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	<title>ZG Blog &#187; Krankheit</title>
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	<description>Der pseudo-intellektuelle Blog von www.zeitgeistlos.de</description>
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		<title>Bodenlosigkeit</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 10:18:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheit]]></category>
		<category><![CDATA[Persönliches]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute werde ich das Blog auch wirklich mal als solches gebrauchen: als persönliches Tagebuch. Mir ist stark danach. Und nach dem Lesen des Beitrages wird vielleicht auch klar, wieso ich diesmal ein solches Bedürfnis hege. Kurz und knapp, um die Einleitung zu überspringen: ich war insgesamt 5 Tage im Krankenhaus, mit Vollnarkose und davon 1 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Heute werde ich das Blog auch wirklich mal als solches gebrauchen: als persönliches Tagebuch. Mir ist stark danach. Und nach dem Lesen des Beitrages wird vielleicht auch klar, wieso ich diesmal ein solches Bedürfnis hege. Kurz und knapp, um die Einleitung zu überspringen: ich war insgesamt 5 Tage im Krankenhaus, mit Vollnarkose und davon 1 Tag  in künstlichem Koma. Heute bin ich entlassen worden.<span id="more-4474"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Einfache Schluckbeschwerden stellten sich als ein bösartiges Geschwulst im Hals heraus, der bei weiterer Anschwellung zu Atemnot oder gar Ersticken hätte führen können. Der Weg von der 1. Hilfe zum OP-Saal war ausgesprochen kurz. Zu kurz. Der Arzt meinte lapidar: »diese fiese Krankheit müssen wir sofort behandeln«. Als ich wieder aufwachte, lag ich mit Beatmungsschlauch in der Intensivstation. Reichlich ekliges und hilfloses Gefühl, dass ich wohl seit Jahrzehnten so nicht mehr verspürt hatte.</p>
<p style="text-align: justify;">Kaum war ich halbwegs bei Bewusstsein regte sich auch mein Sarkasmus wieder. Denn ich lag nicht allein in der Intensivstation, neben mir lag eine Frau in sehr hohem Alter. Die Dienstschwestern machten gerade eine Übergabe und erzählten frei heraus, an welchen Krankheiten die Frau so litt. Sie hatte einfach alles was man sich so vorstellen kann. Als ich nur stöhnte und ächzte und zu einer Schwester meinte, ob sie dass nicht in einem separaten Raum besprechen mögen, mich würde soviel Krankheit noch kränker machen-ich sei gerade aus dem Koma wieder aufgewacht und es sei reichlich unsensibel mich mit Todes-Krankheiten zu zu texten– meinte sie nur zu mir »thats life«.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Zweiklassenmedizin war für mich im Krankenhaus nur allzu offensichtlich. Ich muss dazu sagen, dass ich alle paar Jahrzehnte sehr krank, geschweige denn im Krankenhaus bin. Was andere tagtäglich erleben/ertragen müssen, ist für mich ein eher seltenes Vergnügen. Umso erschreckender bzw. eindrucksvoller war die Wucht der Erfahrung, dass man als Kassenpatient ein Mensch zweiter Klasse ist. Wer das noch verleugnet, ist ein fahrlässiger Lügner oder einfach nur ein Arschloch.</p>
<p style="text-align: justify;">Sicher ist die Phrase, dass man in solchen Momenten Klarheit über die wirklich wichtigen Dinge im Leben bekommt, eine Redewendung. Aber es stimmt. Wenn das eigene Leben auf Erbsengröße zusammenschrumpft, verliert der ganze Schnörkel seinen Reiz. Ganz besonders einem Menschen, möchte ich auch auf diesem Wege ganz herzlich danken: meiner lieben Freundin Anja. Sie schenkt mir viel Kraft und Liebe. Aus dem künstlichem Koma aufzuwachen und ihr Gesicht vor mir zu sehen, war die beste Medizin, die ich haben konnte. Und auch für soviel Pathos und Schmalz muss mal Platz im ZG-Blog sein  <img src='http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-includes/images/smilies/zwink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Der Autovirus</title>
		<link>http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/2009/der-autovirus/</link>
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		<pubDate>Sat, 31 Oct 2009 13:41:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheit]]></category>
		<category><![CDATA[Schweinegrippe]]></category>

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		<description><![CDATA[»In Deutschland sind drei weitere Menschen an der Schweinegrippe gestorben. Damit gibt es jetzt bislang sechs Todesopfer der Infektionskrankheit.« - Meldung aus der süddeutschen Zeitung vom 31. Oktober 2009 Anmerkung: Wieviele Menschen sterben in Deutschland jährlich an Krebs? Wieviele an Aids? Und vor allem wieviele Menschen sterben jährlich in Deutschland an Auto-Unfällen? Gibt es dagegen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #993300;"><em>»In Deutschland sind drei weitere Menschen an der Schweinegrippe gestorben. Damit gibt es jetzt bislang sechs Todesopfer der Infektionskrankheit.«</em></span></p>
<p>- Meldung aus der <a href="http://www.sueddeutsche.de/,tt3m1/wissen/581/492934/text/" target="_blank">süddeutschen Zeitung</a> vom 31. Oktober 2009</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Anmerkung:</strong> Wieviele Menschen sterben in Deutschland jährlich an Krebs? Wieviele an Aids? Und vor allem wieviele Menschen sterben jährlich in Deutschland an Auto-Unfällen? Gibt es dagegen auch eine Impfung? Vielleicht weniger oder gar kein Auto mehr fahren? Oder hat die mächtige Autolobby was dagegen? Ach ne, dagegen gab es ja die Abwrackprämie, oder?  <img src='http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-includes/images/smilies/zwink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Buch: »Krankheit als Weg«</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Jul 2009 09:31:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheit]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>

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		<description><![CDATA[Das gleichnamige Buch aus dem Jahre 1983 hat mich in vielerlei Hinsicht zum Nachdenken gebracht. Dahlke und Dethlefsen vertreten in ihrem Buch die radikale These, dass jede Krankheit einen seelischen bzw. psychischen Ursprung hat. Auch wenn ich dieser Behauptung nicht immer zustimmen kann (ich könnte z.B. von einem Auto überfahren werden oder mein Flugzeug stürzt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Das gleichnamige Buch aus dem Jahre 1983 hat mich in vielerlei Hinsicht zum Nachdenken gebracht. Dahlke und Dethlefsen vertreten in ihrem Buch die radikale These, dass jede Krankheit einen seelischen bzw. psychischen Ursprung hat. Auch wenn ich dieser Behauptung nicht immer zustimmen kann (ich könnte z.B. von einem Auto überfahren werden oder mein Flugzeug stürzt ab), so eröffnet es doch neue Sichtweisen.<span id="more-2540"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Krankheit wird hier eben nicht als Alibi für ungelöste eigene Probleme gesehen, sondern als  ein ganzheitliches Phänomen des Menschen betrachtet. Jeder Teil unseres Körpers entspricht einer psychischen Komponente. So stehen z.B. die Augen für die Einsicht, der Hals für die Angst, das Blut für die Lebenskraft und die Haare für die Freiheit. Eine körperliche Beeinträchtigung entspricht demnach immer einer psychischen Beeinträchtigung. An dieser Stelle könnte das Buch leicht faschistisch interpretiert werden. Abgesehen davon liefert es uns jedoch neue Eindrücke. Beispiel Essen:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;">Heißhunger auf Süßigkeiten ist immer Ausdruck von nicht befriedigtem Liebeshunger.</p>
<p style="text-align: justify;">Menschen die viel denken haben ein Verlangen nach salziger Nahrung und herzhaften Speisen.</p>
<p style="text-align: justify;">Menschen die gut gewürztes Essen bevorzugen, sind auf der Suche nach neuen Reizen.</p>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">- Krankheit als Weg. Thorwald Dethlefsen/Rüdiger Dahlke. München 1983. Seite 175</p>
<p style="text-align: justify;">Interessant ist auch der Abschnitt über die Schlafstörungen. Da der Schlaf der kleine Bruder des Todes ist, müssen wir uns beim Schlaf einem »Urvertrauen« hingeben, dass uns glauben lässt, dass wir auch wieder aufwachen werden. Menschen die tagsüber immer »alles im Griff« haben wollen, Kontrollmenschen sind, haben demnach häufig Schlafstörungen, da sie Angst haben sich dem ungewissen Schlaf hinzugeben, sich fallen zu lassen. Die Haut sei z.B. die Reflexionsfläche aller inneren Organe und der inneren Befindlichkeit. Man wird »rot vor Scham«, »blaß vor Schreck« oder »schwitzt aus Angst«. Auch Leberflecke oder andere Hautphänomene sind ein Zeichen dafür, dass etwas von innen nach außen will. Das beste Beispiel hierfür ist die Pubertät, wo Akne das Zeichen dafür ist, dass die Sexualität und das Verlangen nach Liebe von innen nach außen bricht.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch wenn das Buch stellenweise sehr radikal und einseitig ist, so kann ich es dennoch weiterempfehlen, da es jedem dazu anrät zuerst auf die eigene seelische Befindlichkeit zu schauen, bevor man sich gleich eine Tablette oder ähnliches reinhaut  <img src='http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-includes/images/smilies/zwink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
]]></content:encoded>
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		<title>Neusprech: Krankheit</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Jun 2009 22:11:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>epikur</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neusprech]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheit]]></category>
		<category><![CDATA[Neoliberalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[»Es geht nicht, dass sich jeder bei Kopfschmerzen drei Tage krank schreiben lassen kann. Die ersten drei Krankheitstage sollten auf den Urlaub angerechnet oder nicht mehr bezahlt werden.« - Klaus-Peter Meinzer, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Mittelstands — und Wirtschaftsvereinigung bei netdoktor.de am 13. Juni 2006 Die Krankheit wird gemeinhin als eine unerwünschte Einschränkung bzw. Benachteiligung des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><!--[if gte mso 9]><xml> Normal   0   21 </xml><![endif]--><!--  --><em><span style="color: #993300;">»Es geht nicht, dass sich jeder bei Kopfschmerzen drei Tage krank schreiben lassen kann. Die ersten drei Krankheitstage sollten auf den Urlaub angerechnet oder nicht mehr bezahlt werden.«</span></em></p>
<p style="text-align: justify;">- <!--[if gte mso 9]><xml> Normal   0   21 </xml><![endif]--><!--  -->Klaus-Peter Meinzer, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Mittelstands — und Wirtschaftsvereinigung bei <a href="http://www.netdoktor.de/News/Lohnfortzahlung-bei-Krankhe-1123204.html" target="_blank">netdoktor.de</a> am 13. Juni 2006</p>
<p style="text-align: justify;"><!--[if gte mso 9]><xml> Normal   0   21 </xml><![endif]--><!--  --></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.zeitgeistlos.de/neusprech/orwell.html" target="_blank"><img class="alignleft size-medium wp-image-525" title="ZG-Artikel: Neusprech Heute" src="http://www.zeitgeistlos.de/zgblog/wp-content/uploads/orwell_neusprech.jpg" alt="" width="70" height="90" /></a>Die Krankheit wird gemeinhin als eine unerwünschte Einschränkung bzw. Benachteiligung des Menschen gesehen. Sie wird als eine negative Zustandsform betrachtet, welche die eigenen Fähigkeiten beeinträchtigt. Das nicht Vorhandensein von Harmonie und Glück wird als Krankheit definiert. Im marktradikalen Deutschland wird die Krankheit sprachlich und ideologisch auf eine fehlende Funktion reduziert, da der Lohnarbeiter nicht mehr ganz (oder eben nur teilweise) fähig ist, einer bezahlten Arbeit nachzugehen. <span id="more-2425"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Ursache, Symptom und Auswirkungen der individuellen Krankheit interessieren die wenigsten Arbeitgeber. Der Mensch soll funktionieren. Dabei muss die Krankheit nicht zwingend etwas negatives sein. Sie kann uns Dinge bewusst werden lassen, die wir im Alltag verdrängen oder nicht wahrhaben wollen. Im Sinne einer ganzheitlichen Einheit und Polarität des Menschen, ist die Krankheit ein ebenso wichtiger Bestandteil des Lebens wie die Gesundheit. Die Krankheit als Phänomen zu verdrängen, gleicht der weitverbreiteten Angst vor dem Tod. Eine Krankheit nur als eine »Fehlfunktion« des Menschen zu betrachten, macht ihn zu einem Ding und verkennt die Krankheit als ein ganzheitliches Phänomen des Menschen.</p>
<p style="text-align: justify;"><!--[if gte mso 9]><xml> Normal   0   21 </xml><![endif]--><!--  -->Krankheit in Deutschland bedeutet: in der Arbeitswelt nicht-zu-funktionieren. So werden bisweilen auch schwangere, körperlich oder geistig beeinträchtigte Menschen oder Rentner als »krank« angesehen. Das gleiche gilt für Oppositionelle, Weltenbummler und Unangepasste. Wer sich dem Verwurstungsapparat nicht fügt, wird als abnormal, als »krank« angesehen. Dabei macht die kapitalistische Zwangsgesellschaft, in dem jeder dem Geld, dem sozialen Status und der Macht — ohne Rücksicht auf seine Mitmenschen und vor allem auf sich selbst — hinterher jagt, die Menschen schleichend kaputt, macht sie wirklich krank. Denn nur wer ohne Zwang lebt, kann auch wahrhaftig gesund sein.</p>
<p style="text-align: justify;"><!--[if gte mso 9]><xml> Normal   0   21 </xml><![endif]--><!--  --><em><span style="color: #993300;">»Angestellten, die ihren Chefs bereitwillig Wehwehchen schildern, drohen negative Konsequenzen. Kranke sollten daher nicht nur das Bett, sondern auch ihre Zunge hüten«</span></em></p>
<p style="text-align: justify;">- <!--[if gte mso 9]><xml> Normal   0   21 </xml><![endif]--><!--  -->Meldung im <a href="http://www.focus.de/karriere/arbeitsrecht/tid-13899/fall-lidl-kranke-auf-dem-kieker_aid_387987.html" target="_blank">Focus</a> vom 7.April 2009</p>
<p style="text-align: justify;">
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