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	<title>ZG Blog &#187; Mobbing</title>
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	<description>Der pseudo-intellektuelle Blog von www.zeitgeistlos.de</description>
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		<title>Mobbing am Arbeitsplatz</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 22:03:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Leistung]]></category>
		<category><![CDATA[Mobbing]]></category>

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		<description><![CDATA[»In einer EDV-Firma in der Nähe von Bamberg hat ein leitender Angestellter über Jahre seine Mitarbeiter drangsaliert. Während seiner Wutanfälle soll er ihnen mit einer Soft-Air-Pistole, einer Gaspistole und einem Messer gedroht haben. Einen Untergebenen traktierte er angeblich mit einer elektronischen Fliegenklatsche und versetzte ihm so einen Stromschlag. Einen anderen Kollegen traf er mit einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><!--[if gte mso 9]><xml> Normal   0   21 </xml><![endif]--><!--  --><span style="color: #993300;"><em>»In einer EDV-Firma in der Nähe von Bamberg hat ein leitender Angestellter über Jahre seine Mitarbeiter drangsaliert. Während seiner Wutanfälle soll er ihnen mit einer Soft-Air-Pistole, einer Gaspistole und einem Messer gedroht haben. Einen Untergebenen traktierte er angeblich mit einer elektronischen Fliegenklatsche und versetzte ihm so einen Stromschlag. Einen anderen Kollegen traf er mit einer Lederpeitsche. Als die Geschäftsleitung ihn aufgrund der Vorwürfe fristlos kündigte, zog er 2003 vor Gericht.«</em></span></p>
<p style="text-align: justify;">- Meldung aus der <a href="http://www.faz.net/s/Rub8EC3C0841F934F3ABA0703761B67E9FA/Doc~EEDC732B3194049A2B3D5F5CFD1D6C913~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank">FAZ.net</a> vom 12. Juli 2009</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Anmerkung:</strong> Tätlichkeiten, Beleidigungen und Rumgebrülle des Chefs seien Tabu und dies müsse sich der Lohnarbeiter nicht gefallen lassen, betont in dem Artikel die Rechtsanwältin Ann-Charlotte Ebener. Körperliche Handgreiflichkeiten sind sicherlich schnell als Mobbing zu identifizieren. Nur was ist mit der täglichen Dosis Leistungsdruck und psychischer Gewalt am Arbeitsplatz?</p>
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		<title>Schuftet und schluckt Pillen!</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Feb 2009 23:05:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsfetischismus]]></category>
		<category><![CDATA[Doping]]></category>
		<category><![CDATA[Drogen]]></category>
		<category><![CDATA[Lohnarbeit]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine vor kurzem veröffentlichte Studie der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) besagt, dass knapp 800.000 Menschen in Deutschland regelmäßig Medikamente am Arbeitsplatz einnehmen. Insgesamt haben zwei Millionen schon einmal Medikamente am Arbeitsplatz eingenommen. Dabei handelt es sich vor allem um Anti-Depressiva, Beruhigungspillen und leistungssteigernde Medikamente. Interessant ist hierbei vor allem die Wortwahl der Berichterstattung: von der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Eine vor kurzem veröffentlichte <a title="DAK-Gesundheitsreport 2009" href="http://www.dak.de/content/dakprfirmenservice/dakgesundheitsreports.html" target="_blank">Studie</a> der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) besagt, dass knapp 800.000 Menschen in Deutschland regelmäßig Medikamente am Arbeitsplatz einnehmen. Insgesamt haben zwei Millionen schon einmal Medikamente am Arbeitsplatz eingenommen. Dabei handelt es sich vor allem um Anti-Depressiva, Beruhigungspillen und leistungssteigernde Medikamente. Interessant ist hierbei vor allem die Wortwahl der Berichterstattung: von der Studie selbst und der Presse.<span id="more-1382"></span></p>
<p style="text-align: justify;">So sprechen alle Medien vom »Doping am Arbeitsplatz« (Beispiele: <a href="http://www.stern.de/wissenschaft/mensch/:Doping-Arbeitsplatz-Zwei-Millionen-Medikamenten/654570.html" target="_blank">Stern,</a> <a href="http://www.zeit.de/online/2009/08/dak-medikamente-arbeitsplatz">die Zeit</a>, <a href="http://www.tagsschau.de/inland/arbeitsplatz100.html">tagessschau.de</a>, <a href="http://www.bild.de/BILD/politik/2009/02/12/doping-am-arbeitsplatz/immer-mehr-deutsche-schlucken-anti-stress-pillen.html" target="_blank">Bild</a>) Doping — das klingt wie die verbotene, unerwünschte Einnahme von Drogen, um seine Leistung zu steigern. Wie beim Sport. Doch die Einnahme von Medikamenten am Arbeitsplatz wird in der Presse und in der Studie selbst, weder verurteilt, noch negativ bewertet. Es wird lediglich deskriptiv darüber berichtet. Schließlich unterstreicht die Medikamenten-Einnahme, die kapitalistische Ideologie der <a title="Neusprech: Leistungsgesellschaft" href="http://ad-sinistram.blogspot.com/2008/06/nomen-non-est-omen.html" target="_blank">»Leistungsgesellschaft«</a>. Unerwünscht — im Sinne von: Die Lohnarbeit macht die Menschen zunehmend kaputt und deshalb greifen sie vermehrt auch zu Medikamenten — ist es ja eben nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Berichterstattung indessen reduziert das Problem auf den Einzelnen (Stichwort: <a title="ZG-Artikel Eigenverantwortung" href="http://www.zeitgeistlos.de/eigenverantwortung/eigenverantwortung.html" target="_blank">Eigenverantwortung</a>) und thematisiert nicht die Struktur der Arbeitswelt mit ihren immer härteren repressiven Methoden. So sagt selbst der DAK-Chef Herbert Rebscher in der <a href="http://www.tagsschau.de/inland/arbeitsplatz100.html" target="_blank">Tagesschau</a>: <em>»Männer frisieren ihr Leistungspotenzial, Frauen polieren ihre Stimmungen auf«</em> — eine eindeutige Beschönigung auf den zunehmenden Druck der Lohnarbeiter, dem Mobbing und den repressiven Methoden am Arbeitsplatz. Die <a href="http://www.bild.de/BILD/politik/2009/02/12/doping-am-arbeitsplatz/immer-mehr-deutsche-schlucken-anti-stress-pillen.html" target="_blank">BILD</a> begründet die Medikamenten-Einnahme z.B. damit, dass man ja nur <em>»besser als die lieben Kollegen sein wolle«</em>.</p>
<p style="text-align: justify;">Schließlich reiht sich der <a href="http://www.stern.de/wissenschaft/mensch/:Doping-Arbeitsplatz-Zwei-Millionen-Medikamenten/654570.html?p=3" target="_blank">Stern</a> in die ganze verlogene Berichterstattung bei diesem Thema ein. Während »Doping« beim Sport unerwünscht ist, da er den Wettbewerbsgedanken verzerre und unverhältnismäßige Vorteile für wenige einräume, ist das »Doping« in der Leistungsgesellschaft ja kein Problem. Denn: <em>»sollte es in Zukunft  nicht erlaubt sein, die eigene Leistungsfähigkeit mit verschreibungspflichtigen Medikamenten zu steigern?«.</em></p>
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