zu, dass sie sich mit 27 Jahren Botox hat spritzen lassen. Eine gesunde Einstellung zur eigenen Vergänglichkeit hat mit Botox sehr wenig, mit der Akzeptanz von Falten aber sehr viel zu tun.

In der narzisstischen Social-Media-Instagram-Gesellschaft sind, meines Erachtens, nicht die diversen Selbstoptimierer-Frauen mutig und rebellisch, sondern Diejenigen, die das alles nicht mitmachen. Die durch Tatendrang, Wissen und Charakter glänzen.

Im weiteren Verlauf des Gesprächs zeigen sich bei Frau Hochaltar dann leider auch die weit verbreiteten, typischen weiblichen Befindlichkeiten: Narzissmus, emotionale Beweisführung, Hypergamie, Eitelkeit, mangelnde Selbstreflexion, Anspruchsdenken, Zauberwald und Überheblichkeit:

»Über meine Intelligenz mache ich mir keine Sorgen. [...] Ich wünsche mir schon, dass mich ein Mann finanziell und emotional versorgen kann.«

Christentum sowie »noch Jungfrau mit 27 Jahren« hin oder her. Macht bei der narzisstischen Hypergamie dann auch keinen Unterschied mehr.


Gleichberechtigung im Endstadium


Sexismus im Endstadium
Die gutsituierte Klimaschutzaktivistin, Luisa Neubauer, lässt ihren Männerhass freien Lauf: »Das Problem heißt Männer.« Ich frage mich, bei solchen sexistischen und menschenverachtenden Aussagen immer (denn ja, auch »Männer« sind hoffentlich noch »Menschen«?) — was wohl los wäre, wenn man(n) das umdrehen würde?

Was würde also passieren, wenn ein in der Öffentlickeit bekannter Mann, einfach mal sagen würde: »Das Problem heißt Frauen«? Shitstorm. Cancel-Culture. Jobverlust. Rufmord. Sexismus-Klage. Debanking. Ergo: die komplette Vernichtung der sozialen und ökonomischen Existenz wären die Folge.

Das genau das eben nicht passiert und das die eine Aussage problemlos getätigt werden kann, die Andere aber mit massvien Repressionen belegt werden würde — sollte auch ein Indiz dafür sein, dass es gesellschaftliche Bereiche gibt, wo Männer eben nicht gleichberechtigt sind.


Emanzipation im Endstadium
In der PULS-Reportage, in der ARD vom 12. November 2025, haben sich Frauen gegenseitig ihre Vulva gezeigt. Aus Gründen. »Um ihre eigene Vulva besser kennenzulernen, nimmt Leah außerdem an einem Vulva-Watching-Kurs teil, bei dem sich Frauen gegenseitig ihre Vulven zeigen.«

Auch hier: was wäre wohl los, wenn sich Männer gegenseitig ihre Schwengel zeigen würden, um diese »besser kennenzulernen«?

Nebenbei erzählt uns die ehemalige Chefin der Grünen-Jugend, Jette Nietzard, dass sie ihre Pille abgesetzt hat und was das so mit ihrem Körper macht. Ebenfalls: was wäre wohl los, wenn ein männlicher Politiker öffentlich über seine »Kondomprobleme« reden würde?


Dekadenz im Endstadium
Die Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes berichtet in einem Interview auf ZEIT, über ihre Erfahrungen mit der Promi-Dating-App »Raya«. Es sei die »Dating-App der Stars und der Elite«. Mehr als 2 Millionen Menschen stehen hier auf der Warteliste. Fernandes kritisiert, dass auf der Dating-App viele Blender und Angeber unterwegs seien. Alle würden mit ihren Status-Symbolen protzen. Alle seien »DJ«, »Model« oder irgendwie vermögend.

Warum zur Hölle meldet man sich bei einem Portal an, wo sich nur Promis und Gutverdiener tummeln dürfen (!) und beschwert sich dann darüber, das dort jeder mit seinen Oberflächlichkeiten prahlt? Frau Fernandes beweist doch damit, dass sie eben nicht jedem x‑beliebigen Mann an der Bar, im Zug oder im Einkaufszentrum eine Chance geben will, sondern sie selektiert doch schon im Vorfeld, indem sie sich bei einer vermeintlichen »Elite-Promi-App« anmeldet.

Ich kann mir nicht helfen, aber diese realitätsverdrehenden, narzisstischen »Ich-will–alles-aber-nichts-geben-Damen«, driften immer mehr ins Absurde. Dekadente, weibliche Luxusprobleme, wohin man schaut. Fernandes weiter:

»Das Alleinsein in dem großen Haus, die Stille, halte ich noch nicht so gut aus.«

Das ist für mich übrigens der Kern von vielen Konflikten und schädlichen Beziehungen: die panische Angst vor sich selbst. Vor den ureigenen Gedanken und Gefühlen, die nämlich erst dann hochkommen, wenn es keinen Raum mehr für Selbstlüge, Selbstentfremdung und Selbstinszenierung mehr gibt. Erst wenn man die Stille aushalten oder sogar genießen kann — ist man wirklich frei und unabhängig.


Weibliche Befindlichkeiten (1)
Weibliche Befindlichkeiten (2)
Weibliche Befindlichkeiten (3)

5 Gedanken zu „Weibliche Befindlichkeiten (4)

  1. Die Frauen, die durch die Medien gereicht werden, haben meistens nichts wertvolles zu sagen.
    Die Frauen, die was wertvolles zu sagen haben, werden meistens nicht durch die Medien gereicht.

    Jede meiner Arbeitskolleginnen ist interessanter als die Medienhuren die sich so gerne öffentlich als Moralapostel aufspielen.

  2. Weibsen“ wie diese Luisa Neubauer meinen „Das Problem heißt Männer.“ Allerdings meinen immer mehr Leute (inklusive vieler Frauen) „Das Problem heißt Frauen“. Vor allem solche wie Neubauer und Konsorten.

    Aus der Umlaufbahn betrachtet, ist das ein Resultat aus dem vom Pentagon geführten „mindwar“, dem wir seit Jahrzehnten ausgesetzt sind.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

https://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_bye.gif 
https://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_good.gif 
https://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_negative.gif 
https://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_scratch.gif 
https://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_wacko.gif 
https://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_yahoo.gif 
https://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_cool.gif 
https://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_heart.gif 
https://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_rose.gif 
https://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_smile.gif 
https://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_whistle3.gif 
https://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_yes.gif 
https://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_cry.gif 
https://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_mail.gif 
https://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_sad.gif 
https://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_unsure.gif 
https://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_wink.gif 
 

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..