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	<title>ZG Blog &#187; ZG-Rückblick</title>
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	<description>Der pseudo-intellektuelle Blog von www.zeitgeistlos.de</description>
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		<title>ZG-Rückblick: Nazideutschland</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Nov 2011 08:14:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[ZG-Rückblick]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
		<category><![CDATA[ZG-Artikel]]></category>

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		<description><![CDATA[Deutschland ist ein weltoffenes, ein tolerantes Land. Knapp 60 Jahre nach dem Nazi-Terror hat Deutschland, haben die Deutschen ihre Vergangenheit aufgearbeitet. In zahlreichen Schulveranstaltungen, Seminaren, Museen, Ausstellungen, KZ-Gedenkstätten und Filmen wurden der Terror und die Menschenverachtung dokumentiert. Die Welt war zur Fussball-WM im Jahre 2006 zu »Gast bei Freunden«. So oder so ähnlich lesen wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="aligncenter size-full wp-image-596" title="ZG-Rückblick" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/zg_rueckblick.jpg" alt="" width="450" height="200" /></p>
<p style="text-align: justify;">Deutschland ist ein weltoffenes, ein tolerantes Land. Knapp 60 Jahre nach dem Nazi-Terror hat Deutschland, haben die Deutschen ihre Vergangenheit aufgearbeitet. In zahlreichen Schulveranstaltungen, Seminaren, Museen, Ausstellungen, KZ-Gedenkstätten und Filmen wurden der Terror und die Menschenverachtung dokumentiert. Die Welt war zur Fussball-WM im Jahre 2006 zu »Gast bei Freunden«. So oder so ähnlich lesen wir es oft von offizieller Stelle aus.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach der <a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/rechtsextremismus/137-todesopfer-rechter-gewalt/1934424.html">Recherche</a> des »Tagesspiegels« und der »Zeit« wurden seit dem Jahre 1990 mindestens 137 Menschen durch rechtsextremistische Übergriffe ermordet. Die Bundesregierung sprach im Januar 2009 von knapp 40 Morden. Nun ist eine rechtsextremistische Mordserie an die Öffentlichkeit gelangt, bei der in den letzten zehn Jahren mindestens zehn türkischstämmige Menschen in Deutschland gezielt ermordet wurden. Was ist da nur los in Germany?<span id="more-11024"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>epikur</strong><br />
Bundesfamilienministerin Schröder (CDU), eine Roland Koch-Jüngerin, hat Anfang 2011 die sog. »Extremismusklausel« eingeführt. Demnach müssen sich alle Initiativen und Organisationen, die gegen den Rechtsextremismus kämpfen und Fördergelder beim Familienministerium beantragen möchten, uneingeschränkt zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung und zur Verfassung bekennen. Linke Organisationen werden so unter linksextremen Generalverdacht gestellt und kontrolliert. Die Regierung war und ist auf dem rechten Auge blind.</p>
<p style="text-align: justify;">In Deutschland gibt es ein latentes Klima von Menschenfeindlichkeit und Menschenverachtung. Die Zustimmung von Sarrazins Thesen, das Ausgrenzen, Diskriminieren und Niedermachen von finanziell Schwächeren, ALG2-Empfängern, Migranten und Homosexuellen ist am Stammtisch weit verbreitet. Hinzu kommen TV-Formate, wie DSDS, <a title="ZG- TV...abschalten" href="http://www.zeitgeistlos.de/tvabschalten/modelfreak_tv.html">»das Model und der Freak«</a> usw. die Konformität und Anpassung als Ideal hochhalten und anders-sein auslacht. Auch die Politik hat mit ihrer jahrelangen neoliberalen, Sozialabbau-Politik den Rechtsextremismus in Deutschland den Boden bereitet. Lange vor der jetzigen Medienberichterstattung und lange danach noch, werden wir Nazimorde in Deutschland erleben. Wer Menschenfeindlichkeit säht, wird Faschismus ernten.</p>
<p><strong>jtheripper<br />
</strong>So mancher Deutscher bekommt bei so einem Anblick Angst:</p>
<div id="attachment_11080" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><img class="size-full wp-image-11080      " title="Die Deutsche Angst" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/die_deutsche_angst.jpg" alt="Die Deutsche Angst" width="450" height="324" /><p class="wp-caption-text">via fuckyeahmeanwhile.tumblr.com</p></div>
<p style="text-align: justify;"><strong>todesglupsch</strong><br />
Ich bin völlig ratlos, wenn es um dieses Thema geht. Nach dem was in den letzten Wochen ans Tageslicht gekommen ist scheint mir der »Verfassungsschutz« das Staatsorgan mit dem euphemistischsten Namen. Ich möchte deshalb die Gelegenheit nutzen und nominiere hiermit »Verfassungsschutz« für das Unwort des Jahres. Und da sicherlich keine Behörde das Unwort des Jahres als Bezeichnung tragen möchte, denke ich sollte man den Verfassungschutz dann umbenennen in »Homeland(er) Security« und klarstellen das diese Behörde nur Schutz für Menschen bietet die nachweisen können, dass sie und Ihre Vorfahren der letzten fünf Generationen die deutsche Staatangehörigkeit inne hatten und haben.</p>
<p style="text-align: justify;">Des weiteren sollte klargestellt werden, dass keine deutsche Institution unter irgendwelchen körperlichen Einschränkungen leidet.  So kann sicherlich nicht von einer einäugigen Blindheit gesprochen werden, es ist bestenfalls möglich das ein Auge in letzter Zeit (möglicherweise seit etwas Anfang der neunziger Jahre?)  ein wenig vernachlässigt wurde, da das andere Auge ja so gut funktioniert und viele Aufgaben mit übernehmen kann.</p>
<p style="text-align: justify;"> </p>
<p>Empfehlenswerte Artikel zum Thema:</p>
<ul>
<li><a href="http://fuckyeahmeanwhile.tumblr.com/post/2786729737/meanwhile-in-germany" target="&lt;/dd"></a><a href="http://www.antiferengi.de/cgi-bin/environ?line=blogs&amp;act=show&amp;bnr=700&amp;cat=&amp;bcnr=">antiferengi: »Das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun?«</a></li>
<li><a href="http://ad-sinistram.blogspot.com/2011/11/taktlose-emporung.html">ad sinistram: »Taktlose Empörung«</a></li>
<li><a href="http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2011-11/sprache-mordserie-naziterror">zeit.de: »Sprache, die Taten verharmlost«</a></li>
<li><a href="http://fliegende-bretter.blogspot.com/2011/11/wenn-die-journaille-sich-mal-locker.html">fliegende Bretter: »Wenn die Journaille sich mal locker macht«</a></li>
</ul>
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		<title>ZG-Rückblick: Gonna Occupy Them All!</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Oct 2011 09:09:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>der redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[ZG-Rückblick]]></category>
		<category><![CDATA[15. Oktober]]></category>
		<category><![CDATA[Attac]]></category>
		<category><![CDATA[Occupy]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 15. Oktober sollte nun endlich ernst gemacht werden mit einer weltweiten Bewegung, die endlich die Welt zu ihrem Besseren veränderm sollte. Attac hat aufgerufen. Was soll denn überhaupt erreicht werden? Und wie erfolgreich war dieser Tag? Und überhaupt, macht dieses Vorgehen überhaupt Sinn? todesglupsch sagt: Ich muss zugeben, dass die konkreten Ziele der Bewegung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/zg_rueckblick.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-596" title="ZG-Rückblick" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/zg_rueckblick.jpg" alt="" width="450" height="200" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Am 15. Oktober sollte nun endlich ernst gemacht werden mit einer weltweiten Bewegung, die endlich die Welt zu ihrem Besseren veränderm sollte. Attac hat aufgerufen. Was soll denn überhaupt erreicht werden? Und wie erfolgreich war dieser Tag? Und überhaupt, macht dieses Vorgehen überhaupt Sinn?<span id="more-10850"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>todesglupsch sagt:</strong><br />
Ich muss zugeben, dass die konkreten Ziele der Bewegung vor allem über die klassischen Medien wenig transportiert werden und deshalb vor allem das Internet als Medium herhalten muss. Trotzdem ist inzwischen nicht nur die klassische Zielgruppe für Protestkultur auf den entsprechenden Veranstaltungen anzutreffen. Es scheint doch ein recht guter Querschnitt durch die Gesellschaft sichtbar zu werden. So auch unsere Wenigkeit. Das ZG-Team, quasi als Vertreter des nicht besonders schwarzen Blocks (Blogs), hat geschlossen am 15. Oktober (fast) alles gegeben um die Welt endlich in sinnvollere Bahnen zu leiten. Entsprechend unseres Engagments ist die Erwartung natürlich groß. Ich rechne fest mit einer deutlichen Verbessung der allgemeinen Lage und auch der Speziellen innerhalb der nächsten drei Monate, so dass ich mein T-Shirt mit der Aufschrift »Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden« außer Dienst stellen kann (oder zumindest nur noch als mahnendes Beispiel aufbewahren muss).</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>jtheripper:</strong><br />
Die Demonstrationen als globale Aktion war schon eine tolle Sache, da es aber primär um das Umdenken geht, hätte ich mir ein paar innovativere Aktionen gewünscht, als nur der Lauf durch die Stadt. Ich kann ja nur von Berlin reden, aber wenn so ein Trupp schon auf der Vorzeigestraße »Unter den Linden« demonstriert hätte man hier z.B. die ganzen »Style-Shops« doch mit einbeziehen können (Wer bitte geht denn in ein Nivea-Store???).</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>epikur:</strong><br />
Es ist leider wie immer bei Demonstrationen: sind sie zu leise und zu friedlich, werden sie von den Massenmedien ignoriert oder kleingeschrieben. Sind sie zu laut und zu wild, wird der Protest als Chaoten-Randale denunziert. Es ist offensichtlich, dass nicht demonstriert werden soll. Wir leben schließlich auch in einem Rechtsstaat, mit Menschenrechten, Demokratie, Gewaltenteilung — was maßen es sich Menschen an, da zu protestieren? Sollen die doch nach drüben gehen!</p>
<p style="text-align: justify;">Auch die offizielle Zustimmung der Occupy-Bewegung von Merkel, vielen Politikern und von einigen Medien ist an Verlogenheit kaum zu überbieten. Es liegt schließlich in ihren Händen, die Finanz– und Bankenwelt zu regulieren und dem Wahnsinn Einhalt zu gebieten. Und falls <a title="ZG" href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/der-augenblick-der-wahrheit/">Horst Seehofer</a> doch Recht hatte mit seinem Satz...</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt wurden, haben nichts zu entscheiden.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">...dann sollen gefälligst alle Politiker abtreten und Ackermann soll zukünftig die Weihnachts– und Neujahrsansprache halten. Dann können wir uns den ganzen Politik-Zirkus sparen.</p>
<p><a rel="lightbox" href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/15OktBerlin_Rueckblick.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-10853" title="15. Oktober 2011 - Berlin - ZG-Rückblick" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/15OktBerlin_Rueckblick-450x300.jpg" alt="" width="450" height="300" /></a></p>
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		<title>ZG-Rückblick: Internet schon eingebaut</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Oct 2011 07:09:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>der redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[ZG-Rückblick]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>

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		<description><![CDATA[Man könnte glauben, dass die technische Entwicklung sich bereits von uns entfernt und uns über den Kopf wächst. Wir sind alle sozial vernetzt und leben online ein virtuelles Leben aus Glas. Wie aus dem letzten Rückblick inspiriert, fehlt uns nur noch der Biochip, an dem wir aber arbeiten. Oder brauchen wir einen ultimativen Reset-Knopf? jtheripper: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-596" title="ZG-Rückblick" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/zg_rueckblick.jpg" alt="" width="450" height="200" /></p>
<p style="text-align: justify;">Man könnte glauben, dass die technische Entwicklung sich bereits von uns entfernt und uns über den Kopf wächst. Wir sind alle sozial vernetzt und leben online ein virtuelles Leben aus Glas. Wie aus dem letzten Rückblick inspiriert, fehlt uns nur noch der Biochip, an dem wir aber arbeiten. Oder brauchen wir einen ultimativen Reset-Knopf?<span id="more-10576"></span><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>jtheripper:</strong><br />
Die bunte und spannende Welt im Netz ist nur eine Werbeidee, die hoffentlich bald auch den letzten Hipster nicht mehr überzeugt. Einfach, dynamisch und vernetzt funktioniert nur so lange ich einem Konzern die Hosen runter lasse. Wenn man mal nein sagt, gibt es schon ein »Bad Request«. Zum Glück fällt das in unser vermarkteten Welt nicht so auf: Dann ist man halt ein »Fan-Boy« oder ist von den Produkten »überzeugt«. Wir sollten den ZG-Biochip mit einem SimLock versehen. Sicher wird es einige Jailbreaks geben, aber wer hat schon den Mut, sein Gehirn nach einem Absturz ein Hardreset zu geben.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>epikur:<br />
</strong>Hypes und Trends haben es so in sich, dass sie auch wieder vergehen. Die New Economy und die Dotcom-Blase zeigten uns ja schon zu Beginn des neuen Jahrtausends, dass gerne Lärm um Nichts gemacht wird. Als das Internet-Chatten »entdeckt« wurde, gab es auch einen Boom der neuen Kommunikation: ICQ, MSN, Skype usw. Heute wird es einem schnell lästig, ständig unterbrochen und mit Belanglosigkeiten zugetextet zu werden. Meine Vermutung ist, dass in ca. zehn Jahren viele der sozialen Netzwerke sich überlebt haben werden (facebook wird es wohl noch geben). Viele werden enttäuscht sein, nicht von DSDS oder Popstars im Internet entdeckt worden zu sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Traum von Piraten und Liberalen, dass Internet als demokratisches Forum der Moderne, ja als Bürgerbewegung zu etablieren, ist angesichts einer intellektuell anspruchsvollen Chatsprache (»loolz«, »gg«, »rofl« ) und freiwilligen Sauf– und Nakedei-Bildchen, wofür früher IM’s bezahlt wurden, eher peinlich. Einen Reset-Knopf wird es nicht geben, aber wir werden weiterhin irgendwie so vor uns hindümpeln wie bisher. Denn das können wir alle am besten. <strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>todesglupsch:</strong><br />
Ich habe ihn nicht gesehen, aber ich glaube mich zu erinnern, gelesen zu haben, eine der Figuren im neuen Schweighöfer Film wäre ein Musiker, der keine Homepage betreibt mit der Begründung, er glaube nicht das sich das Internet langfristig durchsetzt.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Entwicklung des Mediums Internet ist durch die Masse an »Betreibern« und die inherente Vernetzung einfach fürchterlich schnell. Die Art und Weise aber nicht speziefisch. An allen Ecken und Enden werden neue Techniken ausprobiert, die die in der Breite angenommen werden wachsen schnell. Das führt schnell zur Überbewertung und-schätzung und sollte sich eine Technik wirklich etablieren gibt es meist auch eine Konzentration der Anbieter. So gilt für das Netz ähnlich wie in der klassischen Wirtschaft, dass Schlüsseltechniken meist monopolisert werden. Das wird sich nicht rückgängig machen lassen und die Bürger werden ihre Bürgerrechte im Netz genauso selbst wahrnehmen müssen wie sonst auch.</p>
<p> </p>
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		<title>ZG-Rückblick: Die Zukunft</title>
		<link>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2011/zg-ruckblick-die-zukunft/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 05:17:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>der redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[ZG-Rückblick]]></category>
		<category><![CDATA[Vorhersage]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit Prophezeiungen, statistischen Berechnungen und Vorhersagen wurde schon immer Politik gemacht. Oft ist es wenig sinnvoll, mehr als 10 Jahre in die Zukunft zu blicken, da es immer unvorhergesehene Ereignisse geben wird, welche unsere Zukunft prägen: ein Krieg, eine Krise, eine neue technologische Errungenschaft oder eine neue (alte) Ideologie. Demographen, Wirtschaftsprofessoren und Naturwissenschaftler versagen regelmäßig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/zg_rueckblick.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-596" title="ZG-Rückblick" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/zg_rueckblick.jpg" alt="" width="450" height="200" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/zg_rueckblick.jpg"></a>Mit Prophezeiungen, statistischen Berechnungen und Vorhersagen wurde schon immer Politik gemacht. Oft ist es wenig sinnvoll, mehr als 10 Jahre in die Zukunft zu blicken, da es immer unvorhergesehene Ereignisse geben wird, welche unsere Zukunft prägen: ein Krieg, eine Krise, eine neue technologische Errungenschaft oder eine neue (alte) Ideologie. Demographen, Wirtschaftsprofessoren und Naturwissenschaftler versagen regelmäßig beim Blick in die Zukunft. Heute soll die ZG-Redaktion gute 100 Jahre in die Zukunft schauen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie sieht das Leben im Jahre 2100 auf der Erde aus? Welche technologischen Errungenschaften haben wir gemacht? Welches Menschenbild, welche Weltanschauung und welche Werte werden uns leiten? <span id="more-10346"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>epikur</strong><br />
Zunächst hoffe ich, dass uns die Schatten und die Vorlonen noch nicht entdeckt haben. Auch die Borg können ruhig einen Bogen um unseren Planeten machen. Natürlich wird zeitgeistlos.de im Jahre 2100 stolze 98 Jahre alt sein und eifrig seinem 100. Geburtstag entgegen fiebern. Alle Mitglieder der ZG-Redaktion sind natürlich noch am Leben, da geistige Fitness ewig jung hält und weil todesglupsch ein paar tolle lebensverlängernde Pillen entwickelt hat. Die halbe Erde ist eine stinkende Rauchwüste, der Rohstoffabbau, die jahrhundertelangen Umweltverschmutzungen und ein paar Atombomben haben große Teile in radioaktives Ödland verwandelt. Ein paar Reiche und Privilegierte haben sich in große Bunker verschanzt und...ich glaube, ich habe zuviel Fallout 3 gespielt.</p>
<p style="text-align: justify;">Ob wir die Geldgier, den Materialismus und den Egoismus überwunden haben werden, bezweifle ich. Ich bin zwar nicht der Meinung, dass diese Eigenschaften in der Natur des Menschen liegen, wie uns Fatalisten und Zyniker immer wieder weismachen wollen, aber ich befürchte, dass das System der Herrschaft sich auf diese Eigenschaften immer stützen werden. Die technologischen Errungenschaften in der Zukunft werden uns zwar prägen und beeinflussen, aber unsere grundlegenden Probleme nicht überwinden können. Uns haben auch in der Vergangenheit weder der Computer, das Auto, die Industrie, die  Raumfahrt oder der Fernseher davor bewahren können, weniger gewalttätig zu sein. Auch haben wir unsere Mitmenschen durch immer neuere Technik nicht mehr respektiert oder geachtet, als zuvor. Vielleicht könnte zukünftig weniger Technik mehr Menschlichkeit bedeuten? <strong> </strong></p>
<p><strong>todesglupsch</strong><br />
Wir schaffen es nicht mal das Wetter der nächsten Woche ordentlich vorherzusagen. Ich schon gar nicht.</p>
<p>Wahrscheinlich wird der Mensch immernoch Mensch sein, aber vermutlich wird der Planet noch viel mehr davon haben, bzw aushalten müssen. Da im Moment immer mehr Menschen einen Lebensstil anstreben der sich dem den viele Menschen in entwickelteren Ländern führen annähert, wird wohl das große technische, aber vor allem gesellschaftliche Herausforderungen bedeuten. Bei der ökologischen Belastung die bereits vorliegt wird das erst einmal in den nächsten fünzig Jahren geregelt werden um die das Jahr 2100 überhaupt »sinnvoll« zu erreichen. Wenn wir das aber leisten können, dann, ja dann, frohlockt Utopia. Dann werden Brathähnchen von unseren genmanipulierten Bäumen wachsen, während die Nachfahren der Brathähnechen dank künstlicher Evolution so intelligent sind, dass sie Brathähnchenbäume aus der Retorte entwickeln. Oder wir werden diese Probleme nicht gelöst haben und dann, naja, dann lassen Mad Max &amp; Co. grüßen. Dann wird man sich vermutlich auch in unseren Regionen nicht über zu wenig Möglichkeiten braun zu werden beschweren können.</p>
<p>Womöglich werden wir aber auch einfach mehr oder minder so weiter gemacht haben und weitermachen. Einfach so aus mangelndem Ideenreichtum, oder weil die »Powers to Be« es eigentlich gar nicht so schlecht finden wie es bisher gelaufen ist und gelaufen sein wird.</p>
<p><strong>jtheripper</strong><br />
Für die optimistische Zukunft möchte ich diesen Text anbringen:<br />
Marshall Bravestarr (1987 — abgeänderter Introtext)</p>
<p><em>In einer fernen Zeit, in einem bekannten Raum,</em><br />
<em>Der Planet Erde, ein Freiheitsttraum.</em><br />
<em>Das Land freier Menschen, so könnte es sein,</em><br />
<em>Doch mischte sich immer auch Böses mit ein!</em></p>
<p><em>Ein Mann des Friedens kam irgendwo her,</em><br />
<em>Er hatte Mut und handelte fair.</em><br />
<em>Beschützer der Schwachen, er trotzt jedem Problem,</em><br />
<em>Der Hüter des Rechts — Ihr werdet verstehen! </em></p>
<p>Für eine nicht rosige Zukunft hätte ich noch diesen Text. Dazu auf  englisch umschalten und mit der Stimme von Ron Perlman sprechen:<br />
Fallout 2 (1998 — Auszug)</p>
<p><em>War. </em></p>
<p><em>War never changes.</em></p>
<p><em>The end of the world occurred pretty much as we had predicted.<br />
Too many humans, not enough space or resources to go around.<br />
The details are trivial and pointless, the reasons, as always, purely human ones.</em><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>The earth was nearly wiped clean of life.<br />
A great cleansing, an atomic  spark struck by human hands, quickly raged out of control.<br />
Spears of  nuclear fire rained from the skies. Continents were swallowed in flames  and fell beneath the boiling oceans.<br />
Humanity was almost extinguished, their spirits becoming part of the background radiation that blanketed the earth.</em><br />
<em><br />
A quiet darkness fell across the planet, lasting many years. (...)</em></p>
<p><iframe width="450" height="253" src="http://www.youtube.com/embed/_mcJAI6oRYY" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		</item>
		<item>
		<title>ZG-Rückblick: Hexenjagd</title>
		<link>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2011/zg-ruckblick-hexenjagd/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Jun 2011 04:34:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>der redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[ZG-Rückblick]]></category>
		<category><![CDATA[Hexenverfolgung]]></category>
		<category><![CDATA[Rufmord]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Jahre 2011 scheinen die Hexenverfolgungen wieder Fahrt aufzunehmen. Ähnlich wie damals, reichen Anschuldigungen meist schon aus, damit der Ruf zerstört wird und um eine juristische Aufarbeitung in Gang zu setzen. Im März 2010 wurde der Journalist Jörg Kachelmann wegen des »Verdachts auf Vergewaltigung« festgenommen. Im November 2010 wurde in Schweden gegen den Wikileaks Mitbegründer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/zg_rueckblick.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-596" title="ZG-Rückblick" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/zg_rueckblick.jpg" alt="" width="450" height="200" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/zg_rueckblick.jpg"></a>Im Jahre 2011 scheinen die <span><span>Hexenverfolgungen</span></span> wieder Fahrt aufzunehmen. Ähnlich wie damals, reichen Anschuldigungen meist schon aus, damit der Ruf zerstört wird und um eine juristische Aufarbeitung in Gang zu setzen. Im März 2010 wurde der Journalist Jörg Kachelmann wegen des <em>»Verdachts auf Vergewaltigung«</em> festgenommen. Im November 2010 wurde in Schweden gegen den <span><span>Wikileaks</span></span> Mitbegründer <span><span>Julian</span></span> <span><span>Assange</span></span> ein Haftbefehl wegen <em>»sexueller Vergehen«</em> erlassen, der kurz darauf zum internationalen Haftbefehl von Interpol wurde. Und im Mai 2011 ist der IWF-Chef <span><span>Dominique</span></span> Strauss-Kahn wegen des <em>»Verdachts auf versuchte Vergewaltigung«</em> verhaftet worden.</p>
<p style="text-align: justify;">Werden <span><span>Vergewaltigungsvorwürfe</span></span> von politischen Gegnern benutzt, um unliebsame Personen los zu werden? Oder haben sexuelle Übergriffe, von Menschen die in der Öffentlichkeit stehen, zugenommen bzw. werden sie heute einfach besser aufgedeckt als früher?<span id="more-9564"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span><span>epikur</span></span></strong><br />
Ob und wer nun schuldig ist oder nicht, kann ich zunächst nicht beurteilen. Das ist Sache der Justiz. Für die breite Masse der Bevölkerung und für die Medien sind alle angesprochenen Personen schuldig. Widerliche Sexverbrecher. Die Art und Weise der Berichterstattung und die <a title="facie prima" href="http://ad-sinistram.blogspot.com/2011/05/facie-prima.html" target="_blank"><span><span>mediale</span></span> Bild-Inszenierung</a> lassen für den <span><span>Rezipienten</span></span> keinen anderen Schluss zu. Skandale, <span><span>Crime</span></span>, Sex und Gewalt sorgen immer für hohe Quoten, Auflagen und Verkaufszahlen. Der Ruf der in Verdacht Stehenden dürfte aber für immer dahin sind — unabhängig davon, ob sie schuldig sind oder nicht. Interessant ist aber in der Tat, dass sich Richter und Anwälte vom Medieninteresse beeinflussen lassen, wie im Fall Kachelmann immer wieder zu sehen ist. Von einer unabhängigen Justiz kann hier keine Rede sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie <span><span>manipulativ</span></span> Medien sind, kann man dieser Tage wieder schön beobachten. Während also Strauss-Kahn verdächtigt wird ein sexuelles Verbrechen begangen zu haben, wird über Sexpartys der Hamburg-Mannheimer berichtet. Zwei Berichte die augenscheinlich wenig miteinander zu tun haben. In der <span><span>Kommunikationswissenschaft</span></span> nennt man diese Methode »<span><span>framing</span></span>«, das Einbetten von Themen in spezifischen, meist konstruierten, Themenkomplexen. Beim Zuschauer bzw. Leser macht sich dann eine gezielt gesteuerte Erkenntnis breit: »die Reichen und Mächtigen nehmen sich sexuell was sie wollen«. Ergo: Strauss-Kahn ist schuld.<strong> <span><span> </span></span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span><span>jtheripper</span></span></strong><br />
Kann schon sein, dass Vergiften nicht mehr die feine Art ist und man deswegen zum sexuellen Missbrauch greift, um seine Gegner loszuwerden. Vielleicht gibt es dazu ja auch die passende <span><span>Verschwörungstheorie</span></span>. Ich hoffe aber auch, dass sexuelle Übergriffe häufiger angezeigt werden als früher. In den letzten Tagen kamen dazu ja auch diverse Berichte im TV, wo ein Grund für das Schweigen meist die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes <span>genannt</span> wurde... Angst kann ich verstehen, aber der Arbeitsplatz ist doch hoffentlich das Letzte, über das man sich in so einem Moment Gedanken macht. Aber was tut man nicht alles, um einen Arbeitsplatz in einem Unternehmen zu behalten, wo Straftaten gedultet werden. Bin ich vom Thema abgekommen?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span><span>todesglupsch<br />
</span></span></strong><span><span>Ich denke es muss klar unterschieden werden zwischen der medialen Inszenierung und dem juristischen Verfahren. Die mediale Berichterstattung scheint in Deutschland im Falle von Prozessen gegen Prominente, speziell bei sexuellen Verdachtsmomenten, zunehmend unsachlicher abzulaufen. Ich glaube aber auch das Problem ist die Quantität der Berichterstattung, denn an sich ist der reine Informationsgehalt  recht überschaubar. Vor Abschluss des Prozesses ist ein Großteil der medialen Beiträge irrelevant, repetitiv oder spekulativ. Gerade die Spekulationen bis hin zu den klar parteiischen Berichten sind für die Prozessbeteiligten, allen voran den Beklagten schwierig. Wenn nun noch eine unverhältnismäßige »Kooperation« der Staatsanwaltschaft mit den Massenmedien hinzukommt, dann beginnen die Grenzen des medialen und juristischen Verfahrens zu verschwimmen. Diese Integrität der Staatsanwaltschaft scheint subjektiv nachzulassen. Das wäre besonders bedenklich, da die Staatsanwaltschaft in Deutschland, anders als z.B. in den USA, nicht nur gegen sondern auch für den Angeklagten ermitteln muss. Die beschworene Trennung der medialen Inszenierung und des juristischen Verfahrens leidet zusätzlich (zu der gegebenenfalls bereits vorhandenen medialen Beeinflussung der Prozessbeteiligten) und damit die Chancen auf einen fairen Prozess.<br />
</span></span></p>
<p style="text-align: justify;">
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		<title>ZG-Rückblick: Track me down</title>
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		<pubDate>Sun, 01 May 2011 14:13:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>der redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[ZG-Rückblick]]></category>
		<category><![CDATA[Daten]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>

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		<description><![CDATA[Zuckerberg’sche Datenauswertungen und Googles Straßenbildchen sind langsam nicht mehr das angesagte Thema. Jetzt ist Apples intelligentes Telefon so intelligent, dass es sich merkt wo sein Besitzer sich aufgehalten hat. Außerdem berichten die Mainstreamedien über eine Panne bei Sony die dazu geführt haben soll, dass große Mengen persönlicher Daten von PS-Network Usern Dritten zugänglich wurden. Alles [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/zg_rueckblick.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-596" title="ZG-Rückblick" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/zg_rueckblick.jpg" alt="" width="450" height="200" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Zuckerberg’sche Datenauswertungen und Googles Straßenbildchen sind langsam nicht mehr das angesagte Thema. Jetzt ist Apples intelligentes Telefon so intelligent, dass es sich merkt wo sein Besitzer sich aufgehalten hat. Außerdem berichten die Mainstreamedien über eine Panne bei Sony die dazu geführt haben soll, dass große Mengen persönlicher Daten von PS-Network Usern Dritten zugänglich wurden. Alles halb so wild? Eh alles nicht personenbezogen. Die Nebeneffekte des digitalen Zeitalters. Oder eher der Beginn des orwell’schen Zeitalters?<span id="more-9295"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>todesglupsch:<br />
</strong>Wenn die Technik hier nicht mal jeder Art von datenschutzrechtlichen Mechanismen enteilt. Inwiefern in Zeiten der globalen Vernetzung es solche Mechanismen noch gibt ist die eigentliche Frage? Ich gehe davon aus, dass riesige mehr oder minder zentralisierte Datensammlungen Begehrlichkeiten wecken, denn einerseits sind Daten im Informationszeitalter die Währung und Andererseits sind die Schutzmechanismen im Vergleich zu monetären Währungen teilweise lächerlich. Als Nutzer ist es schwer die eigenen Daten noch effektiv zu schützen, da dies eigentlich nur mit einer klar eingeschränkten Nutzung vieler digitaler Dienste möglich ist. Andererseits gibt es auch den Aspekt, dass große Konzerne und Instutionen durch ihre technische Trägheit angreifbar sind und zwar mit relativ geringen Ressourcen. Das ist nicht nur eine Gefahr sondern fordert auch diese Institutionen technisch und vielleicht auch ein wenig ethisch, wobei ich befürchte das sie dem oft versuchen juristisch und politisch zu begegnen.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong>epikur</strong>:<br />
Ich muss zugeben, dass ich von dem Skandal kaum etwas mitbekommen habe. Entweder ging es an mir vorbei oder die bürgerlichen Medien haben dem Thema eher nebensächlich Platz eingeräumt. Fakt ist aber, dass das Thema Datenschutz, außer bei einigen Bürgerinitiativen (<a href="http://www.aktion-freiheitstattangst.org/" target="_blank">Freiheit statt Angst</a>), von Politik, Medien und Unternehmen wohl eher stiefmütterlich behandelt wird. Ich erinnere nur an die Überwachungsskandale bei Lidl, Telekom und der Deutschen Bahn. Facebook, die Volkszählung 2011 und die Vorratsdatenspeicherung tun ihr übriges. Über diese Themen gibt es kaum Öffentlichkeit. Stattdessen wird breit über die Hochzeit von Kate und William berichtet (*schnarch*). Was bei Sony nun wirklich passiert ist und ob und wenn ja welche Folgen das haben kann, kann ich schwer beurteilen. Ich vermute aber, dass uns, wie immer, nur die halbe Wahrheit erzählt wird. Vielleicht hat ein Insider ausgepackt, vielleicht gab es eine Datenpanne oder was auch immer. »Größter Hackerangriff aller Zeiten« (Bild.de), klingt zumindest schön bedrohlich. Damit lassen sich dann gut rigorose Daten-Sicherheitskonzepte durchsetzen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>jtheripper:</strong><br />
Nun ich weiß nicht, ob es der größte Hackerangriff war, aber ausgewachsen war er auf jeden Fall. Denn neben unwichtigen Personendaten, wurden auch die Kreditkarteninformationen gestohlen und jetzt kommt erst der Skandal: Sony hat ca. eine Woche gewartet, bis sie die Benutzer des Netzwerks (also ihre Kunden) über die offiziellen Kanäle informiert hat. Von Apple habe ich eigentlich nichts anderes erwartet. Allerdings ist es schon fraglich, dass solch sensible Daten auf dem iphone gespeichert werden, obwohl sie von Apple selbst nicht mal verwendet werden. Sie bieten also völlig unnötig eine Angriffsfläche.<br />
Das Problem ist, glaube ich, dass wir an einem Punkt angekommen sind, wo  uns auf der einen Seite Großkonzerne keine Sicherheit der Daten mehr garantieren  können (wenn sie das jemals konnten) und auf der anderen sich so viel Daten wie möglich krallen wollen. Und der Benutzer ist dazwischen gefangen. Er soll seinen Lieblingsmarken vertrauen, aber auch jede Information über sich dreimal umdrehen, bevor er sie ins Netz entlässt. Es ist mal wieder ein Wettrennen zwischen Auf– und Verklärung, welcher durch Menschen behindert wird, die über Apple, Googel und Facebook schimpfen, aber selbst twittern, dass sie ins Hotel Großkotz eingecheckt haben und uns ihr Abendessen zeigen müssen.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
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		<title>ZG-Rückblick: Atomstrom</title>
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		<pubDate>Thu, 31 Mar 2011 23:08:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>der redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[ZG-Rückblick]]></category>
		<category><![CDATA[Atomenergie]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit über 20 Jahren zeigt Matt Groening satirisch mit seinen Simpsons, dass Atomenergie und der Mensch einfach nicht zusammenpassen. Nun zeigt uns unsere Erde, dass sie ebenfalls nicht kompatibel mit dieser Technik ist. In Deutschland wurde mehr oder weniger gehandelt und sieben von 17 AKWs vorübergehend abgeschaltet. Aus Frankreich z.B. erreicht uns bis jetzt keine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-596" title="ZG-Rückblick" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/zg_rueckblick.jpg" alt="" width="450" height="200" /></p>
<p style="text-align: justify;">Seit über 20 Jahren zeigt Matt Groening satirisch mit seinen Simpsons, dass Atomenergie und der Mensch einfach nicht zusammenpassen. Nun zeigt uns unsere Erde, dass sie ebenfalls nicht kompatibel mit dieser Technik ist. In Deutschland wurde mehr oder weniger gehandelt und sieben von 17 AKWs vorübergehend abgeschaltet. Aus Frankreich z.B. erreicht uns bis jetzt keine ähnliche Meldung. Dort sind über 50 Kraftwerke am Netz. Ist es nun eine Technik der Zukunft oder wird uns die Zukunft vom Gegenteil überzeugen? Mal wieder...</p>
<p><span id="more-9000"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>jtheripper:</strong><br />
Dem ein oder anderen dürften die Bilder und Diskussionen über die Atomkraft schon sehr bekannt vorkommen. Für andere wiederum ist der Unfall in Fukushima ein Augenöffner für die Unsicherheit der Atomenergie. Das alte »Atomkraft? Nein Danke« bekommt erneuerte Aufmerksamkeit. Gerne auch in den Varianten »Atomkraft? Nicht schon wieder« oder »Atomkraft? WTF?«. Man könnte den ganzen Artikel aus alten Fundsachen zusammenschustern. Die Deutschen sind auf jeden Fall wieder angefeuert und wählen zur Beruhigung ihrer Nerven Grün. Den Franzosen geht es wohl eher wie Loriots Otto Wohl: »Bello, sag mal ›Herr Otto Wohl fühlt sich unwohl am Pol ohne Atomstrom‹ ... ›OO OO ooo OOO oooo‹...›</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>epikur:<br />
</strong>Deutschland ist nicht Japan. Unsere Atommeiler sind sicher. Die deutsche  Atomindustrie hat hohe Sicherheitsstandards. Bei uns kann das nicht  passieren. Wir brauchen die Kernenergie als Brückentechnologie. Außerdem  verschandeln die Windkrafträder doch die schönen Landschaften. Ohne  Nuklearenergie könnten wir die Strompreise nicht konstant niedrig  halten. Der Endverbraucher müsste bei erneuerbaren Energien kräftig  draufzahlen.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Wir sind sehr betroffen über die große Katastrophe, die durch das  Jahrhunderterdbeben und den darauffolgenden Tsunami in Japan ausgelöst  wurde. Die daraus resultierende schwerwiegende Situation um die  Kernkraftwerke in der Erdbebenregion erfüllt uns mit großer Sorge. [...] Eine Verkettung eines derart schweren Erdbebens und eines schweren  Tsunamis ist in Deutschland nicht vorstellbar. Auch von offizieller  Seite ist bereits gestern darauf hingewiesen worden, dass die deutschen  Kernkraftwerke so ausgelegt sind, dass die Schutzziele auch bei starken  Erdbeben eingehalten werden.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.kernenergie.de/kernenergie/Presse/Pressemitteilungen/items/2011-03-12_Erklaerung_zu_Ereignissen_in_Japan.php" target="_blank">Pressemitteilung</a> von Kernenergie.de vom 12. März 2011</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Noch Fragen?   <img src='http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-includes/images/smilies/doh.gif' alt=':WTF:' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align: justify;">
<p><strong>todesglupsch:</strong></p>
<p>Warum spricht eigentlich nie jemand von den Gefahren der regenerativen Energiequellen?</p>
<p>Zum Beispiel Windräder. Da könnten Menschen raufklettern und runterfallen. Oder schlimmer noch sie könnten umfallen (die Windräder, nicht die Menschen). Bei zu viel Wind womöglich. Dann könnten sie auf Menschen stürzen oder schlimmer auf Gebäude. Nicht auszudenken was passieren könnte, wenn so ein Windrad auf ein AKW stürzen würde. Terroristen könnten auch gezielt versuchen Windräder einzusetzen um Strom zu erzeugen.</p>
<p>Oder Solarenergie: Bei einer solchen Anlage werden ja große Teile der Sonnenstrahlung gar nicht genutzt und in Form von Wärme einfach an die Umgebung abgegeben. Sollte eine solche Anlage nun zufällig neben einem AKW stehen, könnte diese zusätzliche Wärme nicht womöglich die Kühlung des Reaktors überfordern. Auch bei der Solarenergie sollte man das Risiko einer Nutzung des erzeugten Stroms durch Terroristen, z.B. zum Zwecke des Kaffeekochens nicht unterschätzen.</p>
<p>Und überhaupt müssten dafür doch ganz viele Leitungen gelegt werden. Praktisch überall. Der Elektrosmog würde nicht nur fast so schnell Krebs verursachen wie ein Bad im Fukushima-Abwasserbehälter, sondern womöglich auch die Steuerungsanlagen von AKWs stören. Nicht auszudenken.</p>
<p>Ganz perfide Terroristen könnten auch den von uns sauber erzeugten Strom auf dunklen Kanälen ankaufen und dann gegen uns verwenden, z.B. um ihn teurer zurückzuverkaufen und mit dem Gewinn Windradentwurzelungsanlagen zu kaufen.</p>
<p>Ich denke regenerative Energiequellen sollten, wenn überhaupt, dann nur als Brückentechnolgie genutzt werden bis noch sicherere AKWs zur Verfügung stehen (Mit Vernebelungsystemen z.B., damit Terroristen die Windräder auf AKWs stürzen nicht sehen können auf welches AKW sie das Windrad stürzen, oder so ähnlich).</p>
]]></content:encoded>
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		<title>ZG-Rückblick: Beim Doktorspielen erwischt</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Feb 2011 23:26:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>der redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[ZG-Rückblick]]></category>
		<category><![CDATA[Guttenberg]]></category>
		<category><![CDATA[Plagiat]]></category>

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		<description><![CDATA[(Titel aus unbekannter Quelle übernommen) Baron zu Guttenberg ist Deutschlands beliebtester Politiker, nun hat sein Image Kratzer bekommen. Seit Tagen wird in den Massenmedien berichtet, dass die Doktorarbeit unseres Verteidigungsministers ein Plagiat besonderer Güte sein soll. Er habe in über 50 Fällen falsch zitiert, die Quelle nicht angegeben und sogar ganze Passagen ohne Nennung des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">(Titel aus unbekannter Quelle übernommen)</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/zg_rueckblick.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-596" title="ZG-Rückblick" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/zg_rueckblick.jpg" alt="" width="450" height="200" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Baron zu Guttenberg ist Deutschlands beliebtester Politiker, nun hat sein Image Kratzer bekommen. Seit Tagen wird in den Massenmedien berichtet, dass die Doktorarbeit unseres Verteidigungsministers ein Plagiat besonderer Güte sein soll. Er habe in über 50 Fällen falsch zitiert, die Quelle nicht angegeben und sogar ganze Passagen ohne Nennung des Autors kopiert. Nachdem Guttenberg offensichtlich versucht hatte, die Sache auszusitzen, die Medien aber nicht locker ließen, sagte er nun in einer Presseerklärung, dass er auf  seinen Doktortitel verzichte. Wie auch immer diese Geschichte enden wird, mir stellen sich dazu folgende Überlegungen:</p>
<p style="text-align: justify;">Gehört der Doktortitel in vermögenden Kreisen zum guten Ton und wird quasi eingekauft? Ist die wochenlange Medienpräsenz ein Zeichen dafür, welch großes Untertanenvolk die Deutschen sind, wenn ihnen soviel an Adel, Titel und Vermögen liegt? Oder müssen wir uns im Zeitalter des Internets an copy+paste bei Autoren, akademischen Arbeiten, Büchern usw. gewöhnen?<span id="more-8415"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>jtheripper:</strong><br />
Ich halte nicht viel von Titeln. Ob es nun Doktor– oder Adelstitel sind. Beim Guttenberg trifft nun beides zu und vielleicht ist er mir deswegen so unsympathisch. Wobei ein Titel ist ja nun weg. Vielleicht muss er ja auch bald sein »zu« abgeben, da er ja so viel Schande über seine Familie gebracht hat. Aber ernsthaft, wenn in Deutschland die Dr. und Prof. nicht so wichtig wären und nicht gleich ein riesen Fass aufgemacht wird, wenn auf einem Namensschild oder einer brieflichen Anrede mal ein Dr. zu wenig steht, dann müssten sich die Adligen auch nicht für viel Geld so billige Plagiate kaufen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>todesglupsch:</strong><br />
Die Frage nach einer Schuld Guttenbergs scheint unstrittig zu sein, wobei die schwere scheinbar versucht wird zu kaschieren. Guttenberg  bestreitet offenbar wissentlich oder gezielt sonst wie direkt ein Plagiat angefertigt zu haben. Ich verstehe nicht wie bei angeblich großen annähernd unverändert übertragenen Passagen diese unwillentlich oder ungezielt kopiert sein sollen und ich frage mich warum das so wenig öffentlich thematisiert wird. Auch stellt sich Guttenberg bereits wieder hin und proklamiert noch sein Umgang, bezüglich auf den Verzicht des Titels, wäre nachahmenswert. Guttenbergs konkretes Vergehen ist die eine Seite, interessanter finde ich den Umgang und die Bewertung durch die Bevölkerung. Auch wenn das im Nachhinein jeder behaupten kann, ich hatte eigentlich immer das Gefühl das Guttenberg vor allem eines ist: ein Blender — gut darin den Schein zu wahren, eloquent und immer überzeugend auftretend. Die tatsächliche Kompetenz Guttenbergs war etwas was wenig thematisiert wurde und auch jetzt nicht genauer betrachtet wird. Wenn man »den Medien« trauen kann oder will, scheint der Rückhalt für Guttenberg in der Bevölkerung groß zu sein und das allgemeine Bild Guttenbergs durchweg das eines guten Verteidigungministers. Ich habe die Befürchtung das Bild der Kompetenz könnte Folge seiner eigenen Inszenierung sein und dieses Bild verhielft ihm nun gegebenenfalls sich an entsprechenden Konsequenzen vorbeizuschummeln. Ich fände es bedenklich, wenn so jemand im Amt bliebe, aber noch beunruhigender finde ich die Vorstellung, dass dies der Fall ist, weil die Mehrheit der Bevölkerung dies unterstützt. Ich denke dies bedeutet, dass die Integrität einer in der Öffentlichkeit stehenden Person ab sofort von ihr selbst definiert wird und die sachliche Kompetenz, hinter der Kompetenz der Selbstinszenierung, einer Person weitestgehend irrelvant ist (nennt mich ruhig alle naiv).</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong>epikur:</strong><br />
Ich muss jtheripper zustimmen, ich gebe auch nicht viel auf Titel und Konventionen. Das hat für mich den miesen Stallgeruch von Feudalismus, Stände– und Klassengesellschaft. Was mir bei dem ganzen Theater wieder  mal auffällt, ist, wie oberflächlich Politik in Deutschland doch beurteilt und bewertet wird. Angela Merkel sei zu dick und unattraktiv, Baron zu Guttenberg hat einen feinen Adelstitel usw. Über politische Inhalte wird in  der Öffentlichkeit eher wenig diskutiert. Mir ist es nach wie vor, völlig wurscht wie ein Politiker aussieht, was für Titel er hat oder wie er sich medial inszeniert. Für mich zählen politische Inhalte und die konkrete politische Arbeit, die ein Politiker verrichtet. Danach sollte er gemessen werden und nicht an Figur, Aussehen oder Titel.</p>
<p style="text-align: justify;">Interessant ist auch, dass die Plagiatsaffäre mehr Raum, Platz und Zeit in den Medien einnimmt, als die Kunduz-Affäre von zu Guttenberg im September 2009. Damals sind über 140 Menschen, darunter viele Zivilisten auf Befehl eines Bundeswehroffiziers, umgebracht worden. Guttenberg kommentierte den Angriff damals als »militärisch angemessen« bevor er Monate später die Aussage zurücknahm. Ein Doktortitel ist wohl wichtiger als afghanische Zivilisten.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
]]></content:encoded>
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		<title>ZG-Rückblick: 2010</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Dec 2010 23:22:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>der redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[ZG-Rückblick]]></category>
		<category><![CDATA[2010]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ich wünsche Ihnen und Ihren Familien für das neue Jahr 2011 Gesundheit und Zufriedenheit... *schnarch. So oder so ähnlich wird am 31.12. mal wieder eine ganz bestimmte Neujahrsansprache anfangen. Da stellt sich die Frage was schlimmer ist: Jahresrückblicke Anfang Dezember im Privatfernsehen oder geheuchelte Zukunftsaussichten? Wir machen auf jeden Fall einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><img class="aligncenter size-full wp-image-596" title="ZG-Rückblick" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/zg_rueckblick.jpg" alt="" width="450" height="200" /></p>
<p style="text-align: justify;">Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ich wünsche Ihnen und Ihren Familien für das neue Jahr 2011 Gesundheit und Zufriedenheit... *schnarch. So oder so ähnlich wird am 31.12. <strong>mal wieder</strong> eine ganz bestimmte Neujahrsansprache anfangen. Da stellt sich die Frage was schlimmer ist: Jahresrückblicke Anfang Dezember im Privatfernsehen oder geheuchelte Zukunftsaussichten? Wir machen auf jeden Fall einen kurzen Schulterblick oder sollte man nur nach vorne schauen?</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-7808"></span><strong>jtheripper</strong><br />
Wenn ich an das ZG-Jahr 2010 denke, fällt mir wieder ein, dass wir einen holprigen Serverumzug hatten, bei dem auch leider ein paar nette Daten verloren gegangen sind. Aber nun ist ja alles besser und so. Artikeltechnisch sieht es schlechter aus als 2009. Man könnte also sagen, dass <span style="text-decoration: line-through;">der</span> das Blog erfolgreich die Herrschaft übernommen hat. Als Aussicht auf 2011 könnten wir versuchen dagegenzusteuern (allerdings nicht auf Kosten des Blogs, sondern eher unserer Freizeit). Als gemeinsamen ZG-Artikel hatten wir 2010 <a title="ZG-Artikel: Bildlos" href="http://www.zeitgeistlos.de/bildlos/bildlos.html" target="_blank">BILDLOS</a> ins Leben gerufen. Dort haben wir es zu einer Titelseite und drei Plakaten geschafft, die sich ruhig <a title="BILDLOS-Posts im Blog" href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/tag/bildlos/" target="_blank">sehen lassen können</a>... Zusammen transportieren die mehr Inhalt, als die komplette Bild–<span style="text-decoration: line-through;">Zeitung</span>. Und natürlich haben wir noch unsere <a title="ZG-Artikel: EdrW" href="http://www.zeitgeistlos.de/enzyklopaedie/edrw.php" target="_blank">»Enzyklopädie des relativen Wissens«</a> erweitert. Müssten dieses Jahr wieder vier neue Begriffe gewesen sein. Hier vielleicht die Aussicht auf sechs Begriffe? Wenn wir eine neue Hedonistin (w/m) bekommen -&gt; ichwuerdeesmalversuchen(at)zeitgeistlos.de</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>epikur</strong><br />
Für mich ist das Jahr 2010 mit einigen positiven beruflichen und privaten Veränderungen verbunden. Aufmerksame ZG-Leser werden das an meinen Beiträgen evtl. erkannt haben. Auch wenn ich Mitte März 2010 plötzlich knapp eine Woche im Krankenhaus lag — die temporäre <a title="ZG" href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2010/bodenlosigkeit/" target="_blank">Bodenlosigkeit</a> wurde, zum Glück, durch ein stabiles Fundament schnell ausgeglichen.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch wenn ich mich 2010 mehr zwischenmenschlichen Themen, wie z.B. der <a title="ZG" href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/tag/kinder/" target="_blank">Kinder-Reihe </a>oder eher <a title="ZG" href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/category/gedanken/" target="_blank">persönlichen Ansichten</a> gewidmet habe, so interessiert mich Politik auch weiterhin. Beim derzeitigen politischen Kasperletheater fällt mir nur nichts mehr ein, was ich kommentieren könnte.  Die politische Bühne ist derzeit völlig korrupt und verdorben. Dennoch halte ich, nach wie vor, die Themenvielfalt des Blogs und der ZG-Hauptseite, für eine große Stärke. Und an dieser Stelle möchte ich mich bei euch bedanken. Eure konstruktiven Kommentare und eure Treue sind toll. Der Nächste bitte!  <img src='http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-includes/images/smilies/zwink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>todesglupsch<br />
</strong>2010 war ein katastrophales Jahr. Wenn man sich als geografisch priviligiert betrachten durfte und den Fluten, Erdbeben und Vulkanausbrüchen entgangen ist gab es wenigstens BP die recht erfolgreich versucht haben dieses Privileg auszugleichen. Hierzulande gab es (noch) nichts Vergleichbares, aber zumindest das Jahr fing mit einem sehr kalten Winter an und endet auch erneut mit einem Solchen. Ich habe mich gefragt, welches einschneidene Ereignis diese Kälte ausgelöst haben könnte. In aufwendigen Recherchen stach ein Ereignis im Semptember 2009 in seiner allgemeinen Relevanz heraus: Die Bundestagswahl. Wäre es denkbar, dass die neue Regierung ein paar Monate brauchte um warm zu werden und das Wetter um kalt zu werden? Wenn neben dieser Korrelation also auch ein kausaler Bezug bestehen sollte, dann wird das kommende Jahr ähnlich (sozial?) kalt ausklingen wie das diese.</p>
<p>Das kommende Jahr wird also zu empirischen Untersuchungen dieser Korrelation genutzt und sollte in 12 Monaten, der Blick aufs Thermometer ähnlich ausfallen wie heute, werde ich mir die Frage stellen müssen, ob ich mit meinem nächsten Kreuzchen womöglich mitschuldig daran sein könnte, dass wir unsere geografischen Privilegien einbüßen könnten.</p>
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		<item>
		<title>ZG-Rückblick: Terror-Anschlag?</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Nov 2010 07:44:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>der redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[ZG-Rückblick]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit einiger Zeit grassiert in Deutschland die Angst vor einem Terroranschlag. Laut Berichten der bürgerlichen Presse sei Deutschland demnächst Ziel von Anschlägen und Terrorismus. Polizei und Sicherheitskräfte sind in höchster Alarmbereitschaft. Wird die Terror-Hysterie benutzt, um den Überwachungsstaat und den Sicherheitsapparat weiter auszubauen? Oder sollte man die Terrorgefahr ernst nehmen? epikur: Die Terrorgefahr sollte man schon ernst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/zg_rueckblick.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-596" title="ZG-Rückblick" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/zg_rueckblick.jpg" alt="" width="450" height="200" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Seit einiger Zeit grassiert in Deutschland die Angst vor einem Terroranschlag. Laut Berichten der bürgerlichen Presse sei Deutschland demnächst Ziel von Anschlägen und <a title="Neusprech: Terrorismus" href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2009/neusprech-terrorismus/" target="_blank">Terrorismus</a>. Polizei und Sicherheitskräfte sind in höchster Alarmbereitschaft. Wird die Terror-Hysterie benutzt, um den Überwachungsstaat und den Sicherheitsapparat weiter auszubauen? Oder sollte man die Terrorgefahr ernst nehmen?<span id="more-7383"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>epikur:</strong><br />
Die Terrorgefahr sollte man schon ernst nehmen. Eine Regierung hat ja auch die Aufgabe seine Bevölkerung zu schützen. Derzeit sollte die Regierung aber das Volk wohl häufiger vor sich selbst schützen, wenn man die volksfeindliche Politik betrachtet. Leider steht die derzeitige Terrorhysterie aber in keinem Verhältnis zur tatsächlichen Gefahr. Die umstrittene Vorratsdatenspeicherung soll durch den Bundesrat und die Bevölkerung gepeitscht werden. Der CDU Innenminister Thomas de Maizière will wegen vermeintlicher Terrorgefahr, den <a title="Stern" href="http://www.stern.de/politik/deutschland/vorratsdatenspeicherung-de-maiziere-setzt-justizministerin-unter-druck-1627937.html" target="_blank">Widerstand zur Vorratsdatenspeicherung</a> brechen. Außerdem werden jetzt Stimmen laut, dass die Bundeswehr im Innern eingesetzt werden soll. Ein Wunsch den gewisse konservative Kräfte schon lange hegen, denn zukünftige soziale Unruhen sind bei Merkels Politik vorprogrammiert. Auch die umstrittene Videoüberwachung, die noch keinen Terroristen geschweige denn einen Dieb aufgehalten haben, soll ausgeweitet werden. Wenn wegen angeblicher Terrorgefahr der Rechtsstaat abgebaut und der Sicherheitsapparat ausgebaut werden, dann braucht es nicht mal mehr einen Anschlag — höchstens zur Rechtfertigung des Demokratieabbaus.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>todesglupsch:</strong><br />
Eine tatsächliche Einschätzung der Terrorgefahr ist für die Zivilbevölkerung nur schwer möglich. Folglich können uns unsere Volksvertreter Einiges erzählen, gegebenenfalls auch um sicherheitspolitische Vorhaben durchzusetzen. Wenn der Innenminister auf konkrete Terrorgefahr hinweist, sehe ich das eher skeptisch. Warum sollte die Regierung solche Informationen an die Öffentlichkeit weiterleiten, mir ist weder der konkrete Nutzen für die Regierung noch für die Bevölkerung klar (zumindest nicht für die Sicherheit). Wenn die Informationen authentisch sind profitieren vor allem die potentiellen Terroristen davon. Ich würde letztendlich einfach zu Bedenken geben, dass es immer ein nicht unerhebliches Mißbrauchspotential birgt, wenn sich eine Regierung mit sicherheitspolitischen »Hinweisen« an die »Bevölkerung« wendet.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>jtheripper:<br />
</strong>Das Haus in dem ich arbeite genießt auch ohne Terror-Gefahr Personenschutz. Also jetzt nicht das Haus direkt, sondern eine Person darin. Also das Haus wird geschützt, wegen einer Person die in dem Haus sein kann. Manchmal auch ist. Egal. Jedenfalls stehen deswegen zwei Polizisten vor der Tür und grüßen meistens sehr freundlich. 24 Stunden, sieben Tage die Woche. Aber nicht immer die selben, is klar. Nun sind sie schwerer bewaffnet, grüßen aber immer noch freundlich. Selbst bei –3° C. Ich sehe also keinen Grund, <span style="text-decoration: line-through;">den Ausnahmezustand</span> die Terror-Gefahr auszurufen. Denn wenn nun ein Terrorist an den Polizisten vorbei geht, grüßen die ihn nun mit oder ohne H&amp;K freundlich.</p>
<p style="text-align: justify;">Ach so, auch sehr praktisch um Anmeldungen von Demonstrationen abzulehnen: Terror-Gefahr.</p>
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