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	<title>ZG Blog &#187; Tod</title>
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	<description>Der pseudo-intellektuelle Blog von www.zeitgeistlos.de</description>
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		<title>Gedanken über den Tod</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Jul 2010 03:33:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[philosophisch]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich werde sterben. Irgendwann ganz sicher. Soviel steht fest. Eigentlich bräuchte ich mir jetzt keine Gedanken darüber zu machen. Denn ich bin gesund und fühle mich gut. Dennoch wird jedem von uns dieses Schicksal erreichen. Jedem! Also auch mich. Im folgenden ein paar Gedankenfragmente dazu. Die Mittelalter Rockband Subway to Sally bringen in ihrem Lied [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich werde sterben. Irgendwann ganz sicher. Soviel steht fest. Eigentlich bräuchte ich mir jetzt keine Gedanken darüber zu machen. Denn ich bin gesund und fühle mich gut. Dennoch wird jedem von uns dieses Schicksal erreichen. Jedem! Also auch mich. Im folgenden ein paar Gedankenfragmente dazu.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/Grab.jpg" target="_blank"><img class="aligncenter size-full wp-image-5595" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/Grab.jpg" alt="" width="461" height="346" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-5504"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Die Mittelalter Rockband Subway to Sally bringen in ihrem Lied &#0187;Grabrede&#0171; die Thematik gut auf den Punkt:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Wenn unsre Schädel einst ins Leere glotzen sieht man uns nicht an wer Sieger, wer Verlierer war wer armer oder reicher Mann was wir dann sind, ist ungewiss wahrscheinlich bleibt nur Finsternis. [&#8230;] und schreiben sie dir auch goldene Letter auf Granit: du nimmst nichts mit!</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Selbst mit dem Tod endet die funktionale Profitverwertung des Menschen nicht. Mit Toten werden vortreffliche Geschäfte gemacht: Begräbnisse, Grabsteine, Grabpflege, Grabmieten, usw. Gebühren und Kosten gibt es z.B. für die Grabnutzung, die Urne oder den Sarg, Blumenschmuck, Trauerkleidung, den Redner, Gebühren für Behörden und Kirche usw. Hinzu kommt, dass es in Deutschland eine Bestattungspflicht gibt. Angehörige des Verstorbenen sind hiernach verpflichtet für die Bestattung zu sorgen, selbst wenn sie das Erbe ausgeschlagen haben oder es keine sozialen Kontakte zu dem Verstorbenen gab. Die Angehörigen bleiben bestattungspflichtig. Wer dazu finanziell nicht in der Lage ist, kann die Bestattung beim Sozialamt beantragen, wird aber finanziell nicht restlos davon befreit. Nicht selten fallen ganze Familien, mit dem Tod eines Angehörigen, in den finanziellen Ruin.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Tod sind wir alle gleich. Still und leise. Trotzdem wird der Sozialstatus des Lebenden in den Tod übertragen. Reiche leisten sich prunkvolle Grabstätten, Arme bekommen namenlose Sozialgräber. Die &#0187;Nachfrage&#0171; nach Sozialgräbern ist in den letzten Jahren, durch die steigende Armut in Deutschland, rasant angestiegen. Viele können sich normale Bestattungen nicht mehr leisten. Rund drei Millionen Euro jährlich gibt <a title="Berliner Morgenpost" href="http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article1240719/Bestattungskosten-fuer-immer-mehr-Berliner-zu-teuer.html" target="_blank">das Land Berlin</a> für  Sozialbestattungen aus, weil sich viele Angehörige die Bestattung nicht mehr leisten können.</p>
<p style="text-align: justify;">Die kapitalistische (Weiter-)Verwurstung von Verstorbenen, ist für mich pietät- und würdelos. Ich plädiere voll und ganz dafür, dass Bestattungen aus Steuermitteln bezahlt werden sollen und das alle die gleiche würdige Bestattung erhalten. Im Tod sind wir alle gleich arm. Und egal wohin die Reise für uns alle nach dem Tod hingehen wird, wir nehmen garantiert nichts an materiellem Reichtum mit. Die finanzielle Ungleichheit und Ungerechtigkeit im Leben, sollte mit dem Tod enden und nicht fortgeführt werden.  Deshalb lege ich persönlich auch gar keinen Wert darauf, einen wertvollen Grabstein oder ähnliches zu &#0187;besitzen&#0171;. Wer im Leben an mich gedacht hat, wird es auch tun, wenn ich tot bin. Dazu ist kein Grab nötig, an dem regelmäßig meine Angehörigen hinpilgern. Vergoldet ein 10.000 Euro Grabstein meinen Tod?</p>
<p style="text-align: justify;">Bildquelle:<br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/karintibben/2859849027/">Karin von flickr</a></p>
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		<title>Robert Enke &#8211; eine Zusammenfassung</title>
		<link>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2009/robert-enke-eine-zusammenfassung/</link>
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		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 17:35:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Fussball]]></category>
		<category><![CDATA[Robert Enke]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun gab es die große Abschieds- , Gedenk- oder Trauerfeier, je nachdem welche Begrifflichkeit einem hier am liebsten zusagt. Nur eine &#0187;Feier&#0171; sollte es schon gewesen sein. 35.000 Menschen seien ins Stadion von Hannover gekommen, Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff und DFB-Präsident Theo Zwanziger hielten eine Rede. Zahlreiche Prominente und Vertreter zahlreicher Fussballverbände waren anwesend. Menschen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Nun gab es die große Abschieds- , Gedenk- oder Trauerfeier, je nachdem welche Begrifflichkeit einem hier am liebsten zusagt. Nur eine &#0187;Feier&#0171; sollte es schon gewesen sein. <a title="SpiegelOnline" href="http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,661376,00.html" target="_blank">35.000 Menschen</a> seien ins Stadion von Hannover gekommen, Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff und DFB-Präsident Theo Zwanziger hielten eine Rede. Zahlreiche Prominente und Vertreter zahlreicher Fussballverbände waren anwesend. Menschen trauern, zeigen ihre Emotionen, wenn Personen die in der Öffentlichkeit standen verstorben sind. Das war eben schon immer so. Was also gibt es daran zu kritisieren oder zu hinterfragen? Eine kleine Zusammenfassung wichtiger Gedanken hierzu.<span id="more-3442"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>1.)</strong> Roberto von Ad Sinistram hinterfragt im Artikel <a href="http://ad-sinistram.blogspot.com/2009/11/ein-einziges-trauerspiel.html" target="_blank">&#0187;Ein einziges Trauerspiel&#0171;</a>, die Event-Unkultur der öffentlichen Trauer. Das Dabeiseinwollen, die Open Air-Trauer, das Event-Jammern, das Spektakel-Heulen seien eben vielmehr der Ausdruck nach der Sehnsucht von verbrüderten Menschen, die es im Ellenbogen-Alltag kaum noch gäbe. So sehr die Emotionen der Beteiligten auch echt seien, der Tod wird hier als Massenspektakel inszeniert.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>2.)</strong> Der Kollege vom <a href="http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1147/der-freitod-eines-torwarts-und-die-ethik" target="_blank">Spiegelfechter</a> betont hierbei die Rolle der Medien. Der Sensationsjournalismus kenne keine ethischen Grenzen mehr. Besonders der sog. &#0187;Werther-Effekt&#0171;, der folgendes besagt: <em> </em></p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><em>&#0187;Suizide von Prominenten haben eine ggf. ernstzunehmende Sogwirkung, wenn darüber entsprechend berichtet wird. Dieser Effekt wird umso deutlicher, je bekannter, sympathischer und beliebter die durch eigene Hand verstorbene Person ist&#0171;</em></p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">wird von den Medien kaltschnäuzig ignoriert. Auflage und Verkaufszahlen sind eben alles. Auch haben so gut wie alle Medien sich nicht an die <a href="http://www.suizidprophylaxe.de/Medienempfehlung%20DGS.pdf" target="_blank">Medienempfehlungen</a> der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention (DGS) orientiert, wenn es um die Berichterstattung geht. Auch finde keine ehrliche Auseindersetzung mit dem Thema Leistungsdruck der Fussballer und mit Depressionen statt.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>3.) </strong><a href="http://notatio.blogspot.com/2009/11/noch-ein-paar-worte-zum-fall-enke.html" target="_blank">Roger von Nebenbei bemerkt</a> stellt die These auf, dass die Betroffenheit vieler Menschen vor allem auch deshalb so stark ist, weil Enke als <a title="Neusprech: Leistungsträger" href="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2009/neusprech-leistungstrager/" target="_blank">&#0187;Leistungsträger&#0171;</a> der Gesellschaft galt. Als ein sozioökonomisches Ideal-Vorbild, der doch augenscheinlich alles hatte, was jeder von uns auch haben will. Diese bürgerliche Schein-Sicherheit sei mit dem Suizid zerschlagen worden und dies sei mit eine Ursache für die große Betroffenheit der Menschen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich möchte niemandem seine Trauer vorenthalten oder ihm gar bescheinigen, seine Emotionen seien nicht echt, wenn es um Enke geht. Dennoch sieht für mich ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Tod eines Menschen anders aus. Wieder einmal wird nur an Symptomen gerührt, aber nicht an der Wurzel. Der <a title="Deisler im Zeit-Interview" href="http://www.zeit.de/2009/41/DOS-Deisler" target="_blank">Leistungsdruck der Spieler</a> wird nicht abnehmen, die Medien werden beim nächsten Todesfall eines Prominenten die gleiche unethische Herangehensweise zelebrieren, die Fans werden weiterhin jede Schwäche eines Fussballspielers gnadenlos bestrafen und damit den Leistungsdruck der Spieler erhöhen, die ärztliche oder gar arbeitgeberliche Akzeptanz von Depressionen wird weiterhin gering ausfallen usw. Alles ist Unterhaltung, ein Event, eine Feier. Das Leben ein großer Freizeitpark. Alibihandlungen und Symbolpolitik halten den Status Quo aufrecht und vermitteln eine Illusion der Veränderung. In einer Woche kräht kein Hahn mehr danach &#8211; bis zum nächsten Suizid.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>NACHTRAG:</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.lumperladen.de/lumpereien/2009/11/15/beifall-zerklatschte-trauerfeier/" target="_blank">Harald vom Blog Lumperladen</a> hat die &#0187;Event-Trauerkultur&#0171; nochmals unterstrichen, indem er darauf hinweist, dass viele vermeintlich Trauernde beim letzten Abschied Beifall geklatscht haben.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
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		<title>Untotes Humankapital</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Oct 2009 23:15:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Geld]]></category>
		<category><![CDATA[Humankapital]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Tod]]></category>

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		<description><![CDATA[&#0187;Zwar ist die Sterberate dank längerer Lebenserwartung in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich gesunken, doch die Demografie wird diesen Trend ab 2020 umkehren. Ökonomisch betrachtet ein Wachstumsmarkt&#0171;. - Artikel aus dem Stern vom 13. Juni 2009 Auch mit dem Tod von Menschen lässt sich in unserer kapitalistischen Gesellschaftsordnung glänzend was verdienen.  Beispiel eines Friedhoftarifes in Berlin-Pankow: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><span style="color: #993300;"><em>&#0187;Zwar ist die Sterberate dank längerer Lebenserwartung in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich gesunken, doch die Demografie wird diesen Trend ab 2020 umkehren. Ökonomisch betrachtet ein Wachstumsmarkt&#0171;.<br />
</em></span></p>
<p style="text-align: justify;">- Artikel aus dem <a href="http://www.stern.de/wirtschaft/news/unternehmen/bestatterbranche-sogar-beim-tod-wird-gespart-703505.html" target="_blank">Stern</a> vom 13. Juni 2009</p>
<p style="text-align: justify;">Auch mit dem Tod von Menschen lässt sich in unserer kapitalistischen Gesellschaftsordnung glänzend was verdienen.  Beispiel eines Friedhoftarifes in <a href="http://www.friedhoefe-berlin.de/289--NoName.html" target="_blank">Berlin-Pankow:</a></p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">- Erdwahlstelle (je nach Lage) ab 1633 Euro</p>
<p style="text-align: justify;">- Erdrasenstelle (inkl. Liegeplatte mit Name und Lebensdaten, 20 Jahre Pflege): 1447 Euro</p>
<p style="text-align: justify;">- Urnenstelle (für 4 Urnen): 650 Euro</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Versicherungen für Bestattungen und Beerdigungen, Bestattungsunternehmen und viele andere tummeln sich im Geschäft mit dem Tod. Selbst vor <a title="SpiegelOnline" href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,648511,00.html" target="_blank">Abzock-Tricks</a> mit den Hinterbliebenen schrecken Bestattungsunternehmen nicht zurück. Nicht selten werden ganze Familien in den finanziellen Ruin getrieben, weil sie sich den Tod eines geliebten Verwandten schlichtweg nicht &#0187;leisten&#0171; können. Die kapitalistische Heilslehre &#0187;Profite vor Menschen&#0171; macht auch vor dem Tod nicht halt. Brauchen wir eine neue Sterbekultur?</p>
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